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Bilder zum Test: Sony VAIO VPC-F23Z1E/BI - 3D-Notebook für den Multimedia-Einsatz

Auf den ersten Blick verstört uns der ausgefallen gestaltete Sony VAIO aus der F-Serie: Durchgängig glänzende Klavierlackoberflächen, die Basiseinheit steht einen Zentimeter über. Der Deckel mit Unterbiss zählt zu den Dicksten, die wir je erlebt haben und auch das ganze Gehäuse kommt mit knapp 5,5 Zentimetern Höhe an der breitesten Stelle im geschlossenen Zustand nicht gerade schlank daher. Dabei findet sich keine Hardware, die entsprechend dimensionierte Kühllösungen benötigt und auch 3D-Bildschirme haben wir schon in dünneren Ausführungen in Erinnerung. Die gummierte Handballenauflage wirkt wie aufgeklebt, steht sie doch auch zwei Millimeter über dem Gehäuse. Auch die Farbgebung des Assist-Buttons sowie die Anzeige der Power-LED stören den ansonsten klassisch gehaltenen Look.

Auf den zweiten und langsam an das aus der Reihe tanzende Design gewöhnten Blick bemerkten wir die von Sony zu erwartende, gute Verarbeitung. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, nur die in einer Vertiefung oberhalb des Tastaturbettes eingelassene Lautsprecherleiste bietet Staub und Krümeln ein Versteck. Das Chassis ist bis auf die anfällige Deckelmitte solide verarbeitet. Das Scharnier hingegen ist sehr schwergängig und hebt die Basiseinheit beim Aufklappen an, lässt aber wenig Nachwippen zu. Das Sony VAIO VPC-F23Z1E/BI gehört damit nicht zu den Mobilsten der Multimedia-Notebooks. Das Produktdesign suggeriert eher einen Ersatz als Desktop Replacement (DTR).

Die Eingabegeräte sind hochwertig. Die hintergrundbeleuchtete, geräumige Chiclet-Tastatur sitzt mit dem separaten Ziffernblock auf einem gleichmäßig stabilen Tastaturbett, welches nur unter sehr starkem Druck Verwindungen zulässt. Die gummierten Tasten besitzen einen klaren Druckpunkt und einen kurzen Hub. Auch längeren Schreibarbeiten in Office-Anwendungen steht nichts im Wege. Das Multitouch-Pad ist ebenso großzügig und erkennt jedwede Mehrfinger-Gesten sehr sauber. Auch positiv anzumerken sind die Multimediatasten zur Wiedergabe-Steuerung, frei belegbare Funktionstasten und der Hardwareschalter zur (De-)Aktivierung der drahtlosen Netzwerkadapter.

Auch bezüglich der Schnittstellen ist der VPC-F23Z1E/BI gut ausgestattet. Zwar finden wir nur drei USB-Ports, zwei davon unterstützen jedoch den schnellen USB 3.0 Standard. Externe Bildschirme lassen sich per VGA- und HDMI-Ausgang anschließen, über letzteren kann das 16,4-Zoll Multimedia-Notebook auch als 3D Blu-ray Player für einen entsprechend ausgerüsteten Fernseher dienen. Die Kopfhörerbuchse kann zudem ein digitales Audio-Signal ausgeben. Sony gilt neben Apple als einer der letzten Verfechter des Firewire-Ports, über den die F-Serie zum Beispiel mit HD-Videokameras kommunizieren kann. Der Multikartenleser unterstützt neben den Standardformaten wie SD(HC) auch Sonys hauseigenen Memory Stick Duo. Für Netzwerkverbindungen besitzt unser Testmodell einen Gigabit-LAN-, WLAN- und Bluetooth 4.0 Adapter. Die integrierte Kamera nimmt Videos in HD-Qualität auf. Multimedia-Enthusiasten kommen hier voll auf ihre Kosten.

Softwareseitig findet sich Sonys bekannte Oberfläche mit ihren Multimedia-, Diagnose- und Supportprogrammen auf einem 64 Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem. Fortgeschrittene Nutzer legen sich am besten das VAIO Control Center, anstelle des VAIO Care Programms, auf die „VAIO“ Taste. Ersteres erreichen Sie auch über die „Assist“-Taste und mittels VAIO Control Center lassen sich zum Beispiel die adaptive Helligkeitsanpassung des Displays regeln,die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ausschalten oder nur bei ungünstigen Lichtverhältnissen automatisch aktivieren.

