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Bilder zum Test: Sony VAIO VPC-SB4L1E/W - Angestaubter Schreihals

Wir haben uns für die weiße Farbvariante des Sony VAIO VPC-SB4L1E entschieden. Diese zeigt sich auf den ersten Blick sehr schlicht und setzt auf Understatement. Auf Elemente mit Klavierlack oder verchromten Maustasten wurde komplett verzichtet. Einzig der Gehäusedeckel ist matt-weiß und mit dem klassischen VAIO Symbol versehen. Tastatur und Handballenauflage hingegen sind silbern. Sowohl Material, als auch Verarbeitungsqualität ist Sony typisch auf einem hohen Niveau. Viele Metallelemente sorgen für ein wertiges und verwindungssteifes Gesamtbild. Die Handballenauflage und Tastatur halten auch starkem, punktuellen Druck stand und zeigen nur eine geringfügige Dellenbildung. Die Scharniere sind hingegen leichtgängig und wippen bei unruhigen Autofahren oder Flügen nach. Dafür kann der Deckel mit nur einer Hand geöffnet werden. Da die Anschlüsse an den Seiten angebracht sind, lässt er sich hinter das Gehäuse klappen. Der Aufklappwinkel bleibt aber positiv zu erwähnen. Auch größere Personen sitzen im optimalen Blickwinkel zum Bildschirm.

Beim ersten Öffnen des 13,3-Zoll großen Displays wird der Blick frei auf eine Tastatur im Chiclet- Layout. Der Druckpunkt der Tasten ist präzise und angenehm. Wer häufig in dunklen Umgebungen arbeiten muss, dem wird mit einer weißen Tastaturbeleuchtung geholfen. Das Touchpad hinterlässt keinen so guten Eindruck. Zwar ist es ausreichend groß dimensioniert, aber die leicht angeraute Oberfläche erschwert das Navigieren selbst bei trockenen Fingern. Die Tasten sind zudem leichtgängig und weisen einen schlechten Druckpunkt sowie kaum vorhandene Rückmeldung (Feedback) auf. Oberhalb des Tastaturfeldes verstecken sich zwei Stereo-Lautsprecher, die ein blasses und leises Klangbild erzeugen. Wir raten zur Nutzung von Kopfhörern oder externen Lautsprechern.

Durch den Einsatz eines optischen Laufwerks ist das Subnotebook zu hoch um als Ultrabook durchzugehen. Dafür hat Sony die Möglichkeit mehr Anschlüsse unterzubringen. Von den drei verbauten USB-Ports bietet einer den neuen USB 3.0 Standard. Über einen digitalen HDMI-, sowie einen analogen VGA-Ausgang lassen sich schnell Beamer, Fernseher oder externe Bildschirme anbinden. Zwei Kartenleser kommen zum Einsatz: Einer kümmert sich um SD-Karten, der andere um den Sony eigenen Memory Stick. Wer den kabelgebundenen Netzwerkadapter mit 1000 MBit/s Übertragungsgeschwindigkeit nicht nutzen möchte, kann auch mit dem kabellosen WLAN 802.11n Verbindung ins Internet aufnehmen. Mobile Endgeräte wie Smartphones können dank Bluetooth 4.0 angebunden werden. An der Unterseite versteckt sich hinter einer Abdeckung ein Docking-Anschluss. Damit kann sich das Sony VAIO VPC-SB4L1E/W angenehm von vergleichbaren Konkurrenzmodellen abheben. Er erweitert das bestehende Anschlussangebot und erspart Kabelsalat am Arbeitsplatz. Weiterhin finden wir in der Nähe des Dockings-Ports einen proprietären Anschluss für einen Zusatzakku, der optional im Sony Style Store erhältlich ist. Er soll die Akkulaufzeit auf über 10 Stunden bringen.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Core i3 2350M / 2.3 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6470M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.72 kg
B x H x T:33.1 cm x 2.39 cm x 22.45 cmFarbe:weiß

