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Test Medion Akoya E6416 (MD 99540) - Das neue Aldi Notebook für 399 Euro

Unser Test des Medion Akoya E6416 Aldi Notebook wird zeigen, ob sich der Weg am 5. März zum Aldi Süd Discounter wirklich lohnt. Für 399 Euro bekommt man eine 15,6 Zoll große Office-Maschine mit brandneuem Intel Core i3-5010U Prozessor und 500 GB Festplatte. Mit einigen Funktionen und Komponenten kann sich das vermeintliche Schnäppchen sogar von der Konkurrenz abheben. Mehr erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Einleitung: Prinzip „Gut und günstig“

Das Display des Medion Akoya E6416 könnte heller und kontraststärker sein.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (10)
Für Schnäppchen-Jäger: Ab 5.2. steht dieses 15,6 Zoll Allround-Notebook in den Filialen von Aldi Süd.

Wenn Notebooks wie das Medion Akoya E6416 (MD 99540) zu Aldi ins Regal kommen, treffen Discounter-Kunden in den meisten Fällen auf ein solides Gerät mit ansprechender Leistung zu einem sehr günstigen Preis. Die Erwartungen dürfen im Preisbereich um die 400 Euro natürlich nicht allzu hoch ausfallen. Schließlich gilt immer noch, umso günstiger das Gerät, umso weniger Leistung steckt unter der Haube. In unserem Fall findet allerdings das Datenblatt des neuen 15,6 Zoll Aldi Notebooks Gefallen. Schließlich werkelt im Inneren ein neuer Intel Core i3 Prozessor mit Broadwell-Architektur. Bei Intel kommen neue Technologien in diesem Bereich nicht nur mit einer gesteigerten Leistung daher, sondern auch mit einem besseren Energiemanagement. Das heißt: Wir erwarten nicht nur eine gewisse Schnelligkeit im Office- und Internet-Alltag, sondern auch eine längere Akkulaufzeit als bei vergleichbaren Notebooks mit älteren Prozessoren. Doch gehen wir das Gerät Schritt für Schritt durch.

Gehäuse: Schlichter Kunststoff

Dass wir uns hier mit einem Allround-Notebook beschäftigen, wird bereits auf den ersten Blick klar. Medion setzt in diesem Bereich bekanntermaßen auf die biederen Farben Grau und Schwarz. Einige nennen es langweilig, andere seriös. Unterm Strich muss jeder selbst für sich entscheiden, welches Notebook-Design er vorzieht. In Hinsicht auf die Verarbeitung können wir sowohl Lob, als auch Tadel aussprechen. Die Steifheit des Gehäuses ist an den meisten Stellen solide, wenn auch Deckel und Tastaturbett bei gröberer Handhabung zu viele Verwindungen zulassen. In der Praxis macht sich das allerdings selten bemerkbar. Durch die eher billig eingefasste Wartungsklappe an der Unterseite und den DVD-Brenner fällt zudem ein leichtes Klappern auf. Bei häufigem Transport bleibt dieses Manko sicher negativ in Erinnerung. Doch für einen Preis von 399 Euro sind Design und Qualität an sich in Ordnung.

Der Deckel des Aldi Notebooks besitzt eine leichte Metall-Optik.An der Front des Medion Akoya E6416 befindet sich der SD-Kartenleser.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Look & Feel: Unser Testgerät passt eher ins klassische Büro als in das hippe Kunst-Atelier.

Ebenso klassisch wie das Design zeigen sich die Eingabegeräte des Medion Akoya E6416 (MD 99540). Das Aldi Notebook kommt mit einem unbeleuchteten Chiclet-Keyboard - also einer Tastatur mit einzeln freistehenden Tasten. Für unseren Geschmack sind die Tasten etwas zu leichtgängig und auch hier zeigt sich das bereits erwähnte Klappern wieder, wenn der Anschlag zu hart ist. Gleiches gilt für das darunter liegende Touchpad. Positiv ist allerdings zu erwähnen, dass Medion ein separates Nummernfeld verbaut. Vielschreiber werden sich mit dem Mausersatz und der Tastatur wohl nicht anfreunden und sollten notfalls auf externes Zubehör setzen. Wer allerdings von langen Texten absieht und sich eher auf kurze Mails, Facebook-Nachrichten oder das Surfen im Netz konzentriert, der wird mit dem Medion Notebook keine Probleme haben.

Mit einem Gewicht von 2,3 kg und der Bauhöhe von 25 Millimeter ist unser Testgerät noch vergleichsweise mobil, hebt sich aber weder positiv noch negativ von der Konkurrenz ab.

