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Erster Eindruck vom Sony VAIO VPC-F13M1E/H

Der erste Eindruck fällt beim Sony F13M1E/H positiv aus. Optisch macht das Notebook einen hochwertigen Eindruck. Der graue Deckel inklusive des silbernen Vaio-Logos bildet einen schicken Kontrast zur silbernen Unterseite. Gleiches gilt für die schwarzen Tasten des Keyboards. Die Handballenauflage ist mit kleinen Quadraten überzogen. Das verstärkt das Gehäuse und erleichtert im Vergleich zu glatten Oberflächen die Handhabung.
Ein wesentlicher Bestandteil des Notebooks ist der sogenannte Zylinder-Look, der bereits seit 2008 in vielen Multimedia-Notebooks von Sony zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu früheren Modellen kommt die Zylinder-Optik allerdings abgespeckt daher und ist lediglich durch runde Metallapplikationen an den Seiten noch erkennbar.
Bei genauerer Betrachtung kann die Verarbeitung des Notebooks nicht mit dem äußeren Erscheinungsbild mithalten. Die Qualität des Chassis ist zwar im Großen und Ganzen akzeptabel, doch die Rückseite des Deckels lässt sich zu leicht eindrücken, was den Gesamteindruck des Notebooks etwas trübt.
Dagegen gibt es an der Festigkeit von Handballenauflage und Tastaturfeld nichts auszusetzen. Erst bei starkem Druck ist ein Nachgeben spürbar. Die beiden Scharniere sind sehr fest angezogen. Das sorgt im geöffneten Zustand für einen stabilen Halt, erschwert aber das Öffnen. Beide Hände sind dafür nötig.

Technische Daten und Ausstattung

Damit dem Notebook bei multimedialen Aufgaben nicht die Puste ausgeht, verbaut Sony zukunftssichere Hardware. Dazu gehört ein Intel-Core-i5-560M-Prozessor mit einer Taktrate von 2,66 bis 3,2 Gigahertz. Dem Prozessor stehen vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und eine Nvidia-GeForce-GT-425M-Grafikkarte zur Seite. Ausreichend Platz für Fotos und Videos bietet die schnelldrehende 500-Gigabyte-Festplatte.
Weniger zu dem Anspruch eines Multimedia-Notebooks passt das Lautsprechersystem. Das Sony F13 besitzt zwei Stereo-Lautsprecher über der Tastatur. Ein Subwoofer fehlt, wodurch mittlere bis hohe Frequenzen leicht überpräsent sind. Verbessern lässt sich der Klang mit der Dolby-Home-Theater-v3-Funktion, die das Frequenzspektrum der Lautsprecher erweitert. Aber auch mit der Funktion kommt der Klang nicht an Multimedia-Notebooks von Asus, MSI oder Toshiba heran.

Anschlüsse

Die Anschlüsse fallen beim Sony F13 vielfältig aus. An der rechten Seite sind zwei USB-3.0-Ports verbaut. Gegenüber dem älteren 2.0-Standard lassen sich damit Daten drei Mal schneller übertragen, entsprechende externe USB-3.0-Speichermedien vorausgesetzt. Neben den beiden USB-3.0-Ports sind rechts noch zwei Audio-Schnittstellen und das Blu-ray-Laufwerk untergebracht. Letzteres liest und beschreibt alle gängigen CD- und DVD-Formate. Blu-rays kann das Laufwerk dagegen nur lesen und nicht beschreiben.
Die an der linken Seite verbauten HDMI- und VGA-Ports sind für den Anschluss von Monitoren oder TV-Geräten zuständig. Weiterhin gibt es dort einen Ethernet-Port und einen kombinierter USB-2.0/eSATA-Anschluss. eSATA ist für den Anschluss von externen Speichermedien zuständig. Die Schnittstelle überträgt Daten mit bis zu 300 Megabyte pro Sekunde. Ein USB-2.0-Port erreicht maximal bis zu 30 Megabyte pro Sekunde. In der Praxis ist eSATA meist auch schneller als USB-3.0. Dieser Standard ermöglicht theoretisch bis zu 640 Megabyte pro Sekunde, doch dieses Potenzial erreicht bislang kein Gerät.
Weiterhin gibt es eine ExpressCard-Schnittstelle für Erweiterungskarten mit 34 Millimeter Breite und einen Firewire-Anschluss für Camcorder. Zwei Einschübe für Speicherkarten (SD-Karten und Memory Stick) sind vorne am Gehäuse. Für drahtlose Datenübertragungen hat Sony WLAN (a, b, g, n) und Bluetooth 2.1 integriert.

