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  3. Test Sony VAIO VPC-EE3J1E/WI - Mobiles Kinovergnügen für Einsteiger

Erster Eindruck vom Sony VAIO VPC-EE3J1E/WI

Sonys Modelle der E-Serie gibt es in verschieden Varianten und Größen. Darunter 14-, 15- sowie 17-Zoll-Modelle. Typisch für den Hersteller sind die vielfältigen und teils sehr knalligen Farbvarianten, wie Rosa, Türkis oder Hellgrün. Das Testgerät Sony Vaio VPC-EE3J1E/WI kommt dagegen in dezentem und zugleich elegantem Weiß daher. Die Handballenauflage, inklusive Touchpad und Deckel sind mit glänzendem Lack überzogen. Der Rest des Notebooks ist hingegen matt.
Der Mix aus matten und glänzenden Flächen erzeugt einen hochwertigen Eindruck. Jedoch ziehen die glänzenden Oberflächen Fingerabdrücke magisch an. Besonders auf der Handballenauflage und auf dem Deckel lassen sich diese kaum vermeiden. Immerhin die Verschmutzungen fallen auf den weißen Flächen im Vergleich zu dunklen Hochglanzflächen nicht so stark auf.
Die Verarbeitung macht im Großen und Ganzen einen guten Eindruck. Sehr gut ist die Stabilität der Unterseite. Die Handballenauflage sitzt sehr fest und gibt selbst bei sehr starkem Kraftaufwand kaum nach. Auch die Festigkeit der Tastatur überzeugt. Bei härteren Anschlägen wippt sie zwar leicht mit, beeinflusst damit aber nicht den Schreibkomfort.
Mehr Stabilität hätte dagegen der Deckelrückseite gut getan. Ein Manko, das leider viele Notebooks mitbringen. Im geschlossenen Zustand lässt sie sich zu leicht einbiegen. Weiterhin gibt der Bereich über dem optischen Laufwerk bereits unter leichtem Druck nach.
Die beiden Scharniere sind fest angezogen und haben das Display stets im Griff. Sony hat hier ein gutes Mittelmaß gefunden. Der Deckel lässt sich nicht zu leicht öffnen und ist gleichzeitig nicht zu schwergängig.

Technische Daten und Ausstattung

Um einen möglichst attraktiven Preis zu erzielen, setzt Sony auf Einstiegshardware aus dem Hause AMD/ATI. Dazu zählt ein AMD-Athlon-II-X2-P340-Prozessor mit einer Taktrate von 2,2 Gigahertz. Zur Seite stehen dem Prozessor vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und eine 500-Gigabyte-Festplatte. Eine in den Chipsatz integrierte ATI-Mobility-Radeon-HD4250-Grafikkarte übernimmt die multimediale Unterstützung. Sie besitzt keinen eigenen Videospeicher. Bei Bedarf zeiht die Grafikkarte diesem vom Arbeitsspeicher ab. Als Betriebssystem dient Windows 7 Home Premium 64 Bit.
Mithilfe des Multi-DVD-Laufwerks lassen sich alle gängigen CD- und DVD-Formate wiedergeben und beschreiben. Ausgenommen sind hochauflösende Medien wie Blu-ray.
Der Klang der beiden Lautsprecher über der Tastatur ist höhenlastig. Verbessern lässt er sich im Sound-Menü über die Equalizereinstellung. Anschließend ist der Klang weniger grell. Aber auch ohne diese Einstellungen bleibt der Ton stabil und verzerrt bei lauten Pegeln nicht.