Ausstattung: Mit WLAN-ac kann Medion punkten

Trotz des niedrigen Preises finden sich aktuelle Schnittstellen in ausreichender Anzahl am Medion Akoya E6416. Von den vier vorhandenen USB-Ports arbeiten zwei mit dem schnellen USB 3.0 Standard. Zudem könnt ihr euren externen Monitor, Fernseher oder Beamer per HDMI digital mit dem Notebook verbinden. Wer noch ältere Hardware zu Hause stehen hat, kann diese auch per analogem VGA-Port nutzen. Kleiner Nachteil: Die Audio-Buchse kommt im Kombi-Format. Es wird also nur ein gemeinsamer Anschluss für Kopfhöher und Mikrofon verbaut. Wer zum Beispiel ein Headset mit zwei separaten Kabeln nutzt, muss sich einen zusätzlichen Adapter anschaffen. Außerdem liest der verbaute Multikartenleser nur das SD-Format.

Anschlüsse (rechte Seite): Audio-Kombi, 2x USB 2.0, DVD-Brenner und Kensington LockAnschlüsse (linke Seite): Netzstecker, VGA, Gigabit-Ethernet, HDMI und 2x USB 3.0Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Alles vorhanden: Die Schnittstellen sind auf der Höhe der Zeit.

Ins Internet bzw. Netzwerk gelangt man mit dem Medion Akoya E6416 per Kabel über den Gigabit-Ethernet-Anschluss (LAN) und kabellos per Wireless LAN. Letztere Verbindung unterstützt sogar den schnellen WLAN-ac Standard und neben dem 2,4 GHz Netz auch die 5,0 GHz Frequenz. Wer passende Hardware - zum Beispiel ein WLAN-ac Router - sein Eigen nennt, der kann sich über eine schnellere und störungsärmere Verbindung freuen. Ebenso erwähnt werden sollte das Bluetooth 4.0 Modul zur Kopplung von Zubehör wie Lautsprechern, Smartphones oder Kopfhörer.

Softwaretechnisch kommt das neue Aldi Notebook mit einem vorinstallierten Windows 8.1 in der 64-Bit Version in den Handel. Das Betriebssystem liegt zusätzlich auf einer Recovery-DVD bei. Ebenso befinden sich auf der Festplatte verschiedene Programme für den Umgang mit Videos, Fotos und der Webcam.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i3 5010U/ 2.1 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 5500
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), DVD-RAM (DVD-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:2.3 kg
B x H x T:38 cm x 2.5 cm x 26 cmFarbe:grau schwarz

Leistung: Neue Intel-Technik bewirkt keine Wunder

Im Inneren des Medion Akoya E6416 arbeitet der Intel Core i3-5010U Prozessor. Dieser setzt auf eine Taktrate von 2,1 GHz und zwei Rechenkerne (Dual-Core). Ihm zur Seite stehen 4 GB Arbeitsspeicher und die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 5500. Im Vergleich zum Vorgänger haben wir bereits in unseren ersten Benchmarks festgestellt, dass sich die Leistung um circa 10-30 Prozent gesteigert hat. Gleiches kann auch von der Grafik-Performance gesagt werden.

Innenleben: Hier steht sogar noch ein zweiter RAM-Slot zur Arbeitsspeicher Bestückung bereit.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Innenleben: Ein Arbeitsspeicher-Slot steht für ein zusätzliches Upgrade bereit.

Dennoch sollte man sich im Klaren sein, dass man sich mit einem Intel Core i3 Prozessor an der unteren Nahrungskette der Intel-Chips befindet und somit keine überdurchschnittliche Leistung erwarten kann. Auch die 500 GB Festplatte bremst das System aus, womit längere Wartezeiten beim Hochfahren oder Programmstarts eingeplant werden müssen. Natürlich ist das Medion Akoya E6416 schneller als ein Netbook oder vergleichbares Notebook mit Intel Pentium, Celeron oder Atom Prozessor. Wer aber an die Geschwindigkeit eines Systems mit SSD gewöhnt ist, wird den Unterschied schnell feststellen.

Die Einsatzgebiete sind somit leicht eingeschränkt. Für Spiele oder professionelle Arbeiten im Video- und Fotobereich eignet sich das Medion Akoya E6416 weniger. Vielleicht noch für einfache Titel wie Plants vs. Zombies: Garden Warfare oder das ältere FIFA 14. Dafür ist es flott im Internet unterwegs, kann auch mit Browser-Games umgehen und die Office-Arbeit in Word, Excel und Co. zügig bewältigen. Ebenso ist es kein Problem ein Video oder YouTube-Clip in HD oder Full-HD-Auflösung abzuspielen oder seine Foto-Archive aufzurufen.

