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Notebook Grafikkarten Kaufberatung: Von Einsteiger-Karten bis Gaming-Maschine

Egal ob Otto Normalverbraucher oder Technik-Freak, unsere Kaufberatung für Notebook Grafikkarten ist für Laien und Profis die erste Anlaufstelle. Fast jeder kennt das Gefühl: Ein neues Notebook ist fällig, doch angesichts der schier unendlichen Auswahl an unterschiedlichsten Notebook-Grafikkarten und Notebook-Prozessoren sowie verwirrender Produktbezeichnungen ist es selbst für technisch Versierte oft schwierig, den Dickicht aus verschiedenen Grafiklösungen zu durchschauen und das individuell passende Modell zu finden. Da kommt der Notebookinfo.de Grafikkarten-Vergleich genau richtig, denn er verrät Ihnen, auf welche Details Sie als Kunde achten sollten, welche Tricks Grafikhersteller verwenden und welche Entwicklungen auf dem Markt in Zukunft zu erwarten sind.

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Kleiner, kühler, schneller : Integrierte Grafiklösungen auf dem Vormarsch

Die-Ansicht eines NVIDIA-Grafikprozessors. Bildquelle: NVIDIA
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Wie aus einem SciFi-Streifen: Blick aufs Chip-Innere eines NVIDIA-Grafikprozessors

War es noch vor ein paar Jahren normal, dass fast alle Notebooks mit einer dedizierten Grafikkarte ausgestattet werden, so ist dies bei heutigen Ultrabooks und Multimedia-Notebooks immer seltener der Fall. Die beiden großen Hersteller AMD und Intel treiben die Entwicklung von Grafikchips, die direkt auf dem Prozessor-Die integriert immer weiter voran, was dazu geführt hat, dass fast nur noch hochpreisige Ultrabooks und Gaming-Notebooks mit einer eigenständigen Grafikkarte ausgerüstet sind. Denn während bei älteren Prozessoren die integrierte Grafik bestenfalls für Multimedia-Decoding ausreichend Leistung bot, liefert die Prozessorgrafik einiger Chips sogar genügend Power, um auch aktuelle Blockbuster-Games in FullHD-Auflösung und mit hoher Framerate zu spielen.

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Doch während dedizierte Grafikkarten aus dem Einsteiger-Segment und teilweise aus der unteren Mittelklasse fast verschwunden sind, verläuft die Entwicklung in der oberen Mitteklasse und im High-End-Segment komplett anders. Dank moderner Grafikarchitekturen und immer effizienteren Fertigungstechnologien können dedizierte Notebook-Grafikkarten heutzutage fast die gleiche Leistung wie ihre Desktop-Gegenstücke erreichen. Das war vor ein paar Jahren noch undenkbar und lässt die Leistungslücke zwischen Desktop und Notebook immer weiter schwinden. Zudem können mittlerweile Desktop-Grafikkarten über den Thunderbolt-Anschluss direkt an Notebooks angeschlossen werden, wodurch das mobile Gerät zu Hause zur Gaming-Station wird. Wer also auf Gaming setzt, dem steht ein breites Spektrum an leistungsfähiger Hardware zur Verfügung.

Damit der Stromverbrauch von Gaming-Notebooks im Normalbetrieb trotz der watthungrigen Grafikkarten möglichst niedrig ist, bieten sowohl NVIDIA als auch AMD Technologien an, welche die Vorzüge sparsamer integrierter Grafikchips mit der Leistungsfähigkeit dedizierter Grafikkarten kombinieren. NVIDIA nennt diese Technologie NVIDIA Optimus, bei AMD ist hingegen von Switchable Graphics die Rede. Dabei hält sich die dedizierte NVIDIA-Grafikkarte im 2D-Betrieb im Hintergrund und schaltet sich bei leistungsintensiven Anwendungen, vor allem Computerspielen, automatisch dazu. Auf diese Weise wird nicht unnötig Strom verschwendet und die Leistungsfähigkeit nur dann hochgeschraubt, wenn sie auch benötigt wird. Dabei erkennt der Treiber ganz automatisch, wie leistungshungrig die gestartete Anwendung ist und analysiert dabei auch die Leistungsfähigkeit der gesamten Plattform.

Mehr Auswahl, mehr Leistung, für Spieler unverzichtbar : Dedizierte Grafikkarten

So wie AMD und Intel den Prozessormarkt weitestgehend unter sich aufgeteilt haben, so beherrschen NVIDIA und AMD den Markt für dedizierte Grafikkarten. Die gute Nachricht: Ob es ein Modell von NVIDIA oder AMD wird, ist vor allem eine Frage individueller Vorlieben, denn beide Hersteller haben dedizierte Grafikkarten für alle Ansprüche und mit den unterschiedlichsten Features im Sortiment. So unterstützen alle aktuellen Grafikkarten beider Hersteller die jeweils aktuellste DirectX-Version. Auch wenn dedizierte Grafikkarten immer seltener in fertig konfigurierten Notebooks zu finden sind, so sind sie für Spieler jedoch unerlässlich. Denn nur dedizierte Grafikkarten ab der Mittelklasse sind in der Lage, aktuelle Titel unter Ausnutzung der maximalen Bildschirmauflösung auch auf höheren Detailstufen flüssig zu spielen. Dabei ist Grafikkarte nicht gleich Grafikkarte, denn die günstigsten Modelle dedizierter Grafikkarten sind selten schneller als integrierte Grafiklösungen.

