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  3. Razer Blade Stealth im Test - Stylisches und erschwingliches Notebook

Der Weg nach Deutschland hat sich gelohnt

Razer Blade Stealth 4K 16GB RAM 1TB SSD (Bild 1 von 16)Bildquelle: Razer
Fotogalerie (16)
Klein und günstig: Das 12,5 Zoll Stealth stellt den Einsteiger der Blade-Familie im Ultrabook-Format dar.

Nach langer Wartezeit ist der Tag gekommen. Razer bietet seine Blade Gaming-Notebooks und Ultrabooks flächendeckend auch in Deutschland an. Mit dem Blade Stealth bedient das US-amerikanische Unternehmen die Mobilisten, welche auf ein geringes Gewicht, lange Akkulaufzeiten und eine starke Prozessor-Leistung angewiesen sind. Das Design trägt die bekannte Razer Corporate Identity. Ein schwarzes Aluminium-Gehäuse trifft auf dezent grüne Applikationen in Form des Razer Logos, den USB-Anschlüssen und wahlweise der Tastatur-Beleuchtung. Den optischen Vergleich zum Apple MacBook Pro muss sich Razer gefallen lassen, die Ähnlichkeit ist nicht abzustreiten. In Sachen Verarbeitung spielt das Blade Stealth auf einem hohen Niveau. Selbst bei grober Handhabung können wir dem 12,5 Zoll Notebook keine allzu gravierenden Verwindungen entlocken. Optisch und haptisch in jedem Fall ein Leckerbissen für alle, die keinen Apfel bevorzugen.

Vielseitige Razer Chroma Tastatur & genug Anschlüsse

Aufklappbar mit einer Hand, kommen die neuen Eingabegeräte zum Vorschein. Die lokalisierte, deutsche Tastatur zeigt sich mit einem angenehm kurzen Hub und einem klaren Druckpunkt. Hinzu kommen individuell farbig beleuchtbare Chroma Tasten, die sich über die vorinstallierte Razer Synapse Software einfach konfigurieren lassen. Das integrierte Touchpad nutzt die komplette Höhe der Handballenablage und ist somit gut dimensioniert. Multi-Touch Gesten und die Navigation unter Windows 10 gehen dabei einfach von der Hand. Im Vergleich zum neuen Force Touch Trackpad von Apple ist der Mausersatz von Razer jedoch deutlich lauter. Unterm Strich treffen Otto Normalverbraucher und Vielschreiber auf sehr gute Eingabegeräte, die auch uns im Test überzeugen konnten.

Razer Blade Stealth 4K 16GB RAM 1TB SSD (Bild 3 von 16)Bildquelle: Razer

Während bei Apple aufgrund der reinen USB-C Bestückung die Kritiker vor der Haustür stehen, bietet das Razer Blade Stealth vom neuen Universal-Anschluss nur eine Schnittstelle. Diese kann ebenfalls mit der Thunderbolt 3 Technik umgehen und wird zum Aufladen des Notebooks verwendet. Darüber hinaus kommen zwei normalgroße USB 3.0 Ports (Typ A) unter und externe Bildschirme können via HDMI 2.0a verbunden werden. Lediglich einen SD-Kartenleser vermissen wir auch in diesem Modell. Die Funkverbindungen werden derweil von einem WLAN-ac Killer Modul übernommen, das zeitgleich Bluetooth 4.1 unterstützt. In den meisten Fällen sind wir beim nur 1,29 kg leichten und 13,1 Millimeter hohen Razer Blade Stealth auch ohne Adapter oder Docks gut unterwegs.

Sehr gute CPU-Leistung trifft auf große 1 TB SSD

Unter der Haube des Razer Blade Stealth arbeitet der Intel Core i7-7500U mit aktueller Kaby Lake Technologie. Der Zweikerner (Dual Core) kommt im Turbo Boost Betrieb auf eine maximale 3,5 GHz Taktung. Ihm zur Seite stehen 16 GB Arbeitsspeicher, die zwar im Dual-Channel arbeiten, jedoch auf den älteren DDR3-Standard setzen und fest integriert sind. Eine Aufstockung oder Auswechselung des RAMs ist nicht möglich. Doch dieses Manko ist bei nahezu allen Ultrabooks anzutreffen und somit nicht unüblich. Mehr Freude hinterlässt die Lesegeschwindigkeit der verbauten 1 TB SSD. Razer setzt hier auf einen NVMe Massenspeicher von Samsung, der Daten mit über 2.000 MB/s liest. Die Schreibrate zeigt sich mit lediglich 300 MB/s hingegen unterdurchschnittlich.

Razer Blade Stealth 4K 16GB RAM 1TB SSD (Bild 6 von 16)Bildquelle: Razer

Mit dem Gespann aus Intel Core i7 Prozessor und integrierter Intel HD Graphics 620 Einheit gehört das Razer Blade Stealth trotz der bekannten Marke nicht direkt in den Gaming-Bereich. Das Windows 10 Notebook ist eher für den mobilen Office- und Multimedia-Alltag gerüstet. Während Casual Gamer eventuell auch das eine oder andere Spiel auf dem 12,5 Zoll Ultrabook wagen, werden anspruchsvolle Zocker den demnächst erhältlichen Razer Core ins Auge fassen. Die externe Docking-Station wird per USB-C mit dem Blade Stealth verbunden und kann eine AMD oder Nvidia Desktop-Grafikkarte eurer Wahl beherbergen (max. 375 Watt GPU). Somit wird das flache Notebook zu Hause am Schreibtisch zu einem echten Gaming-Notebook.