Anschlüsse

Bei den verbauten Schnittstellen gibt es einfache Kost. Wirkliche Besonderheiten hat das Notebook nicht zu bieten. Einzig die beiden Einschübe für Speicherkarten (SD-Karten und Memory Stick) an der Front haben Seltenheitswert. Dafür fehlen Schnittstellen wie eSATA, USB-3.0 oder Bluetooth. Ein ExpressCard-Schacht für Erweiterungskarten, beispielsweise für TV-Empfänger, ist ebenfalls nicht an Bord.
Das Notebook ist mit vier USB-2.0-Ports, einem HDMI- sowie VGA-Anschluss, einer Ethernet-Schnittstelle und zwei Audio-Ports an der Front ausgestattet. Etwas größer könnte der Abstand der drei USB-Ports an der rechten Seite sein. Breitere USB-Sticks blockieren den jeweils daneben liegenden USB-Anschluss. Eine Ausweichmöglichkeit ist der USB-Port an der linken Seite.
Für die kabellose Datenübertragung dient ein WLAN-Modul, welches die Standards b, g, n unterstützt.

Software und Zubehör

Sony liefert das Notebook mit einer Reihe eigener Anwendungen aus. Sie sind mal mehr mal weniger hilfreich und wie das Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64 Bit bereits auf dem Notebook vorinstalliert. CDs oder DVDs, beispielsweise zum Wiederherstellen des Systems, befinden sich nicht mit im Lieferumfang. Über das Vaio-Care-Center lassen sich im Falle einer Systemstörung Wiederherstellungsmedien erstellen. Das Support-Programm Vaio Care vereinfacht unerfahrenen Nutzern die Systempflege und hilft bei der Fehlerbehebung.
Nicht mehr als ein nettes Gimmick ist die Anwendung Vaio Gate. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Menüleiste auf dem Desktop, die ausfährt, sobald der Mauszeiger den oberen Rand berührt. Im Alltag passiert das allerdings oft ungewollt und die dort abgelegten Verknüpfungen lassen sich auch in der Windows-Taskleiste unterbringen, was komfortabler ist.
Wer im Besitz einer Playstation ist, findet sich in der Anwendung Vaio Media Plus schnell zurecht. Die Bedienoberfläche ist nahezu identisch. Die Software vereinfacht in Heimnetzwerken den Austausch von Inhalten mit anderen Geräten, wie zum Beispiel Fotos oder Musik.
Eine 60-tägige Testversion von McAfee schützt das Notebook vor unerlaubten Zugriffen und Viren. Weiterhin ist Microsoft Office Starter 2010 vorinstalliert. Dabei handelt es sich um eine vereinfachte Version von Microsoft Office 2010, die das Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel Starter und das Textverarbeitungsprogramm Microsoft Word Starter beinhaltet.
Die Anwendung Easy Media Creator 10 von Roxio ist für das Brennen von CDs oder DVDs zuständig.

Display

Das Sony Vaio VPC-EE3J1E/WI ist mit einem verspiegelten HDReady-Display ausgestattet. Es ermöglicht eine maximale Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln und besitzt eine gute maximale Helligkeit von 198 Candela pro Quadratmeter. Das ist die Einheit der Lichtstärke pro Fläche. Für Innenräume reicht eine solche Ausleuchtung. Unter freiem Himmel erzeugt die spiegelnde Oberfläche jedoch starke Reflexionen, die sich erst mit Helligkeiten von über 250 Candela pro Quadratmeter reduzieren lassen. Notebooks mit matten Displays eignen sich deutlich besser für solche Einsatzbereiche.
An der Helligkeitsverteilung gibt es mit einem maximalen Unterschied von 13 Candela pro Quadratmeter nichts auszusetzen. Das gilt ebenso für die subjektive Farbwiedergabe.
Wie so oft bei Notebookdisplays fallen besonders die Blickwinkel im vertikalen Bereich sehr gering aus. Das Bild verblasst bereits deutlich ab einer Abweichung von 15 Grad. Dagegen sind die Blickwinkel im horizontalen Bereich deutlich stabiler. Ab einer Positionsveränderung von über 50 Grad invertieren die dargestellten Farben.