Die zusätzliche Leistung dedizierter Mittelklasse- und High-End-Grafikkarten hat allerdings auch einen Preis. Das ist nicht nur wörtlich gemeint, denn höhere Performance geht auch mit einer höheren Leistungsaufnahme und folglich geringerer Akkulaufzeit einher. Ein leistungsfähiger Grafikchip will außerdem auch gut gekühlt werden, weshalb entsprechende Notebooks häufig nicht ganz so schlank und leicht sind wie die Geräte, die auf integrierte Grafikeinheiten setzen. Doch dank immer kleinerer Fertigungsprozesse, optimierter Architekturen und hoher Erfahrung ist der Stromverbrauch selbst schneller Grafikkarten in den letzten Jahren immer weiter gesunken.

Nicht nur für Spieler können leistungsfähige dedizierte Grafikkarten interessant sein. Moderne Grafikarchitekturen bieten Potenzial, das weit über Berechnungen von Texturen, Partikeleffekten und Kantenglättung für Spiele hinaus geht. Beispiele hierfür sind NVIDIAs CUDA-Technologie und andere APIs wie OpenCL und AMDs Mantle, welche es dem System ermöglichen, gezielt auf die vielen hundert Stream-Prozessoren der Grafikkarte zuzugreifen und sie für Berechnungen wie Video-Konvertierung, Grafik-Design und Video-Bearbeitung zu nutzen, was diese erheblich schneller erledigen als selbst die schnellsten Hexa-Core-Prozessoren von Intel. Mittlerweile gibt es deshalb sogar eine große Auswahl an mobilen Workstation-Grafikkarten, die mit besonderen Treibern ausgestattet sind, um die Grafikressourcen noch besser zu nutzen.

Fallstricke und Co. : Worauf Sie als Kunde achten sollten

Hat man sich als Kunde nun entschieden, ob künftig ein integrierter Grafikchip oder eine dedizierte Grafikkarte ihren Dienst im nächsten Notebook verrichten soll, steht man nicht selten vor einer großen Auswahl in Frage kommender Notebook-Modelle. Tatsächlich tun AMD und NVIDIA herzlich wenig, um Kunden einen guten Überblick über die feilgebotenen Grafikprodukte zu ermöglichen, im Gegenteil: Bereits seit Jahren benennen die unter Release-Druck stehenden Grafikhersteller alte Modelle immer wieder um und verkaufen sie als neue Produkte. Diese Umbenennungspraxis zieht sich mitunter über zwei Grafikkartengenerationen. Als Kunde ist man folglich aufgeschmissen, denn nur selten lassen sich den Datenblättern von Notebooks mehr Informationen entlocken als der verwendete Grafikchip und bestenfalls noch die Menge des Speichers. Trotz dieses Informationsmangels gibt es einige Dinge, worauf Sie als Käufer achten können.

Die Modellbezeichnung der Grafikkarte gibt zwar oft keine Auskunft darüber, um welche Grafikgeneration es sich handelt, jedoch lässt sich meistens die Leistungsklasse daran erkennen. NVIDIA beispielsweiseversieht Gaming-orientierte Grafikkarten mit dem Siegel „GTX“. Karten mit dieser Bezeichnung sind daher in jedem Fall für Spiele tauglich. Die Leistungsklasse gibt NVIDIA mit der dritten Ziffer (bis vor kurzem noch die zweite Ziffer) der Modellnummer an, denn auch innerhalb der GTX-Modelle variiert die Leistung stark. Die „8“ markiert momentan die höchste Leistungsklasse bei NVIDIA. Besonders starke Modelle werden zudem mit dem Zusatz „Ti“ hervorgehoben. Besonders energieeffiziente Modelle hingegen haben ein „Max-Q“ am Ende (es ist jedoch beides möglich). Bei AMD gestaltet sich die Modellbezeichnung wesentlich komplizierter. Zu den bisherigen Labels R3, R5 und R7 ist nun RX dazugekommen, das ähnlich wie NVIDIAs GTX besonders leistungsfähige Grafikkarten denominiert. Die Bezeichnung R9, die früher für High-End-Grafikkarten von AMD benutzt wurde, fällt damit weg. Abgesehen davon gibt die zweite Ziffer ähnlich wie bei NVIDIA die Leistungsklasse der GPU an, die „8“ ist auch hier das Maximum. Allerdings scheint AMD selbst nicht zufrieden mit diesem Wirrwarr zu sein und lässt daher bei neueren Grafikkarten alle Labels außer RX wegfallen. Die Grafikkarten, die auf AMDs neuester Vega-Grafikarchitektur basieren, folgen wieder einem völlig anderen Schema. Einzig das „RX“ am Anfang bleibt erhalten, ansonsten heißen die Karten einfach „Vega“ plus die Anzahl an Compute Units, die auf der Karte verbaut sind.

