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  3. Test HP G62-130EG Notebook-PC - Ein Notebook für den Heimanwender

Erster Eindruck vom HP G62-130EG Notebook-PC

Hewlett-Packard (HP) nennt die Gehäusefarbe Briscotti. Sowohl außen als auch innen ist das HP Notebook matt grau mit einem Imprint-Design. Dieses Prisma-Muster gibt dem Ganzen eine wertige Haptik, so dass man im ersten Moment eher an Metall als Kunststoff als Gehäusematerial denkt. In der linken, unteren Ecke des schlichten Deckels findet sich ein in Aluminium geschnittenes HP-Logo.

In dieser neutralen Farbe kann es in jeder Wohnungs- oder Heimbüro-Einrichtung seinen Platz finden, ohne störend zu wirken. Beim Aufklappen setzt sich das Imprint-Design im Innenbereich fort. Ein klar abgegrenztes Touchpad ist nicht zu erkennen. Nur die winzige LED in der oberen linken Ecke des Touchpads lässt die Umrisse desselben erahnen und zeigt an, ob es aktiviert ist. Touchpad und Handballenauflage bilden eine Einheit. Das ist vom Design her schön, aber von der täglichen Anwendung her umständlich.

Der Display-Rahmen ist schwarz glänzend. Das Hochglanz-Display reflektiert stark, was ebenfalls in der täglichen Praxis stört.

Über der Tastatur sind unter einer schwarz-gelochten Abdeckung die Altec Lansing-Lautsprecher verborgen. Direkt darüber findet sich der silberne Einschaltknopf. Mit kleinen grell weißen LEDs sind die Statusleuchten für WLAN und Feststelltaste in die jeweiligen Tasten integriert. Die Kontroll-Leuchte zur Festplatten-Aktivität befindet sich übrigens an der linken Notebookseite. Da ist häufiges Herunterbeugen nach links „vorprogrammiert“.

Die Tastatur ist übrigens im Standard-Design mit breiten, flachen Tasten und offenen, schmalen Zwischenräumen. Dass hier nicht noch ein Nummernblock eingebaut werden konnte, ist angesichts der Größe nachvollziehbar.

Auffällig ist auch, dass weder an Vorder- noch an der Rückseite Anschlüsse bzw. Schnittstellen eingebaut sind – noch nicht mal Mikrofon- oder Kopfhörerbuchse oder der Multi-Cardreader.

Dem Kunststoffgehäuse kann allerdings eine hohe Stabilität bescheinigt werden. Diese reicht bis in den Innenbereich, denn auch die Handballenauflage gibt nicht nach. Die Tastatur gibt allerdings im mittleren Bereich bei stärkerer Belastung etwas nach.

Die relativ tief in die Rückseite eingelassenen Metallscharniere halten das Display, das mit beidenHänden geöffnet werden muss, sicher in Position. Eine Transportverriegelung gibt es nicht.

Obwohl das ganze Notebook von 2,55 Kilogramm Gewicht einen symmetrischen, klar strukturierten Eindruck macht, täuscht einen die schwarze Bodenplatte etwas den Blick, denn das Chassis hat doch eine Keilform und wird nach vorn hin etwas flacher.

Technische Daten und Ausstattung

Der im HP G62-130EG verbaute Intel Core i3 330M Prozessor ist im Einsteiger-Segment angesiedelt. Im Gegensatz zu seinen größeren „Brüdern“ , dem i5 und i7, fehlt ihm der Turbo-Modus. Er besitzt zwei parallel arbeitende Prozessorkerne und zwei weitere virtuelle Kerne. Letztere werden aus der schon vom Pentium 4 her bekannte HyperThreading-Technologie realisiert.Darin steht er den beiden anderen neuen Intel-Prozessoren in nichts nach. Allerdings hat er eine geringere Taktfrequenz von 2,13 Gigahertz. Da der Smart Cache von 3 Megabyte Speichervolumen äußerst schnell arbeitet, finden in diesem Speicher häufig vom Prozessor verwendete Daten Platz. Der hier eingebaute 4 Gigabyte Arbeitsspeicher vom Typ DDR3 SDRAM - PC3-8500 - 1066 Megahertz wird optimal unterstützt. Die maximale Leistungsaufnahme des Intel Core i3 330M liegt bei 35 Watt.

Obwohl der Core i3 zu den Einsteiger-Modellen von Intel zählt, bietet er doch eine deutliche bessere Leistung als die alten Pentium Dual Core-Prozessoren. Dies liegt an den zusätzlichen zwei virtuellen Kernen sowie am größeren Cache.

