Notebook Kaufberatung - Das richtige Notebook finden

Mit unserer ausführlichen Notebook Kaufberatung finden Sie auf jeden Fall das richtige Notebook. Beim Kauf lauern einige Stolperfallen, die wir aufklären und zeigen worauf es wirklich ankommt. Ein Angebot, das auf den ersten Blick vielversprechend aussieht, kann bei genauem Hinsehen enttäuschen. Ein passendes Gerät zu finden, ist aber nicht schwer. Wir gehen im Detail auf alle Notebook-Kategorien und Preisklassen ein, zeigen die Unterschiede zwischen Einsteiger-Notebook, Ultrabook und High-End-Modell auf und bringen Licht ins Dunkle wenn es um die Wahl des Prozessors und der Grafikkarte geht.

Übersicht: Worauf man achten muss

Vor dem Notebook-Kauf sollte sich jeder die Frage stellen, wozu er sein Notebook im Alltag verwenden möchte. Einsteiger-Notebooks gibt es bereits ab 250-300 Euro. Sie sind vor allem für die Textverarbeitung, das Surfen im Internet, Archivieren von Fotos und zum Musikhören geeignet. Mehr Leistung und einen schnellen Prozessor mit integrierter Grafikeinheit bieten die so genannten Allround-Notebooks. Im Vergleich zu den Einsteiger-Modellen kann hier auch mal ein hochauflösender Film geschaut oder Fotos mit entsprechender Software bearbeitet werden. Außerdem ist die Akkulaufzeit mit etwa vier Stunden in der Praxis höher als bei den günstigen Einsteiger-Notebooks. Man sollte sich an dieser Stelle nicht von hohen Akkulaufzeit-Angaben der Hersteller verwirren lassen. Oftmals schreiben diese von sechs bis acht Stunden, doch das wird nur in einem praxisfernen Szenario ohne Internetverbindung und bei minimaler Leistung erreicht.

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Trend-Wende: Allround- und Multimedia-Notebooks werden immer günstiger, schneller und schlanker.

Einen großen Aufschwung erleben derzeit die Multimedia-Notebooks, die über die letzten Monate und Jahre immer kompakter, schlanker und leichter geworden sind. In viele Fällen bieten sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Gegenüber den Einsteiger-Notebooks und Allround-Notebooks sind sie auch für hohe Anforderungen geeignet, zum Beispiel für den Videoschnitt, die professionelle Bildbearbeitung oder kleinere Spiele. Multimedia-Notebooks stehen vor allem für leistungsstarke Prozessoren und Grafikkarten aus der Mittelklasse- sowie High-End-Kategorie. Außerdem ist es keine Seltenheit, dass hier neben klassischen Festplatten auch schnelle SSDs verbaut werden. Selbst bei größeren Multimedia-Notebooks beträgt das Gewicht meist ab 2,5 Kilo. Je nach Preisklasse liegt die Akkulaufzeit auf einem ähnlichen Niveau, wie das der Allround-Notebooks. Pauschal könnte man sagen, umso teurer das Multimedia-Notebook, umso größer ist meist auch die Batterie.

Ebenso attraktiv wie die performanten Multimedia-Notebooks sind die weit verbreiteten Ultrabooks. Sie setzen auf stromsparende Intel-Prozessoren und Festplatten mit SSD-Anteil oder auf reine, schnellere SSDs - je nach Preisklasse. Sie ähneln stark den Subnotebooks, sind aber dünner und mobiler als diese. Auf Dauer könnte der Trend sogar dahin gehen, dass die beiden Kategorien miteinander verschmelzen. Das Gewicht von Ultrabooks liegt meist unter oder um die 1,5 Kilo. Bei der Akkulaufzeit sind hier auch schonmal bis zu 10-13 Stunden möglich, zum Beispiel beim Apple Macbook Air. Die Display-Größe liegt bei 13,3- oder 14-Zoll. Nur wenige Ultrabooks kommen mit 15-Zoll Bildschirmen. Im Vergleich zu den Allround- und Multimedia-Notebooks muss der Nutzer allerdings mit einer schwächeren Prozessor- und Grafikleistung rechnen. Extrem leistungshungrige Anwendungen sind also mit Ultrabooks schwerer zu bewältigen. Die immer noch am Markt platzierten 10-Zoll Netbooks für rund 200 Euro sterben durch den Tablet-Trend aus. Sie platzieren sich eher als Hybrid-Tablets mit Tastatur-Dock in einer kompletten neuen 2-in-1 Kategorie. Mehr dazu finden Sie in unserer Tablet Kaufberatung.

