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  3. Test: 15" Apple MacBook Pro mit AMD Radeon R9 M370X

Jetzt mit AMD Grafik: Mehr Leistung, mehr Multimedia.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) mit AMD Radeon R9 M370XBildquelle: notebookinfo.de | st
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AMD bekommt den Zuschlag: Nach zwei Generationen mit Nvidia GPU wird nun gewechselt.

Am Mittwoch konnten wir euch bereits einen ersten Test des neuen Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) mit integrierter Intel Iris Pro Graphics 5200 vorstellen. Heute folgt unser Review der leistungsstärkeren Variante. Aufgrund des unveränderten Aluminium-Gehäuses werden wir den Artikel im Bereich der Verarbeitung, Anschlüsse und Eingabegeräte abkürzen, um uns voll und ganz auf die neue AMD Radeon R9 M370X Grafikkarte zu konzentrieren. Interessant wird hierbei, wie sich die neu gewonnene Leistung auf die Temperaturentwicklung, Lautstärke und vor allem die Akkulaufzeit auswirkt.

Fassen wir kurz zusammen: Über Jahre hinweg macht das Aluminium-Unibody der Apple MacBook Pro Serie einen extrem guten Job. Die Verarbeitung ist erstklassig und Haptik sowie Design wissen zu gefallen. Die Eingabegeräte sind für Vielschreiber sehr gut geeignet. Sie gehören zu den besten am Markt. Vor allem das Force Touch Trackpad der neuen MacBooks kann mit seiner Taptic Engine überzeugen. Im Hinsicht auf die Anschlüsse wird ein gutes Portfolio geboten, welches dankt Thunderbolt 2, USB 3.0 und WLAN-ac zukunftssicher aufgestellt ist.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Force Touch TrackpadApple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Aluminium Unibody GehäuseBildquelle: notebookinfo.de | st
Klassische Optik: Auch die neue Fassung setzt auf altbewährte Qualität.

Ihr wollt mehr zu den einzelnen Bereichen der Schnittstellen, Tastatur, Touchpad und Co. erfahren? Dann empfehlen wir euch einen Blick in die Reviews des MacBook 12 (Test), MacBook Pro 13 Retina (Test) und des MacBook Pro 15 Retina (Test). Hier werden die neuen Hardware-Features genauer beleuchtet. Unter anderem auch der verbesserte Flash-Speicher der aktuellen Apple Notebooks.

Technische Daten der AMD Radeon R9 M370X

Im letzten Jahr griff Apple noch zur Nvidia Geforce GT 750M Grafikkarte, die im MacBook Pro 15 eine solide Leistung für alle Multimedia-Anwendungen bot. Wie bereits beim neuen 5K iMac und dem Mac Pro findet in der Mid 2015 Version des MacBook Pro jetzt eine AMD Grafikkarte ihren Platz. Apple verspricht mit der Radeon R9 M370X eine Leistungssteigerung von bis zu 80 Prozent. Hauptsächlich kommt dieser Mehrwert in Apple eigener Software zum Einsatz. Zum Beispiel im Final Cut X Filmschnitt-Programm. In anderen Benchmarks und Spielen fällt das Performance-Plus etwas geringer aus. Doch dazu später mehr.

GPU-Z Eintrag zur AMD Radeon R9 M370X im Apple MacBook Pro 15 RetinaBildquelle: notebookinfo.de | st
GPU-Z Software: Unter der Haube zeigt sich bekannte Technik.

Sowohl AMD, als auch Apple halten sich mit offiziellen Datenblättern zur neuen Radeon R9 M370X bedeckt. Daher dient uns das GPU-Z Tool als erste Anlaufstelle für Informationen. Dafür installierten wir eine aktuelle Version von Microsoft Windows 8.1 via Boot Camp auf dem MacBook Pro und übernahmen die von Apple bereitgestellten Notebook Treiber. Im Netz haben sich die technischen Daten schnell verbreitet und auch wir können bestätigen, dass es sich bei der Grafik-Architektur um einen alten Bekannten handelt. Die GPU vom Typ Cape Verde wurde erstmals im Jahr 2012 mit der Graphics Core Next 1.0 Generation (GCN) vorgestellt. Bis dato wurde der Herstellungs-Prozess weiter optimiert, die Leistung erhöht und die Thermik verbessert. Dennoch gibt es uns einen leicht faden Beigeschmack, dass wir auf eine 3 Jahre alte Technologie treffen.