Software und Zubehör

Alle Anwendungen und das Betriebssystem sind beim Sony F13 bereits vorinstalliert. DVDs liegen dem Notebook nicht bei. Über das Vaio-Care-Center lassen sich Systemwiederherstellungs-DVDs erstellen.
Als Betriebssystem kommt Windows 7 Home Premium in der 64 Bit Variante zum Einsatz. Dazu befinden sich einige Herstelleranwendungen auf dem Notebook. Neben dem Support-Programm Vaio Care ist die Sony-Media-Gallery für die Verwaltung von Medien zuständig. Weitere Sony-Geräte wie die Playstation 3 oder Bravia-Fernseher lassen sich mit der Vaio-Media-Plus-Anwendung verbinden.
Darüber hinaus sind Microsoft Office Starter 2010 und eine 60 Tage gültige Testversion vom Virusprogramm McAfee installiert. Microsoft Office Starter 2010 ist eine vereinfachte Version von Microsoft Office 2010 und enthält das Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel Starter und das Textverarbeitungsprogramm Microsoft Word Starter.

Display

Das 16,4-Zoll-Notebook Sony F13 ist mit einem FullHD-Display ausgestattet, welches eine maximale Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ermöglicht. Damit ist für ausreichend Platz auf dem Desktop gesorgt. Zwei Officedokumente haben beispielsweise problemlos nebeneinander Platz. Viele andere Notebooks dieser Preisklasse kommen oft nur mit einem HD-Ready-Display und einer geringeren maximalen Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln daher.
Die Helligkeit von maximal 212 Candela pro Quadratmeter, also die Einheit der Lichtstärke pro Fläche, ist für Innenräume ausreichend. Die spiegelnde Oberfläche und die daraus resultierenden Reflexionen erschweren jedoch das Arbeiten im Freien. Erst Displays mit einer Helligkeit von über 250 Candela pro Quadratmeter sind in der Lage Reflexionen auszugleichen.
Farben gibt das Display des Sony F13 intensiv wieder und auch die Blickwinkelstabilität in der Horizontalen fällt positiv aus. Bis zu einer Abweichung von 60 Grad bleibt die Darstellung stabil. Auf die vertikale Blickwinkelstabilität trifft das nicht zu. Bereits mit einer Abweichung von 15 Grad sind erste Bildverfälschungen sichtbar.
Darüber hinaus besitzt das Notebook einen Helligkeitssensor. Er passt die Leuchtstärke des Displays automatisch der jeweiligen Umgebung an. Die Funktion lässt sich im Vaio-Control-Center an- und ausschalten. In der Praxis funktioniert der Helligkeitssensor gut. In sehr dunklen Räumlichkeiten ist die niedrigste Helligkeitsstufe aktiv. Das spart Strom und schont den Akku.

Eingabegeräte

Ideal für lange Texte. Die Tasten des Keyboards und des integrierten Ziffernblocks warten mit einem klaren Druckpunkt und kurzem Tastenhub auf. Darüber hinaus besitzen alle Tasten eine angenehme Größe, die vergleichbar mit denen von Standardtastaturen ist. Für eine gute Griffigkeit sorgt die matte Oberfläche der Tasten.

Gleichermaßen positiv ist der Mausersatz. Das Multitouch-Touchpad ist durch eine Vertiefung vom Rest der Handballenauflage abgegrenzt. Die sensitive Fläche setzt Eingaben präzise um und erkennt Befehle mit zwei Fingern. Damit geht beispielsweise das Zoomen in Dokumenten leichter von der Hand.
Weiterhin befinden sich über der Tastatur diverse Zusatztasten zum Steuern von Musik und Videos. Eine weitere Taste schaltet das Display ab. Zusätzliche Tasten öffnen herstellereigene Programme wie etwa das Vaio-Care-Center oder die Sony-Media-Gallery. Eine Taste ist frei konfigurierbar.

Per Schieberegler an der Vorderseite lassen sich die kabellosen Schnittstellen WLAN und Bluetooth deaktivieren.

Temperatur

Ohne Tadel ist die Wärmeentwicklung des Notebooks. Die Handballenauflage und das Tastaturfeld bleiben mit Temperaturen von 28 Grad bis 33 Grad angenehm kühl. Ein gleichermaßen gutes Ergebnis liefert die Unterseite mit großflächigen Temperaturen von 28 bis 34 Grad. In der Nähe des Lüfterausgangs erreicht die Unterseite eine akzeptable Maximaltemperatur von 39 Grad.

Betriebsgeräusche

Die Geräuschkulisse fällt bei dem Sony F13M1E/H akzeptabel aus. Ein leichtes Rauschen des Lüfters ist zwar stets wahrnehmbar, doch mit 32,7 Dezibel nicht unangenehm. Maximal erreicht das Notebook einen lauten und überdurchschnittlichen Pegel von 55,1 Dezibel. Allerdings kommt dieser Wert nur bei sehr starker und praxisferner Auslastung zustande.
Positiv ist die stufenlose Steuerung des Lüfters. Beispielsweise beim Spielen oder Schauen eines HD-Films steigt die Drehzahl des Lüfters dezent und langsam auf bis zu 38,1 Dezibel an.
Insgesamt könnte das Notebook noch etwas ruhiger zu Werke gehen. Multimedia-Notebooks von Acer, Asus oder MSI sind häufig etwas leiser.