Wer maximale Leistung im Prozessor- und Grafikbereich erwartet und über 1.000 Euro investieren kann, der sollte sich bei den Gaming-Notebooks umsehen. Hier findet man die performantesten Intel-Chips und Grafikkarten von Nvidia und AMD, die vor allem für Spiele in höchster Qualität geeignet sind. Gleiches gilt für Business-Notebooks, die oftmals auch als Workstation beschrieben werden. Der Unterschied zu den Gaming-Notebooks ist die Fokussierung auf professionelle Anwendungen, wie den umfangreichen Filmschnitt in hoher Auflösung oder für CAD-Programme zum erstellen von 3D-Modellen. Oftmals können Business-Notebooks auch mit Mobilfunkmodulen und Docking-Stationen ergänzt werden, um unterwegs und im Büro das Maximum an Funktionsumfang zu bieten. Einen kleinen Teil machen zudem die Convertible- und Outdoor-Notebooks aus, die sich oft von einem Notebook in ein Tablet umfunktionieren lassen und gegen Wasser, Sand und Staub geschützt sind. Außerdem spielt in dieser dünn besiedelten Kategorie auch die Eingabe via Stift (Stylus / Digitizer) eine große Rolle. Der Preis für Business-Notebooks, Convertibles und Outdoor-Geräte liegt meist über 1.000 Euro oder gar über 1.500 Euro.

Prozessor: Viel Gigahertz ist nicht alles

Herzstück eines jeden Notebooks ist der Prozessor. Dieser hat großen Einfluss auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die Zeiten, in denen eine höhere Taktfrequenz automatisch höhere Leistung bedeutet, sind vorbei. Statt die Geschwindigkeit des einzelnen Rechenkerns zu erhöhen, sind die beiden größten Prozessorhersteller Intel und AMD dazu übergegangen, mehr als einen Rechenkern je Prozessor einzusetzen. Dabei gilt generell: Je mehr Rechenkerne ein Prozessor besitzt, desto schneller ist er. Zurzeit sind Zweikernprozessoren (Dual Core) die Regel, doch der Trend geht in Richtung Drei-, Vier- (Quad-Core) und Sechskernprozessoren.

Auch bei Netbook-Prozessoren setzen sich Zweikernprozessoren durch. Bei Einsteiger-Prozessoren sind sie Standard. Eine Leistungssteigerung versprechen Multimedia-Prozessoren. Zur Königsklasse zählen Gaming- und Highend-Prozessoren mit vier oder sechs Rechenkernen. Die Leistungssteigerung ergibt sich dadurch, dass ein Mehrkernprozessor unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig abarbeiten kann. Allerdings unterstützt nicht jedes Programm mehr als zwei Rechenkerne. Bei nicht optimierten Anwendungen geht der Leistungsvorteil verloren. In Notebooks, die auf besonders hohe Mobilität getrimmt sind, also bei moderater Arbeitsleistung, sehr leicht sind und wenig Energie verbrauchen, rechnen so genannte Ultra-Low-Voltage-Prozessoren. Sie arbeiten mit sehr niedriger Spannung und benötigen besonders wenig Energie. Im Vergleich mit fast namensgleichen Prozessoren rechnen sie etwas langsamer.

Einige Prozessoren bieten einen versteckten Leistungsschub: So lässt sich die Zahl der Rechnerkerne virtuell verdoppeln, wenn sie zum Beispiel die Intel Hyper Threading Technologie unterstützen. Außerdem beschleunigt Intel Prozessoren der Serien Core i5 und Core i7 zusätzlich mit dem Turbo-Boost-Modus. Dabei erhöht der Prozessor bei steigender Anforderung automatisch die Taktrate und verringert sie im Leerlauf wieder, um Strom zu sparen.

