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Test MSI GT72-2QE32SR311BW inkl. Dragon Super Pack - Gamer mit brachialer GTX 980M Grafik und 4 SSDs

MSI hat uns mit dem GT72-2QE32SR311BW eine absolute Killermaschine für einen Test geschickt: Intel Core i7 Quadcore, Nvidia Geforce GTX 980M, 32 GB RAM, eine Kombi aus 1TB HDD und 1TB SSD-Speicher (bestehend aus 4 M.2 SSDs im Raid 0), Blu-Ray Brenner. Mehr High-End geht nur beim Prozessor. Wir schauen uns das 3.300 Euro Notebook genauer an.

Einleitung: Sündhaft gut bepackt

Das MSI GT72 kostet 3.300 Euro in unserer AusstattungsvarianteBildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (17)
MSI GT72: 3.300 Euro für unsere Ausstattungsvariante

Konfrontiert mit einem wahnwitzig bestückten Gaming-Notebook fragen wir Redakteure uns öfters, wer sowas denn eigentlich kauft. Die Kompromisslosigkeit bei der Ausstattung spricht nicht gerade für eine breite Zielgruppe. Während das MSI GT72 in der Grundausstattung bereits für 1.500 Euro zu bekommen ist, wird für unsere (beinahe) Topausstattung in Form des MSI GT72-2QE32SR311BW ein Preis von rund 3.300 Euro aufgerufen. Dafür fährt MSI dann aber auch in sämtlichen Kategorien die Creme de la Creme auf: Mit dem Intel Core i7-4710HQ wurde ein flotter Quadcore auf das Board gelötet, die Nvidia Geforce GTX 980M ist die derzeit schnellste mobile Singlechip-Karte und in Sachen Speicher kann man sich kaum mehr wünschen als 32 GB RAM, 1 TB HDD und 4 SSDs im Super Raid 3 mit einer Gesamtkapazität von ebenso 1 TB. Haben wir den Blu-Ray Brenner schon erwähnt? Wie man sieht, soll es an nichts mangeln. Nur eine Konfiguration bei MSI ist mit 4.499 Euro noch kostspieliger: Die SKU33 bringt einen Intel Core i7-4980HQ Prozessor mit.

Das Gesamtgewicht des 17-Zollers liegt bei gerade einmal 3,8 KiloDas Preset für die SteelSeries Tastaturbeleuchtung ist sehr farbenfrohBildquelle: notebookinfo.de | rk
Schlichtes Äußeres: MSI zielt mit dem Chassis weniger deutlich auf Gamer

In unserer Redaktion ist nicht nur das Notebook eingetroffen, das sogenannte Dragon Super Pack enthält ebenso einen Rucksack, eine Steelseries KinzuV2 Maus, ein Siberia V2 Headset auch von Steelseries, ein Mousepad und eine Tastaturabdeckung. Bei bestimmten Händlern (abhängig von der FSK-Altersprüfung) wird auch der neue Shooter Far Cry 4 als Codebeigabe dabei sein. Nicht nur beim Zubehör legt sich MSI mächtig ins Zeug, auch der Service wird ausgebaut. So wird es ein Grafikupdateprogramm geben, Käufer können bei Verfügbarkeit einer neuen Grafikchipgeneration auch auf diese umsteigen. Ganz billig wird das allerdings nicht.

