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Test MSI GE62-2QEWi78H11 - Apache Häuptling unter den 15-Zoll Gaming Notebooks

Das MSI GE62 besetzt in unserem Test mit seiner gelungenen Ausstattung bestehend aus einem schnellen Intel Core i7 Prozessor, Nvidia Geforce GTX 965M Grafik, SSD und mattem 15,6 Zoll FullHD-Display zum Preis von 1.500 Euro ein sehr beliebtes Marktsegment. Es bietet auch ambitionierten Gamern genug Power, bleibt mit 2,4 Kilo Gewicht portabel und schickt sich an, als Desktop-Ersatz den alten Rechner abzulösen.

Einleitung: Kompromisslos oder breit aufgestellt?

Das MSI GE62-2QEWi78H11Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (13)
MSI GE62: Ein Allrounder, leicht und trotzdem performant

Mehrere Überlegungen werden dem geneigten Käufer zum MSI GE62-2QEWi78H11 Testbericht geführt haben. Der wohl wichtigste Aspekt ist der der Mobilität, portabel soll es sein. Sonst wäre wohl ein 17-Zoll Gamer in den Fokus gerutscht. Nicht nur gegenüber der MSI GE60 Serie hat der Nachfolger nennenswert abgespeckt. Das Alienware 15, welches sich in unserem Test sehr gut geschlagen hat und in einer ähnlichen Preisklasse rangiert, wiegt mit 3,22 Kilogramm satte 800 Gramm mehr als das MSI GE62 und gehört damit zu den Notebooks, die man eher ungern mit sich rumschleppt. Mit dem Acer Aspire VN7-591G bekommt man ein günstigeres System mit etwas weniger Grafikpower, muss aber auch mit einem dunkleren Display leben. Dann wäre da noch ein nicht unerheblicher Punkt: Als eines der wenigen 15-Zoll Gaming Notebooks trägt das MSI GE62 noch ein optisches Laufwerk, einen DVD-Brenner. Unser MSI GE62-2QEWi78H11 Testgerät präsentiert sich zudem mit Intel Core i7 Quadcore, GTX 965M Grafik, SSD-HDD Kombination und FullHD-Display als rundes Gesamtpaket und ist angesichts der Ausstattung mit aktuell 1.515 Euro auch penibel eingepreist.

Gehäuse: Schlank, wertig, erst auf den zweiten Blick zu dick aufgetragen

Das Logo auf dem Displaydeckel ist ein echter HinguckerTrotz Aluminiumplatte ist der Displaydeckel sehr flexibelBildquelle: notebookinfo.de | rk
Subtiler Gamer: Lichteffekte deuten auf die Spielepower hin

Seit 2012 haben wir uns diverse Male mit MSI für die Vorstellung neuer Gaming Notebooks der GE-Serie getroffen. Jedes Mal gingen unsere Empfehlungen in die Richtung eines hochwertigeren und schlichteren Designs mit mattierten Oberflächen und gezielteren Akzenten. Und jedes Jahr zaubert Clark Peng, Assistent Vice President und Notebook Product Manager bei MSI, ein Notebook hervor, das genau die Anmerkungen umsetzt. Im Vergleich zur GE60 Serie zeigen die auf der CES 2015 vorgestellten GE62 Notebooks nun einen homogeneren Innenraum mit übergangslos eingelassener Steelseries Tastatur, einen dezenteren roten Umrandungsstreifen der Basis und einen insgesamt wesentlich subtileren Look. Trotzdem sind sie noch als Gamer erkennbar. Ein wirklich geschlossenes Gesamtbild wie beim Alienware 15 oder Acer VN7 Nitro erblickt man jedoch nicht. Im Vergleich zu beiden arbeitet der MSI 15-Zoll Gamer immer noch mit zu vielen Designelementen. Letztere überfrachten den Betrachter allerdings nur mehr, wenn man das Notebook auch mal umdreht. Die Unterseite der Basis trägt Lüftungsgitter, Lautsprecherperforation, Gummistandfüße und Abstandshalter aus Kunststoff, Status-LED… alles ein bisschen zu ambitioniert und nicht ganz so aus einem Guss wie bei den genannten Konkurrenten. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, wer dreht sein Notebook schon um?