Sowohl Intel als auch AMD bieten inzwischen Prozessoren mit integrierter Grafikkarte an. Das hat gleich mehrere Vorteile: Die kombinierte Fertigung macht Notebooks kompakter und der Stromverbrauch sinkt. Bei Intel gibt es entsprechende Prozessoren in der Core-i-Serie. AMD nennt Modelle dieser Bauart „Accelerated Processing Unit“, kurz: APU.

Grafikkarte: Multimedia und Spiele

Wie der Prozessor ist die Auswahl der richtigen Grafikkarte eng mit Ihrem Anwendungsszenario verknüpft. Beachten Sie dabei, das sich die Grafiklösung – anders als bei einem Desktop-Rechner - bei einem Notebook gar nicht oder nur mit hohem Aufwand austauschen lässt. Setzen Sie Ihr Notebook vorrangig für Office-Arbeiten und zum Surfen im Internet ein, sind Sie mit einer Lösung, die auf dem Board des Notebooks oder im Prozessor verbaut ist, gut bedient. Diese Office-Grafikkarten verfügen über keinen eigenen Speicher und zwacken sich diesen vom Arbeitsspeicher des Notebooks ab. Mehr Leistung bieten Einsteiger-Grafikkarten, die sich für Allrounder eignen, die gelegentlich einen Film konvertieren oder auch mal zu einem weniger anspruchsvollen Spiel greifen. Dieser Grafikkartentyp verfügt über einen geringen zweckgebundenen Videospeicher.

Eine Mittelklasse-Grafikkarte bietet sich dafür an, wenn Sie mit Ihrem mobilen Rechner auch aufwendige Bildbearbeitungsaufgaben lösen wollen oder Videobearbeitungsprogramme einsetzen. Die Königsklasse bilden Gaming- und Highend-Grafikkarten. Die sind erforderlich, wenn Sie auf Ihrem Rechner auch anspruchsvolle 3D-Games mit höchsten Detailstufen und maximaler Auflösung ruckelfrei zur Anzeige bringen wollen.

Hinweis: Als besonders akkuschonend erweisen sich mobile Rechner, bei denen zwei Grafikkarten zum Einsatz kommen. Dabei wird eine Onboard- oder prozessorintegrierte Lösung ohne eigenen Speicher mit einer Grafikkarte mit Videospeicher kombiniert. Erledigen Sie eine Aufgabe mit geringem Grafikanspruch, greift der mobile Rechner auf die energiesparende Lösung ohne Speicher zurück. Erst bei steigenden Anforderungen wird die energiehungrige Grafikkarte mit eigenem Speicher eingeschaltet. Bei Nvidia nennt man diese Technik „Optimus“, bei AMD einfach nur „Wechselbare Grafikeinheit“.

Display: Vor allem hell muss es sein

Für die Größe des Bildschirms steht der Einsatzzweck des Notebooks im Vordergrund. Generell gilt: Mit wachsender Displaydiagonale sinkt die Akkulaufzeit und steigt das Gewicht des mobilen Rechners. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitskomfort und Mobilität haben Notebooks mit einer Bildschirmdiagonale von 15 Zoll. Eine größere Anzeigefläche mit 17 Zoll eignet sich für Multimedia- oder Gaming-Notebooks. Hat das Notebook ein Blu-ray-Laufwerk, sollte das Display Full-HD-Auflösungen mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten bieten, damit es Filme in bester Qualität darstellen kann. Im Gegensatz zum TV-Bereich sind Notebooks mit 3D-Display nahezu ausgestorben - die Technik konnte sich im mobilen Segment nicht durchsetzen.

Für die Frage nach einer matten oder glänzenden Displayoberfläche gilt: Ein glänzender Bildschirm bietet eine höhere Farbbrillanz als ein matter. Allerdings kann sich ein glänzendes Display bei ungünstigen Lichtverhältnissen in einen Spiegel verwandeln. Hochwertigere und meist teurere Notebooks verfügen zudem über ein so genanntes IPS-Display. Diese Technik sorgt dafür, dass auch bei stärkerer Blickwinkel-Veränderung keine Qualitätseinbuße hingenommen werden müssen. Bei klassischen TN-Panels kommt es bei einer seitlichen Betrachtung schnell zu Farb- und Helligkeitsverlusten.