Gehäuse: Geschmacksfrage

Der Displaydeckel sowie der Innenraum bestehen aus AluminiumBis zu 3 externe Displays können zusätzlich betrieben werdenDie Bodenplatte des Gehäuses ist sehr dünnBildquelle: notebookinfo.de | rk
Tolle Haptik: Aluminium und Softtouch

Das wuchtige 3,8 Kilo-Chassis des MSI GT72-2QE32SR311BW wählt, angesichts der Historie der Serie eine weniger klare Formsprache. Zeigten die Vorgänger noch aggressive Vektoren mit abgeschrägten Ecken, so trägt das MSI GT72 derart offensive Elemente nur noch in rudimentärer Form. Dadurch wirkt das Notebook (bis auf das bunte Preset der Tastaturbeleuchtung) aber auch aufgeräumter und schlichter.Die Bauhöhe von 4,8 Zentimetern erscheint recht stattlich, in dieser Geräteklasse darf das aber als schlank gelten und im Hinblick auf die Vergangenheit der Modellserie wurde abgespeckt. So ganz auf glänzende Elemente wollte MSI wohl nicht verzichten, weswegen der äußere Displayrahmen mit Klavierlack das ruhigere Gesamtbild stört. Haptisch ansprechend finden wir das gebürstete schwarze Aluminium auf dem Displaydeckel und die matte Metalloberfläche im Innenraum. Dank einer Gummierung findet die Handballenauflage einen schönen Kompromiss aus Griffigkeit und Gleiteigenschaften für das nahtlos integrierte Touchpad. Fingerabdrücke bleiben leider sichtbar im Innenraum, häufiges Putzen ist also angesagt.

Die Gehäuseunterseite wurde nicht so robust gestaltet, wie der Rest des Notebooks. Sie lässt sich zwar einfach abnehmen und wir finden geringe Spaltmaße rund um das GT72, das fast über die gesamte Tiefe reichende, großzügige Lüftergitter fordert allerdings seinen Tribut bei der Stabilität. Hier können wir die Unterseite eindrücken und es wird offenbar, dass die feinen Kunststoffstreben besser nicht zu sehr belastet werden sollten. Die High-End-Komponenten im Chassis schützt MSI durch eine stabilisierende Rahmenkonstruktion aus Aluminium, warum nicht wie bei Alienware durch und durch damit gearbeitet wurde, können wir nicht nachvollziehen. Ein Stahlrahmen und eine Bodenplatte aus einer Leichtmetalllegierung wären geringe Aufpreise auf der Kostenseite gewesen, hätten sich aber massiv auf die Chassis-Qualität ausgewirkt. An ein Notebook der 3.000-Euro-Klasse stellen wir eben etwas gehobenere Ansprüche.

Das Gehäuseinnere ist leicht zugänglich, MSI erlaubt selbständige Umbauten und ErweiterungenBildquelle: notebookinfo.de | rk
Einfache Wartung: Die etwas dünne Bodenplatte lässt sich leicht abnehmen

Mittels gummierter Standfüße und einem mittlerem Standfuß aus Kunststoff erreicht MSI immer 2-3 Millimeter Luftraum unter dem Notebook. So ist eine Frischluftzufuhr für die Kühlung gegeben und die Hardware kann ihr volles Potential ausschöpfen. Das Displayscharnier zeigt keine Schwachstellen beim Widerstand, erlaubt einen Öffnungswinkel von 180 Grad und schnappt vielleicht ein wenig zu stark zu. Durch die Verwendung von Metall für den Displaydeckel ist dieser ausreichend gesichert gegen Verwindungen, auch die Oberseite der Basis zeigt sich hier sehr resistent. Schleierhaft ist uns, wie ein derart teures Notebook einen solch klapprigen Einschub für das optische Laufwerk tragen kann. Es schließt zwar sauber ab, bei häufiger Benutzung könnte sich hier aber eine Schwachstelle bemerkbar machen.