Eingabegeräte

Die Tastatur mit integriertem Ziffernblock gehört zu den Stärken des Notebooks. Die Tasten besitzen einen deutlichen Druckpunkt und kurzen Abwärtshub. Die Größe der Tasten lässt sich mit denen einer Standardtastatur vergleichen. Der Abstand zwischen den Tasten fällt nicht zu klein aus. Lange Schreibarbeiten dürften mit der Tastatur keinerlei Probleme bereiten.
Auf den Mausersatz trifft das leider weniger zu. Das Touchpad ist durch eine Vertiefung und mit flachen Noppen vom Rest der Handballenauflage abgegrenzt. Eingaben setzt dieses insgesamt zufriedenstellend um. Die Oberflächenstruktur bremst selbige aber etwas aus. Multitouch, das Erkennen von mehreren Fingern, unterstützt das Pad nicht.
Die Touchpadtasten sind leichtgängig und besitzen einen deutlichen Druckpunkt. Darüber hinaus fällt das Klickgeräusch angenehm dezent aus.

Temperatur

Eine übermäßige Wärmeentwicklung ist ein Fremdwort für das Notebook. Selbst bei langem Betrieb bleiben die Temperaturen des Gehäuses stets im Rahmen. Allerdings ist das mit den verbauten Einstiegskomponenten auch nicht anders zu erwarten. Die Chipsatzgrafik und der Einstiegsprozessor produzieren im Vergleich zu Konfigurationen mit Vierkernprozessoren und starken Grafikkarten deutlich weniger Abwärme.
Die Oberseite erreicht punktuell eine Maximaltemperatur von 36,7 Grad; das jedoch nur auf einem kleinen Bereich in Nähe der Lüfteröffnung. Großflächig steigen die Temperaturen der Unterseite nicht über 32 Grad. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Unterseite. Im Bereich des Lüfterausgangs erreicht das Notebook bis zu 37 Grad. Ansonsten liegen die Temperaturen der Unterseite zwischen guten bis sehr guten 28 und 32 Grad.

Betriebsgeräusche

Der Lüfter des Notebooks trägt die Wärme unauffällig nach außen. Während Büroarbeiten ist nur ein leichtes und tieffrequentes Rauschen mit einem guten Pegel von 34,4 Dezibel wahrnehmbar. Unter Last, bei starker Beanspruchung der Hardware, erreicht das Notebook einen hörbaren Pegel von 39,6 Dezibel. Eine solche Auslastung tritt in der Praxis allerdings nur selten auf.
Abseits der Stockdose im Energiesparmodus gönnt sich der Lüfter auch mal Pausen. Dann ist meist nur noch das Arbeitsgeräusch der Festplatte mit einem Pegel von 33,4 Dezibel zu hören.
Das DVD-Laufwerk ist mit 49 Dezibel beim Einlesen von CDs oder DVDs am lautesten. Bei der Filmwiedergabe erreicht es mit 39,1 Dezibel einen akzeptablen Wert.
Alles in allem eine gute und unauffällige Vorstellung bei den Betriebsgeräuschen.

Leistung

Mit den verbauten Einstiegshardwarekomponenten bleiben erwartungsgemäß neue Geschwindigkeitsrekorde aus. AMDs Zweikernprozessor Athlon II X2 P340 gehört mit seiner Taktrate von 2,2 Gigahertz nicht zu den schnellsten Vertretern. In Sachen Leistung ist die CPU aber durchaus auf Höhe der Zeit.
In Kombination mit den vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher sorgt der AMD-Athlon-Prozessor stets für eine ordentliche Arbeitsgeschwindigkeit. Für Internet-, Office- oder einfache Multimediaanwendungen reicht die Leistung des Notebooks vollkommen aus. FullHD-Videos spielt das Notebook problemlos und ruckelfrei ab. Im Gegensatz dazu ist das Notebook für anspruchsvolle Anwendungen, beispielsweise der Videokonvertierung, weniger geeignet.
Das bestätigt unter anderem der Test zur Videokonvertierung, welcher AMDs Athlon II X2 P340 zwar in akzeptablen sechs Minuten und 45 Sekunden absolviert. Doch anspruchsvollen Nutzern ist das auf dauer zu langsam. Ein Core-i3-350M-Prozessor vom Konkurrenten Intel absolviert den gleichen Test in fünf Minuten und acht Sekunden. Letzterer eignet sich ebenfalls nur bedingt für rechenintensive Anwendungen. Allerdings gibt es einige Notebooks mit besagtem Prozessor bereits für 500 Euro.
Die in den Chipsatz integrierte ATI-Mobility-Radeon-HD4250-Grafikkarte ist für 3D-Spiele zu schwach. Dafür ist sie aber auch nicht gedacht. Vielmehr dient die Grafikkarte zur Videounterstützung. Im 3DMark06 erreicht die ATI HD4250 nur 1.724 Punkte. Erst Notebooks, die etwa 6.000 bis 7.000 Punkte im 3DMark06 leisten, können 3D-Spiele flüssig wiedergeben. Dazu zählen unter anderem Geräte mit einer ATI-Mobility-Radeon-HD5650- oder Nvidia-Geforce-GT-420M-Grafikkarte.