IGZO-Displays mit hoher 4K Auflösung

Weltweit ist das Razer Blade Stealth mit zwei unterschiedlichen Display-Auflösungen erhältlich. Die QHD-Version setzt auf 2.560 x 1.440 Pixel, während die von uns getestete 4K UHD Variante mit 3.840 x 2.160 Pixel auffährt. Das höherauflösende IGZO-Panel bietet neben einer guten Blickwinkelstabilität auch eine 100% Adobe RGB Farbraumabdeckung. Die Ausleuchtung des Bildschirms liegt in unseren Tests zwischen 370 und 390 cd/m². Die niedriger auflösende QHD-Fassung des Blade Stealth liegt laut ebenfalls testenden Kollegen nur circa 20-30 Candela über den Werten des 4K-Panels.

Razer Blade Stealth 4K 16GB RAM 1TB SSD (Bild 2 von 16)Bildquelle: Razer

Egal für welche Option ihr euch entscheiden solltet, ihr trefft immer auf einen glänzenden Touchscreen, der im Außenbereich mit Spiegelungen und Reflektionen zu kämpfen hat. Wer die direkte Sonne meidet, sollte jedoch mit der anliegenden Helligkeit gut zurechtkommen. Positiv zeichnet sich ebenfalls der Kontrast von 1151:1 ab (Schwarzwert 0,33 cd/m²). An den Display-Rändern hätte Razer allerdings Hand anlegen müssen. Für ein 12,5 Zoll Display ist das Gehäuse und somit auch der Rahmen zu groß gehalten wurden.

Akkulaufzeit, Lautstärke & Temperatur

In Sachen Akkulaufzeit bietet die 53,6 Wh Batterie Energie für maximal 10 Stunden. Bei einer praxisnahen Nutzung bleiben davon noch etwa 5,5 Stunden übrig. Unter extrem hoher Last ist bereits nach 1,5 Stunden die Ladung verbraucht. Wer sparsam mit der Display-Helligkeit und der Tastatur-Beleuchtung umgeht, kommt im klassischen Office-Alltag eventuell auf 7-8 Stunden. Wer zur QHD-Version des Notebooks greift, kann knapp 2 Stunden mehr herausholen. Die beiden Lüfter des Razer Blade Stealth zeigen sich dabei vergleichsweise zurückhaltend. Sie sind zwar dauerhaft aktiv, aber beim Surfen im Netz oder beim Texten kaum zu hören. Zwischen 30 und 34 dB(A) liegen die von uns ermittelten Werte. Ebenso ist zeitweise ein mehr oder weniger nervendes, elektronisches Fiepen (Coil Whine) festzustellen. Bei maximaler Auslastung ist der 12,5 Zoller mit 38 Dezibel jedoch deutlich zu hören und mit 50 Grad Celsius Spitzen an der Unterseite auch zu spüren. Nach einer ausgiebigen Gaming-Session in Kombination mit dem Razer Core solltet ihr euren mobile Begleiter also etwas abkühlen lassen. Im mobilen Betrieb werdet ihr diese Werte jedoch selten bis gar nicht erreichen.

Razer Blade Stealth 4K 16GB RAM 1TB SSD (Bild 4 von 16)Bildquelle: Razer
Der Verkauf kann beginnen: Razer bietet das Blade Stealth vorerst nur im eigenen Online-Shop an.

Fazit

Das Razer Blade Stealth platziert sich als stylisches und leistungsstarkes Ultrabook, verpackt in einem erstklassigen Aluminium-Gehäuse mit Liebe zum Detail. Vielschreiber und Razer Fans werden sich über die Chroma Tastatur und das schwarzgrüne Design freuen. Ein schneller und vor allem aktueller Intel Core i7 Prozessor, der hochauflösende 4K Bildschirm sowie ein zeitgemäßes Anschluss-Portfolio runden die positiven Eigenschaften des 12,5 Zoll Notebooks ab. Hinzu kommen eine zufriedenstellende Akkulaufzeit, vergleichsweise ruhige Lüfter und eine schnell lesende SSD.

Allerdings treffen wir auch auf die andere Seite der Medaille. Die günstigere QHD Variante des Blade Stealth zeigt sich mit einem leicht helleren Display und einer längeren Laufzeit abseits der Steckdose. Zudem hinterlässt die geringe Geräuschentwicklung ihre Spuren an der Außentemperatur des Gehäuses, das im anspruchsvollen Betrieb punktuell wärmer wird als gewünscht. Zu guter Letzt vermissen wir einen SD-Kartenleser, der nur im Blade Pro vorhanden ist und auch die Display-Ränder hätten schmaler ausfallen dürfen.

Wenn ihr mit dem Razer Blade Stealth liebäugelt, empfehlen wir euch zum QHD Display zu greifen. Heller, länger und günstiger sind dabei die wichtigen Faktoren. Zudem gibt es bei dieser Fassung auch SSD-Größen unter 512 GB. Eine Kaufempfehlung können in jedem Fall aussprechen.

1.929,99 EUR*inkl. Versandkosten
von Razer Store | Händlerangabe: 14.10.17 14:45

Zum Anbieter

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark111843 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMark Cloud Gate6577 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike925 Pkt.Max. 13743 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)2050 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)305 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)140 Pkt.Max. 159 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)350 Pkt.Max. 741 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)45.54 fpsMax. 120.64 fps
Geekbench 4 (Single)4183 Pkt.Max. 4681 Pkt.
Geekbench 4 (Multi)8071 Pkt.Max. 14207 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 25 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 2 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 40 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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