Im Segment Low-Cost-Grafikkarten ist die ATI Mobility Radeon HD 5430 angesiedelt. Mit ihrer Leistung ist sie aber Onboad-Chips deutlich überlegen. Mit neueren Spielen ist sie aufgrund ihrer schlechten Speicheranbindung und der niedrigen Rechenleistung überfordert. Sie eignet sich eher für ältere Spiele mit mittleren Details. Das heißt, der Anwender kann Online-Flash-Games durchaus noch flüssig spielen. Sie hat einen geringen Stromverbrauch, was die Akku-Laufzeit verlängern soll. Der Chiptakt liegt bei 550 Megahertz, der Speichertakt bei 800 Megahertz. Verwendet wird ein DDR3-Speicher. Das Speicherinterface ist lediglich 64 Bit breit. Sie kann allerdings auf die neueste DirectX-Version zurückgreifen. Sie ist eher mit der HD 5145 vergleichbar, denn die ATI Mobility Radeon HD 5430 ist deutlich langsamer als die HD 5165. Sie verfügt über einen Shadercluster und 80 Stream-Prozessoren.

Kurzum kommen User, die einfache Games oder Flash-Games online spielen und ansonsten eher gängige Office-Anwendungen nutzen, mit dieser technischen Ausstattung noch gut aus.

Anschlüsse

Wer nicht viele Peripherie-Geräte hat, liegt mit dem HP G62 130EG richtig. Es verfügt nämlich weder über eine eSATA-Schnittstelle noch über FireWire. Externe Monitore, Beamer oder Fernseher lassen sich über die digitale HDMI- oder die analoge VGA-Schnittstelle anschließen. Für eine sinnvolle Kabelführung über den heimischen Schreibtisch sind die insgesamt drei USB-Ports links und rechts im hinteren Bereich angebracht – genauso wie die Anschlüsse für analoge oder digitale Fernseher oder Monitore. So wird auch die Maus, die über USB angeschlossen wird, nicht durch einen (anderen) Kabelstrang behindert.

Dass die vertieft eingelassenen Scharniere auf der Rückseite keine Schnittstellen zulassen, wurde bereits erwähnt. Kabelloser Internetzugang – also WLAN im aktuellen Draft-N Standard (802.11 b/g/n) – wird durch den Atheros AR9285 Wireless Network Adapter unterstützt. Integriertes Bluetooth sucht man leider vergebens. Wer auf den nach wie vor sicheren kabelgebundenen Internet-Zugang (LAN) setzen will, wird hier auch enttäuscht, denn die Realtek Netzwerkkarte ist nicht gerade up to date. Es handelt sich um einen Fast Ethernet Adapter. Wird aber ein Gigabit-Switch genutzt, wird dieser nicht ausgelastet werden können.

Wer also nicht gerade seinen DSL-Router per Kabel mit dem HP-Notebook verbindet, sondern über verschlüsselten Funk (WLAN mit WPA2-Code), wird hier eine recht gute Internetverbindung haben. Drei USB-Steckplätze sind nicht zu wenig, aber auch nicht gerade viel. Wer mehr Peripherie-Geräte hat, die über USB 2.0 angeschlossen werden, kann sich mit einem so genannten USB-Hub behelfen.

Dass die Firewire-Schnittstelle fehlt, dürfte vor allem die Hobbyfilmer enttäuschen. Die normalen digitalen Kameras werden meistens mit USB-Kabel angeschlossen. Außer vielleicht der Maus, die – wie wir später noch sehen werden – durchaus angeraten erscheint, müssen diese Geräte ja nicht ständig mit dem Notebook verbunden sein. Insofern genügt das HP G62-130EG als Einsteiger-Gerät für den Hausgebrauch völlig.

Software und Zubehör

Nicht umsonst gehört das HP G62-130EG zur HP Home-Serie. Dass gerade auch im privaten, häuslichen Bereich immer mehr Anwender auf Notebooks statt auf sperrige Desktops zurückgreifen, macht ja durchaus Sinn. Besonders mit dem aktuellen Betriebssystem Windows 7 Home Premium, dass hier im schnelleren 64-Bit-Modus läuft, folgen die meisten Hersteller dem schlechten Trend, nicht mehr eine Recovery-DVD beizulegen, wie es unter Vorgänger-Versionen noch der Fall war.

