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Bilder zum Test: Sony VAIO VPC-Z23N9E/B - Fliegengewichtiger Düsenjet

Stolz, unverschämt, leistungsstark und kostspielig erscheint uns SonysVAIO VPC-Z23N9E/B. Am ausgeklügelten Design des VPC-Z21 hat Sony nur wenige Veränderungen vorgenommen. Schlichte Eleganz suggeriert das extrem leichte Karbongehäuse, der Displaydeckel hebt die Basiseinheit im hinteren Bereich zugunsten der Ergonomie bei Schreibarbeiten. Der Displayrahmen scheint uns in „thin bezel“-Zeiten, in denen Displays des nächsthöheren Formfaktors verbaut werden, mittlerweile etwas breit geraten. Dieser Eindruck wird durch die gleichmäßige Breite jedoch gemildert, aber ein 13,3 Zoll Display hätte dem Sony VAIO VPC-Z23N9E/B gut gestanden. Nach wie vor ist Sonys Z-Serie schlank, handlich und mit einer tollen Haptik ausgestattet. Innerhalb des dezenten Arbeitsraumes fungiert das Touchpad mit einer spiegelnden Wabenstruktur auf der Oberfläche als Blickfang. Die Verarbeitung ist hochwertig, das darf man von einem solchen Premium-Produkt auch erwarten. Die Spaltmaße sind kaum auszumachen, die schlanke Basiseinheit bietet nur zwei kleine Schwachstellen. Unterhalb des Displays und oberhalb der Kühllösung am linken Rand gibt das robuste Karbon aufgrund der geringen Materialstärke etwas nach.

Noch immer kann die Tastatur mit dem elitären Anspruch der restlichen Komponenten nicht ganz mithalten. Der Hub ist zwar extrem kurz, wir hätten uns aber einen knackigeren Druckpunkt gewünscht. Die optionale Hintergrundbeleuchtung sollte zur Standardkonfiguration gehören. Das Multitouchpad in der Mitte der Handballenablage fühlt sich sehr gut an und reagiert präzise. Fast die gesamte Fläche kann für Klicks genutzt werden. Im Vergleich zu einem Apple Macbook Air oder Samsung Serie 9 900X3A fällt das Touchpad jedoch deutlich zu klein aus.

Die Ausstattung der Basiseinheit ist schon ausreichend. Wer umfangreichere Verkabelung benötigt, dem wird mit dem Power Media Dock geholfen. Sehr gut gefallen uns die vollwertigen Anschlüsse der Basiseinheit – Ultrabooks und schlanke Subnotebooks gehen in dieser Beziehung oft Kompromisse ein und fordern Adapter für die Mini- oder Micro-Varianten von USB und HDMI. Die Z23-Serie bietet einen VGA-Port, HDMI-Ausgang, einen USB 3.0 sowie einen USB 2.0 Port mit Charge Funktion. Das Power Media Dock schleift den Stromanschluss durch und belegt den USB 3.0 Port. Dafür erhält man einen zweiten Gigabit-LAN Anschluss und bis auf den Kopfhörerausgang auch alle anderen Anschlüsse der Basiseinheit in zweiter Ausführung, einen Blu-ray-Brenner und eine diskrete AMD Radeon HD 6650M Grafikkarte. In Bezug auf die drahtlosen Kommunikationsmöglichkeiten lässt Sony kaum Wünsche offen, geboten wird WLAN 802.11 a/b/g/n mit maximal 300 MBit/s, Bluetooth 3.0 + HS und ein integriertes UMTS-Modul für mobiles Breitbandinternet. Die zwei Kartenleser an der Front verstehen die gängigen SD-, Memorystick-Formateund unterstützen den MagicGate Kopierschutz. Ein optionaler Zusatzakku erweitert die an sich schon ausgedehnte Laufzeit auf maximal 16 Stunden.

Serienmäßig bekommt der Käufer nur die Microsoft Office 2010 Starter Version, Power DVD, Skype und Acrobat X vorinstalliert. Als Betriebssystem steht Microsofts Windows 7 Professional zur Verfügung. Sonys Support-, Recovery- und Konfigurationstools lassen zudem keine Wünsche offen und sind intuitiv in der Bedienung.

Technische Daten

Display:13.1"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 2640M / 2.8 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte512 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Professional SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:7.0 Std.Gewicht:1.18 kg
B x H x T:33.0 cm x 1.66 cm x 21.0 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Leistungsmäßig kann man über den Sony VAIO VPC-Z23N9E/B nicht meckern. Der Intel Core i7-2640M ist der derzeit schnellste mobile Dualcore Prozessor und berechnet gepaart mit den acht Gigabyte Arbeitsspeicher auch die kompliziertesten Tabellenkalkulationen. Die Z-Serie spricht in unseren Augen Manager und Geschäftsleute an, bietet aber auch Multimedia-Qualitäten für den privaten Bereich. Büroanwendungen wie Email, Internet und Excel laufen problemlos – das Power Media Dock ermöglicht mit der Grafikkarte und dem Blu-ray-Brenner auch fordernde Aufgaben wie Spiele und Filmschnitt. Nicht alle modernen Gaming-Titel laufen in höchsten Detailstufen, Gelegenheitsspieler können jedoch auch in niedrigeren sowie mittleren Einstellungen ihren Spaß haben.

