1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test MSI GT783P-i71625BLW7H - Leistungsstarker Muskelprotz

© Copyright by MSI. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (28)
Bilder zum Test: MSI GT783P-i71625BLW7H - Leistungsstarker Muskelprotz

Das kantige, ausladende Aluminium-Gehäuse des MSI GT783 bewegt sich weit weg von jedweder Unauffälligkeit. Die Oberflächen sind unterteilt in zahllose Elemente - Hochglanz, gebürstetes Aluminium und mattes Plastik. Sie schaffen es jedoch aufgrund der starken Konkurrenz der Tastatur-Hintergrundbeleuchtung oder des Touchpanels mit Funktionstasten nicht, zum Blickfang zu avancieren. MSI gibt im Vergleich zu den Medion ErazerNotebooks, welche sich das gleiche Chassis teilen, designtechnisch volle Breitseite. Die glänzenden Oberflächen rund um Display und Tastatur zeigen sich sehr einladend für Fingerabdrücke, auch die metallene Handballenauflage ist nicht gerade resistent gegenüber Abdrücken und Verschmutzung. Der Wertigkeit des 17,3-Zoll-Gamingboliden tut das aber keinen Abbruch. Die Verarbeitung ist gelungen, MSI muss sich vor dem Genreprimus Alienware M17x nicht verstecken. Viele Designelemente verursachen jede Menge Spalten, die Zwischenräume sind jedoch gering und gleichmäßig. Das 3,9 Kilogramm schwere, wuchtige Gehäuse ist insgesamt sehr robust. Einen verwindungssteiferen Displaydeckel hätten wir jedoch erwartet. Dafür zeigen sich die Display-Scharniere sehr robust und ausreichend hart angezogen.

Die SteelSeries-Tastatur ist nicht nur sprichwörtlich ein Highlight für Gamer. Hinsichtlich der Stabilität des Tastaturbettes hat sich MSI gegenüber dem GT780DX gebessert. Um den Spielern unter ergonomischen Gesichtspunkten entgegenzukommen, wurde die Windows-Taste auf die linke Seite der Leertaste verschoben. Die Steuerung- und Alt-Tasten wurden vergrößert, es sind bis zu 10 Tastenanschläge gleichzeitig möglich. Die gummierten Tasten haben einen kurzen Hub und deutlichen Druckpunt. Der separate Ziffernblock erleichtert zudem die Handhabung von Büroanwendungen, obschon diese Nutzung wohl nicht so häufig vorkommt. Jede Taste ist mit umfangreichen Makros programmierbar, die 3-Zonen Hintergrundbeleuchtung lässt sich konfigurieren und bietet laut Hersteller mehr als 1000 Farb- und Helligkeitskombinationen. Lediglich die einzeilige Enter-Taste sorgt für eine Umstellung bei Vielschreibern. Die angeraute Oberfläche des Multitouchpad bietet eine tolle Haptik, auch schnelle und druckvolle Gesten werden präzise umgesetzt. Wer auf den Mausersatz verzichten will, kann das Touchpad per Hardwaretaste deaktivieren.

Hinsichtlich der Schnittstellen lässt das MSI GT783 nur wenige Wünsche offen. Um Kabelwirrwarr zu verhindern wurden Netzstecker, Gigabit-Ethernet-, VGA-, HDMI- und eSATA Port rückseitig angebracht. Neben dem Blu-ray-ROM Laufwerk auf der linken Seite finden sich zwei USB 2.0 Anschlüsse wieder. Links sitzt ein weiterer neben dem 7-in-1 Multikartenleser und den zwei Ports mit schnellem USB 3.0 Standard. Für Line-in, S/PDIF, Kopfhörer- und Mikrofonanschlüsse finden sich separate Audiobuchsen. Drahtlos kann das MSI GT783R über WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 3.0 kommunizieren.