Unserem Testgerät lag neben einem kurzen Einsteiger-Heftchen für die ersten Schritte außer dem Netzstrom-Adapter nichts weiter bei. Alle Software war vorinstalliert. Davon gab es allerdings genügend. Schmerzlich ist allerdings, dass beispielsweise die Norton Internet Security 2010 nur als 60 Tage Trial-Version vorhanden war. Danach muss man sich für die wichtigen, täglichen Updates registrieren und eine Gebühr bezahlen. Hier kann man alternativ aber auf kostenlose Programme wie Avira Virenschutz zurückgreifen. Ebenso war eine kleine Microsoft Office 2007 60-Tage-Version an Bord. Diese enthielt die Programme Word, Excel, OneNote (Bildschirm-Notiz) undPowerPoint (Präsentation) sowie die üblichen Office-Tools wie den Picture-Manager. Das komfortable E-Mail-Programm Outlook fehlte hier aber völlig. Selbstverständlich gibt es auch hier kostenlose Alternativen wie OpenOffice oder Mozilla Thunderbird (E-Mail-Programm).

Außerdem ist noch MS Works9 an Bord, was für den Privatanwender völlig ausreicht, aber im Datenaustausch mit anderen wegen eines eigenen Dateiformats nicht wirklich in die Zeit von CloudComputing passt.

Da der DVD-Brenner auch Lightscripe-Funktion hat, ist natürlich auch das entsprechende Programm an Bord. Von Cyberlink ist eine Suite installiert: Label Print, Power2Go (Brennprogramm), PowerDirector v7 (Filmbearbeitung). Weitere Programme sind Cyberlink MediaShow (Multimedia-Player) und Power DVD8. Auch das Webcam-Programm Cyberlink YouCam leistet gute Dienste. Wenn auch die Webcam mit 0,3 Megapixeln eine geradezu altertümliche Auflösung hat. Dafür ist aber das Bild nicht zu dunkel und man braucht keine extra Lampen am Schreibtisch, wie es schon vorgekommen ist. Für einen Videochat ist das aufgenommene Bild aber noch im Toleranzbereich bei Bewegungsunschärfe.

Dass das HP G62-130EG für den Heimanwender konstruiert wurde, merkt man auch an dem für Kinder gestalteten EasyBits Magic Desktop-Programm, wo Anwendungen kindgerecht genutzt werden können. Hier ist auch ein eigener Browser am Werk, der einen gewissen Schutz bietet. Auch Mal- und Schreibprogramme sind hier enthalten.

Von HP gibt es den Support Assistenten, der im Hintergrund über das Zusammenspiel von Software und Hardware wacht und System-Optimierungen sowie automatische Treiberupdates vornimmt. Eine Dockleiste mit den häufigsten Anwendungen erscheint dank des HP Advisors am oberen Bildschirm-Rand. Dort kann man die Anwendung durch einfachen Klick auf das Programmsymbol starten.

Auch Windows Live ist installiert, das einen Messenger, Mailprogramm (früher Outlook Express) und eine kleine Textverarbeitung bietet.

Bei der Erstellung von Wiederherstellungs-DVDs hilft der Recovery Manager. Beim Xilisoft VideoConverter Ultimate ist der Name Programm.

Bis auf die doch sehr kurze Gratis-Nutzungsdauer des Sicherheitsprogramms Norton Internet Security kann man nicht viel an der vorinstallierten Software beklagen. Hier sollte HP allerdings im Interesse seiner Kunden doch eine Nutzungsdauer von einem Jahr für kostenlose Updates vereinbaren. Das sollte bei Sicherheits-Suiten und Notebook-Kauf doch Standard sein. Bei Schutz-Software versteht der Tester auch keinen Spaß und macht hier deutliche Noten-Abzüge.

Display

Wie so oft haben wir es hier wieder mit einem Hochglanz-Display zu tun, das alles in der räumlichen Umgebung reflektiert. Da stören dann nicht nur Lichtreflexe, sondern mitunter auch alles, was sonst noch auf dem Schreibtisch steht, und bei dunkler Bildschirmdarstellung wie bei Spielen oder Filmen als Spiegelbild das Sehvergnügen beeinträchtigt. Da nimmt es nicht Wunder, dass dieses Notebook schon allein wegen des Spiegel-Displays nicht für den Einsatz im Freien geeignet ist.