Leistung

Sony setzt beim F13M1E/H auf einen Intel-Core-i5-560M-Prozessor mit einer dynamischen Taktrate von 2,66 Gigahertz bis 3,2 Gigahertz. Die sogenannte Turboboost-Funktion passt den Takt automatisch den jeweiligen Bedürfnissen an. Arbeitet eine Anwendung mit nur einem Prozessorkern, liegt der maximale Takt von 3,2 Gigahertz an. Bei der Beanspruchung mehrerer Kerne rechnet der Prozessor mit einer Taktrate von 2,66 Gigahertz.
Des Weiteren ist der Prozessor mit der Hyperthreading-Technologie ausgestattet. Sie ordnet den zwei physischen Prozessorkernen noch jeweils einen virtuellen hinzu. Statt zwei Kernen stehen dem System dadurch vier Kerne zur Verfügung. Das ist besonders bei Multitasking-Anwendungen ein Vorteil, denn Prozesse lassen sich auf mehr Threads verteilen.

Die hohen Taktraten und vier Prozessorkerne machen den Core-i5-560M zu einem schnellen Prozessor. In sehr guten vier Minuten und 16 Sekunden absolviert die Core-i5-CPU den Test zur Videokonvertierung.
Neben dem Intel-Core-i5-560M-Prozessor verbaut Sony noch vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und eine 500 Gigabyte große Festplatte. Letztere arbeitet mit 7.200 Umdrehungen pro Minute. Damit hebt sich das Notebook ebenfalls von einigen Konkurrenten ab, welche oft nur Festplatten mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5.400 besitzen.
Mit 7.212 Punkten im PCMark-Vantage-Test erreicht das Notebook ein sehr gutes Ergebnis. Der Test bewertet das komplette System aus Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte und Grafikkarte.
Die Mittelklasse-Grafikkarte Nvidia GeForce GT 425M hat genauso Anteil an dem sehr guten Wert. Sie ist mit einem Gigabyte Videospeicher bestückt. Obwohl es sich bei dem Laptop nicht um ein Spielenotebook handelt, ist das Spielen von aktuellen Titeln, die weniger hohe Anforderungen an die Hardware stellen, wie „Call of Duty: Black Ops“ oder „Need for Speed: Hot Pursuit“, problemlos möglich. Das bestätigen die guten 6.709 Punkte im 3D-Benchmark 3DMark06.
Für intensives Spielen ist das Sony F13 allerdings nur bedingt zu empfehlen. Denn die hohe Auflösung des Notebooks bringt die Grafikkarte schnell an die Leistungsgrenze. Besonders bei Spieltiteln, die die Hardware mehr fordern (z. B. Metro 2033), ist eine Reduzierung von Detailgrad und/oder Auflösung nötig.

Akku und Energieverbrauch

Die Mobilität spielt bei einem Multimedia-Notebook eine untergeordnete Rolle. Aufgrund des Gewichtes von knapp drei Kilogramm und den Abmessungen eignet sich das Notebook nicht für den mobilen Einsatz.
Durch die leistungsstarken Hardwarekomponenten fällt die Laufzeit abseits der Steckdose mager aus. Maximal hält der Akku zwei Stunden und 35 Minuten durch. In der Praxis sind es gar nur eine Stunde und 42 Minuten.
Der Stromverbrauch ist mit 69 Watt für ein Multimedia-Notebook dieser Leistungsklasse noch angemessen.

Praxis

Im täglichen Einsatz erweist sich Sonys F13 als guter und schicker Desktop-PC-Ersatz mit starker Leistung und toller Multimediafähigkeit. Ob rechenintensive Multimediaanwendungen oder umfangreiche Office- und Schreibarbeiten, all das geht mit dem Notebook leicht von der Hand. Sogar das eine oder andere Spiel ist dank der Mittelklasse-Grafikkarte möglich und mit dem Blu-ray-Player wird das Notebook zur Multimediazentrale im Wohnzimmer.

Zusammenfassung

Alles in allem ist das Sony F13M1E/H ein gutes Multimedia-Notebook, das sich nur wenig Schwächen leistet. Besonders durch die umfangreiche Ausstattung mit vielen Schnittstellen, dem Blu-ray-Laufwerk und dem FullHD-Display hebt es sich von der Konkurrenz ab.
Dazu gesellen sich leistungsstarke Hardwarekomponenten in Form eines Intel-Core-i5-560M-Prozessors und einer Nvidia-GeForce-GT-425M-Grafikkarte, die auch rechenintensive Anwendungen der Foto- und Videobearbeitung bewältigen.
Sogar die meisten aktuellen Spiele bewältigt das Notebook flüssig. Allerdings reicht die Leistung der Grafikkarte nicht immer für maximale Detaileinstellungen.
Etwas besser könnte noch die Geräuschkulisse und die Stabilität der Deckelrückseite ausfallen. Dagegen kann das Notebook mit seinen tollen Eingaben und der hochwertigen Haptik punkten.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,4 (Gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display2,3 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,1 (Gut)
  5. Temperatur2,3 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,7 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,7 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung2,2 (Gut)
  11. Praxis2,2 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066709 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage3324 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage7212 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7770 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5977 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz97.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read73.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen15840 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4081 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8841 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3739 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3248 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7338 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3683 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung253 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 1 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal2 Std. 35 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 42 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

69 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,069 kWh x 24,00 Cent = 36,27 EUR

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