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  3. Test Apple MacBook Air 13" Core i5 1.7 GHz 256GB (Mid 2011) - Neues Statussymbol für Einsteiger?

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Bilder zum Test: Apple MacBook Air 13" Core i5 1.7 GHz 256GB (Mid 2011) - Neues Statussymbol für Einsteiger?

Während sich Hersteller wie HP, Toshiba und MSI mit Einsteiger-Notebooks zum Schnäppchenpreis gegenseitig unterbieten, bleibt Apple dem hohen Preisniveau treu. Das aktuell erneuerte Macbook Air beginnt bei einem Preis von 949 Euro. Unser 13-Zoll Testmodell ist hingegen für 1.499 Euro zu haben. Am Design hat sich zum Vorgänger nichts verändert. Das durchweg flache Unibody-Gehäuse besteht komplett aus Aluminium. Bis auf das Display sind keine glänzenden Elemente vorhanden. Fingerabdrücke oder Fettschlieren werden somit aus dem Alltag verbannt. Trotz geringen Abmaßen kann das Apple Macbook Air mit einer außerordentlich guten Verarbeitung punkten.

Der Tastatur wurde – im Gegensatz zu den Vorgängern – eine Beleuchtung spendiert. Einsätze in dunklen Gefilden werden also nicht mehr mit Fehleingaben abgestraft. Hub, Druckpunkt und Feedback können als sehr gut bezeichnet werden. Vielschreiber werden ihre Freude an der Tastatur haben. Gleiches gilt für das großflächige Multi-Touchpad, dessen Oberfläche aus Glas besteht. Statt separate Tasten im Gehäuse unterzubringen, dient das komplette Trackpad als Taste und kann in das Gehäuse eingedrückt werden. Somit wurde die berührungsempfindliche Fläche erweitert.

Im Zuge des Apple Mac OS X 10.7 Lion-Updates konnte Apple noch einige Multitouch-Gesten hinzufügen, welche eine Bedienung mit bis zu fünf Fingern erlauben. Wer sich die Funktionen gut einprägt, kann seinen Alltag vereinfachen und effektiver arbeiten.

Sehr spartanisch geht es bei den Anschlüssen unseres Testgeräts zu. An der linken Seite finden wir neben dem Netzanschluss lediglich einen USB 2.0 Port, eine 3,5 Millimeter Klinke-Schnittstelle und das integrierte Mikrofon. Rechts wird ein SD-Kartenleser, ein weiterer USB Anschluss und der neue Thunderbolt Port untergebracht. Letzteres konkurriert mit aktuellen Technologien wie eSATA und USB 3.0. Neben Audio- und Videosignalen können auch Daten über die Thunderbolt-Schnittstelle übertragen werden. In Verbindung mit einem neuen Cinema Display von Apple werden die Anschlüsse um Gigabit-Ethernet (LAN) und zusätzliche USB-Ports erweitert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Dritthersteller sich an die neue Technologie herantrauen und externe Festplatten und Port Replikatoren verkaufen.

Bis dahin kommuniziert das Apple Macbook Air über die Bluetooth- und WLAN 802.11n Verbindung. Ein UMTS (3G) Modul ist nicht integriert. Wer sich außerhalb von offenen WLAN-Netzen aufhält, muss zu einer UMTS-Erweiterung via USB greifen, die eine passende SIM-Karte tragen kann. Doch aufgepasst – solche großen Module können leicht umliegende Anschlüsse blockieren, da alle Schnittstellen im hinteren Bereich des Macbook Air nah aneinander positioniert sind.