Das machen doch nur Bastler und Aufrüster, diese werden jedoch erstmal mit einem Garantiesticker konfrontiert. Den darf man laut Sascha Faber, Produktmanager MSI Deutschland, getrost ignorieren. Wer Speicher oder SSD fachmännisch umbaut, hat keinen Garantieverlust zu fürchten.

Die Unterseite des GE62 lässt sich zu leicht eindrückenBildquelle: notebookinfo.de | rk
Kein Garantieverlust: Wer fachmännisch aufrüstet, darf den Sticker ignorieren

Die Basis ist ein Sandwich aus nur mehr zwei Chassisteilen und dadurch sehr stabil. Der komplette Innenraum besteht aus einer einzigen Aluminiumplatte, die Spaltmaße zur Unterseite sind gering und gleichmäßig. Obwohl auch der Displaydeckel das Leichtmetall flächig verbaut, begegnet uns hier Flexibilität statt Verwindungssteifigkeit. Wie der Kunststoff der Basis-Unterseite fühlt sich das weniger wertig an, dafür sehen wir keine Bruchgefahr und einen sehr schlanken Displaydeckel. Mit etwas Übung lässt sich das GE62 Apache mit einer Hand öffnen. Beim Zuklappen hilft das Scharnier auf den letzten Zentimetern mit geringerem Widerstand, was einen komfortablen Eindruck vermittelt. Ein Kritikpunkt bei der Verarbeitung: Die Verkleidung des Scharniers zwischen der Verankerung rechts und links wackelt bei unserem Testgerät. Das kann auch an vorangegangenen Tests und harscher Behandlung liegen und stört im Alltag nicht wirklich.

Auf der SteelSeries Tastatur lässt es sich komfortabel schreiben. Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Eingabegeräte: Auf der beleuchteten SteelSeries Tastatur tippt es sich sehr angenehm

Die großzügige Kunststoffoberfläche des nach links verschobenen Touchpads ist stärker gebürstet als das umliegende Aluminium und bietet so eine angenehm raue Haptik. Bei den dazugehörigen Mausersatztasten hätten wir uns einen weniger klackernden Sound gewünscht, ansonsten machen die Eingabegeräte einen guten Job. Komischerweise muss das Zweifinger-Scrolling erst noch aktiviert werden. Mit der Chiclet-Tastatur vom dänischen Hersteller Steelseries werden nicht nur Gamer sondern auch Vielschreiber bedient. Sie kombiniert einen kurzen Hub mit einem deutlichen Druckpunkt, platziert einen separaten Ziffernblock, fährt eine umfangreich konfigurierbare Hintergrundbeleuchtung auf und macht einfach Spaß mit dem tollen Tippgefühl. Die Enter-Taste ist leider nur einzeilig und Nutzer von Win-Tastenkürzeln müssen sich mit dem Gamer-Layout anfreunden, bei dem die Windowstaste nicht mehr links der Leertaste zu finden ist.

Ausstattung: Ziemlich alleine mit den DVDs

An der rechten Gehäuseseite trägt das MSI GE62 als eines der wenigen 15-Zoll Gaming Notebooks noch einen DVD-BrennerDie beiden Monitorausgänge und das Notebookdisplay können gleichzeitig genutzt werdenBildquelle: notebookinfo.de | rk
Gut als DTR-System: Der Desktop PC kann dank vieler Anschlüsse in den Ruhestand gehen.

Wer unterwegs öfter mal eine DVD brennt, anschaut oder ganz einfach kein Freund von Spiele-Downloads ist, der findet im 15-Zoll Bereich sehr wenige Gamer mit optischem Laufwerk. Schenker (XMG A505) und Gigabyte (P35K v3) sind hier noch neben dem MSI GE62 Apache zu nennen. Bei der Anschlussausstattung bietet sich mit 3x USB 3.0, Gigabit-LAN, HDMI 1.4b (4K x 2K-fähig), Mini-DisplayPort (4K, 60Hz) und separaten Audiobuchsen für Mikrofon und Kopfhörer auf der linken sowie SD-Cardreader und USB 2.0 auf der rechten Gehäuseseite eine angemessene Vielfalt für ein Desktop-Replacement. Das Gigabit-LAN kommt von Killer (E2200), drahtlos kommuniziert das MSI GE62-2QEWi78H11 über ein Intel Dual Band Wireless AC-3160 Modul. Beide Netzwerkadapter funktionierten zuverlässig im Test, über Miracast kann sogar FullHD Content auf den Fernseher gestreamt werden. Die zwei Monitorausgänge, welche sich auch zusätzlich zum Notebookdisplay nutzen lassen, heben das MSI GE62 ab von den Acer Nitros und sind auf einem Level mit dem Alienware 15.