Das 15,6 Zoll Display hat eine maximale Auflösung von 1366 x 768 Pixeln, was über der HDready-Marke von 720p, aber deutlich unter die Full-HD von 1080p fällt. Die LED-Hintergrundbeleuchtung haben wir im Testlabor genau gemessen. Hier zeigte sich, dass die Bildschirmhelligkeitswerte auch im durchschnittlichen Bereich liegen. Den niedrigsten Wert haben wir links, im mittleren Segment mit 170 cd/m² gemessen. Den Maximalwert mit 194 cd/m² stellten wir genau im Zentrum fest. Das kann nicht wirklich überzeugen. Für ein Allround-Notebook – auch und gerade im heimischen Bereich, wo dann doch mal Games gespielt werden – sind diese Werte nicht überzeugend. Dazu kommt noch ein schlechter Kontrast von 158:1. Das erkennt man daran,dass schwarze Bereiche eher wie ein dunkles Grau dargestellt werden.

Der Anwender kann aber auch selbst das Display durch einen Blickwinkeltest prüfen. Beim HP G62-130EG zeigen sich vertikal bereits Farbverfälschungen, sobald man von der Idealposition vor dem Bildschirm minimal abweicht. Von links nach rechts betrachtet bleibt die Bildschirmdarstellung nur bis zu einer Abweichung von etwa 50 Grad stabil, ansonsten gibt es auch hier Farbverfälschungen. Das Ganze wird durch die spiegelnde Bildschirmfläche noch deutlich verschlimmert. Also kann das HP-Home-Notebook hier nicht überzeugen.

Eingabegeräte

HP hat im G62-130EG eine Tastatur im Standard-Layout verbaut. Diese breiten und flachen Tasten muten zwar wie eine moderne Chiclet-Tastatur an, sind aber dennoch Standard mit engen und vor allem offenen Zwischenräumen, in denen sich Staub und Schmutzpartikel recht gut ansammeln und die die Reinigung ungleich schwieriger machen.

Dass bei dieser Notebook-Größe nicht noch ein wünschenswerter Nummernblock verbaut werden konnte, ist zu tolerieren. Die Buchstaben auf den Tasten sind gut lesbar und die Tasten sprechen direkt an. Zur Mitte hin gibt die Tastatur bei stärkerem Druck nach, was aber noch zu verschmerzen ist.

Auf den ersten und wohl auch zweiten Blick scheint das HP-Notebook keine Funktionstasten zu haben. Wer jetzt denkt, nur mit den umständlichen „FN“-Tastenkombinationen ans Ziel zu kommen, der irrt.

Es ist wohl dem Design geschuldet, dass die Funktionstasten für Browser, E-Mail, Drucken, Power-DVD und Taschenrechner tatsächlich versteckt und völlig in die Tastatur (links) integriert sind. Die übliche WLAN-Leuchte ist auf der entsprechenden Funktionstaste installiert. Für erfahrene Notebook-Besitzer ist dies ein Umstand, der unpraktisch ist, weil die große Mehrheit mittlerweile drahtlos ins Internet geht und daher die WLAN-Funktionalität gerne direkt mit einer LED an der Vorderseite oder zumindest deutlich separiert von der Tastatur angezeigt bekommen möchte.

So schön das Prisma-Muster des Briscotti-Gehäuses auch wirkt, so hinderlich ist es beim Touchpad.Dieses zeigt nämlich ein schlechtes Ansprechverhalten. Der einzuübenden Gestensteuerung (mit zwei Fingern) muss oft Nachdruck – im wörtlichen Sinne – verliehen werden. Wer sich trotzdem für das HP G62-130EG entscheidet, ist mit dem Kauf einer Maus sicherlich gut beraten.

Temperatur

Im befriedigenden Bereich liegt auch die Temperatur mit maximal 38,1 Grad. Niedrigster Wert überhaupt war allerdings 29,9 Grad. Da hatten wir auch schon „coolere“ Vertreter in unseren Tests.

Betriebsgeräusche

Einen DVD-Film schaut man sich wohl doch eher in seinem an den Fernseher angeschlossenen Player an. Mit 41 Dezibel Lüfter-Geräusch wird das sicherlich kein Vergnügen – vom Spiegel-Display mal abgesehen.

Bei Rechner-Volllast brummt die Kühlung mit 37 Dezibel. Bei normalen Anwendungen wie Office oder einfachem Surfen im Internet leistet der Lüfter mit 34 Dezibel seine Arbeit. In unserem Notenbuch können wir hier gerade noch ein Gut vergeben.

Leistung

Das HP G62-130EG ist für den Heimanwender konstruiert und ist als Allround-Notebook doch eher der Einsteigerklasse zuzuordnen. Die verbaute ATI-Grafikkarte erreicht im 3D Mark 2006-Test gerade mal 3101 Punkte. Dass das Notebook der HP-Home-Serie nicht für anspruchsvollere Spiele geeignet ist, haben wir bereits im Kapitel Ausstattung deutlich gemacht.

