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Bilder zum Test: MSI GE70-i765M287 - Leichtgewichtiger 17,3 Zoll Gamer

Beschreibung

Am Sportwagen-Design hält MSI auch bei den neuen GE-Serie Gaming Notebooks fest, die Erscheinung ist allerdings um Einiges dezenter geworden. Der Klavierlack auf dem Displayrahmen wurde durch matten Kunststoff ersetzt, der komplette Innenraum besitzt edles, gebürstetes Aluminium in Schwarz und unter dem glänzenden Tastaturbett hat der Hersteller eine blaue Hintergrundbeleuchtung positioniert. Sehr schick sind auch die unauffälligen Funktionstasten und die Regenbogen-Lichtreflexe auf dem glänzenden Displaydeckel. Die Verarbeitung ist dank straffer Scharniere, dem Einsatz von Metall und geringen Spaltmaßen sehr gut. Über eine Wartungsklappe kann die technisch affine Zielgruppe von MSI den Arbeitsspeicher ausbauen oder aber mSata SSDs nachrüsten um ein sogenanntes Super-RAID einzurichten. MSI begrüßt diese Umbauarbeiten und die zweijährige Garantie bleibt davon unberührt, sofern fachmännisch gearbeitet wurde. Das DVD-Laufwerk kratzt ordentlich am soliden Image, beim Herausziehen muss man wirklich vorsichtig mit der wackeligen Konstruktion umgehen.

Bei den Eingabegeräten hat MSI ordentlich Hand angelegt so dass auch wir dies gern tun: Die Chiclet-Tastatur des dänischen Herstellers Steelseries wird nun von einer blauen Hintergrundbeleuchtung unterstützt. Das sieht nicht nur schick aus, sondern hilft Einsteigern auch bei der Orientierung angesichts des etwas unüblichen Tasten-Layouts. Druckpunkt und Hub ermöglichen komfortable Schreibarbeiten, ein Ziffernblock unterstützt Büroanwendungen wie Tabellenkalkulation. Die Windows-Taste positioniert Steelseries rechts von der Leertaste, um den versehentlichen Wechsel in den Desktop während des Spieles zu verhindern. Das großflächige Multitouchpad gefällt uns sehr gut. Es ermöglicht eine präzise Navigation und bietet eine bei Weitem bessere Haptik als der Vorgänger mit seiner Kunststoff-Noppenstruktur.

Ausstattungstechnisch macht das MSI GE70-i765M287 eine mäßige Figur. Dass nur zwei der vier USB-Ports mit dem USB 3.0 Standard arbeiten, ist in der Preisklasse nicht ungewöhnlich. Sämtliche Anschlüsse wurden an den Gehäuseseiten und zum Teil in Nutzernähe positioniert, so dass das Desktopersatz-Notebook ordentlichen Platzbedarf auf dem Schreibtisch anmeldet. Für bis zu zwei externe Displays stehen VGA und HDMI bereit, die Ausgänge wurden auf die gegenüberliegenden Seiten gelegt. Gaming-Headsets dürften die getrennten Audiobuchsen für Mikrophon und Kopfhörer begrüßen. Bei den Netzwerkadaptern greift MSI noch auf ein herkömmliches WLAN-N Modul mit Bluetooth 4.0 zurück. Das kabelgebundene Gigabit-LAN läuft über eine Killer Netzwerkkarte, welche die Datenströme zugunsten von Spieldaten priorisiert, so dass Verzögerungen bei Mehrspielerpartien minimiert werden. In der MSI GT-Serie arbeiten nur Killer Netzwerkmodule, der Hersteller nennt das Feature „Double Shot“. Das labile optische Laufwerk ist ein DVD-Brenner, eine Webkamera mit 1,3 Megapixel und ein vielseitiger SD-Kartenleser runden die Ausstattung ab.

Softwareseitig bestückt MSI das GE70-i765M287 mit der 64bit Version von Windows 8 und liefert Multimediafans mit der Cyberlink PowerDVD 10 Anwendung ein Programm für die DVD-Wiedergabe. Die Norton Security Programme hätten wir am liebsten weggelassen. Für Sparfüchse findet sich im MSI Sortiment auch eine Variante mit FreeDOS Betriebssystem.

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 4700MQ / 3.4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 765M
Festplatte750 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.7 kg
B x H x T:41.8 cm x 3.9 cm x 26.9 cmFarbe:schwarz silber

Auf dem Prüfstand

Nun zur eigentlichen Frage, wie kann die Spieletauglichkeit des MSI GE70-i765M287 beurteilt werden? Auf Seiten des Prozessors lässt MSI mit einem brandaktuellen Intel Core i7-4700MQ Quadcore abgesehen vom Gehäuserand in Lüfternähe nichts anbrennen. Dort verursacht die bis zu 3,4 GHz flotte CPU mit 47 Watt Verlustleistung spürbare Wärmeentwicklung. Im Spielebetrieb lieferte der Prozessor in Begleitung von 8 GB Arbeitsspeicher jedoch stets seine Leistung ab. Bei diesen 3D-Anwendungen wechselt das MSI GE70-i765M287 von der integrierten Intel HD Graphics 4600 Grafikeinheit auf die separate Nvidia Geforce GTX 765M Gaming-Grafikkarte. Diese erlaubt hohe bis sehr hohe Detailstufen in den gängigen Toptiteln wie Metro Last Light oder Tomb Raider. Die vom Display nativ erlaubte FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel sorgt bei vielen Games für eine Überforderung der Nvidia Geforce GTX 765M, in diesem Szenario macht sich das 128 Bit Speicherinterface bemerkbar. Das Medion Erazer X7825 zeigt mit einer Nvidia Geforce GTX 770M, dass man für die Spielbarkeit in der FullHD-Auflösung nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen muss. Ausführliche Spielebenchmarks liefern wir an dieser Stelle mit einer Verlinkung auf unseren kommenden Gaming-Notebookvergleich nach. Die verbaute 750 GB Festplatte zeigte ordentliche Datenraten von 127 bis 128 MB/s.

