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  3. Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) im Test

Das neue Profi-Werkzeug: Hohe Qualität mit signifikanten Verbesserungen

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) mit Intel Core i7 ProzessorBildquelle: notebookinfo.de | st
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Alles neu macht der Mai: Apple bringt auch im 15,4-Zoll Format neue Hardware in die MacBook Pro Serie. Wir machen den Test.

Ab sofort ist auch unser Testbericht zum MacBook Pro mit AMD Radeon R9 M370X Grafikkarte mit vielen Benchmarks und Gaming-Tests online. Hier geht es zum Test.

Legt man die Datenblätter der Mid 2014 und Mid 2015 Modelle übereinander, unterscheiden sich die beiden Apple MacBook Pro 15 Retina Notebooks kaum voneinander. Wir treffen noch immer auf das sehr gut verarbeitete Gehäuse aus Aluminium, ein verglastes Display und die schwarze Chiclet-Tastatur als Kontrast zum sonst silbernen Unibody. Apples "Never stop a running system" Motto ging die letzten Jahre auf. Und auch heute spielt das Multimedia-Notebook in Sachen Eingabegeräte, Audio-Qualität, Leistung und Mobilität in der 1. Liga mit. Die einzige optische und auch haptische Neuerung ist das Force Touch Trackpad. Das kennen wir bereits aus dem Apple MacBook 12 (Test) und dem Apple MacBook Pro 13 Retina (Test). Es merzt die mechanischen Probleme der älteren Click-Pads aus und simuliert normale und druckintensive Klicks mit einem Elektromagneten und der Taptic Engine.

Kurz gesagt: Es gibt wie immer viel Qualität fürs Geld. Das Gehäuse des Apple Notebooks ist erstklassig und die Eingabegeräte für Vielschreiber bestens geeignet.

Auch im Bereich der Anschlüsse trifft man auf alte Bekannte. Strom wird über die MagSafe 2 Schnittstelle geliefert, USB 3.0 ist in zweifacher Ausführung vorhanden und externe Monitore können wahlweise über HDMI oder Thunderbolt 2 mit dem Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) verbunden werden. Letzterer dient bekanntlich als Multifunktions-Port und kann neben Displays auch externe Festplatten, Docks, Adapter und Zubehör ansteuern. Außerdem gehört das MacBook Pro noch zu den wenigen Apple Notebooks, die mit einem SD-Kartenleser ausgestattet werden. Den vom 12-Zoll MacBook bekannten USB-C Anschluss finden wir in der 2015er Edition der Pro-Variante hingegen noch nicht . Dafür gibt es mit WLAN-ac und Bluetooth 4.0 aktuelle Funktechnik zu verzeichnen.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Anschlüsse rechtsApple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Anschlüsse linksBildquelle: notebookinfo.de | st
Alles dabei: Die neuen MacBooks sind in der Pro-Version mit Anschlüssen gut versorgt.

Leistungsschub dank verbesserten Flash-Speicher

In Hinsicht auf den Prozessor hat sich die Leistung des Apple MacBook Pro 15 Retina in diesem Jahr nicht verbessert. Intel hat es nicht rechtzeitig geschafft die 4-Kern-Chips der aktuellen Broadwell-Generation zu liefern. Daher treffen wir auch in unserem Testmodell auf den Intel Core i7-4770HQ mit 2,2 GHz. Er gehört der Haswell-Serie an, die auch oft als 4. Generation Intel Core Prozessoren betitelt wird. Aus unseren unten aufgelisteten Benchmarks kann man gut entnehmen, dass der hier verwendete Prozessor trotzdem eine sehr gute Leistung für alle Multimedia-Anwendungen bietet. Zu nennen wären hier zum Beispiel das Rendern von Filmen, das professionelle Bearbeiten von Fotos oder 3D-Berechnungen für Animationen bzw. CAD-Programme. Ein Update auf Broadwell-Chips hätte an dieser Stelle einen durchschnittlichen Mehrwert von lediglich 5-10 Prozent zur Folge, je nachdem welches Anwendungs-Szenario man heranziehen würde. Deutlich interessanter wäre Apples Schritt zu beobachten, wenn im September 2015 bereits die nächste Prozessor-Generation unter dem Codenamen Intel Skylake erscheint.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Flash-Speicher BenchmarkBildquelle: notebookinfo.de | st
Schnell, schneller, Flash: Mit dem Blackmagic Disk Speed Test prüfen wir die Geschwindigkeit.

Für intensive Grafikbenchmarks oder Spiele ist die im aktuell verwendeten Prozessor integrierte Iris Pro Graphics 5200 weniger geeignet. Obwohl sie zu den stärksten, internen GPUs für Intel Notebooks gehört. Deutlich mehr Fahrt nimmt der verbesserte Flash-Speicher auf, der in unserem Fall mit einer Kapazität von 256 GB verbaut wurde. Er schafft es auf sehr gute Übertragungsgeschwindigkeiten von 1,8 GB/s beim Lesen und 1,2 GB/s beim Schreiben. Solche Werte erreichen - wenn überhaupt - sonst nur SSD-Laufwerke im RAID 0 Verbund. Ebenso ermöglichen die vorhandenen 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) ausgiebiges Multitasking.

