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  3. Test Apple MacBook Pro 15,4 Zoll Intel Core i7 2.2 GHz (Late 2011) - Unibody-Gehäuse letzter Rettungsanker?

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Bilder zum Test: Apple MacBook Pro 15,4 Zoll Intel Core i7 2.2 GHz (Late 2011) - Unibody-Gehäuse letzter Rettungsanker?

Auch bei der 15,4-Zoll Version des Apple Macbook Pro (Late 2011) können wir keine optischen Veränderungen zu den Fassungen der letzten Jahre ausmachen. Der Hersteller aus Cupertino setzt weiterhin auf das bewährte Unibody-Gehäuse, welches aus einem Stück Aluminium gefräst wurde. Hersteller wie MSI, Hewlett Packard (HP) und Samsung versuchen mit ihren Produkten schon seit geraumer Zeit an die qualitativ hochwertige Verarbeitung der Macbook Pro Serie Anschluss zu knüpfen. Bisher jedoch vergebens. Das komplett im gebürsteten Metall-Look auftretende Multimedia-Notebook setzt nur mit seiner Arbeitsumgebung, vor allem aber mit der schwarz glänzenden Display-Umrahmung, einen Kontrast zum sonst eher schlichten Auftritt. Die Verarbeitung ist durchgehend hervorragend. Selbst bei starker Druckausübung auf der Tastatur, der Handballenauflage oder aber beim Verwindungsversuch des Deckels sind keine Schwachstellen zu entdecken. Die nah an der Perfektion liegenden und schon seit dem Jahr 2008 verwendeten Unibody-Chassis wissen auch drei Jahre später noch zu gefallen.

Ebenso wenige Veränderungen wie beim Grundgebilde des Gehäuses sind bei den Eingabegeräten erkennbar. Die beleuchtete Chiclet-Tastatur besitzt einen tadellosen Druckpunkt und einen kurzen Hub. Vielschreiber werden sich mit diesem Keyboard besonders wohlfühlen. Gleiches gilt für das integrierte Multi-Touchpad mit Glasoberfläche. Durch die Integration der Maustasten in die sensitive Fläche konnte die Größe des Trackpads ausgeweitet werden. Die samte Perforierung des Pads sorgt für problemloses Navigieren unter Mac OS X Lion. Vergleichbare Windows-Notebooks haben immer noch mit der Umsetzung von Mehrfinger-Gesten oder Latenz-Problemen zu kämpfen.

Bereits bei der 13-Zoll Variante des Macbook Pro (Late 2011) mussten wir uns über das spartanische Anschlussportfolio beschweren, dessen Kritik sich Apple bereits seit Jahren stellen muss. Während preislich vergleichbare Multimedia-Notebooks mit Technologien wie USB 3.0 und eSATA glänzen können, bietet unser 15,4-Zoll Testgerät nur zwei USB 2.0 Schnittstellen, nebst Gigabit-LAN, Firewire 800 Anschluss, SD-Kartenleser und Audio-Ports. Einziges Highlight ist der zukunftsorientierte, aber noch nicht weit verbreitete Thunderbolt-Steckplatz. Dieser kann zum Anschluss von externen Festplatten, Monitoren oder Docking-Stationen genutzt werden. Abseits der kabelgebundenen Anschlussmöglichkeiten wird das Apple Macbook Pro 15-Zoll Late 2011 mit WLAN 802.11n und Bluetooth 2.1 ausgestattet.

Serienmäßig verfügen alle Macbook Pro Modelle über ein vorinstalliertes Mac OS X Lion Betriebssystem und ein iLife Software-Paket. Letzteres sorgt mit Programmen wie iMovie, iPhoto und GarageBand für ein Starter-Paket in Sachen Foto-, Bild- und Musikbearbeitung. In unserem Fall finden alle Applikationen auf einer 500 GB großen HDD Platz, die mit 5.400 Umdrehungen pro Minuten im Vergleich recht schlecht aufgestellt ist. Mehr Gefallen finden wir an den verbauten Stereo-Lautsprechern, die trotz fehlendem Subwoofer einen satten Klang bieten. Diese finden wir an der rechten und linken Seite der Tastatur.