Bei der Steelseries Tastatur hat es MSI ein wenig mit der Beleuchtung übertrieben, es gibt nicht nur drei Stufen bei der Helligkeit sondern auch 5 Zonen inklusive der beiden Leuchtleisten an der Front und noch einmal mehrere Ebenen für jede Zone. Dadurch fiel schon eine gewisse Zeit an, das Bunt wegzuprogrammieren und durch eine etwas dezentere Farbgebung zu ersetzen. Im Auslieferungszustand hätten wir den Regenbogen auf den letzten Platz der Voreinstellungen verwiesen und vielleicht mit einer durchgängig roten Beleuchtung des Rest des Notebooks komplimentiert. Für den Wechsel zwischen den Farbprofilen der Tastaturbeleuchtung gibt es eine eigene Hardwaretaste, genauso wie für die Xplit Software (Videoaufnahme für Games), die volle Lüfterstufe und das Umschalten zur Prozessorgrafik. Um die integrierte Prozessorgrafik zu nutzen, ist aufgrund des Fehlens der Nvidia Optimus Technologie ein Neustart erforderlich. Durch diese im Alltag wohl eher weniger störende Unbequemlichkeit können dann aber 3 externe Displays samt dem Notebookdisplay gleichzeitig angesteuert werden und sogar 3D-Bilder liefern.

Die Steelseries Engine Software erlaubt die individuelle Belegung aller Tasten und zählt auch deren Anschläge. Aufgrund des Chiclet-Layouts fällt der Hub nicht besonders ausladend aus, der Druckpunkt ist allerdings deutlich und der Betrieb auch sehr geräuscharm. Steckt man die KinzuV2 Maus an, für die es auch einen Linkshändermodus gibt, deaktiviert sich das Touchpad. Auch dessen Tasten überzeugen mit einem knackigen Druckpunkt.

Insgesamt finden wir das Gehäuse gelungen, an die Formvollendung und Stabilität eines Alienware 17 und die Erwartungen an diese Preisklasse reicht es allerdings noch nicht heran. Uns gefällt das Design der Konkurrenten von Alienware oder ASUS besser, das ist aber letztendlich Geschmacksfrage.

Ausstattung: Ein Meer an Anschlüssen

Insgesamt 4 USB 3.0 Anschlüsse werden gebotenVerbaut wird auch ein Blu-Ray BrennerDie Bildausgänge sowie der Gigabit-Ethernet Port wurden auf der Rückseite platziertBildquelle: notebookinfo.de | rk
Anschlüsse: 4xUSB 3.0, 3 externe Displays, WLAN ac und Gbit Ethernet

Die Einordnung als Desktop-Replacement hat sich das MSI GT72-2QE32SR311BW redlich verdient, nicht nur der Leistung wegen. Für Multimonitor-Setups bietet die MSI Matrix Display Technologie zwei miniDisplayPorts und einen HDMI-Ausgang. Wie bereits erwähnt, können inklusive Notebookdisplay insgesamt vier Bildschirme angesteuert werden, ein Triple-Monitor Setup schafft kein Konkurrent. Die Ports dafür wurden wie der Gigabit-Ethernet-Anschluss sinnvollerweise an der Rückseite positioniert. Satte sechs USB 3.0 Ports finden wir am Gehäuse, zwei davon auf der rechten Seite hinter dem Blu-Ray Brenner. Links sitzen der SD-Cardreader, vier Audiobuchsen und die restlichen vier USB 3.0 Ports. MSI verbaut zwei Netzwerkadapter von Killer und vermarktet das als „Doubleshot“. Der Drahtlosadapter Killer Wireless-n/a/ac 1525 beherrscht schnelles WLAN-ac und Bluetooth 4.0. In der dazugehörigen Killer Network Manager Software werden die Geschwindigkeit der Verbindung gemessen, die Signalstärke angezeigt und softwareseitige Prioritäten bei der Nutzung der Verbindung gesetzt. Hintergrundapps sollen Hintergrundapps bleiben und bei einer Spielesessionnicht etwa wertvolle Bandbreite in Beschlag nehmen.

Die 2,1 Megapixel Webkamera darf natürlich nicht fehlen und liefert brauchbare Bilder. Gut gefällt uns auch der Sound der Dynaudio 2.1 Anlage mit Soundblaster Cinema 2 Karte. Auch bei maximaler Lautstärke gibt es kein Kratzen oder Klirren.