Technische Daten

Display:16.4"Auflösung:1920 x 1080 ( HD 1080 )
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 540M
Festplatte640 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:3.2 kg
B x H x T:39.85 cm x 3.5 cm x 27.15 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Der von Sony verbaute Intel Core i7-2670QM bewältigt mit einem Basistakt von 2,2 GHz und einem Turbotakt von 3,1 GHz auch anspruchsvolle Rechenaufgaben. Mit acht Gigabyte ist auch der Arbeitsspeicher ausreichend dimensioniert. Einzig die Nvidia Geforce GT 540M, welche zwar zur gehobenen Mittelklasse gehört, bilden den immer noch überdurchschnittlich breiten Flaschenhals. Konfigurieren Sie die 2 GB Variante dieser Grafikkarte laufen zwar auch moderne Spiele, für hohe Details oder den 3D Modus in Spielen hätte Sony aber eine potentere GPU zur Wahl stellen müssen. Eine Geforce GTX 560M oder gar GTX 570M würde den Sony VAIO zum waschechten Gamer aufsteigen lassen. Allerdings müsste dann auch eine neue Kühllösung her, schon bei der thermisch relativ harmlosen GT 540M bläst ein hitziger Fön aus dem linken Gehäuserand.

Wirklich gut gefallen hat uns der Full-HD Bildschirm (1.920 x 1.080 Pixel). Die Ausleuchtung von 283 Candela pro Quadratmeter und der Kontrast von 331:1 sind zwar nicht weit oberhalb des Durchschnitts anzusiedeln aber das matte Finish ermöglicht Außeneinsätze und Sonys 3D Shutter-Technologie ist ausgereift. Bei guter Tiefenwirkung und hervorragender Bildschärfe arbeitet die komfortabel zu tragende Brille annähernd flimmerfrei. Die Stereolautsprecher bewegen sich im Mittelfeld der Multimedia-Kategorie. Die Lautstärke ist angemessen, das Klangbild auch – ein Subwoofer stünde dem Sony nicht schlecht, aber Filmvergnügen mag auch so aufkommen.

Eine Akkulaufzeit von über 2 Stunden in der Praxis ist mager. Die Integration der Nvidia Optimus Technologie vermissen wir beim VAIO VPC-F23Z1E/BI. Diese hätte die Laufzeit durch den Wechsel auf die vorhandene Intel HD Graphics 3000 wesentlich verbessert. Unter Last zieht der 16,4-Zoller so 120 Watt, rund 65 Watt in der Praxis und etwas über 30 Watt im Leerlauf aus der Steckdose. Der Lüfter des Kühlsystems ist mit mindestens 35 Dezibel (A) dauerhaft hörbar und die Steuerung nicht optimiert. Selbst wenn eine DVD eingelegt wurde, dreht der Lüfter hoch. Das Maximum der Lautstärke-Emission liegt bei 52 dB(A) und in der Praxis hört man die Kühllösung mit 40 dB(A) ebenfalls deutlich. Zumindest die Temperaturen sind mit durchschnittlichen 31,4 Grad Celsius an der Oberseite akzeptabel. Nur die Unterseite der Basiseinheit zeigt mit maximal 48 °C kleine Ausreißer.

Zusammenfassung

Das Sony VAIO VPC-F23Z1E/BI offenbart neben einer beeindruckenden Reichhaltigkeit an Multimedia-Features auch ein paar Schwächen. Vorteilhaft sind das leuchtstarke, kontrastreiche und mattierte Full-HD Display, die qualitativ hochwertige 3D-Funktion, der starke Prozessor und die komfortablen Eingabegeräte. Die Grafikkarte könnte stärker, der Sound noch einen Tick satter und die Batterie ausdauernder sein.

Auch hohe Lautstärke- und Wärmeabgaben zählen zu den Mankos. Insgesamt liefert das Flaggschiff der VAIO F-Serie nach Gewöhnung an das klotzige Wesen einen positiven Gesamteindruck und im Kerngeschäft - den Multimedia-Anwendungen - überzeugt uns der Entertainer. Vom hohen Preis einmal abgesehen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck3,0 (Befriedigend)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,5 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068268 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111014 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4516 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72435 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6265 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01928 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)98 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)95.3 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15552 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15710 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz57.0 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read88.9 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34634 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4897 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)18306 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5423 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3945 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)15089 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5376 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung48 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 37 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 25 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 1 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

65 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,065 kWh x 24,00 Cent = 34,16 EUR

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