1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Apple MacBook Pro 13,3 Zoll Intel Core i5 2.4 GHz (Late 2011) - Dauerbrenner mit bekannten Mängeln

© Copyright by Apple. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (5)
Bilder zum Test: Apple MacBook Pro 13,3 Zoll Intel Core i5 2.4 GHz (Late 2011) - Dauerbrenner mit bekannten Mängeln

Seit mehreren Jahren setzt Apple auf das erfolgreiche Aluminium-Gehäuse im Unibody-Design. Abgerundete Ecken und geringe Spaltmaße haben sich neben dem großen Glas-Trackpad über Jahre hinweg zum Trend entwickelt. Ebenso ist die fast makellose Verarbeitung und Verwindungssteifigkeit zu nennen, die das Chassis haptisch aufwerten. In diesem Bereich hat Apple mit dem Macbook Pro 13-Zoll (Late 2011) gute Arbeit geleistet. Selbst unter starkem Druck ist keine Dellenbildung auf der Arbeitsumgebung oder dem Deckel erkennbar. Das Gewicht von zwei Kilogramm und die Abmessungen sind zwar nicht mit aktuellen Ultrabooks zu vergleichen, doch dafür hat der Hersteller aus Cupertino auch seine weitaus dünneren Macbook Air Modelle im Portfolio.

In Hinsicht auf die Eingabegeräte behält Apple den Trend bei und bietet uns eine beleuchtete Tastatur im Chiclet-Layout. Der angenehm kurze Hub, der klar definierte Druckpunkt und ein sehr gutes Feedback werden vor allem Vielschreiber überzeugen. Im Vergleich mit der Konkurrenz steht die Macbook-Serie mit seiner Tastatur und dem großflächigen Multi-Touchpad immer noch an erster Stelle des Qualitäts-Ranking. Letzteres besitzt keine separaten Tasten. Diese sind in die sensitive Fläche integriert und reagieren auf ein breites Spektrum an Mehrfinger-Gesten. Dazu gehören unter anderem die Pinch-to-Zoom Funktion und das Zwei-Finger-Scrolling. Die Glasoberfläche des Trackpads setzt sich in Verbindung mit einer leichten Vertiefung zudem perfekt von der angerauten Aluminium-Handballenauflage ab.

Spartanisch wie vor zwei Jahren kommen auch im Apple Macbook Pro 13-Zoll in der Late 2011 Version die Anschlussmöglichkeiten daher. Ein Großteil der Schnittstellen findet dabei an der linken Gehäuseseite Platz. Hier sammeln sich neben zwei USB 2.0 Ports der SD-Kartenleser, Gigabit-LAN, Firewire 800 und der serienmäßige Thunderbolt Anschluss. Die von Apple und Intel entwickelte Schnittstelle wurde zunächst unter dem Codenamen „Light Peak“ angekündigt und kann neben Monitoren auch Peripheriegeräte, Videokameras oder Festplatte mit dem Macbook verbinden. Wer bereits ältere Mini DisplayPort Adapter zum Anschluss von externen Bildschirmen besitzt, kann diese auch am aktuellen Thunderbolt-Port nutzen. Während die Front von Anschlüssen befreit ist, belegen die rechte Seite des Aluminium-Gehäuses lediglich der Slot-In DVD-Brenner und das Kensington Schloss. Für die kabellose Kommunikation bietet uns dieses Subnotebook WLAN 802.11n und Bluetooth 2.1.

Ab Werk wird die Late 2011 Fassung das Macbook Pro 13-Zoll mit dem vorinstallierten Mac OS X Lion Betriebssystem ausgeliefert. Darin integriert ist auch die iLife Suite, die mit iPhoto, iMovie und GarageBand den Grundstein für Foto-, Video-, und Musikbearbeitung sowie –archivierung legt. Sie haben zudem die Möglichkeit über den Boot Camp Assistenten unter Mac OS eine native Version von Windows 7 zu installieren. Die 500 GB große Festplatte ist dafür ausreichend groß dimensioniert.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1280 x 800
Prozessor:Intel Core i5 2430M / 2,4 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Mac OS X 10.7 Lion
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:2.04 kg
B x H x T:32.5 cm x 2.41 cm x 22.7 cmFarbe:silbernes Präzisions-Unibody-Aluminiumgehäuse

