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  3. HP Pavilion 14 Zoll im Test - Multimedia-Notebook mit Intel Kaby Lake

HP setzt erneut auf Understatement

HP Pavilion 14-al104ng (Bild 1 von 5)Bildquelle: HP
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Mobil und leistungsstark: HP verspricht uns nicht nur eine lange Akkulaufzeit, sondern auch eine hohe Performance. Wir sind gespannt.

Das Design des neuen HP Pavilion 14-al104ng kann durchaus als schlicht beschrieben werden. Den einst biederen Look günstiger Notebooks konnte das US-amerikanische Unternehmen jedoch ablegen. Mit einem aus Aluminium gefertigten Deckel und einigen Stilelementen im Bereich der Handballenablage wirkt die bereits im Sommer 2016 vorgestellte Aufmachung noch immer frisch und gutaussehend. Dabei kaschiert HP vergleichsweise gut die zum Großteil aus Plastik bestehende Außenhülle. Die Verarbeitung hinterlässt im Test einen guten Eindruck, was auch der 14 Zoll Größe des Notebooks zu verdanken ist. Unschöne Verwindungen konnten wir selbst bei grober Handhabung nicht erkennen. Ebenso sind wir mit der 19,5 Millimeter Bauhöhe und dem Gewicht von 1,49 kg zufrieden.

Gute Eingabegeräte, aber einzeilig Enter-Taste

Aufgrund der Größe verzichtet das HP Pavilion 14-al104ng auf einen separaten Ziffernblock. Die unbeleuchtete Tastatur ist dabei für Vielschreiber gut geeignet. Allerdings bedarf es einer gewissen Eingewöhnungszeit, da sich auch hier die Enter-Taste untypisch einzeilig zeigt. Ebenso treffen wir auf einen vergleichsweise harten Anschlag, gepaart mit einem guten Feedback und angenehmen Hub. Das verbaute Touchpad stößt im Test auf gemischte Gefühle. Zwar ist der Mausersatz groß genug und die Navigation unter Microsoft Windows 10 geht ohne Probleme vonstatten, doch die verschiedenen Druckstufen je nach Finger-Position können in der Praxis nervig sein. An dieser Stelle wünschten wir uns ein Trackpad aus dem Apple-Portfolio, das in dieser Preisklasse jedoch nicht allzu häufig anzutreffen sein wird.

HP Pavilion 14-al104ng (Bild 3 von 5)Bildquelle: HP

Zeitgemäße Anschlüsse nur bedingt vorhanden

Die Anschlüsse und Funkverbindungen unseres 14 Zoll Multimedia-Notebooks sind überschaubar, aber ausreichend. Von den drei USB-Schnittstellen unterstützen zwei den schnellen USB 3.0 Standard. Hinzu kommen HDMI zur Verbindung externer Monitore, Fernseher oder Beamer sowie ein Fast Ethernet LAN-Port zur kabelgebundenen Netzwerkkopplung. Letzterer bietet lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s. Ein nur bedingt teurerer Gigabit-LAN Port hätte die 10-fache Geschwindigkeit aufgefahren. Abgespeckt wurde auch im Bereich der Funkverbindungen. Hier bietet uns das HP Pavilion 14-al104ng lediglich WLAN-n und Bluetooth 4.0. Abschließend befinden sich ein SD-Kartenleser, ein klassischer 3,5 Millimeter Klinkenanschluss und eher unterdurchschnittliche Bang & Olufsen Play Lautsprecher an unserem kompakten Begleiter.

Intel Core i7 mit Kaby Lake schafft Modernität

Während die Anschlüsse eher an die Jahre 2014 und 2015 erinnern, wird das HP Pavilion 14 durch den verbauten Intel Core i7-7500U ins aktuelle Zeitalter zurückgeholt. Der Zweikern-Prozessor (Dual Core) rechnet mit bis zu 3,5 GHz und gehört der neuen 7. Intel Core Generation an. Unter dem Codenamen Kaby Lake bietet der 14nm Chip mit seinen 15 Watt zwischen 5-15 Prozent mehr Leistung als sein Vorgänger aus dem vergangenen Jahr. Deutlich mehr Schub erhält die integrierte Intel HD Graphics 620 Grafikeinheit, die im Zusammenspiel mit der dedizierten Nvidia GeForce 940MX (Nvidia Optimus) sowohl für den Office-Alltag, als auch für den Multimedia-Betrieb geeignet ist. Es handelt sich hierbei um eine vergleichsweise niedrig eingeordnete Grafikkarte von Nvidia, die zum Spielen nur bedingt einsetzbar ist. Das Produzieren und Konsumieren von Musik, Filmen, Bildern und Co. geht jedoch deutlich einfacher von der Hand als ohne separate GPU. Das belegen auch unsere Benchmarks, die ihr im unteren Teil dieses Tests findet.

HP Pavilion 14-al104ng (Bild 2 von 5)Bildquelle: HP

Neben dem schnellen Prozessor und der Nvidia Grafik setzt das HP Pavilion 14-al104ng zudem auf einen 8 GB DDR4 Arbeitsspeicher und eine schnelle 256 GB SSD (550 MB/s beim Lesen und Schreiben). Die Systemgeschwindigkeit wird somit gut nach oben getrieben und Wartezeiten auf Programmstarts oder Berechnungen minimiert. Auch der Multitasking-Betrieb mit vielen Fenstern oder Browser-Tabs gestaltet sich einfach.