Für den Grafikspeicher gibt es eine einfache Regel: GDDR5 ist immer die bessere Wahl als der bei günstigeren Modellen häufig eingesetzte DDR3-Speicher. Da eine niedrige Speicherbandbreite einer der beschränkenden Faktoren für die Grafikleistung ist, sollte dem schnellen Speicher unbedingt der Vorzug gegeben werden. Das heißt auch, dass eine Grafikkarte mit GDDR5-Speicher selbst dann schneller ist, wenn sie über weniger Speicher als eine Karte mit DDR3-Speicher verfügt, einfach weil der Speicher aufgrund der langsamen Übertragungsrate von DDR3 nicht effizient genutzt werden kann.

Deutlich schwieriger feststellen lässt sich, ob die verwendete Grafikkarte nun topaktuell oder ein neuer Aufguss eines alten Modells ist. Da ist es nicht gerade beruhigend, dass die Grafikhersteller dreist genug sind, zum Teil völlig identische Bezeichnungen für komplett unterschiedliche Grafikkarten zu wählen, die teilweise nicht mal die Architektur gemeinsam haben. In diesem Falle bleibt Ihnen als Interessent oft keine andere Wahl, als beim Händler anzufragen, um was für eine Grafikkarte es sich nun genau handelt. Die Unterschiede zwischen gleich benannten Modellen sind teilweise immens. Beispiel gefällig? Die etwas ältere NVIDIA GeForce GTX 860M gab es sowohl mit der älteren Kepler-Architektur, als auch mit der aktuelleren Maxwell-Architektur. Doch während das Kepler-Modell 96 Textureinheiten besaß, musste das neuere Maxwell-Modell mit 40 auskommen, also mit weniger als der Hälfte. Zudem ist neu nicht gleich neu: Der Grafikchip, der in der damaligen NVIDIA GeForce GTX 880M zum Einsatz kam ist der gleiche, den auch schon die Jahre alte NVIDIA GeForce GTX 680M verwendete. Ein Schema, das wir bei NVIDIA häufiger antreffen. Die neu vorgestellten und somit aktuellen Karten der GTX 1000er Reihe hingegen setzen voll und ganz auf die neue Pascal-Architektur. Dennoch solltet ihr immer darauf achten, welche Architektur sich hinter den verbauten Chips versteckt, um nicht von GHz-Zahlen geblendet zu werden.

Mehr Effizienz, mehr Einsatzgebiete : Was Sie in Zukunft erwarten können

Zweifellos werden in den Prozessor integrierte Grafiklösungen in Zukunft noch wichtiger werden, als sie es jetzt ohnehin schon sind. Denn während jahrelang fast ausschließlich die Leistung im Vordergrund stand, rückt der Fokus mehr und mehr auf eine hohe Energieeffizienz, die gerade im Notebook-Markt besonders wichtig ist. Viele Prozessoren für Ultrabooks mit integriertem Grafikchip kommen jedoch mit einer gemeinsamen maximalen thermischen Verlustleistung von 15 Watt oder gar noch weniger aus. Selbst die energieeffizienteste Grafikkarte kann da nicht mithalten. Doch auch in Punkto Performance wird sich noch einiges tun. Und auch wenn AMD momentan deutlich die Nase vorn hat, was integrierte Grafiklösungen angehen, so setzt auch Intel konsequent auf die Weiterentwicklung seiner Produkte. Mit aktuellen Grafikchips von Intel lassen sich durchaus auch aktuelle Spiele noch flüssig spielen – vorausgesetzt man schraubt Auflösung und Detailstufe entsprechend runter. NVIDIA hingegen ist im Markt für integrierte Grafikchips besonders im Tablet-Bereich mit seiner Tegra-Baureihe vertreten, während der Notebook-Markt für diese Grafikchips momentan weitgehend zwischen AMD und Intel aufgeteilt ist.

Eine andere spannende Entwicklung ist bei Smartphones und Tablets mit dem Android und iOS zu beobachten. Waren die Grafikchips dieser Geräte vor ein paar Jahren noch höchstens für sehr einfache 3D-Spiele geeignet, können heute sogar angepasste Versionen der Battle Royale Shooter PUBG und Fortnite problemlos auch unterwegs gespielt werden. Die Grafikchips unterstützen mittlerweile auch aktuelle Programmierschnittstellen wie DirectX 12, OpenGL und Vulkan. Vor allem in Geräten, die auf einen geringen Stromverbrauch angewiesen sind, könnten die Chips in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle spielen.