1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test MSI GT780DX-i71691BLW7H - Wertiger Gaming-Grundbaustein mit sattem Aufpreis

© Copyright by MSI. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (31)
Bilder zum Test: MSI GT780DX-i71691BLW7H - Wertiger Gaming-Grundbaustein mit sattem Aufpreis

Die Designgrundlage des MSI GT780DX, auf dem auch das Medion Erazer X7815 und das Schenker XMG P711 basiert, ist nur an weniger aber markanten Stellen wiederzuerkennen. Dazu gehören neben der Unterseite der Basis-Einheit auch die Displayumrandung, die Einbettung der Tastatur und die Soft-Touch-Leiste für Schnellstartfunktionen. Neben diesen Designübereinstimmungen verwendet MSI deutlich mehr Strukturlinien auf der Arbeitsumgebung und ein schlichteres Deckel-Layout aus schwarz gebürstetem Aluminium. Das gleiche Material findet sich auch auf der Handballenablage wieder und bescheinigt dem MSI GT780DX Gaming-Notebook eine deutlich bessere Haptik und somit auch Wertigkeit. Im direkten Vergleich mit den Konkurrenzprodukten auf gleicher Basis ist unser Testgerät des 17,3-Zollers anfälliger für Fingerabdrücke. Der glänzende Tastaturrahmen speichert diese besonders schnell.

Dafür entschied sich MSI in Zusammenarbeit mit Steelseries für ein mattes Tastaturbett, in dem das beleuchtete Chiclet-Keyboard eingefasst wurde. Optimiert für Spieler, bietet die Tastatur eine 3-Zonen-Beleuchtung mit mehr als 1000 Farbvariationen. Zusätzlich zur Farbe lassen sich auch Effekte hinzuschalten, die zum Beispiel eine pulsierende Beleuchtung ermöglichen. Außerdem wurde zugunsten der Sicherheit in Spielen die Windows-Taste an der linken Seite entfernt. Sie ersetzt nun die bekannte Kontext-Menü-Taste an der rechten Seite der Tastatur. Eine unabsichtliche Rückkehr auf den Desktop des Betriebssystems wird somit gemindert. Verglichen mit den Notebooks von Medion und Schenker zeigt das MSI GT 780DX eine ähnlich schlechte Stabilität der Tastatur. Trotz rutschfesterer Beschichtung, angenehm kurzem Hub und klar definierten Druckpunkt gibt das Tastaturbett bereits bei leichtem Druck zu schnell nach. Professionelle Spieler mit einem harten Tastenanschlag werden sich bei einem Preis von knapp 2.000 Euro wohl weniger überzeugt zeigen. Beim Touchpad können wir uns nur über die vertikale Länge beschweren. Im 16:9 Format muss bei längeren Scrolling-Manövern öfter angesetzt werden. Obwohl uns die Teflon artige Oberfläche gefällt, werden Spieler eher zur externen Maus greifen.

Im Bereich der Schnittstellen kann uns das MSI GT 780DX genauso überzeugen wie seine abgespeckten Konkurrenten. Für den stationären Betrieb und zur Verhinderung von Kabelwirrwarr wurden an der Rückseite die Anschlüsse für Netzstecker, Gigabit-LAN, VGA, eSATA und HDMI integriert. An der linken und rechten Gehäuseseite verteilen sich fünf USB-Ports, von denen zwei den schnellen 3.0-Standard unterstützen. Hinzu kommen vier 3,5 Millimeter Audio-Schnittstellen, 7-in-1 Kartenleser und das optische Blu-ray Laufwerk. Letzteres liest die kapazitätsstarken Medien, beschreibt allerdings nur herkömmliche DVDs.

Ab Werk wird das MSI GT780DX mit einer vorinstallierten Version des Microsoft-Betriebssystems Windows 7 Home Premium (64-Bit) ausgeliefert. Hinzu kommt ein großes Software-Paket, was jedoch nur durch 30-60 Tage Testversionen bekannter MAGIX- oder Symantec-Software aufgestockt wurde. Wirklich erwähnenswert ist nur die kostenlose Starter-Version des Microsoft Office-Pakets sowie MSI eigene Programme zum Abspielen von Filmen und zum Brennen von DVDs. Von der Konkurrenz kann sich der taiwanesische Hersteller damit nicht abheben.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 570M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
120 GB - SSD
750 GB
RAM:16 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:2.5 Std.Gewicht:3.9 kg
B x H x T:42.8 cm x 5.5 cm x 28.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Unter dem futuristischen Gaming-Gehäuse sitzt ein aktueller Vierkern-Prozessor in Form des Intel Core i7-2670QM. Mit Hilfe des Turbo Boost 2.0 Features kann der Kerntakt auf bis zu 3,1 GHz angehoben werden. Über die „P1“-Taste auf der Soft-Touch Multimedia-Steuerung wird zusätzlich die MSI Turbo Drive Engine zugeschaltet. Die Taktraten des Prozessors bleiben dabei unberührt. Lediglich die der dedizierten Nvidia Geforce GTX 570M werden im Kern um 47,3 MHz (9%) und im Shader um 94 MHz (9%) angehoben. Der Vorteil wirkt sich jedoch nur im Netzbetrieb auf die Leistung des 17,3-Zollers aus. Wie bei vergleichbaren Notebooks mit GTX-Grafikkarten drosseln die Taktraten im Akkumodus auf bis zu 75 MHz Kerntakt herunter. Die Benchmark-Ergebnisse in diesem Szenario sind mit dann mit einer Intel HD Graphics 3000 vergleichbar und für Spieler vollkommen uninteressant.