Die Lautsprecher kratzen arg am Multimedia-Image des Sony VAIO VPC-Z23N9E/B. Hat man erlebt, wie viel akustische Power beispielsweise von Dell in einem XPS 13 mit Ultrabook Formfaktor untergebracht werden kann, muss man der Z23-Serie sehr schwache Stereoboxen attestieren. Wenig Lautstärke und Bass – viel Rauschen. Hier muss die Folgeserie nachbessern.

Wirkliches Highlight unter den Komponenten sind die Samsung SSDs. Zwei 256 GB Solid State Drives wurden im RAID-0-Verbund zu einer 512 GB Partition zusammengefasst und verdoppeln dadurch die Geschwindigkeit. Das Benchmark Programm Everest lieferte uns einen Random Read Wert von 948 MB/s – in etwa das Zehnfache schneller, mechanischen Festplatten und immer noch das Doppelte einer Schnelleren unter den SSDs. Selbst mit vielen Anwendungen beim Systemstart bootet das Sony VAIO VPC-Z23N9E/B in unter 25 Sekunden. Auch die sequentielle Leserate von 674,8 MB/s ist beeindruckend und minimiert den Zeitaufwand für das Kopieren sperriger Dateien.

Das 13,1 Zoll große, entspiegelte Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) Display kann überzeugen, geht jedoch - wenn wir auf ganz hohem Niveau jammern wollen - an der falschen Stelle Kompromisse ein. Die durchschnittliche Leuchtdichte von 223 Candela pro Quadratmeter reicht für Außenareale und sonnige Flecken. Das Kontrastverhältnis von 850:1 ist hervorragend, auch in Bezug auf die Blickwinkelstabilität und Farbintensität bleibt das Display seiner Hochwertigkeit treu. Was wir ändern würden: Die Full HD Auflösung bietet zwar eine geräumige Arbeitsfläche – die kleinere HD+ Auflösung von 1.600 x 900 ermöglicht jedoch größere und besser lesbare Icons sowie Texte und erhöht mit der geringeren Pixeldichte die Leuchtkraft. Das Finish könnte für unseren Geschmack noch etwas matter ausfallen. Wie erwähnt bemängeln wir hier Kleinigkeiten und jeder Anwender kann mit dem Display sehr zufrieden sein.

Der Akku ist dank dem maßvollen Umgang mit Strom sehr ausdauernd. Im Leerlauf zieht das Sony VAIO VPC-Z23N9E/B nur 14,2 Watt aus der Steckdose und hält ohne Netzstecker maximal 8 Stunden und 18 Minuten durch. Auf minimaler Lüfterstufe sind dabei akzeptable 32 Dezibel (A) zu vernehmen. Das Maximum der Kühllösung liegt bei 56,4 Dezibel (A), was uns etwas zu laut ist. Unter Volllast liegt der Verbrauch bei 68 Watt, mit Media Dock werden es 115 Watt. Wer diese Leistung (kurzzeitig) wirklich braucht, nimmt die paar Watt und den Lüfter sicher in Kauf. Im praktischen Betrieb liegt der Verbrauch bei 38 Watt und die Laufzeit bei4 Stunden und 40 Minuten – für Marathonverhandlungen besorgen Sie sich lieber den andockbaren Zweitakku (nicht im Power Media Dock) welcher die Laufzeit auf bis zu 16 Stunden steigert. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen um die 33,7 Grad Celsius und entsprechend der leistungsfähigen Komponenten etwas höher als beim Vorgänger. Unter Last erreicht die Unterseite punktuell schon mal 44 Grad Celsius und deswegen sollten fordernde Aufgaben vom Sony VPC-Z23N9E/B lieber auf dem Schreibtisch erledigt werden.

Zusammenfassung

Sonys VAIO VPC-Z23N9E/B erfüllt als leichtes Refresh der Z21er immer noch allerhöchste Ansprüche. Performante Hardware und ein sehr gutes 13,1 Full HD Display wurden hier in einem schlichten, schlanken und hochwertigen Gehäuse verbaut. Vor allem die SSD gehört zur Leistungsspitze. Angesichts Sonys Hochpreispolitik geraten mit der zweiten Ultrabook-Generation zunehmend Alternativen ins Rampenlicht, bei denen Sie zwar in Sachen Leistung oder Auflösung Abstriche machen müssen, das aber mit einem Drittel des Kaufpreises kompensieren können.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067999 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111950 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4071 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73786 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage3730 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01864.3 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)834.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)647.8 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15701 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write16766 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read948 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22709 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5493 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)11732 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3521 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4429 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)9733 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3521 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung81 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 1 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 19 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 40 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

38 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,038 kWh x 24,00 Cent = 19,97 EUR

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