Das Dragon Super Pack enthält zahlreiches ZubehörBildquelle: notebookinfo.de | rk
Dragon Super Pack: Rucksack, Headset, Maus, Mousepad

Willkommener Teil der Ausstattung ist natürlich auch das Zubehör: Das Paket enthälteine Steelseries KinzuV2 Maus samt Mousepad, ein Siberia V2 Over-Ear Headset, ein Tastaturcover und einen geräumigen Notebookrucksack.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 4710HQ / 2.5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 980M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
3. Festplatte:
256 GB SSD
256 GB SSD
256 GB SSD
RAM:32 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), BD-RE (-RE DL) (Blu-ray-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:3.8 kg
B x H x T:42.8 cm x 4.8 cm x 29.4 cmFarbe:schwarz

Leistung: 1000 Euro für sehr viel schnellen Speicher

Kommt der Intel Core i7-4710HQ als einer der kleinsten mobilen Haswell Quadcore Prozessoren (trotzdem vollkommen ausreichend) noch relativ harmlos daher, so besetzt MSI die restlichen Komponenten in unserem GT72-2QE32SR311BW deutlich kompromissloser. Mit der Nvidia Geforce GTX 980M fährt das Notebook die derzeit schnellste Singlechip-GPU auf, so richtig brachial geklotzt wurde jedoch bei der Speicherausstattung. Das wird offenbar, vergegenwärtigt man sich die kleinen Unterschiede zur durchaus auch potenten Ausstattung des 1000 Euro günstigeren MSI GT72-2QE16SR21BW: Vierfacher SSD Speicher im „Super Raid 3“ und mit 32 GB doppelt so viel Arbeitsspeicher.

4 M.2 Sata SSDs arbeiten im RAID 0 Verbund (Super Raid 3)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Super Raid 3: Bis zu 4xM.2 SSD im Raid 0 Verbund

1300 MB/s beim sequentiellen Lesen und 1100 MB/s sequentielle Schreibrate erreicht der Viererpack bestehend aus256 GB M.2 SSDs (Kingston RBU-SNS8100S3256GD1). Tja, was fängt man damit an… Spiele sind in Rekordzeit installiert und präsentieren flotteste Ladezeiten aber ob das nicht auch mit einer einzelnen oder zwei SSDs annähernd so schnell geklappt hätte? An dieser Stelle hat MSI einen massiven Kostentreiber eingesetzt, welcher das ganze Gerät ein wenig ad absurdum führt. Ein wirklicher Mehrwert gegenüber der erwähnten Ausstattungsvariante für 2.300 Euro ist jedenfalls nicht direkt spürbar, vermuten wir. Für das Schnellste vom Schnellsten auch in Sachen Speicher findet sich laut MSI durchaus eine Nachfrage. Wer die M.2 Slots gern selbst bestücken möchte, muss darauf achten, dass die SSD Module mit SATA 6GB/s Controller ausgestattet sind und nicht PCIe. MSI selber verbaut OEM-SSDs von Kingston (SNS8100S3/256GD1), für Endkunden scheinen Crucial M550 (CT512M550SSD4) mit 512 GB Speicher interessant. Modelle mit unbestückten M.2 Slots gibt es bei MSI nur mit Nvidia Geforce GTX 970M. Sparfüchse mit Grafikhunger, denen 16 GB RAM ausreichen, können jedoch die zwei 128 GB SSDs in der 2.300 Euro Konfiguration (SKU11) mit den genannten Modulen von Crucial ersetzen und landen so für ein 1 TB SSD Super Raid 3 bei etwa 2750 Euro. Möchte man auf das Dragon Super Pack und 32 GB RAM nicht verzichten, sollte die 2.700 Euro SKU10 als Basis genutzt werden. Mit den 450 Euro für zweimal 512 GB M.2 SSDs kommt man auf einen Endpreis von 3.150 Euro – immer noch 150 Euro gespart gegenüber dem Modell in unserem Test. MSI erlaubt derlei Umbauten, sofern nichts beschädigt wird und sorgt für eine leichte Zugänglichkeit des Notebook-Inneren.