Im Gegensatz dazu steigert eine – zusätzlich zur 750 GB großen Festplatte – Intel SSD mit einer Kapazität von 120 GB die Anwendungsleistung. Die sequentiellen Schreib- und Lesewerte liegen in unseren Tests bei 205,6 MB/s und 130,9 MB/s. Vor allem die synthetischen Benchmarks wie PCMark Vantage, PassMark Performance Test 7.0 und PCMark 7 profitieren deutlich von dieser Lösung. Durch den Performance-Schub werden auch Ladezeiten in Spielen verkürzt. Auf die FPS-Rate wirkt sich die SSD jedoch nicht aus. Das Komplettsystem des MSI GT 780DX kann sich bei aktuellen Titeln wie Battlefield 3 und The Elder Scrolls 5: Skyrim mit hohen bis sehr hohen Detailstufen anfreunden. Für extremere Einstellungen in Bezug auf Kantenglättungs-Optionen reicht aber auch diese, mobile Leistung nicht aus. Das Maximum wird derzeit nur von einer Nvidia Geforce GTX 580M in Kombination mit einem mobilen Extreme-Prozessor von Intel gemeistert.

Trotz Mobilitätsschwächen im Bereich der Grafik-Taktraten kann sich das MSI GT780DX auch außerhalb des Gaming-Kellers zeigen. Das matte FullHD-Display (1.920 x 1.080 Pixel) weist eine durchschnittliche Ausleuchtung von 247 Candela pro Quadratmeter, einen maximalen Kontrast von 950:1 und vergleichsweise stabile Blickwinkel auf. Ein Betrieb bei direkter Sonneneinstrahlung ist zwar nicht möglich, dafür wird ein Großteil der Umgebungsspiegelungen von der entspiegelten Oberfläche absorbiert. Die Akkulaufzeit verlängert sich durch die geringen Taktraten auf maximal 7 Stunden (Idle) beziehungsweise 4 Stunden (Praxis). An das Spielen ist in diesem Modus jedoch nicht zu denken. Wäre der volle Takt der Nvidia Geforce GTX 570M anwesend, würde sich die Laufzeit auf 1,5 Stunden verringern.

In Hinsicht auf die Emissionen kann das MSI GT780DX vor allem durch die Möglichkeit der Drehzahlmaximierung des Lüfters profitieren. Auf Knopfdruck kann die Hardware so schneller heruntergekühlt werden. Im Gaming-Betrieb liegen die Temperaturen im Durchschnitt unter 30 Grad Celsius. Wir konnten jedoch punktuelle Maximalwerte von bis zu 50°C feststellen. Die Lautheit des 17,3-Zollers hält sich im Praxisbetrieb mit 38 Dezibel (A) in Grenzen. Wer die Lüfter voll aufdreht wird jedoch mit deutlich hörbaren 52 dB(A) beschallt.

Zusammenfassung

Gegenüber der Konkurrenz von Medion und Schenker Notebooks kann das MSI GT780DX mit wertvollen Features überzeugen. Die farbig beleuchtete Tastatur und die Aluminium-Aufmachung des Gehäuses fanden in der Redaktion eher Anklang als die weniger wertigen Gehäuse der Erazer- und XMG-Familie. Die MSI Turbo Drive Engine kann zudem eine geringfügig höhere Grafikleistung hervorrufen. Steelseries und Dynaudio haben scheinbar nur ihren Namen für das GT780DX hergegeben, denn der Sound und die Tastatur konnten keinen herausragenden Mehrwert bieten.

Weiterhin stehen wir vor dem Kritikpunkt der Grafikkarten-Drosselung im Akkumodus und dem schlechter ausgeleuchteten FullHD-Display. Der 17,3-Zoller kann zwar mobil sein, aber an Gaming ist dann nicht mehr zu denken. Ob Ausstattungsmerkmale wie die 120 GB große SSD, das Blu-ray Laufwerk und 16 GB Arbeitsspeicher den Preis von knapp 2.000 Euro rechtfertigen, muss jeder Nutzer selbst entscheiden. Im reinen Leistungsvergleich mit Medion und Schenker liegen alle Notebooks sehr nah beieinander.


Andere Notebooks von MSI - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von MSI - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0617815 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112525 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12453 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74136 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage15785 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02705 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)205.6 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)130.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15640 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15703 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read131.9 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34642 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4873 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)18401 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5436 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3924 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)15105 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5287 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung50 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 51 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 57 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

112 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,112 kWh x 24,00 Cent = 58,87 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.