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  3. HP Pavilion Gaming 15 Notebook im Test - Für Spieler der günstige Einstieg

Die Konkurrenz schläft nicht: Medion, Acer und HP im Preiskampf

HP Pavilion Gaming 15 TestBildquelle: notebookinfo.de
Fotogalerie (15)
Neu im Spiele-Regal: Das günstige Pavilion Gaming 15 von HP mit Intel Skylake und Nvidia Geforce GTX Grafik.

Dank Portierungen von Xbox One und PlayStation 4 auf den PC, profitieren viele neue Spiele von deutlich geringeren Hardware-Anforderungen als noch vor 5 Jahren. Einer der Hauptgründe, warum viele Gamer zu günstigeren Notebooks greifen. Wieso also weit über 2.000 Euro ausgeben, wenn Titel wie Metal Gear Solid V, The Witcher 3, GTA V oder Battlefield Hardline auch auf Hardware für 1.000 Euro flüssig gespielt werden können? Medion hat diesen Trend frühzeitig erkannt und sich auch im so genannten Bereich der Einstiegs-Gamer gut aufgestellt. Bis heute allerdings steht Medion und somit auch seine Erazer Marke trotz guter Notebooks und günstiger Preise zu nah am ALDI Konzern, was Spieler in erster Linie abschreckt. Da kamen die Acer Aspire VN7 Nitro Modelle samt Black Edition gerade recht, um im Kampf der günstigen Spiele Laptops den ersten Sieg einzufahren.

Doch nun steigt ein neuer Player ins Game ein - Hewlett Packard. Während der US-amerikanische Hersteller mit dem HP Omen noch Design-Objekt und Gaming-Notebook in Einklang bringen wollte, zielt man jetzt zu 100 Prozent auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Das HP Pavilion Gaming 15 setzt auf ein bekanntes Kunstoff-Gehäuse, das nun mit durchgängig matten Oberfläche und grünfarbigen Akzenten versehen wurde. Die Verarbeitung ist gut, die Spaltmaße gleichmäßig und der optische Gaming-Faktor findet in der Redaktion großen Gefallen. Das neue Layout erinnert vor allem in Hinblick auf die Tastatur stark an den Peripherie-Hersteller Razer, der in den USA und Kanada auch mit eigenen Gaming-Notebooks vertreten ist. Auf dem Launch-Event in Barcelona gab ein HP Produktmanager an, dass für Spieler vor allem die Farben Rot und Grün mit ihrer Hardware verbunden werden. Da man sich bereits beim Omen und der neuen Star Wars Special Edition für eine rote Farbgebung entschieden hatte, steht für das HP Pavilion Gaming 15 also die grüne Option zur Verfügung.

HP Pavilion Gaming 15 TestHP Pavilion Gaming 15 TestBildquelle: notebookinfo.de

Im Test konnten wir uns mit den Eingabegeräten des 15,6 Zoll Spiele-Notebooks nur zum Teil anfreunden. Das grün beleuchtete Keyboard samt numerischem Tastenfeld, seinem mittellangen Tastenhub und dem guten Feedback konnte überzeugen. Vielschreiber und Gamer kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Allerdings wurde das Touchpad mit seinen Kinderkrankheiten aus den älteren Pavilion-Modellen 1-zu-1 übernommen. So gibt bei unserem Testgerät die linke Klick-Hälfte des Pads deutlich stärker nach als die rechte und sogar leichte Hakler am umliegenden Gehäuse waren zu spüren. Die Chance, dass wir auf ein so genanntes Montagsgerät gestoßen sind ist allerdings groß. Wir haben bereits mehrere HP Pavilion Gaming 15 Notebooks auf Events in den Händen halten können, die trotz ihres Vorserien-Status keines dieser Probleme aufwiesen.

Gemischte Gefühlen zeigen sich auch bei den Anschlüssen des HP Pavilion Gaming 15. Überzeugen konnte uns das WLAN-Modul mit schnellem 802.11ac Standard. Kabelgebunden geht es allerdings nur mit maximal 100 MBit/s (Fast Ethernet) ins Netzwerk und Internet. Hier hätte ein Gigabit-LAN der Ausstattung gut getan. In Zeiten von USB 3.1 Typ-C und Thunderbolt 3 ist es ebenso fraglich, warum einer der drei USB-Anschlüsse noch immer mit dem alten 2.0 Standard arbeiten muss. Hersteller wie Dell setzen schon lange auf ein Portfolio, welches komplett auf USB 3.0 setzt. Weiterhin finden wir im neuen HP Gamer Ports für HDMI, Audio-Zubehör und SD-Karten. Mit Bang & Olufsen Lautsprechern ist auch ein weiterer bekannter Name im Spiel, der hohe Erwartungen an die Sound-Qualität mit sich bringt. Der Ton ist zwar in Ordnung, doch fehlen am Ende des Tages die Tiefen und bei hoher Lautstärke tritt eine blecherne Soundkulisse zu schnell ein. Ein Problem, das sich viele Notebooks teilen.

