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Bilder zum Test: Medion Erazer X6815 (MD 97824) - Glänzender Entertainer für HD-Fans und Sparfüchse

Knapp 770 Euro müssen Multimedia-Fans berappen, um das Medion Erazer X6815 aus dem Online-Shop des Herstellers zu sich nach Hause liefern zu lassen. Beachtet man die sehr gute Ausstattung, ist mit einem enormen Schnäppchen zu rechnen, dass auch außerhalb der ALDI-Regale zur Verfügung steht.

Das Design richtet sich nach der breiten Masse und kommt im glänzenden Look daher. Schwarzer Klavierlack findet sich auf dem Deckel, der Arbeitsumgebung und dem Displayrahmen wieder. Fingerabdrücke werden so magisch angezogen. Ohne Putztuch verlässt man am besten gar nicht erst die Wohnung. Durch kleine Spielereien, wie die strukturierte Tastatur-Umrandung, hebt sich das Medion Erazer X6815 von der Billigheimer-Fraktion ab. Die Haptik wird dadurch jedoch nicht aufgebessert und der Nutzer hat stets einen klassischen Plastikbomber in den Händen.

Auch die Verarbeitung teilt sich auf zwei Gleise auf. Während der Deckel einen stabilen Eindruck macht, gibt die Handballenauflage über dem integrierten Blu-ray Laufwerk zu schnell nach. Die allgemeinen Verwindungen des Gehäuses halten sich jedoch in Grenzen. Und täglich grüßt das Murmeltier: Während die Tastatur einen vergleichsweise guten Druckpunkt, ein klares Feedback und den gewünscht kurzen Hub aufweist, fällt das Touchpad gänzlich durch. Haptisch ist es nur durch eine leichte Vertiefung ins Gehäuse von der Handballenauflage zu unterscheiden. Die Oberfläche erzeugt viel zu viel Reibung und wehrt feuchte Fingerkuppen komplett ab. Ein guter Mausersatz sieht anders aus.

Die Anschlüsse des Medion Erazer X6815 verteilen sich über die rechte und linke Seite sowie an der Front des 15,6-Zoll Multimedia-Notebooks. Zubehör wie externe Festplatte, Mäuse oder UMTS-Sticks lassen sich über zwei USB 2.0 oder zwei weitere USB 3.0 Schnittstellen mit dem Gerät verbinden. Bildschirme nutzen hierfür VGA und HDMI. An der Front befindet sich ein Multicard-Leser, der mit SD- und MMC-Karten sowie mit Memory Sticks umgehen kann. Eine Verbindung ins Internet kann über den Gigabit-LAN Anschluss (1000 MBit/s) und das integrierte WLAN-Modul mit N-Standard aufgebaut werden. Smartphones oder Headsets nutzen kabellos außerdem die Bluetooth 3.0 Option.

Wie wir es von Medion gewohnt sind, wird neben dem Windows 7 Home Premium Betriebssystem noch eine große Ladung an Cyberlink Software mitgeliefert. Dazu gehören unter anderem auch die bekannten Programme PowerDVD und YouCam.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080 ( HD 1080 )
Prozessor:Intel Core i7 2630QM / 2.0 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 555M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.7 kg
B x H x T:38.5 cm x 2.36 - 3.78 cm x 26.2 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Die Kombination aus Intel-Prozessor und Nvidia-Grafiklösung kann sich sehen lassen. Hersteller, die mit einer solchen Konfiguration unterwegs sind, können leistungstechnisch derzeit nichts falsch machen. In unserem Medion Erazer X6815 wird ein Intel Core i7-2630QM Vierkern-Prozessor neben einer dedizierten Nvidia Geforce GT 555M verbaut. Letztere ist die stärkste Multimedia-Grafikkarte, bevor es bei Nvidia in den deutlich teureren Gaming-Sektor geht. Bei dieser DirectX 11 Karte stehen insgesamt zwei Gigabyte Grafikspeicher zur Verfügung.

Mit einer solchen Leistung ist das Konsumieren und Produzieren von Medien kein Problem. Egal ob es die Bearbeitung der letzten Urlaubsbilder betrifft oder das professionelle Schneiden von HD-Filmen. Lediglich bei aktuellen Spieletiteln geht die Grafikkarte in die Knie. Die Taktraten von Grafikkern und Speicher reichen für hohe Detailstufen oder Auflösungen einfach nicht aus. Wer jedoch auf maximale Details und eine Full HD Auflösung in Spielen verzichten kann, der wird das Notebook auch für Titel wie Crysis 2 oder Dead Space 2 optimieren können.

Ob das auf dem internen FullHD-Display mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel genauso viel Spaß bringt wie auf einem Alienware M17x Gamer, dass überlassen wir jedem selbst. In Sachen Ausleuchtung und Kontrast fällt der Bildschirm des Medion Erazer X6815 jedoch durch. Wir ermitteln eine Leuchtdichte von 192 Candela pro Quadratmeter und einen maximalen Kontrast von 185:1. In Kombination mit der glänzenden Oberfläche wird Outdoor-Fans ein Strich durch die Rechnung gemacht.

Und das obwohl die praxisnahe Akkulaufzeit von 3 Stunden in den Testwerten gar nicht so schlecht dastand. Mit Hilfe der Nvidia Optimus Technologie kann außerdem die Nvidia Geforce GT 555M abgeschaltet und auf die Intel HD Graphics 3000 zurückgegriffen werden. Die maximale Akkulaufzeit liegt bei aktivierter onboard-Lösung bei 5 Stunden und 45 Minuten.

Wirklich gut sieht das Medion Erazer X6815 bei der Temperaturmessung aus. Bis auf punktuelle Ausnahmen liegen die durchschnittlichen Temperaturen auf Ober- und Unterseite zwischen 28 und 33 Grad Celsius. Die Lüfter drehen dabei auf maximal 36,1 Dezibel (A) in der Praxis und auf 48 Dezibel (A) unter voller Auslastung hoch. Der Stromverbrauch liegt im Durchschnitt bei 50 Watt.

Zusammenfassung

Verglichen mit anderen Multimedia-Notebooks kann sich das Medion Erazer X6815 vor allem wegen seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses sehen lassen. Für unter 800 Euro bekommen wir einen leistungsstarken Vierkern-Prozessor von Intel und eine starke Multimedia-Karte aus dem Hause Nvidia. In Kombination mit einem Full HD Display und dem integrierten Blu-ray Laufwerk kommen Freunde von hochauflösenden Medien voll auf ihre Kosten.

Dem gegenüber stehen das unbrauchbare Touchpad und das zu schlecht ausgeleuchtete Display. Outdoor-Aktivitäten ohne externe Maus werden hier nicht empfohlen. Wer sich das Medion Erazer X6815 jedoch als Desktop-Ersatz ins Haus holt, der wird sich über ein rundes Multimedia-Paket mit entschuldbaren Schwächen und einem großen Anschlussportfolio freuen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0610522 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage5716 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage6847 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read15242 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write14819 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen32134 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4537 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)17681 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5589 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3629 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)14198 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5526 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung53 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 35 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 35 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

50 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,050 kWh x 24,00 Cent = 26,28 EUR

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