MSI bestückt das Microsoft Windows 8.1 Betriebssystem mit diversen Zusatzprogrammen, installiert aber keine Bloatware. Über das MSI Dragon Gaming Center lassen sich beispielsweise die Auslastung der Komponenten überwachen oder Schnellstarts für Spiele einrichten. Es kann zwischen den Performance Modi Green, Comfort und Sport mittels MSI Shift gewechselt werden und man erhält Zugriff auf weitere Gaming-bezogene Software wie Nvidias Geforce Experience, der Konfiguration der Tastaturbeleuchtung oder den Killer Network Managers.

Technische Daten

Display:15.6" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7-4720HQ / 2.6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 965M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB SSD
1 TB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:2.75 Std.Gewicht:2.4 kg
B x H x T:38.3 cm x 2.7 cm x 26 cmFarbe:schwarz

Leistung: Alle Games in FullHD und hohen Details

Gute Leistungen in allen Belangen: CPU, GPU, SSDDrei M.2 Sata Slots stehen bereit für ein RAID 0Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Gesamtpaket: CPU, GPU und SSD sorgen für eine gute Systemgeschwindigkeit

Den Großteil der aktuellen Spiele-Blockbuster packt die Kombination aus Intel Core i7-4720HQ Prozessor und Nvidia Geforce GTX 965M Grafikkarte im MSI GE62-2QEWi78H11 in FullHD-Auflösung und mit sehr hohen Details. Für Battlefield Hardline, Call of Duty: Advanced Warfare oder Evolve darf auch die Ultra Detailstufe gewählt werden. Hardwarehungrige Titel wie Assissin‘s Creed Unity oder Watchdogs erfordern das Grafikpreset „hoch“ anstelle maximierter Optik.

Bildbearbeitung, Videorendering und andere Aufgaben, die von einem schnellen Prozessor profitieren, freuen sich natürlich über den 2,6 GHz Grund- und 3,6 GHz Turbotakt des Intel Core i7-4720HQ. In Verbindung mit 8 GB Arbeitsspeicher stellt auch Compositing kein Problem für die Hardware dar. Es findet sich nur ein einzelner 8 GB Speicherriegel, welcher im Single Channel Modus betrieben wird. Wem das nicht reicht, der sollte direkt einen weiteren Riegel für 80 Euro ordern: SK hynix SO-DIMM 8GB, DDR3L-1600, CL11-11-11 (HMT41GS6BFR8A-PB).

Die Nvidia Geforce GTX 965M Grafikkarte basiert auf Nvidias hocheffizienten GM204 Maxwell Chip und siedelt sich mit 1024 Unified Shadern und 924-950 MHz Takt im Einstiegssegment der GTX Gaming-Grafikkarten an. Zur Nvidia Geforce GTX 960M, welche mit einem GM107 noch auf der ersten Chipgeneration der Maxwell Architektur basiert, erreicht sie mindestens 15 Prozent, in einigen Spielen auch bis zu 30 Prozent Vorsprung. Die 2 GB GDDR5 Video-RAM sind mit einem 128 Bit Speicherinterface angebunden, wodurch die GTX 970M mit 192 Bit Interface besonders in hohen Auflösungen und Texturdetails zwischen 45 und 65 Prozent Mehrleistung erarbeiten kann.

Das Alienware 15 kostet als günstigster GTX 970M-Träger in einer vergleichbaren Ausstattung derzeit 1.588 Euro zuzüglich Versand von 26 Euro, also in etwa 100 Euro mehr. Das ist der Preisunterschied zwischen den zwei Grafikkarten für Endkunden - im aktuellen Fall muss man sich also entscheiden zwischen 45 Prozent mehr Grafikpower und 800 Gramm weniger Gewicht oder aber deutlich mehr ausgeben und beides bekommen mit der MSI GS60 Serie beispielsweise.