Auf dem Prüfstand

Über die Preispolitik bei Apple lässt sich streiten. Die Anwendungsleistung des Intel Core i5-2435M ist jedoch für die gedachten Einsatzbereiche sehr gut. Optional und mit einem Aufpreis von mindestens 300 Euro können Sie auch zum stärkeren Core i7 Prozessor greifen, der anstelle von 2,4 GHz mit einem Takt von 2,8 GHz arbeitet. Die Systembenchmarks bescheinigen aber auch dieser Konfiguration des Apple Macbook Pro 13-Zoll eine gute Performance. Büro- und Multimediaanwendungen sind für das Subnotebook kein Problem. Lediglich die Intel HD Graphics 3000 bildet bei dem Gedanken an aktuelle Spieletitel den Flaschenhals. Für diesen Bereich müssen Apple-Fans zu den größeren Pro-Varianten im 15- oder 17-Zoll Format greifen. Diese beherbergen anstelle der Onboard-Grafiklösung eine dedizierte Karte aus dem Hause AMD. Am Rande wollen wir noch die Prozessor-Drosselung unter voller und durchaus praxisferner Auslastung erwähnen. Im Stresstest mit FurMark und Prime95 kommt es zu einer Taktreduzierung der Core i5 CPU auf 800 MHz.

Die Zeiten der extrem hellen, glänzenden Bildschirme scheinen vorbei zu sein. Schon lange konnten wir kein Macbook Pro Modell mit einer Leuchtdichte von über 300 Candela pro Quadratmeter sichten. Auch die 13-Zoll Late 2011 Fassung kommt nur auf 242 cd/m² im Durchschnitt. Neben dem hohen Kontrast von 625:1 und der für ein TN-Panel sehr guten Blickwinkelstabilität kann sich das Display gerade so über Wasser halten. Die geringe und keineswegs zeitgemäße Auflösung von 1.280 x 800 Pixel und die stark spiegelnde Oberfläche trüben zudem das Bild der Outdoor-Mobilität.

Dabei lädt eine praxisnahe Akkulaufzeit von über 6 Stunden unter Mac OS X Lion zur stetigen Nutzung abseits der Steckdose ein. Im Idle-Test konnten wir sogar mehr als 10 Stunden messen. Der Stromverbrauch des Macbook Pro 13-Zoll (Late 2011) liegt in der Praxis zwischen 10 Watt und 30 Watt, je nach Belastung. Wer das Boot Camp Feature und somit Windows 7 nutzen möchte, muss mit einer geringeren Akkulaufzeit (4,5 Stunden) und einem höheren Stromverbrauch (35 Watt) rechnen.

Im Bereich der Lautstärken- und Wärmeentwicklung kann sich Apple wieder einmal nicht mit Ruhm bekleckern. Zu schnell erwärmt sich unser Testgerät flächendeckend über 40 Grad Celsius auf der Ober- und Unterseite. Zudem dreht der Lüfter bereits bei mäßiger Systemauslastung auf über 40 Dezibel (A). Im DVD-Betrieb liegt die Lautstärke bei 37 dB(A). Dabei ist zu erwähnen, dass die Emissionen unter Mac OS X Lion deutlich geringer sind als unter Windows 7.

Zusammenfassung

Trotz der bekannten Schwächen im Bereich der Emissionen und des mageren Anschlussportfolios gehört das Apple Macbook Pro im 13-Zoll Format zu den besten Geräten seiner Subnotebook-Klasse. Die Anwendungsleistung ist durch den Intel Core i5 gesichert, während in der Late 2011 Version auch Festplatte und Arbeitsspeicher in einer guten Dimensionierung untergebracht wurden. Mit dem Unibody-Aluminium-Gehäuse liegt die Messlatte für die Konkurrenz immer noch sehr hoch. Nur wenige, vergleichbare Notebooks erreichen die Verarbeitungsqualität der Macbook Pro Serie. Gleiches gilt für die Eingabegeräte.

Über die Jahre hat das sonst über 300 cd/m² helle Display nachgelassen und auch an der geringen Auflösung wurde nicht geschraubt. Hinzu kommt die weiterhin strenge Preispolitik bei Apple. Für über 1.000 Euro erhalten Sie bei gewissen Abstrichen auch 15,6-Zoll große Gaming-Notebooks oder gar zwei günstige Multimedia-Geräte. Auf Aluminium, Thunderbolt und das Glas-Trackpad muss dabei jedoch verzichtet werden.


Andere Notebooks von Apple - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Apple - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur4,0 (Ausreichend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064497 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1923 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72274 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6050 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01209 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)62.6 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)49.5 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15621 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15905 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz54.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read59.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen1943 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4820 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)5871 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5617 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3847 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7923 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5474 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung81 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 34 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 5 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 10 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

20 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,020 kWh x 24,00 Cent = 10,51 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.