Seit der Einführung des Retina Display in den Apple Macbook Pro Modelle hat sich zudem ein Trend zur extrem hohen Auflösung entwickelt. Notebooks mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel sind keine Seltenheit mehr, sind aber nur in teuren Modellen zu finden. Während Apple seine Programme unter Mac OS X für die hohe Auflösung bereits optimiert hat, gibt es bei Windows 8.1 noch Probleme. Browser-Fenster, Video-Telefonie-Apps oder Office-Programme werden oft stark verpixelt angezeigt, da die Bildschirme hochskaliert werden müssen. Das muss gemacht werden, damit Symbole und Fenster durch die hohe Auflösung nicht zu klein angezeigt werden.

Optisches Laufwerk: Ein aussterbender Trend

Interne DVD-Brenner sind derzeit noch in vielen Notebooks zu finden. Die Geräte unterstützen meist Double-Layer-Technik und können bis zu 8,5 Gigabyte Daten auf einen entsprechenden Rohling schreiben. Einige DVD-Brenner unterstützen die LightScribe-Technologie. Damit können sie CDs und DVDs beschriften. Netbooks und Ultrabooks haben keinen DVD-Brenner, können aber per USB-Anschluss Kontakt zu einem externen Laufwerk herstellen. Der Trend geht auch bei größeren, leistungsfähigeren Notebooks dahin, keine optischen Laufwerke mehr zu verbauen. Dadurch ist es den Herstellern möglich kompaktere Notebooks mit geringerer Bauhöhe zu produzieren.

Derzeit werden lesefähige Blu-ray Laufwerke bereits in Notebooks der Preiskategorie unter 700 Euro verbaut. Blu-ray Brenner hingegen finden Sie meist in hochpreisigen Multimedia- oder Gaming-Notebooks. Aufgrund der größeren Kapazität von bis zu 50 GB sind Blu-ray Medien für hochauflösende Filme im 1.080p Format (FullHD) oder große Datenmengen besser geeignet als DVDs, sind dafür jedoch deutlich teurer. Derzeit wird auch an einer Anpassung gearbeitet, dass Blu-ray Medien mit einer 4K Auflösung, also 4x FullHD umgehen können. Eine 3D-Funktionalität direkt auf dem Notebook-Display ist hingegen ausgestorben. Es gibt allerdings die Möglichkeit 3D-Filme über HDMI 1.4 auf den Fernseher zu übertragen.

Speicher: Über Festplatten, SSDs und Arbeitsspeicher

Die Festplatte speichert alle Daten, vom Betriebssystem über installierte Programme bis hin zu Dokumenten, Musik- und Filmdateien. Deshalb haben die Anforderungen an das Notebook großen Einfluss auf die Speicherkapazität. 500 Gigabyte stellen das untere Limit dar. So viel bieten bereits günstige Einsteiger-Notebooks. Für ein Allround-Notebook, das eine durchschnittlich große Musik- und Filmsammlung aufnimmt, sind 750 Gigabyte oder mehr besser geeignet. Die größten Festplatten benötigen Multimedia-Notebooks- und Gaming-Notebooks, da besonders aktuelle 3D-Spiele nach reichlich Speicherplatz verlangen. Ideal sind Kapazitäten von 1 Terabyte bis zu zwei Terabyte. Ein Terabyte sind 1.024 Gigabyte. Manche Notebookgehäuse nehmen auch zwei interne Speichermedien auf.