Die restliche Ausstattung mit 128 GB SSD als Boot-Laufwerk und 1 TB Festplatte setzen wir bei allen Vergleichen voraus. Im MSI GE62 sorgt die Kombination für flotte System- und Programmstarts bei gleichzeitig genügend Kapazitätsreserven für große Spiele- oder Multimediasammlungen. Die M.2 2280 Sata SSD von Toshiba (THNSNJ128G8NU) liefert mit Datenraten von 525,1 MB/s (Lesen) und 483,3 MB/s (Schreiben) eine flotte Performance. Von der herkömmlichen Hitachi Festplatte (HTS721010A9E630) waren wir überrascht, 145 MB/s sequentielle Leserate und 137,2 MB/s Schreibrate markieren überdurchschnittliche Werte.

Wer gern ein Super Raid 2 einrichten möchte und selber eine weitere SSD hinzukauft, sollte auf eine baugleiche M.2 2280 mit SATA Interface achten. Der mittlere der drei M.2 Slots lässt sich auch mit PCIe 2.0 (2x/4x) Karten bestücken, der RAID Betrieb funktioniert allerdings nur mit M.2 SATA Karten. Beim Umbau sollte als erstes die Schraube für das optische Laufwerk gelöst und selbiges herausgezogen werden, darunter verstecken sich drei weitere kleine Schrauben zur Befestigung der Bodenplatte. Diese hebelt man am besten mit einem Fugenglätter ab.

Display: Hell und kontrastreich

Mit dem matten 15,6 Zoll FullHD-Display macht man nichts falsch. Die Auflösung entspricht der Grafikpower, mit durchschnittlich 314 Candela pro Quadratmeter liegt die Helligkeit auf einem sehr guten Niveau und auch beim Kontrastverhältnis von 809:1 können wir nicht meckern. Das Samsung 156HL01-102 IPS-Panel bietet eine hohe Blickwinkelstabilität und einen mit 0,41 Candela akzeptablen Schwarzwert. Im Test konnten wir keine Lichthöfe entdecken.

Vom Dynaudio-Soundsystem mit separatem Subwoofer haben wir etwas mehr Bass erwartet. Die maximale Lautstärke geht in Ordnung aber das Klangbild ist deutlich zu höhenlastig. Beim Einsatz von Kopfhörern erhält man tatsächlich durch das AudioBoost Feature einen sehr guten Klang: Glasklar, tiefgründig und voluminös tönt es aus unserem Razer Kraken Chroma Headset.

Emissionen: Leicht hitzig trotz Dualfans mit CoolerBoost

$ Heatpipes und zwei per CoolerBoost 3 voll ausfahrbare LüferBeide Lüfter drehen mit maximal 52 dB(A)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
CoolerBoost 3: Zwei Lüfter, 4 Heatpipes

MSI nutzt für die Kühlung der Komponenten im GE62-2QEWi78H11 insgesamt zwei Lüfter und vier Heatpipes. Eine der Heatpipes kümmert sich um den Intel Core i7-4720HQ und seine 47 Watt Leistungsaufnahme, die restlichen drei Wärmeleitungen verbinden die Lüfter mit dem Heatspreader der Nvidia Geforce GTX 965M Grafiklösung. Bei einer Stunde voller Auslastung (959 MHz Core) landet deren Temperatur bei 74 Grad Celsius, die CPU kommt auf 88 Grad Celsius und liefert konstant mit 2,8 GHz bis 2,9 GHz etwas über seinem Grundtakt. Die CoolerBoost 3 Funktion, welche wir für den Volllast-Test aktivierten, erzeugt einen Geräuschpegel von maximal 52 dB(A) und bleibt damit innerhalb eines akzeptablen Rahmen für die fast 140 Watt Abwärme des Gesamtsystems. Auffällig ist, dass das 150 Watt Netzteil nicht reicht, den Betrieb bei maximaler Auslastung zu schultern und der Akku schleichend an Ladung verliert. Nach 2 Stunden verbleiben nur mehr 50 Prozent der Akkuladung. Die Extremsituation kommt in der Praxis aber auch so gut wie nie vor und für sämtliche Spiele (max. 130 Watt Stromverbrauch des Gesamtsystems) ist das Netzteil des MSI GE62 ausreichend dimensioniert.