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Was die Mobilität angeht, ordnet sich das HP Pavilion Gaming 15 im soliden Mittelfeld ein. Mit seinen 2,32 kg und der Bauhöhe von knapp 29 Millimetern ist es noch immer gut unterwegs und schnell in der Notebook-Tasche oder dem Rucksack verstaut. Gute Ergebnisse erzielt unser Testgerät auch in Hinsicht auf die Akkulaufzeit. Im Leerlauf werden über 8 Stunden erreicht, von denen in der Praxis circa 5 Stunden übrig bleiben, wenn es um die Mischnutzung aus Spielen, Internet, Filmen und Musik geht. Bei dauerhafter Gaming-Belastung geht dem Pavilion nach etwas über 2 Stunden die Puste aus.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7-6700HQ / 2.6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 950M
Festplatte1 TBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 10 Home (64 Bit)
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.32 kg
B x H x T:38.45 cm x 2.88 cm x 26.51 cmFarbe:grün schwarz

Gaming-Komponenten: Skylake und Nvidia machen das Rennen

Gamer die das notwendige Kleingeld aufbringen können wissen, die Kombination aus Intel Prozessor und Nvidia Grafikkarte ist aktuell das „Non plus ultra“ wenn es um Spiele-Notebooks und Desktop PCs geht. In unserem Fall setzt das HP Pavilion Gaming 15 auf den neuen Intel Core i7-6700HQ Quad-Core-Chip mit einer Taktrate von 2,6 bis 3,5 GHz. Der Vierkerner macht nicht nur im Gaming-Bereich eine gute Figur, sondern ist auch für leistungshungrige Anwendungen bei der Film- und Fotobearbeitung gut aufgehoben. Ihm zur Seite steht die neue interne Grafik Intel HD Graphics 530, die für leichte Desktop-Arbeiten im Internet oder bei Filmen zum Einsatz kommt. Wird mehr Leistung verlangt, aktiviert die Nvidia Optimus Funktion automatisch die Nvidia Geforce GTX 950M mit 4 GB Videospeicher und einer Kern-Taktrate von bis zu 1.124 MHz.

HP Pavilion Gaming 15 TestBildquelle: notebookinfo.de

Die wichtigste Frage die sich Spieler stellen werden ist, welche Titel man mit dieser Kombination flüssig spielen kann. Zu Beginn des Testberichts haben wir bereits über bekannte Games wie Battlefield Hardline, Metal Gear Solid 5, GTA 5 und The Witcher 3 gesprochen, die bei mittlerem bis hohem Detailgrad problemlos auf dem HP Pavilion Gaming 15 laufen. Dahingehend reihen sich unter anderem auch Batman: Arkham Knight, Mad Max, Call of Duty: Black Ops 3 und FIFA 16 ein. Freunde des eSport werden zudem mit Spielen wie Dota 2, StarCraft 2, League of Legends, World of Tanks, Smite, World of Warcraft oder Diablo 3 sehr gut zurecht kommen. Wer die Auflösung auf 720p reduziert, kann sogar noch ein paar Detailstufen hochschalten. Allerdings empfehlen wir für eine gute Frame-Ausbeute stets die Full-HD-Option in Verbindung mit den so genannten Medium-Settings.

Ein weiteres, wichtiges Thema ist die Aufrüstbarkeit des HP Pavilion Gaming 15. Wir haben uns das 15,6 Zoll Notebook von Innen angesehen und finden neben zwei Steckplätzen für den DDR3-Arbeitsspeicher (1x 8 GB belegt) auch den freien Slot für eine M.2 SSD. Um Zugriff auf diese zu erhalten müssen insgesamt 18 Schrauben sowie das optische DVD-Laufwerk gelöst werden. Dann wird die Unterseite komplett abgenommen. Hinweis: Zwei Schrauben verstecken sich unter den hinteren Blenden am Scharnier, zwei weitere unter den schwarzen Klebeabdeckungen im mittleren Bereich der Unterseite. Denkt bitte auch daran, dass ein Aufschrauben und Nachrüsten bzw. Umbauen des Notebooks zum Verlust der Hersteller-Garantie führen kann.