Neben Geräten mit herkömmlichen Festplatten bieten die meisten Hersteller auch Notebooks mit Solid State Drives, kurz: SSD, an. Sie verarbeiten Daten deutlich schneller als Festplatten und sind besonders unempfindlich gegen Erschütterungen. Das führt zu hoher Datensicherheit. Anders als bei einer Festplatte bleiben die Daten erhalten, wenn das Notebook runterfällt. Der Nachteil der Technik: Der Preis pro Gigabyte ist bei SSDs deutlich höher. Zusätzlich ist die maximale Speicherkapazität der Geräte begrenzt. Samsung ist aktuell der einzige Hersteller, der eine SSD mit 1 TB Speicher anbietet. Gängig sind die Formate mit 128 GB und 256 GB. Wer eine SSD mit über 512 GB verbauen möchte, muss bereits sehr tief in die Geldbörse greifen. Dafür gilt die SSD neben dem Prozessor als spürbarer Beschleuniger des Systems. Man sollte sich allerdings vorher erkundigen, welche SSD im gewünschten Notebook verbaut wird. Einige schwarze Schafe, meist in günstigen Einsteiger-Notebooks, verbauen oftmals eher minderwertige SSDs. Kommt ein 400 Euro Notebook also mit einer SSD daher, sollte man skeptisch sein und beim Hersteller nachfragen wie hoch die Schreib- und Leseraten der SSD sind. Sind diese über 250 MB/s, ist der Geschwindigkeits-Vorteil wirklich zu spüren.

Der Arbeitsspeicher, kurz: RAM, unterstützt den Prozessor. Er sollte entsprechend großzügig dimensioniert sein. Sehr schön: Die Speicherpreise liegen aktuell am Boden. Entsprechend lässt sich ein Notebook auch für wenig Geld mit viel Arbeitsspeicher ausstatten. Vier Gigabyte stellen eine sinnvolle Größe dar. In leistungsstarken Multimedia- und Gaming Notebooks stecken acht bis 16 Gigabyte. Generell hängt der maximal nutzbare Speicher vom verwendeten Speichercontroller ab. Die Regel: Acht Gigabyte unterstützen alle. Ältere Netbooks sind auf 2 GB begrenzt, sind aber kaum noch am Markt vertreten. Selbst günstige Einsteiger-Notebooks rechnen bereits mit 4 GB.

Anschlüsse & Ausstattung: USB 3.0, HDMI und WLAN sind am wichtigsten

Einer der wichtigsten Anschlüsse ist der USB-Port. Über diesen nehmen die meisten externen Geräte Verbindung zu einem Notebook auf. Dazu zählen beispielsweise USB-Sticks, externe Festplatten, DVB-T-Sticks für den Fernsehempfang sowie Maus und Tastatur. Zwei bis drei solcher Anschlüsse sind heute Standard. Wichtig: Der USB-2.0-Standard ist mittlerweile überholt. Mindestens eine neuere USB-3.0-Schnittstelle sollte zusätzlich vorhanden sein. Die erlaubt einen bis zu zehnmal höheren Datendurchsatz und ist abwärtskompatibel zum USB-2.0-Anschluss. Reichen die USB-Anschlüsse nicht aus, schafft ein USB-Hub Abhilfe. Das ist ein kleines externes Gerät, das selbst einen USB-Anschluss belegt, gleichzeitig aber meist vier USB-Schnittstellen zu Verfügung stellt.

Bei stationärem Einsatz am Schreibtisch bietet es sich an, einen externen Monitor oder Flachbildschirm anzuschließen. Für analoge Anbindung ist dazu ein VGA-Anschluss nötig. Ein besseres Bild ermöglicht ein digitaler DVI-Port. Beide können allerdings keine Tonsignale übertragen. Ideal ist daher ein HDMI-Anschluss. Darüber fließen Bild und Ton digital, so dass Flachbildschirm, Beamer & Co. optimale Ergebnisse liefern können. Zukunftsweisend könnte auch der von Apple geprägte Thunderbolt-Anschluss eine große Rolle spielen. Bei entsprechenden Adaptern oder Hubs vereint er Bild-, Ton-, Netzwerk- und Datensignale. Bisher ist diese Schnittstelle allerdings nur bei Apple Notebooks zu finden und das Angebot an Zubehör stark beschränkt.

Über den Ethernet-Anschluss kommuniziert ein Notebook im lokalen Netzwerk mit anderen Computern. Der Gigabit-Standard garantiert mit einer maximalen Übertragungsrate von 1.000 Megabit pro Sekunde aktuell den höchsten Datendurchsatz. Um Speicherkarten aus Digitalkamera, Camcorder & Co. einzulesen, haben die meisten Notebooks ein Multikarten-Lesegerät, das idealerweise mit den verwendeten Speicherkarten kompatibel ist. Die SD-Karte hat sich über die letzten Jahre zum Standard-Format entwickelt. Daher kann es auch oft vorkommen, dass Hersteller lediglich einen SD-Kartenleser verbauen anstelle eines Multikartenlesers.