Der Chip der AMD Radeon R9 M370X wird im 28nm-Verfahren hergestellt und mit 640 Stream Prozessoren ausgerüstet. Weiterhin treffen wir auf 40 Texture Units und 16 ROPs. Der Chiptakt liegt bei 800 MHz, während die 2 GB GDDR5 Videospeicher mit 128-Bit angebunden sind und mit bis zu 1125 MHz bzw. effektiv 4,5 GHz arbeiten. Damit liegt die hier verwendete Notebook Grafikkarte sehr nahe an den technischen Daten der weniger weit verbreiteten AMD Radeon R9 M270X.

Benchmarks und Spiele – AMD Radeon R9 M370X vs. Nvidia Geforce GT 750M

Ausgewählte Benchmarks der AMD Radeon R9 M370X in Kombination mit dem im Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) verwendeten Intel Core i7-4870HQ (Haswell / bis zu 3,7 GHz) findet ihr im unteren Teil dieses Testberichts. Vergleichen wir die Grafik-Werte der verschiedenen 3DMark Tests mit der bisher verbauten Nvidia Geforce GT 750M, stellen wir hier eine Mehrleistung von 9 Prozent bis hin zu 115 Prozent fest. Umso aufwändiger, hochauflösender und leistungshungriger der Benchmark, umso geringer der Mehrwert gegenüber der alten Nvidia-Grafik. Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass diese Tests unter Windows 8.1 ausgeführt wurden. Apple-Software unter Mac OS X Yosemite wird an dieser Stelle bekanntlich - auch den Treibern bedingt - mehr Leistung aus der Grafikkarte herausholen können.

Im Vergleich mit dem aktuellen Nvidia Geforce 900M Portfolio reiht sich die AMD Radeon R9 M370X zwischen der Geforce 940M und der Geforce GTX 950M ein. Wobei letztere im Schnitt immer noch 50 Prozent mehr Leistung bietet. Auch wenn das Apple MacBook Pro 15 ein hochklassiges Multimedia-Notebook ist, stellen wir uns eine weitere Frage. Welche Games können wir mit der AMD Grafikkarten spielen? Dafür haben wir die neuesten Spiele wie The Witcher 3, GTA V, Battlefield Hardline und Dragon Age: Inquisition herangezogen. Die praxisnahe Spielbarkeit wird in einer kompakten Tabelle dargestellt. Bei geringer und mittlerer Detailstufe wählen wir die klassische Notebook-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Für hohe und maximale Details das Full-HD-Format mit 1.920 x 1.080 Pixel, das von den meisten externen Monitoren aufgefahren wird.

Gamecheck mit der AMD Radeon R9 M370X im Apple MacBook Pro 15 RetinaBildquelle: notebookinfo.de | st
Kurz und kompakt: Diese neuen Top-Spiele könnt ihr nutzen.

Ältere und beleibte Games wie FIFA 15, Die Sims 4 und World of Warcraft sind für die AMD Radeon R9 M370X auch in hoher Qualität und FullHD-Auflösung kein Problem. Gleiches gilt für die im eSport beliebten Titel Dota 2, StarCraft 2, World of Tanks, Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends. Allerdings wird ein Großteil der Spiele nur für das Windows Betriebssystem angeboten.

In der kommenden Woche werden wir das Apple MacBook Pro mit Windows 10 bestücken und die aktuelle Performance vergleichen. Der Support von DirectX 12 wird allerdings aufgrund der alten GPU-Architektur außen vor bleiben.

Display, Akkulaufzeit und Temperatur mit der AMD Grafikkarte

An der Auflösung, Helligkeit und dem Kontrast des 15,4 Zoll großen Retina Display hat sich im Vergleich zur günstigeren Fassung das Apple MacBook Pro 15 nichts verändert. Es kommen weiterhin 2.880 x 1.800 Pixel zum Einsatz, die vom Mac OS X Betriebssystem auf 1.920 x 1.200 Pixel skaliert werden. Die Ausleuchtung liegt bei soliden 300 cd/m² und der Kontrast misst 850:1. Interessant wird es in Zukunft, wenn es in Richtung 4K UHD oder gar 5K Displays geht. Denn die AMD Radeon R9 M370X Notebook-Grafik unterstützt Auflösungen mit bis zu 5.120 x 2.880 Pixel. Dell hat den Support seines 27-Zoll UP2715K Monitors mit eben dieser Auflösung bereits bestätigt. Vielleicht sehen wir demnächst auch ein Thunderbolt Display mit noch höherer Pixeldichte. Oder aber Apple gibt die Bildschirmsynchronisation zwischen MacBook Pro und dem 5K iMac frei.