Gut gefällt uns das matte 17,3 Zoll FullHD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixel. Die durchschnittliche Leuchtdichte von 290 Candela pro Quadratmeter reicht auch für eine Lan-Party auf der schattigen Terrasse und das maximale Kontrastverhältnis des blickwinkelstabilen TN-Panels von 933:1 ist wirklich hervorragend. Auch das Soundsystem hinterlässt keinen schlechten Eindruck, die Bässe und Mitten hätten allerdings ein wenig kräftiger ausfallen können.

Die wohl größte „Schwäche“ des MSI GE70-i765M287 ist der magere 49 Wattstunden Akku. Die Anführungszeichen stehen, weil es bei einem 17,3 Zoll großen und 2,7 Kilogramm schweren Desktop-Ersatzsystem selten Durststrecken ohne Steckdose gibt. Im Leerlaufbetrieb bei niedrigster Displayhelligkeit und deaktivierten Funkverbindungen ermittelten wir 2 Stunden und 21 Minuten Laufzeit. Da uns das sehr wenig vorkam, haben wir den Wert sogar zweifach überprüft. Der Stromverbrauch liegt nämlich bei sparsamen 8 Watt. Wird über WLAN gesurft, reduziert sich die Laufzeit auf 1 Stunde und 42 Minuten (40 Watt), beim DVD-Betrieb schafft der Akku des MSI GE70-i765M287 nur die Hälfte des Blockbusters „Der Hobbit“. Dabei ist aufgefallen, dass das DVD-Laufwerk nicht nur labil ist, sondern mit 48 Dezibel (A) auch besonders laut surrt – lauter als der Lüfter bei Volllast (122 Watt) inklusive der per Sondertaste zugeschalteten Turbostufe für die Kühlung. Im Praxisbetrieb bleibt die Kühlung bei akzeptablen 38 Dezibel (A), im Leerlauf sind es leise 31 Dezibel (A). Die Durchschnittstemperatur auf der Oberfläche von 33,4 Grad verrät nicht sehr viel über das Kühlpotential. Wie schon erwähnt wird das MSI GE70-i765M287 in Lüfternähe und auf der gesamten rechten Seite sehr warm. Wir messen bis zu 38 Grad Celsius auf der Handballenauflage – einen Betrieb auf dem Schoß würden wir daher nicht empfehlen.

Zusammenfassung

Das MSI GE70-i765M287 ist wirklich sehr schwer einzuschätzen. Prinzipiell ist das Gerät ein prima Desktop-Replacement mit ordentlicher Gaming Leistung dank Intel Haswell Quadcore und Nvidia Geforce GTX 765M. Das schicke Chassis ist bis auf das DVD-Laufwerk auch robust und wir begrüßen die blaue Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Dass der Akku im Optimalfall nur knapp 2,5 Stunden hält, stört bei einem Desktopersatz nicht wirklich. Schwitzige Finger auf dem WASD-Tastenfeld fallen da schon stärker ins Gewicht. Apropos Gewicht: Mit 2,7 Kilogramm zählt das MSI GE70 zu den mobileren Gaming Notebooks, andere 17,3 Zoller bringen oft um die 4 Kilogramm auf die Waage. Zählt nur bare Leistung im Verhältnis zum Kaufpreis, dann findet sich mit dem erwähnten Medion Erazer X7825 ein Konkurrent im Preisbereich, der nochmal 30 Prozent Framerate oben drauflegt. Die Möglichkeit, ein SSD-RAID 0 mittels mSata nachträglich einzubauen, bietet Medion jedoch nicht.


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von Amazon.de | Händlerangabe: 21.09.14 23:53

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher 2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse 2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 4,5 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 20329 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 4029 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 17150 Pkt. Max. 47497 Pkt.
3DMark Ice Storm 64416 Pkt. Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 60988 Pkt. Max. 106211 Pkt.
3DMark Cloud Gate 12563 Pkt. Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike 2369 Pkt. Max. 4135 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme 1152 Pkt. Max. 1981 Pkt.
PCMark7 3475 Pkt. Max. 6666 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read) 126.7 MB/s Max. 733 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write) 127.6 MB/s Max. 710 MB/s
Cinebench R10 64 Bit (Single) 6569 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 24631 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6802 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 4936 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 19316 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6828 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit 55.56 fps Max. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit 6.96 Pkt. Max. 7.49 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit 1.51 Pkt. Max. 138 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 32 Bit 58.94 fps Max. 74.4 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 32 Bit 6.32 Pkt. Max. 6.95 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 32 Bit 1.37 Pkt. Max. 1.56 Pkt.
Unigine Valley Basic 32.9 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 1378 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 14.8 fps Max. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD 621 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 0 Std. 53 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 2 Std. 21 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 1 Std. 42 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

87 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,087 kWh x 24,00 Cent = 45,73 EUR

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