Im Leerlauf, bei rund 16 Watt Leistungsaufnahme, bleibt die Kühlung des MSI GE62 angenehm leise (32 dB(A)) bis lautlos. Aufgrund der flächigen Aluminiumplatte liegen die Leerlauftemperaturen mit etwas mehr als 31 Grad Celsius im Schnitt schon recht hoch, auch nach stundenlanger Dauerlast übersteigt die Temperatur in unserem Test an keinem Punkt die 46 Grad Marke. Die Laufzeit liegt bei 6 Stunden und 29 Minuten, wenn sämtliche Funkmodule deaktiviert sind und die Helligkeit auf das Minimum reduziert wurde. Über WLAN (25 Watt) kann man 3,5 Stunden surfen. Spielen (130 Watt) kann man rund 55 Minuten abseits der Steckdose. Im Mischbetrieb darf man 3 Stunden und 45 Minuten erwarten.

In der Praxis: Portabler Gaming Spaß

Dying Light, Call of Duty, Tomb Raider - Das MSI GE62 zockt sich souverän durch unsere Steam Bibliothek. Sieht man vom schwachbrüstigen Dynaudio Sound mal ab und nutzt Kopfhörer, so stellt sich ungetrübter Spielspaß ein. Als portabler Desktop konnte das MSI GE62 im Test eine Menge Punkte sammeln, es ist nicht nur anschlussfreudig sondern spielt oder brennt auch DVDs. Dass man in diesem Fall auf ein externes Laufwerk verzichten kann, rechnen wir dem 15-Zoller hoch an, denn so qualifiziert er sich als Alleingerät für moderne Gamer-Nomaden. Im Hörsaal wird er ein bis zwei Vorlesungen mitmachen können, dann verlangt der Akku aber wieder nach der Steckdose. Zuhause kann man auch höher auflösende Displays anklemmen, rennt dann aber mit den meisten Spielen in das Limit des 128 Bit Speicherinterfaces. Wer gern in QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel spielt oder unbedingt Ultra Details und Kantenglättung braucht, sollte sich die Modelle mit GTX 970M nochmal anschauen. Auf dem gelungenen FullHD-Display des GE62 sehen Spiele oder Multimedia-Inhalte schon sehr gut aus. Es ist eben ein Allrounder, der anstelle kompromisslos auf Grafikpower zum Preispunkt auch auf Mobilität, Ausstattung sowie Systemgeschwindigkeit setzt und nur den Sound vergessen hat.

Fazit: Gaming Allrounder

Das MSI GE62-2QEWi78H11 leistet sich wenig nennenswerten Schwächen und bildet einen Kompromiss zwischen Mobilität und Performance. Es finden sich zwar Spielenotebooks mit stärkerer Grafikkarte, dafür muss man jedoch Abstriche bei der SSD machen, mit mehr als 2,4 Kilo Gewicht leben oder beim Preis draufzahlen. Unser GE62 Testgerät bringt ein gutes Display mit, stellt einen Großteil der aktuellen Games in FullHD mit Ultra-Details flüssig dar und punktet dank SSD auch bei der allgemeinen Systemgeschwindigkeit.

Die Anschlussausstattung ist stimmig, der DVD-Brenner ist sonst nur bei wenigen 15-Zoll Gamern zu finden. Zu den Stärken des MSI gehört auch die komfortable SteelSeries Tastatur mit umfangreich anpassbarer Beleuchtung. Die Verarbeitung und der Gesamteindruck haben noch Luft nach oben. Beim Sound zeigte das GE62 trotz Subwoofer ein eher mageres Klangbild, ganz im Gegensatz zum Kopfhörer-Ausgang mit eigenem Verstärker.

Unser Gesamtfazit fällt positiv aus, als Spielenotebook hat uns das GE62 sehr viel Spaß bereitet.

Ab 1499,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark116129 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMark Ice Storm49248 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme48668 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate15101 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike4726 Pkt.Max. 12744 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme2443 Pkt.Max. 7126 Pkt.
PCMark 8 Home3418 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Work4778 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)525.1 MB/sMax. 1987 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)483.3 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit59.06 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit6.86 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.56 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Geekbench 3 (Single)3187 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)12064 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic62.6 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score2621 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD18.5 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD775 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 58 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 29 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 44 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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