Überraschend hoch war allerdings die Punktezahl beim PCMark Vantage mit 5508. Mit diesem Wert wird die Anwendungsgeschwindigkeit eines Notebooks angegeben. Dabei werden alle Komponenten von der CPU bis hin zum Speicher mit praxisnahen Benchmarks getestet. Das HP G62-130EG zeigt somit bessere Werte als manche andere Notebooks mit i3-Prozessor und braucht sich hier keineswegs zu verstecken.

Als kleines Highlight darf auch die Seagate Festplatte mit 500 Gigabyte mit 7200 Umdrehungen die Minute bezeichnet werden. Sie trägt mit zur guten System-Performance bei.

Akku und Energieverbrauch

Von aktuellen Notebook erwartet der Käufer zurecht Energieeffizienz und somit eine längere Akku-Laufzeit. Als Standard hat sich auch bei Allround-Notebooks das Maß von rund 6 Stunden herauskristallisiert. Leider läuft das HP G62-130EG längstens 3 Stunden und 52 Minuten, ohne an die Steckdose zu müssen.

Das spricht nicht für einen sparsamen Stromverbrauch. Im normalen Praxisbetrieb – etwa bei Office-Anwendungen – hält es nur 2 Stunden 48 Minuten durch. Bei Volllast kommt es ohne Netzstrom mal gerade nur 1 Stunde 6 Minuten aus. Das ist eindeutig zu wenig und für heutige Verhältnisse keineswegs mehr zeitgemäß. Hier sollte der Hersteller nachbessern.

Praxis

Das spiegelnde Display stört doch extrem bei der täglichen Computerarbeit. Nicht nur alle Lichtreflexionen stören, sondern auch alle Gegenstände in unmittelbarer Umgebung werde so stark gespiegelt, dass man unweigerlich nah an den Bildschirm heranrücken muss, um gut arbeiten zu können. Auch bei (einfachen!) Spielen kann das nur stören.

Das Touchpad muss man manchmal mehrfach und mit Nachdruck bedienen, während die Tastatur erfreulich schnell anspricht und leichtgängig ist.

Hier fiel bei der Ansicht eines DVD-Films das Brummen des Lüfters doch störend auf. Mit Kopfhörer wurde das besser. Der Tester hat schon bessere Notebooks – auch für den Heimanwender- auf seinem Schreibtisch gehabt.

Zusammenfassung

Dass die inneren Werte für den heimischen Einsatz stimmen, weisen die Ergebnisse unseres Testlabors aus. Der Prozessor und die schnell drehende Festplatte sind absolute Pluspunkte. Eine etwas bessere Grafikkarte, die auch aktuelle Spiele flüssig spielbar macht, und ein entspiegeltes Display würden die Klassifizierung als Allround-Notebook allerdings deutlich unterstreichen.

Die vorinstallierte Software ist vielfältig und ausreichend. Dass allerdings die Sicherheitssoftware-Suite nur 60 Tage Gratis-Update gewährt, missfällt doch sehr. Hier ist ein Alternativ-Anbieter mit mindestens einem Jahr kostenfreien Updates anzuraten.

Bemängelt wird bei allen Herstellern gleichermaßen, dass sie es für unnötig halten, noch eine Recovery-DVD oder Betriebssystem-DVD beizulegen, wie es noch in Windows XP-Zeiten üblich war. Allerdings ist hier auch für Einsteiger das Recovery-Tool gut zu bedienen, sofern man sich vorher genügend Silberscheiben zum Brennen gekauft hat.

Das Kinder-Programmpaket Magic Desktop wird hier ausdrücklich begrüßt. Auch das Gehäuse-Design mit der Briscotti-Farbe und dem Prisma-Muster im Inprint-Design verhilft dem HP-Home-Notebook zu einem schmucken Aussehen.

In der täglichen Praxis zeigt sich aber letztlich doch, dass Design nicht alles ist. Ein deutlich schneller ansprechendes Touchpad wäre hier von Vorteil gewesen. Auf Dauer ist da doch der Kauf einer Maus empfehlenswert.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Ausstattung2,3 (Gut)
  3. Display3,6 (Ausreichend)
  4. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  5. Temperatur2,7 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,8 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,2 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,8 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,6 (Befriedigend)
  10. Leistung2,1 (Gut)
  11. Praxis2,6 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063101 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage962 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage5508 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7363 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7463 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz104.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read82.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen13627 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2931 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6746 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3752 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2360 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5572 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3702 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung372 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 6 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 52 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 48 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

54 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,054 kWh x 24,00 Cent = 28,38 EUR