Grafik und CPU sind in der Lage, fast alle modernen Spieletitel in FullHD Auflösung und Ultra-Detailstufe flüssig darzustellen. Games mit geringen Anforderungen schaffen es sogar oftmals über die 150 FPS Grenze. Gute Beispiele dafür ist z.B. FIFA 15. Bei Far Cry 4 liefert die Nvidia Geforce GTX 980M im MSI GT72-2QE32SR311BWdank 1.536 Shader-ALUs für den GM204 Maxwell Chip immer mindestens butterweiche 35 Bilder pro Sekunde (FPS). Dabei verwendeten wir das Nvidia Preset (höher als Ultra) mit weichen Schatten sowie HBAO+, 4x TXAA, Lichtstrahlen und anderen Effekten der Nvidia Gameworks sowie allen sonstigen Einstellungen auf dem Maximum.

Für ein Matrix Display Setup bestehend aus drei FullHD Monitoren (5.760x1.080 Pixel) mussten wir die Details dann doch ein wenig herunterschrauben. Genauso verhält es sich mit 4K UltraHD (3.840x2.160 Pixel), für diese sagenhaft hohen Auflösungen sollte bei Far Cry 4 die immer noch fantastische Optik des Presets „Sehr hoch“ gewählt werden. Anti-Aliasing stellt man am besten ganz ab. Angesichts der „Schwierigkeiten“ der Hardware mit höchsten Details in Verbindung mit wahnwitziger Auflösung (es handelt sich hier immer noch um ein Notebook, daher die Superlative) erscheinen die 8 GB Videospeicher der GTX 980M ein wenig überproportioniert. Nachfolgend ein kurzes Video von Far Cry 4 in FullHD und höchster Detailstufe:


Das noch hardwarehungrigere Assassins Creed Unity balanciert auf der 25 FPS-Grenze, setzen wir alle Regler auf das Maximum. Das ist gerade noch spielbar und sieht bestechend gut aus. Wir haben wieder Nvidias weiche Schatten (PCSS) aktiviert (Konturen verlieren an Schärfe, je weiter weg sie vom schattenwerfenden Objekt sind), Horizon-Based Ambient Occlusion (HBAO+, Umgebungsverdeckung) und TXAA für die Reduktion von flimmernden Kanten. Nachfolgend ein Video für die Veranschaulichung der Nvidia Technologien im Spiel:

Display: Guter Kontrast, bei der Helligkeit nur Mittelmaß

Das 17,3 Zoll Panel löst in FullHD mit 1.920 x 1.080 Pixel auf, der Kontrast ist gutDank Subwoofer liefert das MSI GT 72 einen satten SoundBildquelle: notebookinfo.de | rk
FullHD: Alle Spiele mit maximalen Details bei 1.920x1.080 Pixel mit starkem Sound

Das 17,3 Zoll TN-Panel von Chimei (N173HG-E11 CMN) löst mit 1.920x1.080 Pixel in FullHD auf und ist mit einer matten Beschichtung versehen. Dadurch werden Reflexionen auf der Bildfläche minimiert. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 237 Candela pro Quadratmeter erreicht das Display keine Bestwerte, es reicht jedoch für den Außeneinsatz auch an helleren Tagen und in Innenräumen sowieso. Die Blickwinkelstabilität ist gering, das maximale Kontrastverhältnis von 860:1 dafür sehr gut. Gerade bei Filmen aber natürlich auch im Spielebetrieb macht sich der knackige Schwarzwert bemerkbar.