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Da unser Testgerät ohne SSD aktuell nicht mehr verkauft wird, empfehlen wir euch direkt den Griff zur Ausstattungsvariante mit 128 GB Speicher, zusätzlich zur 2 TB Festplatte. Die in unserem Fall verbaute 1 TB HDD schafft es nämlich gerade einmal auf über 100 MB/s beim Schreib- und Lesetest und ist somit für schnelle Starts nur geringfügig zu gebrauchen. Außerdem tritt sie stetig lautstark in Erscheinung, sobald ihr Arbeit abverlangt wird. Alle Konfigurationen des Hewlett Packard Gamers findet ihr in unserer HP Pavilion Gaming 15 Übersicht.

Beim Bildschirm entschied sich HP für eine klassische IPS-Variante mit der Gamer ansprechenden Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD). Außerdem treffen wir auf eine matte Display-Oberfläche, was ein nahezu reflexionsfreies Spielen ermöglicht. Die von uns gemessene Helligkeit liegt bei maximal 230 cd/m2, der Kontrast bei 851:1. In Kombination mit dem matten Panel eignet sich das HP Pavilion Gaming 15 Notebook auch für kleinere Outdoor-Aktivitäten. Eine Ausleuchtung mit 350 cd/m2 hätte dem jüngsten Spross von Hewlett Packard allerdings besser gestanden und auch unsere Anforderungen gut erfüllt.

Die hohe Leistung kompensiert unser Testgerät mit einer deutlich hörbaren, aber tieffrequenten Lautstärke. Die Lüfter springen im Gaming-Alltag bereits ab einer Grafikkarten-Temperatur von 50 Grad Celsius an und bleiben auf einer stetig hohen Stufe mit nur wenigen Drehzahlveränderungen. Somit wird die Kühlung zwar wahrgenommen, befindet sich aber in einem erträglichen Bereich zwischen 33 und 38 dB(A). Ebenso hält sich die Temperatur-Entwicklung in der Praxis in Grenzen. In den seltensten Fällen wird das Notebook mehr als handwarm.

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Fazit: Die Qual der Wahl

Im Thron-Kampf um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich HP mit dem Pavilion Gaming 15 erfolgreich neben der Acer Aspire VN7 Nitro Serie platziert. Das 15,6 Zoll Notebook bietet einen sehr guten Einstieg in die Gaming-Welt im Preis-Bereich um die 1.000 Euro. Der neue Intel Core i7 Skylake-Prozessor macht einen guten Job und die Nvidia Geforce GTX 950M sorgt für genug Gaming-Leistung bei mittleren bis hohen Detaileinstellungen. Ebenso weiß die neue Optik Spieler für sich zu gewinnen.

Gemischte Gefühle treten im Test aber dennoch auf. Die Tastatur gefällt uns sehr, das Touchpad zeigt leichte Schwächen. Außerdem wurde am Gigabit-Netzwerk gespart, dafür aber WLAN-ac mit an Bord gebracht. Und zu guter letzt treffen wir auf ein mattes IPS-FullHD-Display, von dem wir uns allerdings etwas mehr Leuchtkraft erwartet hätten. Hier muss jeder Nutzer selbst für sich entscheiden, auf welche Bereiche er am meisten Wert legt.

Bei einem Preis von knapp 1.199 Euro für das HP Pavilion Gaming 15 inklusive 128 GB SSD hat Acer aktuell die Nase leicht vorn. Hier gibt es für sinnvoll investierte 100 Euro mehr eine stärkere Grafikkarte (GTX 960M), eine doppelt so große SSD (256 GB), das schnellere GB-Ethernet und sogar den neuen USB 3.1 Typ-C Anschluss. Dafür allerdings nur eine halb so große Festplatte und lediglich 8 GB RAM anstelle der 16 GB aus dem HP Gaming-Notebook. Die Entscheidung dürfte entsprechend schwer fallen.

Wir haben euch die beiden sehr interessanten Geräte im Vergleich gegenüber gestellt.

Ab 1099,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark114611 Pkt.Max. 12363 Pkt.
3DMark Cloud Gate14295 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike2812 Pkt.Max. 8449 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)111.6 MB/sMax. 1850 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)110.7 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)146 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)679 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)42.9 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3844 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)13712 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic47.8 fpsMax. 842 fps
Unigine Valley Basic Score1999 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD12.8 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD534 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 42 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 37 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 8 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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