Hohe Auflösung, dafür glänzend und dunkel

Der 14 Zoll Bildschirm des HP Pavilion 14-al104ng bietet eine hohe FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Außerdem weist er dank IPS-Technik eine gute Blickwinkelstabilität auf. Damit enden jedoch die guten Nachrichten für alle Freunde der Mobilität. Denn mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 192 cd/m² bei parallel glänzendem Display ist ein Außeneinsatz abseits von abgedunkelten oder sehr schattigen Plätzen nahezu unmöglich. Die Ausleuchtung kann direkter Sonneneinstrahlung nur wenig entgegensetzen und der Bildschirminhalt wendet sich zu schnell der Unkenntlichkeit zu. Hier hilft auch der solide Kontrast von 974:1 nicht weiter. Selbst für einen gut beleuchteten Innenraum ist der Bildschirm unseres Testgerätes noch zu dunkel. Starke Spiegelungen gehören zum Alltag. Für unseren Geschmack ein absolutes No-Go.

Gute Akkulaufzeit, aber kein Leisetreter

Im Leerlauf, bei deaktivierten Funkverbindungen und gedimmtem Display, ermittelt wir eine Akkulaufzeit von fast 13 Stunden. Bei maximaler Belastung reicht die 41 Wh Batterie gerade noch für 1,5 Stunden. Der Mittelwert dieser beiden Szenarien entspricht in etwa dem, was ihr im Alltag vom HP Pavilion 14-al104ng erwarten könnt. Dabei ist das Multimedia-Notebook mit einer Laufzeit von 7 Stunden gut unterwegs, wenn das Display ihm nicht im Weg stehen würde. Hinzu kommt eine vergleichsweise laute Geräuschentwicklung. Bereits bei einfachen Aufgaben ist unser Testgerät deutlich zu hören. Wollen wir nun mehr als im Internet surfen oder einen Film ansehen, steigert sich die Lautstärke auf bis zu für uns sehr unangenehme 52 dB(A). Selbst starke Gaming-Notebooks schaffen es leiser zu sein. Immerhin können wir uns über die Durchschnittstemperatur von 30 Grad Celsius nicht beschweren. Vor allem die oft berührte Handballenauflage bleibt stets sehr kühl.

HP Pavilion 14-al104ng (Bild 5 von 5)Bildquelle: HP
Not amused: Ganz so glücklich wie die Dame von HP in diesem Bild sind wir mit dem neuen HP Pavilion jedoch nicht. Kommen wir also zu unserer abschließenden Einschätzung.

Fazit

Ein solides Design trifft auf eine gute Verarbeitung und eine starke Systemleistung. Vor allem der Intel Core i7 Kaby Lake Prozessor des HP Pavilion 14-al104ng sorgt in Kombination mit 8 GB Arbeitsspeicher, der Nvidia GeForce 940MX Grafikkarte und einer schnellen 256 GB SSD für gute Werte in Benchmarks und einen schnellen Office- und Multimedia-Alltag. Parallel dazu sind die Größe und das Gewicht des 14 Zoll Notebooks auf Mobilität ausgelegt. Otto Normalverbraucher wird auch mit der in unseren Augen eher weniger zeitgemäßen Anschluss-Ausstattung zufrieden sein. Mit WLAN-ac, USB 3.1 Typ-C und Gigabit-LAN wäre HP in diesem Bereich aber deutlich besser aufgestellt gewesen.

Eine Kaufempfehlung können wir für das 799 Euro Modell jedoch nicht aussprechen. Das FullHD-Display ist viel zu dunkel und die Lautstärke zu hoch. Vor allem der Bildschirm entzieht dem HP Pavilion 14 jedes Potenzial als mobiler Begleiter erfolgreich zu sein. Ein guter Kontrastwert und eine anständige Akkulaufzeit können uns über dieses signifikante Manko nicht hinwegtrösten. Eventuell sollte man sich doch bei den 14 Zoll Konkurrenten von Lenovo umsehen, die zum gleichen Preis das IdeaPad 500S oder für einen Aufpreis von 100 Euro das Yoga 710 und IdeaPad 510S anbieten.

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von HP.de | Händlerangabe: 27.06.17 11:52

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Ice Storm Extreme38290 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate6814 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Sky Diver5834 Pkt.Max. 29747 Pkt.
3DMark Fire Strike1535 Pkt.Max. 13743 Pkt.
3DMark Time Spy571 Pkt.Max. 5789 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)555.7 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)523.7 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit42.79 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit3.68 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.69 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)142 Pkt.Max. 159 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)330 Pkt.Max. 741 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)50.77 fpsMax. 120.64 fps
Geekbench 3 (Single)3386 Pkt.Max. 4027 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)7406 Pkt.Max. 14534 Pkt.
Geekbench 4 (Single)4075 Pkt.Max. 4681 Pkt.
Geekbench 4 (Multi)7600 Pkt.Max. 14207 Pkt.
GFXBench Manhatten Onscreen52.84 fpsMax. 119.52 fps
GFXBench Manhatten Offscreen69.18 fpsMax. 432.6 fps
GFXBench T-Rex Onscreen59.87 fpsMax. 119.82 fps
GFXBench T-Rex Offscreen132.42 fpsMax. 1448 fps
Unigine Valley Basic27.2 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score1136 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD7.1 fpsMax. 88.2 fps
Unigine Valley Extreme HD291 Pkt.Max. 3691 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 16 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal12 Std. 53 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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