Emissionen: Voller Turbo dank Cooler Boost 3

Per Hardwaretaste können die Grafikadapter gewechselt oder die Kühlung maximiert werdenZwei große Lüfter sollen die Abwärme herausführenBildquelle: notebookinfo.de | rk
Cooler Boost 3: Sehr gute Temperaturen für das Gehäuse und die Komponenten

Die Akkulaufzeit hat bei einem Desktop-Replacement Notebook eine eher nachrangigere Bedeutung, erwähnenswert ist, dass wir mit dem MSI GT72-2QE32SR311BW fast eine Stunde spielen konnten. Die maximale Laufzeit bei Benutzung der integrierten Intel Grafik, niedrigster Helligkeit und deaktivierten Funkmodulen liegt bei 7 Stunden und 9 Minuten. Der Verbrauch kann dafür auf 18 Watt gesenkt werden und mit 32 dB(A) ist das MSI GT 72 auch angenehm leise. Mittlere Belastung fordert zwischen 40 und 60W (je nach Grafikadapter) und steigert die Lautstärke der Kühlung auf immer noch akzeptable 36 dB(A). Unter hoher Last ist der Akku in 51 Minuten leer, der Volllastbetrieb mit 208 Watt Verbrauch erzeugt wie bei fast allen Notebooks dieser Klasse eine Notabschaltung nach relativ kurzer Zeit. Mit 54 dB(A) liegt das Maximum der Lüfterlautstärke im üblichen Rahmen, während wir spielen und per Taste die Kühlung voll aufdrehen wirkt das Geräusch nicht störend.

Bei den Temperaturen leistet MSIs Cooler Boost 3 ganze Arbeit. Auch unter hoher Last erreicht das Gehäuse gerade so die 40°-Marke an einem Punkt hinten mittig auf der Unterseite. Im Schnitt liegt die Temperatur bei sehr guten 27,8°C. Unter Dauerlast bleibt die Nvidia Geforce GTX 980M bei maximal 76°C, der Intel Core i7-4710HQ Prozessor erreicht seinen Peak bei 80°C. Nichts, wo man sich sorgen machen müsste oder nach 3 Jahren ein Reballing ansteht. Furmark und Prime schaffen es nicht, die maximale Lüfterstufe zu provozieren. Betätigen wir die Hardwaretaste, dreht die Kühlung noch mal merklich auf. Unter Dauerlast hält die CPU einen Turbotakt von 2,8 bis 2,9 GHz und die GPU drosselt gelegentlich auf 850 MHz. In Spielen wird der Boost-Takt von 1.126 MHz voll ausgefahren.

In der Praxis: Alle Regler auf Anschlag

EIn Matrix Display Setup mit 5.760x1.080 Pixel in Far Cry 4Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Matrix Display: Auch mit 5.760x1.080 Pixel immer noch sehr hohe Details in Far Cry 4

Manche Gamer (dazu zähle ich auch) spielen generell nur in Ultra Details. Wenn nicht alle Regler auf der höchsten Stufe stehen, warte ich mit dem Spiel, bis es meine Hardware hergibt. Es gibt vielleicht nicht viele derart kompromisslose Spieler aber in der Hinsicht bin ich schon leicht neurotisch und denke sonst die ganze Zeit an Effekte, die ich vielleicht verpassen könnte. Das MSI GT72-2QE32SR311BW erfüllt als Notebook genau diese Ansprüche und hat uns deswegen sehr viel Spaß bereitet. Das Quad-SSD Raid halten wir für verzichtbar, zwei dieser fixen Platten hätten es auch getan. Wirklich beeindruckt sind wir von der Leistung der Maxwell-Karte Nvidia Geforce GTX 980M. Diese kommt fast auf das Niveau der Desktop-Karte Nvidia Geforce GTX Titan heran. Der Vollausbau des Nvidia Kepler Chips markierte vor nicht allzu langer Zeit das Maximum im Desktop PC.