Fassen wir zusammen: Das Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) bringt eine Vielzahl an Anschlüssen mit und ist dank Thunderbolt 2 Optionen und WLAN-ac auf der Höhe der Zeit. Die Kombination aus Intel Core i7 Prozessor und Iris Pro Grafik bringt zudem eine gute Performance im Multimedia-Alltag. Für Spiele und grafikintensive Anwendungen braucht es dann allerdings die AMD Radeon R9 M370X aus dem stärkeren MacBook Modell. Der optimierte Flash-Speicher bringt hingegen die Beschleunigung mit sich, die herkömmliche SSDs in den Schatten stellt.

Über Retina, Akkulaufzeiten und Temperaturen

Das verbaute 15,4 Zoll Retina Display des MacBook Pro sollte jedem Apple-Nutzer bekannt sein. Es bietet eine native Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel und ist unter Mac OS X 10.10 Yosemite mit einer maximalen Skalierung von 1.920 x 1.200 Pixel versehen. Wer mehr Bildfläche benötigt, muss auf Apps von Drittanbietern zurückgreifen, die dann mehr Sichtbarkeit bieten. Allerdings kann es hier schnell passieren, dass Symbole und Schriften zu klein erscheinen. Bei der Helligkeit und dem Kontrast des IPS-Bildschirms haben wir uns über die Jahre allerdings mehr Fortschritte gewünscht. Die anliegenden 300 cd/m² und der 850:1 Kontrast sind zwar gut, aber es gehtnoch besser. Im Außenbereich wird man an der einen oder anderen Stelle mit den Spiegelungen des glänzenden Displays zu kämpfen haben.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Display-DeckelApple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Unibody-Gehäuse aus AluminiumBildquelle: notebookinfo.de | st
Mobilität: Neben der Akkulaufzeit überzeugt auch die Bauhöhe von 18 mm und die 2 kg Gewicht.

In der Praxis verspricht Apple eine um 1 Stunde erhöhte Akkulaufzeit im Vergleich zum Vorgänger. Knapp 9 Stunden soll das MacBook Pro 15 Retina im Optimalfall erreichen. Der Mittelwert aus maximaler und minimaler Akkulaufzeit liegt in unseren Tests bei 7,5 Stunden. Genau eine Stunde mehr als das Mid 2014 Notebook. Somit sind Apples Angaben durchaus realistisch. Abhängig jedoch immer davon, wie viele und vor allem welche Programme geöffnet sind. Bekanntlich verbraucht der Google Chrome Browser zum Beispiel deutlich mehr Energie als das Apple-Pendant Safari. Dafür bleibt das MacBook Pro beim Surfen im Internet vergleichsweise kühl und bringt es nur bei harter Belastung auf Temperaturen von über 35 Grad. Die Lautstärke liegt im Schnitt bei 28 bis 33 dB(A), die unter selbiger, hoher Auslastung maximal 42 dB(A) erreicht. Somit meldet sich unser Testgerät nur lautstark zu Wort, wenn wir neben dem Videorendering noch YouTube-Filme in 4K-Auflösung abspielen und parallel auf Flash-Seiten im Netz unterwegs sind. Doch das wäre wohl kein praxisnahes Szenario.

Apple MacBook Pro 15 Retina (Mid 2015) Rückseite mit LogoBildquelle: notebookinfo.de | st
Klassisch und modern zugleich: Auch das neue MacBook Pro können wir wärmstens empfehlen.

Fazit

Nach Jahren der Beständigkeit gehört das Apple MacBook Pro 15 mit Retina Display noch immer zu den besten Multimedia-Notebooks am Markt. Metall-Gehäuse, Tastatur, Force Touch Trackpad. Alles hochklassig. Der Intel Core i7 Prozessor bringt es zu sehr guten Leistungen, auch wenn sich bereits die nächste Generation ankündigt. Herausragend ist der verbesserte Flash-Speicher, der das MacBook extrem beschleunigt. Ebenso sind wir mit der Display-Qualität zufrieden, auch wenn wir uns für den Outdoor-Bereich eine etwas höhere Helligkeit durchaus vorstellen könnten. Die Investition von 2.100 Euro lohnt sich dennoch. Nun sind wir gespannt auf den großen Bruder mit der neuen AMD Radeon R9 M370X Grafikkarte. Ein ausführlicher Test dazu sollte in der kommenden Woche folgen.

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von Notebooksbilliger.de | Händlerangabe: 27.07.16 16:19

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1850 MB/sMax. 1850 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)1250 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)120 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)592 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)30.6 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3111 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)11763 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic17.6 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score736 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD5.2 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD216 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal12 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 31 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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