Technische Daten

Display:15.4"Auflösung:1440 x 900
Prozessor:Intel Core i7 2675QM / 2,2 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6750M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Mac OS X 10.7 Lion
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:2.54 kg
B x H x T:36.4 cm x 2.41 cm x 24.9 cmFarbe:silbernes Präzisions-Unibody-Aluminiumgehäuse

Auf dem Prüfstand

Unter dem Aluminium-Chassis verbirgt sich ein Intel Core i7-2675QM, der fast ausschließlich in der Apple Macbook Pro 15-Zoll-Serie zum Einsatz kommt. Mit einem Grundtakt von 2,2 GHz und einem maximalen Turbo Boost von 3,1 GHz ist er neben einer TDP von maximal 45 Watt mit dem Intel Core i7-2670QM deckungsgleich. Auch die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 zeigt nur einen geringfügigen Unterschied zur weit verbreiteten Vierkern-CPU. So liegt der Maximaltakt mit 1,2 GHz knapp 100 MHz über der integrierten Grafik des Core i7-2670QM. Außerdem ist die Größe der Platine, auf der der Prozessor aufsitzt, deutlich kleiner. In Zusammenarbeit mit vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und der AMD Radeon HD 6750M ist unsere Late 2011 Konfiguration des 15,4-Zollers für den Multimedia-Bereich optimiert. Vergleichbar mit einer Nvidia Geforce GT 550M sind aktuelle Spieletitel wie Battlefield 3 oder Batman: Arkham City bei mittleren und hohen Details für das Apple Macbook Pro 15,4-Zoll kein Problem.

Alles in Hinsicht auf die veraltete WXGA-Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten. Gegen einen Aufpreis von 100 Euro oder 150 Euro können Sie zu einem deutlich besseren HD+ Bildschirm (1.680 x 1.050 Pixel) in glänzender oder entspiegelter Variante greifen. Unser günstiges Panel zeigt unter Mac OS eine Leuchtstärke von 247 Candela pro Quadratmeter und einen maximalen Kontrast von 662:1. Unter Windows 7 ist die Leuchtstärke nur geringfügig schlechter und der Kontrast mit 743:1 sogar höher. Dafür kann das Microsoft-Betriebssystem, welches wir über das Boot Camp Feature installiert haben, nur die dedizierte AMD Radeon HD 6750M ansteuern. Mit Hilfe von Mac OS X Lion kann bei anspruchslosen Programmen auf die Intel HD Graphics 3000 umgeschaltet werden, um die Akkulaufzeit zu verlängern.

Im praktischen Windows-Betrieb liegt die Laufzeit bei drei Stunden. Durch den automatischen Wechsel der Grafikeinheiten unter Mac OS messen wir hier ein deutlich längeres Durchhaltevermögen von 5 Stunden. Unter hoher Auslastung geht dem 15,4-Zoll Macbook Pro (Late 2011) bereits nach 1,5 Stunden die Puste aus. Zum Nachteil der Käufer hat Apple über die Jahre wenig Zeit in die Ableitung der Wärme gesteckt. So messen wir punktuelle Höchstwerte von bis zu 45 Grad Celsius. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen der Ober- und Unterseite bei 32 Grad Celsius. Das schlägt sich auch bei den Taktraten unter voller Auslastung wieder - der Prozessor taktet in diesem Szenario auf bis zu 800 MHz herunter. Abstriche müssen auch bei der Entwicklung der Lautstärke gemacht werden. In der Praxis liegen 40 Dezibel (A) an, die sich bei hoher Auslastung schnell auf bis zu 47 dB(A) ausbauen können. Für die ruhige Bibliothek ist unser Testgerät also nicht geeignet.

Zusammenfassung

Apple fährt auch in der Late 2011 Fassung des Macbook Pro 15-Zoll zweigleisig in Hinsicht auf die Innovationen. Das Design des Multimedia-Notebooks spricht uns nach drei Jahren im Amt immer noch an und die Verarbeitung lässt die Konkurrenten weiterhin erzittern. Doch in Sachen Display-Auflösung, Ausleuchtung, Wärme- und Lautstärkeentwicklung muss Apple langsam aber sicher an sich arbeiten. Vor allem Premium-Hersteller wie Samsung und ASUS überzeugen derzeit mit vergleichbaren Produkten zu einem deutlich günstigeren Preis. Für Freunde des Mac-Betriebssystems ist und bleibt das Macbook Pro jedoch die erste Anlaufstelle. Im hart umkämpften Markt der Multimedia-Notebooks bietet die Konkurrenz aber mehr für‘s Geld. Letztendlich müssen Sie selbst entscheiden, ob die Wertigkeit des Gehäuses den Preis von über 1.600 Euro rechtfertigt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,5 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0610442 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111355 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage5705 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72322 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7454 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01899 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)65.2 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)55.8 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15556 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15660 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34722 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4971 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)16819 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)8091 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3978 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)13734 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)7968 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung52 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 35 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 55 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

62 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,062 kWh x 24,00 Cent = 32,59 EUR

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