Akku und Energieverbrauch

Von seiner sparsamen Seite zeigt sich das Notebook beim Energiebedarf. In der Praxis verbraucht das Einsteiger-Notebook nur 22 Watt. Leider wirkt sich der geringe Stromverbrauch nicht positiv auf die Akkulaufzeit aus, was an dem zur Konkurrenz schwächeren Akku liegt. Seine Kapazität beträgt lediglich 3.500 Milliamperestunden. Die meisten Notebooks besitzen Akkus mit einer Kapazität von 4.000 bis 5.000 Milliamperestunden.
Maximal erzielt das Notebook eine Laufzeit von drei Stunden und 20 Minuten. Im Alltag, bei einfachen Schreibarbeiten mit aktiviertem WLAN und 40-prozentiger Helligkeit, reicht eine Akkuladung für etwa zwei Stunden und 30 Minuten.

Praxis

Sonys EE3J1E/WI überzeugt besonders im Home-Office-Bereich. Dank der tollen Tastatur ist das Erledigen von Schreibarbeiten ein Leichtes. Dabei bleibt das Notebook stets leise und kühl.
Dazu bietet es genügend Leistung für Büro-, Internet- und einfache Multimediaanwendungen, wie das Schauen von Videos. Mit seinen Abmessungen und dem Gewicht von 2,7 Kilogramm ist auch der gelegentliche Transport kein Problem. Das Notebook passt mühelos in die meisten Umhängetaschen.
Jedoch schränkt die mäßige Akkulaufzeit lange Einsätze abseits der Steckdose stark ein.

Zusammenfassung

Sony bietet mit dem Vaio VPC-EE3J1E/WI, Kompromissbereitschaft vorausgesetzt, mobiles Kinovergnügen zum akzeptablen Preis. Die hübsche Optik und die tolle Tastatur machen das Einsteiger-Notebook zu einem schicken Büroarbeiter. Leistungstechnisch ist es trotz der Einstiegskomponenten auf der Höhe der Zeit. Für anspruchsvolle und rechenintensive Anwendungen ist jedoch nur bedingt geeignet. Internet-, Office-, und einfache Multimediaanwendungen absolviert es dagegen tadellos.
Aufgrund der schwachen Akkulaufzeit liegt der Mobilitätsfaktor des Notebooks unter dem Durchschnitt und es fehlen aktuelle Schnittstellen wie eSATA, USB-3.0 oder Bluetooth. Dafür überzeugt das Notebook mit seinen geringen Emissionen bei der Wärmeentwicklung und den Betriebsgeräuschen.
Immerhin: Die genannten Abstriche lassen sich mit einer individuellen Konfiguration des Notebooks im Sony-Style-Store vermeiden oder zumindest entschärfen.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,4 (Gut)
  2. Ausstattung2,8 (Befriedigend)
  3. Display2,5 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,3 (Gut)
  5. Temperatur2,4 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,3 (Gut)
  7. Anschlüsse2,9 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,6 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung2,7 (Befriedigend)
  11. Praxis2,4 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061724 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3284 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read6807 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5600 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz61.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read63.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen8080 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2161 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)4035 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2057 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1885 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)3560 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2259 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung387 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 55 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 20 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 15 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

22 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,022 kWh x 24,00 Cent = 11,56 EUR

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