Auf dem Prüfstand

Der japanische Elektronik-Hersteller hat sich für die bekannte Intel Sandy Bridge Architektur entschieden und stattet den Sony VAIO VPC-SB4L1E/W mit einem Intel Core i3-2350M Prozessor aus. Diese Mittelklasse-CPU bietet auf zwei Kernen eine Taktfrequenz von 2,3 GHz. Im Zusammenspiel mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher reicht seine Leistung für die meisten Büroanwendungen, das Surfen im Internet und Abspielen von HD-Videos aus. Ähnlich angestaubt wie der Prozessor kommt eine 500 GB große, klassische Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Die Lese- und Schreibwerte lassen sich nicht mit schnellen SSDs vergleichen, zeigen aber eine solide Leistung. Bei der Grafiklösung setzt Sony auf ein Gespann aus einer dedizierten AMD Radeon HD 6470M und der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 3000. Durch einen Schalter am oberen Rand der Tastatur lässt sich zwischen den beiden Lösungen hin- und herschalten. Für aktuelle Spiele reicht die gebotene Leistung nicht aus.

Der Bildschirm des Sony VAIO VPC-SB4L1E/W bietet eine matte Beschichtung bei einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 235 Candela pro Quadratmeter lassen sich auch Ausflüge ins Freie bestreiten. Direkte Sonneneinstrahlung kann unser Testgerät dennoch nicht besonders gut leiden. Wie üblich sorgt die genutzte TN-Technik im Display für Einschränkungen bei der Blickwinkelstabilität. Bereits bei Abweichungen von 20 Grad in der Vertikalen zeigen sich Farbverfälschungen. Hinzu kommt das magere Kontrastverhältnis von 165:1.

Im Leerlauf erreicht das 13,3-Zoll Subnotebook eine Akkulaufzeit von 8 Stunden und 10 Minuten. Im Speed-Modus und unter voller Auslastung von Grafikkarte und Prozessor sind es noch knapp 1 Stunde und 14 Minuten. Bei normalen Office-Arbeiten und dem ein oder anderen Video kommen wir auf eine gute, praktische Akkulaufzeit von 4 Stunden und 42 Minuten. Je nach gewählter Grafikeinheit gönnt sich das Sony VAIO VPC-SB4L1E/W bis zu 68 Watt. Im Stamina-Modus mit Intel Grafikeinheit sind es nur 11 Watt. Dabei erhitzt sich das Gehäuse auf der Oberseite auf durchschnittlich 29,7 Grad Celsius und an der Unterseite auf 31,5 Grad Celsius. Der Bereich der Handballenauflage bleibt angenehm kühl. Erreicht wird dies durch eine sehr ambitionierte Kühllösung, die viel Lärm erzeugt. Im Windows Betrieb und bei niedriger Auslastung säuselt der Lüfter mit 31 Dezibel (A) fast unhörbar vor sich hin und fällt im normalen Arbeitsalltag kaum auf. Das ändert sich allerdings schlagartig, sobald Leistung abgefragt wird. Dann liefert unser Testgerät mit 36 bis 55 Dezibel (A) mehr als so manches 15- bis 17-Zoll Gaming-Notebook. Weder die Temperaturen des Gehäuses, noch die des Innenlebens rechtfertigen eine solche Lautstärke. Hier sollte Sony dringend nachbessern.

Zusammenfassung

Das Sony VAIO VPC-SB4L1E/W präsentiert sich als gut verarbeitetes Subnotebook. Die Tastatur weiß ebenso gut zu gefallen wie die lange Akkulaufzeit und die Umschaltmöglichkeit zwischen der Intel und AMD Grafikeinheit. Negativ bleiben das Touchpad und die überdurchschnittliche Lautstärkeentwicklung in Erinnerung. Dafür steht der Vorteil eines Dockings-Ports und der zusätzlichen Akkuerweiterung im Raum. Es zeigt sich somit ein eher neutrales, nüchternes Ergebnis. Die Liste der Vorteile kann die der Nachteile nicht überwiegen und der Preis von über 750 Euro ist definitiv zu hoch.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065034 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11656 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2165 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71653 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage5278 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01218.8 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)78.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)70.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9783 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10273 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz60.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read86.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen15855 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3711 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8115 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5672 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3023 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6690 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5525 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung104 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 14 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 42 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

46 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,046 kWh x 24,00 Cent = 24,18 EUR

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