Neben den sichtbaren Anschlüssen sollte das Notebook auch über drahtlose Verbindungsmöglichkeiten verfügen. Unabhängig von der Geräteklasse gehört eine WLAN-Verbindung zur Basisausstattung. Die mögliche Übertragungsgeschwindigkeit gibt ein Buchstabe hinter der Norm 802.11 an. Für eine schnelle Datenübertragung muss das Notebook mindestens 802.11g, besser aber 802.11n unterstützen. Der neue 802.11ac Standard ist derzeit ebenfalls bei teureren High-End-Notebooks und Ultrabooks in Mode gekommen. Entsprechende Hardware (Router mit ac-Standard und 5,0 GHz Frequenz) vorausgesetzt, können mit diesem Übertragungsraten erreicht werden, die bisher nur mit einer Kabelverbindung (>1.000 Mbit/s) erreicht wurden.

Ein integriertes UMTS-Modem ermöglicht, wie bei Smartphones, Internetzugriff über das Mobilfunknetz. Für den beruflichen Einsatz ist diese Option besonders sinnvoll. Alternativ stellt aber auch ein USB-Internet-Stick die Verbindung ins Internet her. Ebenfalls vorteilhaft ist ein integriertes Bluetooth-Modul. Darüber ist eine kabellose Verbindung zu Funktastaturen und -mäusen wie auch der Datenaustausch mit einem geeigneten Smartphone möglich. Bei günstigen Einsteiger-Notebooks wird dieses Modul allerdings aus Kostengründen oft nicht verbaut.

Mobilität: Ultrabooks haben die längste Akkulaufzeit

Für lange Einsätze fernab des Schreibtisches, auf Reisen oder im Freien, ist ausreichend lange Akkulaufzeit wichtig. Eine solide Akkuleistung bieten Allround-Notebooks. Sie halten mit einer Akkuladung etwa vier Stunden durch. Nur halb so lange reicht die Energie bei Multimedia-Notebooks und Gaming-Notebooks. Hier verkürzen große Displays und üppige Hardwareausstattung die Laufzeit. Im Extremfall schaltet ihr Display schon nach einem Film von DVD, Blu-ray oder per Streaming ab. Besonders ausdauernd sind Subnotebooks und Ultrabooks. Ihr Akku reicht für bis zu und teilweise sogar für über zehn Stunden.

Wichtig für hohe Mobilität ist das Gewicht. Schließlich soll das Notebook nur minimal an der Schulter zerren, wenn es in der Tasche liegt. Ein gutes Verhältnis zwischen Leistung und Gewicht bieten wieder die Allround-Notebooks. Sie wiegen normalerweise unter drei Kilogramm. Besonders mobil und gleichzeitig leistungsstark sind Subnotebooks mit einem Gewicht von ca. 1,5 Kilogramm. Mit deutlich über drei Kilogramm machen Multimedia-Notebooks und Gaming-Notebooks den Transport auf Dauer anstrengend.

Die längste Akkulaufzeit und das geringste Gewicht bieten derzeit die von Intel klassifizierten Ultrabooks. Sie gelten als Untergruppe der Subnotebooks und zeigen vor allem im hochpreisigen Segment über 800 Euro deutlich schmalere Abmessungen und eine längere Akkulaufzeit als Notebooks aus anderen Kategorien. Dafür müssen Sie in diesem Bereich auf Leistung verzichten. Hersteller setzen auf stromsparende Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit, die deutlich weniger leisten als ihre stromhungrigen Vorgänger der Intel Core i3, Core i5 und Core i7 Fraktion. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die ausgeschriebene Bauhöhe des Ultrabooks. Vor allem im 14 bis 15,6 Zoll Format tragen auch deutlich breitere Notebooks die Marke Ultrabook. Somit können Sie den direkten Unterschied zu den Subnotebooks schnell ermitteln und sich eventuell für ein günstigeres Gerät ohne Ultrabook-Bezeichnung entscheiden.