Für Gamer, für die der Kaufpreis für das GT72 keine so große Rolle spielt, kommt vielleicht auch das GPU-Upgrade Programm von MSI in Frage. Hat man einmal so sündhaft tief in die Tasche gegriffen, macht man das vielleicht auch nochmal, um am Ball zu bleiben. MSI bietet an, die Nvidia Grafikkarte (MXM Board) im GT 72 gegen eine aktuellere GPU zu tauschen, sobald diese erschienen ist. Wenn also im nächsten Jahr neue Grafikchips auf den Markt kommen, hat man die Chance auf ein Upgrade – Günstig wird das allerdings nicht. Genaue Preise werden wir nachliefern, sobald MSI eine offizielle Ankündigung macht. Einen anderer Service von MSI darf man ruhig günstig nennen: Für 125 Euro tauscht MSI den fest integrierten Akku gegen einen neuen. Wer selber schon einmal probiert hat, integrierte Akkus bei Alibaba oder Ebay zu kaufen, weiß wie teuer das im Regelfall ist.

Das Dragon Super Pack ist wirklich ein Rundum-Sorglos Paket. In dem gepolsterten Fach im Rucksack ist der 17-Zoller gut aufgehoben; Headset, Maus und das dazugehörige Mousepad müssen nicht extra noch hinzugekauft werden.

Fazit: Verschwenderische Powermaschine

Es fällt uns wirklich schwer, nicht in der Kategorie von Preis-Leistung zu denken – die Zielgruppe des MSI GT72-2QE32SR311BW macht das nämlich auch nicht. Dass es günstigere Wege für die erbrachte Leistung gibt, ob bei MSI oder Built-to-Order Notebooks, haben wir ja aufgezeigt. Für das MSI GT72 sprechen das runde Gesamtpaket, die enorme Anschlussvielfalt, ein Top-Sound und der gute Service hinsichtlich Akkutausch oder Grafikupgrade. Damit verschmerzen wir den fest verbauten Akku, zumal er sowieso nur selten Anwendung finden wird.

An der leistungsstarken Hardware wird man auch so lange Spaß haben, die Cooler Boost 3 Kühlung lässt sprichwörtlich nichts anbrennen und arbeitet auf einem angemessenen Geräuschniveau. Dass für ein Matrix-Display-Setup auf Nvidia Optimus verzichtet wurde, halten wir für mutig aber auch richtig. Auch mit fast 6000 Pixel Breite lassen sich moderne Games wie Far Cry 4 noch in hoher Detailstufe darstellen, auf dem knackigen FullHD Notebookpanel darf neben der Ultra-Detail-Stufe auch die 4xMSAA (etwas schärfer aber auch kostspieliger als 4xTXAA) Kantenglättung angeworfen werden. Dafür bietet die Kombination aus Intel Core i7-4710HQ, 32GB RAM und Nvidia Geforce GTX 980M einfach Leistung satt.

Bis auf kleine Schwächen bei der Chassis-Qualität, das bunte Preset für die Steelseries Tastatur und die verschwenderische Ausstattung beim Massenspeicher, finden wir keine Kritikpunkte. Es handelt sich hierbei auch nicht um Mängel im eigentlichen Sinne und nichts, was uns wirklich dauerhaft ein Dorn im Auge sein könnte.

Ab 2099,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0628871 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark1110389 Pkt.Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage31224 Pkt.Max. 47497 Pkt.
3DMark Ice Storm117890 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme196311 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate21773 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike8087 Pkt.Max. 8449 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme4209 Pkt.Max. 4399 Pkt.
PCMarkVantage31224 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PCMark 8 Home4892 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity5775 Pkt.Max. 5775 Pkt.
PCMark 8 Work4430 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1315 MB/sMax. 1850 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)1053 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit59.28 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit7.16 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.52 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)130 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)656 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)103.35 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3518 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)12991 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic91.6 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score3834 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD46.4 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD1943 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 51 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 9 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

66 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,066 kWh x 24,00 Cent = 34,69 EUR

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