Dank „switchable graphics“ wird unter Mac OS X Yosemite je nach Programm-Anforderung zwischen der AMD Radeon R9 M370X und der im Prozessor integrierten Intel Iris Pro Graphics 5200 automatisch umgeschaltet. Zum Betrieb des Safari Browsers oder iTunes wird die dedizierte Grafikkarte in den meisten Fällen nicht benötigt. Somit liegt die Akkulaufzeit in diesen Bereichen bei den von Apple angegeben 9 Stunden. Werden Grafikkarte und Prozessor stark belastet, liegt die Laufzeit je nach Szenario und Software-Nutzung zwischen 1,5 und 3,5 Stunden. Der GFXBench Akkutest errechnet im Fall von 3D-Renderings und Gaming eine Laufzeit von knapp 2 Stunden.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) mit AMD Radeon R9 M370XBildquelle: notebookinfo.de | st
Auch mit AMD Grafik empfehlenswert: Vor allem der Flash-Speicher überzeugt.

Die Temperaturen sowie die Lautstärke haben sich im Vergleich zum Vorgänger mit Nvidia Geforce GT 750M kaum bis gar nicht verändert. Im Schnitt werden 33 Grad Celsius erreicht. Unter starker Auslastung des CPU-GPU-Gespanns messen wir punktuelle Spitzenwerte von 46 Grad. Die Handballenauflage bleibt dabei allerdings stets kühl. Ebenso halten sich die Lüfter bis zu einer starken Beanspruchung bedeckt. Im Office-Betrieb beim Surfen im Internet, Checken von Mails und Abspielen von Videos werden nicht einmal 30 dB(A) gemessen. Bei Abruf von Leistung meldet sich das Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) aber deutlich mit bis zu 45 dB(A) zu Wort.

Fazit

Ebenso wie sein günstigerer Bruder ist das 15“ Apple MacBook Pro mit Retina Display eines der besten Multimedia-Notebooks am Markt. Die Verarbeitung weiß seit Jahren zu überzeugen und die Qualität der Eingabegeräte lädt zum Vielschreiben ein. Anschlusstechnisch ist das Apple Notebook gut ausgestattet und lässt nur wenige Wünsche offen.

Die neue AMD Radeon R9 M370X Grafikkarte bietet in Apple eigenen Programmen eine Mehrleistung von bis zu 80 Prozent. In Benchmarks und beim Gaming stellen wir allerdings nur eine Steigerung zwischen 9 und 30 Prozent fest. Umso anspruchsvoller und hochauflösender Programme, Spiele und 3D-Renderings werden, umso geringer der Unterschied zur älteren Nvidia Geforce GT 750M. An dieser Stelle hätten wir lieber eine Nvidia Geforce GTX 950M gesehen, die noch einmal bis zu 50 Prozent schneller als die hier verwendete AMD Grafikkarte sein kann.

Unterm Strich lohnt sich das Update auf das Mid 2015er Modell des MacBook Pro 15 alleine deshalb, weil der optimierte Flash-Speicher mit seinen Übertragungsraten von bis zu 2 GB/s extrem beschleunigt. Das Plus an Grafikleistung ist hier aber ein netter Zusatz.

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von Notebooksbilliger.de | Händlerangabe: 27.09.16 20:43

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark113920 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12110 Pkt.Max. 47497 Pkt.
3DMark Ice Storm92423 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme71157 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate11026 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Sky Diver7824 Pkt.Max. 21234 Pkt.
3DMark Fire Strike2207 Pkt.Max. 12744 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme1069 Pkt.Max. 7126 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1850 MB/sMax. 1987 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)1510 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit54.45 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit5.96 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.53 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)133 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)530 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)61.31 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3634 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)13682 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic36 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score1504 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD10.8 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD452 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal12 Std. 15 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 31 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Kommentare (2)
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