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  3. Test Apple MacBook Pro Retina 13,3 Zoll Intel Core i5 2.5 GHz (2012) - Lang erwartet, endlich da!

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Bilder zum Test: Apple MacBook Pro Retina 13,3 Zoll Intel Core i5 2.5 GHz (2012) - Lang erwartet, endlich da!

Dünner, leistungsstärker und technologisch wertvoll. Der Preis spielt für Apple in der Produktion seiner Macbook Pro Modelle keine Rolle mehr. Ab 1.749 Euro geht das neue 13,3 Zoll Modell mit hochauflösendem Retina-Display hierzulande über die Ladentheken. Ganz nach seinem großen Vorbild im 15,4 Zoll Format hat unser Testgerät an Umfang und Gewicht verloren. Das neue Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll ist nur noch 19 Millimeter dick und bringt 1,62 Kilogramm auf die Waage. Dabei rückt der kalifornische Hersteller nicht von seiner Unibody Designlinie ab und setzt auf den Wiedererkennungswert, welcher der Marke Macbook Pro in den letzten Jahren verschiedene Bestlistenplätze eingebracht hat.

Die Verarbeitung ist und bleibt auch mit der neuen, schlankeren Bauweise unangefochten. Aluminium gehört immer noch zu den hochwertigsten Materialien bei der Konstruktion von Notebooks und das fällt beim Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll optisch sowie haptisch auf. Verwindungen sind nur minimal an der Deckelmitte erkennbar und ein grober Umgang macht dem 13,3 Zoll Subnotebook nichts aus. Für knapp 2.000 Euro, die unser Testmodell mit 256 GB SSD und Intel Core i5 Prozessor veranschlagt, haben wir allerdings auch nichts anderes erwartet. Die von Apple gewohnte Balance zwischen Deckel und Basis-Einheit ist jedoch nur noch bis zu einem Aufklappwinkel von 90 Grad gegeben. Bis zu diesem Punkt kann das Retina-Macbook mit einer Hand geöffnet werden, bevor sich der Widerstand des großflächigen Scharniers erhöht. Das kennen wir bereits vom Acer Aspire S7, doch hier wird diese Technik für eine bessere Touch-Eingabe und einem somit weniger nachfedernden Bildschirm genutzt. Ob das ein Hinweis auf eine kommende Möglichkeit der Fingereingabe ist, können wir nur vermuten.

Ebenso perfekt wie die Verarbeitung zeigen sich die bekannten Eingabegeräte in Form von einer beleuchteten Chiclet-Tastatur und dem Multitouch-Trackpad mit Glasoberfläche. Der angenehm kurze Hub der Tasten und das klare Feedback finden ebenso Gefallen wie die fast schon reibungslose Navigation per Touchpad. Hier spielt Apple seine Karten bereits seit mehreren Jahren optimal aus. Externe Peripherie wie Mäuse oder Tastaturen sind unserer Meinung nach nicht erforderlich. Vor allem weil das Anschlussportfolio aufgrund der Platzeinsparungen deutlich beschnitten wurde. Ähnlich wie bei Ultrabooks kommen nur zwei USB 3.0 Schnittstellen zum Einsatz. Dazu gesellen sich zwei Thunderbolt-Ports, der vollwertige HDMI-Anschluss und ein SDXC-Kartenleser. Neben dem internen Display können bis zu zwei externe Displays parallel betrieben werden. Ein optisches Laufwerk ist nicht vorhanden. Für den Audio Ein- und Ausgang sorgen ein 3,5 Millimeter Klinke-Slot und zwei integrierte Mikrofone am linken Seitenrand, welche von kraftvollen Lautsprechern unterstützt werden. Kabellos funkt das Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll über WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0. Wenn Sie eine kabelgebundene LAN-Verbindung ins Internet aufbauen wollen, benötigen Sie einen optionalen Thunderbolt auf Gigabit Ethernet Adapter, der derzeit für knapp 30 Euro angeboten wird. Der gleiche Preis wird fällig, wenn man Anschlüsse wie Firewire, VGA oder DVI nachrüsten möchte.

Softwareseitig geht das aktuelle Apple Mac OS X 10.8 Mountain Lion mit dem iLife Zusatzpaket inklusive iPhoto, iMovie und GarageBand an den Start. Die Garantie beschränkt Apple bekanntlich auf ein Jahr inklusive 90 Tage Telefon-Support. Eine Verlängerung der beiden Optionen auf 3 Jahre lässt sich Apple mit einem Aufpreis von 349 Euro für den so genannten Protection Plan sehr gut bezahlen.

Technische Daten

Display:13.3" IPSAuflösung:2560 x 1600
Prozessor:Intel Core i5 2450M / 2,5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte256 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Mac OS X 10.7 Lion
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.62 kg
B x H x T:31.4 cm x 1.9 cm x 21.9 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Unser Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll wird von einem Intel Core i5-3210M Prozessor und 8 GB Arbeitsspeicher angetrieben. Die hohe Systemgeschwindigkeit und die schnellen Ladezeiten werden aber hauptsächlich von dem 256 GB großen Solid State Drive (SSD) ermöglicht. In unserem Test liefert dieses Übertragungsraten von bis zu 450 MB/s. Mit der verwendeten Prozessor-Grafik Intel HD Graphics 4000 bleibt das Subnotebook jedoch im Bereich der Büroanwendungen und Medienkonsumierung hängen und kann seinem großen 15,4 Zoll Bruder nicht in die Multimedia-Kategorie folgen. Eine dedizierte Grafik mit eigenem Videospeicher kommt nämlich nicht zum Einsatz. Als Flaschenhals wollen wir das aber nicht bezeichnen, denn das Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll entpuppt sich als sehr guter Begleiter für Büro, Uni oder Park. Gängige Anwendungsszenarien, wie das Surfen im Internet, die Videowiedergabe und das Erstellen von Tabellen und Dokumenten bewältigt es problemlos. Nur Spiele und fordernde CAD-Programme machen dem Subnotebook Ärger.