Vorinstalliert ist ein Windows 7 Home Premium Betriebssystem. Die von MSI bereitgestellten Tools überfordern anfänglich. Viele Funktionen sind über FN-Tastenkombination, dedizierte Funktionstaste und zusätzlich über MSIs Toolbar zu erreichen. Im Funktionsumfang selber kann sich MSI mit Microsofts Office Starter Paket, dem Recovery Tool oder der Problemlösungssoftware nicht wirklich von der Konkurrenz abheben. Wirklich überzeugen konnten die Stereolautsprecher und der an der Unterseite integrierte Subwoofer. Die THX-zertifizierten Lautsprecher bieten einen kraftvollen und runden Klang in allen Frequenzbereichen.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 580M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB - SSD
128 GB - SSD
RAM:16 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:2.5 Std.Gewicht:3.9 kg
B x H x T:42.8 cm x 5.5 cm x 28.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Unter den Gaming-Vierkernern von Intel ist der leistungsstarke Intel Core i7-2670QM mit seinen 4x 2,2GHz Basis- und 3,1 GHz Turbotakt zwar nicht das High-End-Modell, reicht für alle Spiele als eher fordernde Anwendungen aber locker aus. Dank 16 GB Arbeitsspeicher stellen auch aufwendiges Rendern oder HD-Videoschnitt kein Problem dar. Die Nvidia Geforce GTX 580M kann derzeit als Leistungsspitze unter den Single-Chip Grafikkarten im mobilen Bereich auftreten. Die P1-Taste erhöht zudem den Kerntakt der Karte von 574 MHz auf 620 MHz, auch ohne Übertaktung sind höchste Detailstufen und Auflösungen in den meisten modernen Spielen anwählbar. So zum Beispiel in den aktuellen Titel Alan Wake, Star Wars: The Old Republic oder Batman Arkham City. Vorsicht ist jedoch geboten, diese Generation der Gaming-Notebooks taktet die Geforce GTX Karten im Akkubetrieb ausnahmslos auf 75 MHz herunter. Ohne Steckdose in der Nähe ist ans Spielen also nicht zu denken. Unter Volllast im P1-Modus verabschiedet sich zudem das 180 Watt Netzteil bei verlangten 240 Watt und der Verbrauch pegelt sich bei 136 Watt ein. Der Akku wäre also durchaus in der Lage, höheren Verbrauch zu schultern.

Beschweren müssen wir uns auch über den RAID-Verbund. Die zwei 128 GB fassenden Solid State Drives von Transcend liefern zwar sequentielle Lese- und Schreibraten von 417 MB/s und 209 MB/s, was gegenüber herkömmlichen Platten auch ein ordentliches Plus darstellt, aber trotzdem hat MSI hier gespart. Die SSDs sind schon etwas angestaubt und neuere Modelle könnten die Geschwindigkeit im RAID 0 sicherlich verdoppeln. Das Platzangebot von effektiv nutzbaren 225 GB SSD Speicher ist trotzdem ansehnlich. Alternativ können auch die Kombinationen aus einer SSD und einer herkömmlichen 750 GB Festplatte oder zwei der letztgenannten Laufwerke verbaut werden.

Das entspiegelte Display mit der Full-HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeltraut sich vielleicht nicht ins direkte Sonnenlicht, besteht mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 288 Candela allerdings schon in hellerer Umgebung. Das Kontrastverhältnis von 581:1 liegt über dem Durchschnitt und auch die blickwinkelabhängigen Farb- und Helligkeitswerte bleiben lange stabil. Der 3,9 Kilogramm schwere Gaming-Bolide ist als Desktopersatz gedacht, ohne Steckdose läuft das MSI GT783 durch die massive Heruntertaktung der Grafikkarte aber beinahe 3 Stunden. Der Stromverbrauch liegt bei 37 Watt im Leerlauf, 169 Watt beim Spielen und 240 Watt unter voller Auslastung. Dass die durchschnittliche Temperatur bei 28,2 Grad Celsius liegt spricht für eine potente Kühllösung. Angesichts der Verlustleistung der Komponenten und des Hauptaufgabengebiets ist eine maximale Lautstärke von 52 dB(A) zu verzeihen, minimal arbeiten die Lüfter mit 35 dB(A) und in der Praxis ist die Kühlung mit 38 dB(A) geringfügig lauter. Ein Pluspunkt ist die Möglichkeit über eine Funktionstaste die Maximalstufe der besonders leistungsfähigen Kühlung anzuwählen, um Komponenten schneller mit kühler Luft zu versorgen.

Zusammenfassung

Das MSI GT783 ist ein waschechtes Gaming-Notebook im 17,3-Zoll Format mit wenig Schwächen. Trotz der „altbackenen“ SSDs im RAID-Verbund und dem wuchtigen Gehäuse kann das Gesamtpaket dank leistungsstarker Nvidia Geforce GTX 580M Grafikkarte, SteelSeries Tastatur und mattem FullHD-Display überzeugen. Die potente Spieleperformance hat allerdings auch ihren Preis, welcher sehr nah oder sogar über den Versionen der Konkurrenten Alienware und Schenker Notebooks liegt. Wer sich derzeit nach einem leistungsstarken Gaming-Laptop umsieht, der sollte das MSI GT783 auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen.


Andere Notebooks von MSI - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von MSI - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0618962 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark113226 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage16233 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74013 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage12891 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02847.4 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)416.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)208.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15626 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15666 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read128.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34645 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4950 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)18090 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5678 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3942 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)15040 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5588 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung49 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 53 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 53 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 53 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

169 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,169 kWh x 24,00 Cent = 88,83 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.