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Bilder zum Test: Medion Erazer X6821 (MD98056) - Altbewährtes Erazer Konzept

Auch mit dem Erazer X6821 Gaming Notebook setzt Medion auf das uns bekannte Gehäuse und unterzieht lediglich einzelne Komponenten einem Update. Je häufiger man als Redakteur Geräte einer Serie mit ein und demselben Chassis vor sich findet, umso stärker treten die Charaktermerkmale hervor. Medions wuchtiges Plastikgehäuse im Look von gebeiztem Aluminium hat mit seinen kantigen Formen einen dezenten Biss. Mit der Besinnung auf das traditionelle Design erbt der Gamer natürlich auch die Schwächen: Der Displayrahmen spiegelt, genauso wie das Bett der Chiclet-Tastatur. Sitzt man mit Lichtquellen im Rücken, so treten störende Reflexionen auf. Die Verarbeitung ist sehr gut, auch an kritischen Stellen wie der Region um das DVD-Laufwerk. Das Chassis präsentiert sich der stattlichen Bauhöhe entsprechend äußerst robust. Ähnlich verwindungssteif ist auch der Displaydeckel, das dazugehörige Scharnier besitzt wenig Spiel und ist fest angezogen. Die Spaltmaße des Gehäuses sind gering und gleichmäßig.

Bei den Eingabegeräten hat Medion alles richtig gemacht. Ein kurzer Hub und ein deutlicher Druckpunkt liefern Schreibern und Gamern gleichermaßen ein tolles Feedback. Für die Spieler sind relevante Tasten wie das WASD-Tastenfeld oder Richtungstasten farblich markiert. Büroanwendungen profitieren vom separaten Nummernblock. Auf unserer Wunschliste stehen eine zweizeilige Entertaste und eventuell auch eine Hintergrundbeleuchtung. Medion hat die Erazer Gamer gegenüber den Vorgängern verteuert und könnte der Preissteigerung auch mit solchen Premium-Features Rechtfertigung verleihen. Das Multitouchpad erkennt alle Gesten direkt und fehlerfrei, über die raue Oberfläche gleitet es sich sehr angenehm.

Bei den Anschlüssen beherrschen nun drei der vier USB Ports den schnellen USB 3.0 Standard, es bleibt nur noch ein USB 2.0 Port übrig. Externe Festplatten finden zudem am eSATA-Port Platz. Für die Anbindung von externen Bildschirmen stehen ein HDMI- und ein VGA-Ausgang zur Verfügung. Je nach Softwarekonfiguration lassen sich die vier Audiobuchsen als Mikrofon-Eingang, Line-In, Line-Out mit S/PDIF und Side-Out oder als 8-Kanal-Audioausgang nutzen. Ein Multikartenleser und der Gigabit-LAN Port komplettieren das Portfolio. Das Intel Centrino Wireless-N 2230 Modul ermöglicht drahtloses Surfen via WLAN-N und integriert auch die Bluetooth 4.0 Schnittstelle. Positiv finden wir auch die Verlegung des Netzsteckers, HDMI- und VGA-Ausgangs sowie eSATA- und LAN-Ports an die Rückseite um Kabelwirrwarr auf dem Schreibtisch zu vermeiden.

Vorinstalliert sind das 64-Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystemund die Microsoft Office 2010 Starter Version.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2,3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 670M
Festplatte750 GB Hybrid -+ 80 GB SSDRAM:16 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), DVD-RAM (DVD-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.5 kg
B x H x T:39.5 cm x 5.6 cm x 26.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Die verbaute Hardware bietet alles, was ein Gamer heutzutage braucht. Die Nvidia Geforce GTX 670M Grafikkarte bewältigt auch höhere Detailstufen und Auflösungen in den meisten modernen Spieletiteln wie Alan Wake, Battlefield 3 oder Batman: Arkham City. Für Büroanwendungen, ja sogar viele Games erweisen sich der leistungsstarke Intel Core i7-3610QM Prozessor und die 16GB Arbeitsspeicher als überdimensioniert, da die Grafikchips in der Regel die Flaschenhals-Komponente sind. Beim Spielen in der nativen FullHD Auflösung des Displays von 1.920 x 1.080 Pixeln muss mitunter auf Bildverbesserungen wie Kantenglättung oder eine Detailstufe verzichtet werden, ansonsten liefert der Medion Erazer X6821 eine solide Spieleleistung ab.

Nicht nur die hohe Auflösung des Displays kann überzeugen, der maximale Kontrast von 660:1, stabile Blickwinkel und durchschnittlich 300 Candela pro Quadratmeter Helligkeit lassen auch einer LAN-Partie auf der Terrasse im Freien nichts entgegenstehen. Ähnlich Multimediatauglich wie das Display zeigen sich auch das Dolby Home Theatre v4 zertifiziete 2.1 Lautsprechersystem. Das Klangbild ist rund, die maximale Lautstärke erstaunlich und dank dem Subwoofer kommen auch die Bässe nicht zu kurz.

Damit Performance gegeben ist und möglichst viele Multimediadateien Platz finden, setzt Medion in unserem Testgerät auf einen Verbund aus einer 80 GB SSD als Bootlaufwerk und einer 750 GB großen, herkömmlichen Festplatte. Die Leserate ist mit 241 MB/s ordentlich, die Schreibrate von 90,6 MB/s kann sich nicht so sehr von denen herkömmlicher Festplatten abheben. Vorteilhaft ist die Platzierung der Recovery-Partition auf der größeren Festplatte.

Erstaunt waren wir von der Ausdauer des 15,6-Zoll Gamers. Im Leerlauf bei 22 Watt Verbrauch ermittelten wir eine maximale Laufzeit von 8 Stunden und 9 Minuten. Dank der Nvidia Optimus Technologie kann für anspruchslose grafische Darstellungen die sparsame, integrierte Intel HD Graphics 4000 Grafik genutzt werden. Auch unter moderater Last zwischen 25 Watt beim Surfen und 100 Watt beim Spielen kommt der X6821 auf beachtliche 4 Stunden und 32 Minuten. Die Kühlung dreht dann von 30 Dezibel (A) hoch auf deutlich wahrnehmbare 37 beziehungsweise bis zu 47 Dezibel (A) unter Volllast, hält den Gamer aber bei durchschnittlichen 30,3 Grad Celsius imakzeptablen Temperaturbereich.

Zusammenfassung

Bei Medions Erazer X6821 zählen die inneren Werte: Der Intel Core i7-3610QM und die Nvidia Geforce GTX 670M liefern solide Gaming-Leistung in einem attraktiven Gesamtpaket. Vorzüge wie ein 300 Candela helles, mattes FullHD-Display und die SSD-HDD-Kombination müssen bei manch anderem Hersteller teurer erkauft werden. Dank Nvidias Optimus Technologie konnte die Laufzeit im Vergleich zum Vorgänger X6819 auf 4,5 Stunden gesteigert werden. Multimediafans dürfen sich über ein starkes 2.1 Lautsprechersystem freuen. Alles in allem konnten wir bis auf das leicht angestaubte Design keine Schwächen ausmachen. Preislich schlägt der Erazer X6821 mit 1.380 Euro aber schon ordentliche Löcher in die Geldbörsen und erreicht nicht ganz das überlegene Preis-Leistungsverhältnis der Vorgänger.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0619138 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112981 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12589 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage4276 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02663.7 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)241 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)90.6 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read16575 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write23341 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz34.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read186.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22314 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5646 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)21342 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6292 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4389 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)16975 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6114 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung44 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 56 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 9 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 32 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

94 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,094 kWh x 24,00 Cent = 49,41 EUR

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