Aufrüstungsspezialisten müssen aufpassen und vor dem Kauf genau über die Bestückung des gewünschten Apple Macbook Pro Retina nachdenken. Alle Komponenten - von SSD bis Arbeitsspeicher - sind direkt auf das Mainboard aufgelötet und können nachträglich eigenhändig nicht mehr ausgetauscht werden. Im 13,3 Zoll System finden maximal ein Intel Core i7 Dual-Core Prozessor mit 2,9 GHz, 768 GB SSD-Speicher und 8 GB RAM Platz. Vor allem das Upgrade von 256 GB auf 768 GB Kapazität reißt mit 1.000 Euro schnell ein deutlich tieferes Loch in den Geldbeutel als die Standardkonfiguration. Verzichten wir auf Software und Adapter, schlägt die Maximalausstattung mit bis zu 3.249 Euro zu Buche.

Der glänzende 13,3 Zoll IPS-Bildschirm bietet im Optimalfall eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel. Ab Werk wird jedoch eine skalierte Auflösung von 1.024 x 640 Pixel voreingestellt, die in den Einstellungen von Mac OS X als „optimiert für Retina“ angezeigt wird. Auf Wunsch kann sie auf 1.680 x 1.050 Pixel erhöht werden. Bei diesen Skalierungen profitiert der Nutzer nur von der verbesserten Bildqualität des Displays, nicht aber von der großen Nutzfläche des Retina Displays. Das gewähren bisher nur wenige Apple Anwendungen wie Final Cut Pro. Wenn Sie die volle 2.560 x 1.600 Pixel Auflösung verwenden wollen, müssen Sie diese mit Drittanbieter-Apps wie SwitchResX erzwingen. Wir empfehlen jedoch maximal eine FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel zu verwenden, da sonst eine Lupe fällig wird. Von der verminderten Spiegelung der Glare-Oberfläche konnten wir im Test nur wenig sehen und die Ausleuchtung von 288 Candela pro Quadratmeter kann nur bedingt gegen direkte Sonneneinstrahlung ankommen. Hier bieten die Konkurrenten mit dem ASUS Zenbook Prime UX31 oder dem Samsung Serie 9 900X3C deutlich hellere, matte IPS-Displays. Allerdings liefern diese nicht so viel Leistung wie das Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll.

Früher galt das Macbook Pro als Hitzkopf und Schreihals. Mit dem neuen Unibody-Design und den asymmetrisch platzierten Flügelrädern im Lüfter scheint eines dieser Probleme zumindest bei Büro- und Browseranwendungen behoben wurden zu sein. Fast lautlos arbeitet sich unser Testmodell durch Dokumente und YouTube-Clips. Lediglich bei praxisfernen Grafikbenchmarks dreht das Kühlsystem voll auf und erzeugt bis zu 47 Dezibel (A). Im Vergleich dazu sieht die Praxis mit 25 bis 31 Dezibel (A) wesentlich besser aus. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei 32,7 Grad Celsius auf der Ober- und 30,9 Grad Celsius auf der Unterseite. In Sachen Akkulaufzeit beweist sich das Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll als Langläufer mit einer maximalen Einsatzdauer von fast 11 Stunden im Leerlauf (Funksignale aus, Displayhelligkeit minimiert). Bei normalem Betrieb bleiben davon noch knapp 6 bis 7 Stunden übrig, je nach Nutzungsintensität.

Zusammenfassung

Die schlanke Linie und das hochauflösende Retina-Display stehen dem 13,3 Zoll Apple Macbook Pro richtig gut. Vor allem das reduzierte Gewicht von nun gerade einmal 1,62 Kilogramm macht sich positiv bemerkbar. Hinzu kommt ein gelungener Feinschliff des bereits herausragenden Aluminium Unibody-Gehäuses. Die Hitzeprobleme und das früher stetige Aufheulen der Lüfter wurden größtenteils beseitigt. Dabei bietet das neue Macbook Pro eine sehr gute Akkulaufzeit und fortschrittliche Verbindungsmöglichkeiten dank USB 3.0 und Thunderbolt. Zusammenfassend sind nur der glänzende Bildschirm und der vergleichsweise hohe Preis an Mankos zu nennen. Somit ist und bleibt das Apple Macbook Pro Retina 13,3 Zoll eines der besten Subnotebooks auf dem Markt. Alternative auf gleicher Qualitätsstufe gibt es nur im Ultrabook-Segment zu finden. Hier stechen vor allem das ASUS Zenbook Prime UX31 und das Samsung Serie 9 900X3C aus der Masse hervor.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
PassMark Performance Test (HDD Read)401 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)448 MB/sMax. 781 MB/s
Cinebench R10 32 Bit (Single)4513 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)9476 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5899 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 27 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 50 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 35 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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