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Bilder zum Test: Sony VAIO SV-S1511T9EB - VAIO-Profi für Heim und Büro

Sony möchte das Modell im oberen Preissegment bei anspruchsvollen Heimanwendern und Business-Kunden positionieren und verbaut leistungsfähige Technik auf engstem Raum. Optisch unterscheidet sich das Modell angenehm von den bestehenden Sony Lifestyle-Serien, die vor allem mit knalligen Farben und Designelementen auffallen. Dabei hat das Gehäuse zum ersten Mal eine grundlegende Überarbeitung erfahren. Durch den Einsatz von Aluminium und Magnesium hat Sony ein sehr dünnes und leichtes Modell auf die Beine gestellt. Bei einer Bauhöhe von 26 Millimetern wiegt es knapp 1,9 Kilogramm. Ganz in schwarz gehalten ist der Displaydeckel mit einer matten Beschichtung versehen, die eine angeraute Oberfläche aufweist. Einzig das verchromte VAIO Logo sorgt hier für Akzente. Eine vorsichtige Handhabung raten wir beim Deckel an, dieser ist nicht sehr verwindungssteif und lässt sich großzügig verwinden. Die Scharniere sind dabei fest genug angezogen, um ein langes Nachwippen zu verhindern aber gleichzeitig ein Öffnen mit nur einer Hand zu ermöglichen. Die Basiseinheit ist deutlich stabiler ausgefallen und gibt bei starkem Druck kaum nach. Die Unterseite zeigt sich aufgeräumt und strukturiert und bietet neben einem Dock-Anschluss die Möglichkeit einen zusätzlichen Akku unterzubringen, welcher die Laufzeit verdoppeln soll.

Kommen wir zu den Eingabegeräten. Der Hersteller setzt auf eine Tastatur im Chiclet-Design mit separatem Nummernblock und schwarz mattierten Tasten. Anders als bei vielen Konkurrenten sind die Tasten des Nummernblocks nicht verkleinert, sondern sind im Layout einer Desktop-Tastatur gehalten. Um auch in dunklen Umgebungen den Überblick zu haben, stattet Sony die Tastatur mit einer weißen Hintergrundbeleuchtung und Umgebungslichtsensor aus. Eine Regelung in verschiedenen Stufen ist nicht möglich. Die Tasten selbst bieten einen weichen Anschlag und ein teils schwammiges Feedback. In den alten Modellen sorgte ein Hardwareschalter für das einfache An- und Ausschalten der kabellosen Verbindungen. Dieser ist nun nicht mehr vorhanden. Geblieben ist der praktische Umschalter zwischen dem im Intel Core i5-3210M Prozessor integrierte Grafikchip Intel HD Graphics 4000 und der dedizierten Nvidia Geforce GT 640M LE Grafikkarte. Im Gegensatz zu vielen anderen Notebooks bietet Sony hier eine erweiterte Menüführung an, um die beiden Modi „Speed“ und „Stamina“ nach seinen Bedürfnissen zu konfigurieren. Diese fasst der Hersteller im VAIO Control Center zusammen. Dort können auch Änderungen an der Tastaturbeleuchtung, den Netzwerkverbindungen und der Lüftersteuerung vorgenommen werden.

Das Touchpad sitzt leicht nach rechts versetzt unter der Leertaste und ist ebenfalls in einer schwarzen Farbgebung gehalten. Separate Maustasten fehlen, diese sind direkt in der sensitiven Fläche des Touchpads eingelassen. Gewöhnungsbedürftig ist der ungewohnt große Abstand von drei Zentimetern zur Vorderkante der Handballenauflage. Dadurch wischt die Hand ungewollt beim Tippen über die Fläche und kann für die ein oder andere falsche Eingabe sorgen. Auf der matten Oberfläche lässt es sich aber angenehm navigieren und Befehle sowie Multitouch-Gesten werden flott umgesetzt.

Die Anschlussausstattung ist gemessen am Preis ausreichend, aber die Aufteilung ist wie in der Sony SE-Serie ungünstig gewählt. Die linke Seite wird vom optischen Slot-In Laufwerk und den beiden 3,5 Millimeter Klinke-Anschlüssen für Lautsprecher und Mikrofon dominiert. Somit müssen alle drei USB-Anschlüsse, von denen zwei den aktuellen USB 3.0 Standard bieten, auf der rechten Seite Platz nehmen und liegen gedrängt zusammen. Das sorgt beim Anschluss von breiteren USB-Sticks für Unmut, da man sich umliegende Schnittstellen verbauen kann. Wie bereits vorher angesprochen kann auf der Unterseite eine SIM-Karte für den UMTS-Betrieb verbaut und eine optionale Docking-Station angeschlossen werden, wobei der Anschluss kompatible zu älteren Dock-Varianten ist. Verbindungen zu Beamern, Fernsehern oder Monitoren nimmt das Modell über die analoge VGA- und digitale HDMI-Schnittstelle auf. Kartenleser für SD- sowie MS-Speicherkarten und ein Gigabit-Ethernet Anschluss runden das Angebot ab. Zu erwähnen ist der verbaute Wi-Fi Direct Standard, der zur Datenübermittlung zwischen zwei WLAN-Endgeräten genutzt wird. Statt über Kabel werden die Daten zum Handy oder einer Kamera direkt per Funk übertragen und es entfällt die Nutzung eines Routers oder WLAN Hot-Spots.

Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind für kurze Multimedia-Einlagen geeignet, zeigen sich aber sehr höhenlastig und bassarm. Nach Möglichkeit sollte zu einer externen Lösung in Form von guten Kopfhörern oder Anlagen gegriffen werden. Im Gegensatz zur 3. Generation bietet Sony auch endlich wieder zwei separate 3,5 Millimeter Klinke-Buchsen an und nicht nur eine Kombi-Buchse.

Technische Daten

Display:15,5"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i5 3210M / 2,5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 640M LE (Kepler)
Festplatte640 GBRAM:6 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Professional SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:6,5 Std.Gewicht:2 kg
B x H x T:38 cm x 2.39 cm x 25.54 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Sony bietet beim VAIO S1511T9EB vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten an. Wir haben uns für die Einstiegs-Variante mit einem Intel Core i5-3210M, 6 GB Arbeitsspeicher und einer 640 GB fassenden Festplatte entschieden, die mit knapp 1.240 Euro tief in die Geldbörse greift. Über den Sony Style Store lassen sich gegen Aufpreis mehr Arbeitsspeicher, eine schnellere Festplatte oder ein stärkerer Prozessor verbauen. Wer Wert auf einen schnellen Systemstart legt und daher eine SSD benötigt, muss sich auf deutliche Mehrkosten einstellen. Online ist der Aufpreis für eine 128 GB fassende SSD mit 190 Euro nämlich nicht gerade billig. Der zum Einsatz kommende Intel Core i5-3210M mit einer Leistung von 2,1 GHz auf zwei Kernen bietet in Verbindung mit dem Arbeitsspeicher eine leistungsfähige Kombination für Internet, E-Mail, Büroanwendungen und Multimedia-Inhalte. Auch Spiele sind eingeschränkt lauffähig. Die verbaute Nvidia Geforce GT 640M LE Grafikkarte bewegt sich leistungstechnisch im unteren Mittelfeld und stellt eine abgespeckte Variante der Nvidia Geforce GT 640M dar. Die Übertragungsraten der verbauten 640 GB fassenden Hitachi-Festplatte sind mit 82,5 MB/s bei Lese- und 75,3 MB/s bei Schreibvorgängen nicht die schnellsten, dafür bietet sie genug Speicherkapazität für hochauflösend Filme, Dokumente, Bilder oder Musik.

Als Highlight präsentiert sich das 15,5 Zoll fassende „VAIO Plus-Display“, welches mit einer FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel aufwarten kann und über die IPS-Technologie verfügt. Das bedeutet eine hohe Blickwinkelstabilität, kräftige Farben und ein dunkles Schwarz. Die Oberfläche ist entspiegelt und dadurch reflexionsarm. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 239 Candela pro Quadratmeter ist das Sony VAIO S15 auch in Außenbereichen bei Sonnenschein nutzbar und erhöht den Mobilitätsfaktor enorm. Auch der maximale Kontrastwert von 583:1 kann überzeugen. Vor allem Filme und Bilder sehen sehr gut aus. Hier gibt es wenig zu meckern.

Weniger überzeugen konnte das verwendete Kühlsystem. Je nachdem welches Lüftungssteuerung-Profil aktiv ist, macht sich der Lüfter bereits im Windows Betrieb beim Surfen mit 44 Dezibel (A) bemerkbar (Profil: Priorität Lüfter). Vor allem im Bereich der Tastatur und dem Grafikkarten Hardwareschalter heizt sich das Modell in manchen Bereich auf bis zu 44 Grad Celsius auf. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen auf der Ober- und Unterseite bei 33 Grad Celsius in einem guten Rahmen, aber die Geräuschentwicklung ist sehr hoch. Bei fordernden Multimedia-Anwendungen und Spielen liefert das Sony VAIO S15 schon mal 50 Dezibel (A). Unter voller Auslastung erreichte unser Messgerät gar 54 dB(A). Sony selbst macht keine genauen Angaben zur Akkulaufzeit. Wir messen im Leerlauf bei abgedunkeltem Display eine maximale Laufzeit von 6 Stunden 43 Minuten. In der Praxis reduziert sich dieser Wert auf drei Stunden und liegt damit fast gleichauf mit dem neulich von uns getestetem Sony VAIO SV-E1511Z1EB.

Zusammenfassung

Das Sony VAIO S1511T9EB hinterlässt bei uns gemischte Gefühle. Zwar wurde am Design geschraubt, aber die alten Laster aus den letzten drei Generationen lassen sich nicht so leicht ablegen. Während die Basis-Einheit sehr stabil und das Gewicht für ein 15-Zoll Modell mit 1,9 kg sehr gering ist, zeigen sich das Display und die Tastatur von ihrer wackeligen Seite. Hingucker ist das FullHD IPS-Display, welches mit einer guten Ausleuchtung und tollen Farben punkten kann. Gefallen finden wir auch an den Erweiterungsmöglichkeiten via Zusatzakku und Docking-Station. Dafür hält das Multimedia-Notebook nur mit sehr hoher Lautstärke die entstehenden Temperaturen im grünen Bereich. Somit stürzt sich das Sony VAIO S15 von einem positiven Extrem in ein negatives. Ein wirklich ausgewogenes Paket mit bedenkenloser Kaufempfehlung sieht anders aus. Sucht man aber ein leistungsfähiges Notebook mit exzellentem Bildschirm und vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, fährt man mit diesem Modell gut.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068397 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111352 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage6024 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72214 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage5451 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01579.8 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)82.5 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)75.3 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13843 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write18227 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz36 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read95.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11680 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5210 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10769 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5736 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4198 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8957 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5707 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung81 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 47 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 43 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

59 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,059 kWh x 24,00 Cent = 31,01 EUR

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