Obwohl sich Apple nicht damit brüstet, kann sich auch der Sound der im Gehäuse versteckten Lautsprecher sehen lassen. Mitten und Höhen harmonieren auch bei hohem Lautstärkegrad miteinander. Ohne Subwoofer ist von Bässen kaum eine Spur, doch für den MP3-Betrieb im Büro oder unterwegs liegt das Macbook Air deutlich über dem Soundqualitäts-Durchschnitt anderer Subnotebooks.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1440 x 900 ( WXGA+ )
Prozessor:Intel Core i5 2557M / 1.7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte256 GB FlashRAM:4 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Mac OS X 10.7 Lion
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.35 kg
B x H x T:32.5 cm x 0.3 - 1.7 cm x 22.7 cmFarbe:silbernes Präzisions-Unibody-Aluminiumgehäuse

Auf dem Prüfstand

Aufgrund der schmalen Bauweise greift Apple zu stromsparender Hardware von Intel in Form von ULV-Prozessoren. Der verbaute Intel Core i5-2557M besitzt einen Grundtakt von 1,7 GHz und kann dynamisch auf 2,7 GHz übertaktet werden. Dies wird durch die Intel Turbo Boost Technologie umgesetzt. Der maximale Stromverbrauch liegt bei 17 Watt. Daran ist auch die verminderte Leistung der sonst mit 35 Watt arbeitenden Intel Core i5 Prozessoren zu erkennen. Die im Prozessor integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 3000 kümmert sich um die grafischen Aufgaben im Apple Macbook Air 13. Auch bei dieser liegt der Takt des Grafikchips weit unter dem Standard der vollwertigen Intel Sandy Bridge Prozessoren.

Das Einsatzgebiet ist klar abgesteckt. Text- und Tabellenbearbeitung, das Surfen im Internet und HD Videos bei Streaming-Plattformen wie YouTube und Co. – mehr ist nicht drin. Das Macbook Air steht klar unter dem Motto „Konsumieren statt Produzieren“. Die Bildbearbeitung der letzten Urlaubsfotos stellt kein Problem dar. Wer jedoch HD-Videos schneiden und rendern möchte, wird schnell an seine Grenzen kommen. Gleiches gilt für Nutzer mit Gaming-Ambitionen.

Das Macbook Air ist ein flottes Subnotebook für den Office-Betrieb. Dank der schnellen 256 Gigabyte (GB) SSD werden Lade- und Bootzeiten auf ein Minimum reduziert. Bereits nach wenigen Sekunden ist das Macbook Air betriebsbereit. Die durchschnittliche Akkulaufzeit des stromsparenden 13-Zoll Notebooks liegt bei sechs Stunden. Maximal können elf Stunden erreicht werden.

Leider hat das Gehäuse immer noch mit seinen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Es wird an einigen Stellen zu warm und der Lüfter dreht unter hoher Auslastung auch unter Mac OS X 10.7 Lion laut auf. Die Maximalwerte liegen bei 38 Grad Celsius und 45 Dezibel (A). Dafür kann sich das hochauflösende Display (1.440 x 900 Pixel) sehen lassen. Die durchschnittliche Ausleuchtung liegt bei 310 Candela pro Quadratmeter. Mit diesem Wert können trotz glänzendem Display auch sonnige Arbeitsplätze in Betracht gezogen werden. Spiegelungen werden jedoch trotzdem auftreten.

Zusammenfassung

In der heutigen Zeit gilt das Apple Macbook Air nicht nur als schnelles Subnotebook sondern auch als Statussymbol unter Jugendlichen und Geschäftsleuten. Der hohe Preis ist für die meisten Interessenten nebensächlich. Die geringen Abmaßen, die guten Eingabegeräte und das wertige Gehäuse konnten sich in den letzten Jahren auf dem Markt gut etablieren. Die verwendete Intel-Hardware reicht für gängige Office-Anwendungen und den HD-Stream von YouTube vollkommen aus. Die verbaute SSD sorgt zusätzlich für kürzere Ladezeiten. Außerdem fühlt sich das glänzende Display auch in sonnigen Umgebunden wohl. Für uns ist das Apple Macbook Air ein schnelles und komfortables Subnotebook, das sich – bis auf den Preis – kaum Mängel erlaubt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Cinebench R10 32 Bit (Single)3761 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6927 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6149 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 35 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 45 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR

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