Display: Dunkel und kontrastarm

Auf 15,6 Zoll bietet das Medion Akoya E6416 eine Display-Auflösung von klassischen 1.366 x 768 Pixel. Es handelt sich dabei um ein so genanntes TN-Panel. Im Vergleich zur IPS-Technik ist die Blickwinkelstabilität nicht optimal. Die beste Farbwiedergabe erhält man also, wenn der Nutzer direkt vor dem Notebook sitzt und der Bildschirm gerade ausgerichtet ist. Ebenso müssen wir die geringe Ausleuchtung von 215 cd/m2 bemängeln. Trotz der matten Display-Beschichtung sollten mindestens 300 cd/m2 anliegen, um auch an sonnigen Plätzen bei direkter Lichteinstrahlung den Bildschirminhalt leserlich darzustellen. Der unterdurchschnittliche Kontrast von 150:1 ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Selbst für 400 Euro erwarten wir einfach mehr.

Emissionen: Gute Akkulaufzeit und geräuscharmer Lüfter

Der stromsparende Intel Core i3-5010U Prozessor kommt der Akkulaufzeit enorm zugute. Im Leerlauf erreicht das Medion Akoya E6416 problemlos 10 Stunden. Bei einer ausgeglichenen, alltäglichen Nutzung bleiben davon immerhin noch knapp 6 Stunden übrig. Durch einen geringen Stromverbrauch und eine vergleichsweise niedrige Prozessor- und Grafikleistung zeigen sich auch bei voller Auslastung stets niedrige Temperaturen. Im Normalfall kann der Nutzer mit einer Oberflächentemperatur von 27 bis 30 Grad Celsius rechnen. Auch der Lüfter läuft in unserem Praxis-Szenario vergleichsweise leise. Zwar schaltet er sich im Leerlauf nicht komplett ab, ist aber selbst unter hoher Last kaum hörbar.

In der Praxis: Gemischte Gefühle

Schnäppchen oder Billigheimer? Das neue Aldi Notebook könnte für Sparfüchse interessant sein.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Niedriger Preis, niedrige Leistung?: Unser Testgerät kommt schnell an seine Grenzen.

Wer sich hauptsächlich mit Word-Dokumenten, Excel-Tabellen und Internet-Arbeiten beschäftigt, der wird mit dem Medion Akoya E6416 von Aldi gut zurechtkommen. Posts, Tweets und Fotos in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram - alles kein Problem für den 15,6 Zoller. Für den Preis von 399 Euro schneiden auch das schlichte Gehäuse und die Tastatur gut ab. Den mobilen Alltag verlassen wir allerdings mit gemischten Gefühlen. Mit einer Akkulaufzeit von 6 Stunden kommen wir gut zurecht. Das Display ist allerdings viel zu dunkel und kontrastarm. Ebenso bremsen uns die Festplatte und der Intel Core i3 Prozessor bei fordernden Aufgaben zu schnell aus. Allerdings können das die Anschlüsse und Funkverbindungen wieder gut machen, die wir in diesem Preisbereich nicht erwartet haben.

Tipp: Nachträglich die Festplatte gegen ein Solid State Drive (SSD) tauschen, um die Systemgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen.

Fazit

Das Aldi Notebook Medion Akoya E6416 (MD 99540) hinterlässt einen gemischten Eindruck in der notebookinfo.de Redaktion. Es ist gut geeignet für die tägliche Office-Arbeit und das Surfen im Internet. Ebenso bewältigt es den Multimedia-Bereich anständig, wenn man sich auf das Konsumieren beschränkt. Filmschnitt und Fotobearbeitung sind zwar möglich, ziehen sich aber wegen des schwachen Prozessors und der langsamen Festplatte in die Länge. Auch für Spieler ist das 15,6 Zoll Einsteiger-Notebook nicht geeignet.

Überzeugen konnte uns das Aldi Notebook vor allem durch seine zeitgemäßen Anschlüsse und das schnelle WLAN-ac Modul. Zudem weiß die Akkulaufzeit von 6 Stunden zu gefallen. Während man sich an das eher biedere Design des Medion Akoya E6416 schnell gewöhnt, konnten wir uns bis zum Ende nicht mit dem verbauten Display anfreunden. Eine höhere Helligkeit und einen besseren Kontrast erwarten wir sogar bei einem Preis von 399 Euro.

Unterm Strich ist das neue Aldi Notebook für alle diejenigen interessant, die einen besonders günstigen Einstieg in die Notebook-Welt suchen und ihre Anforderungen dafür senken können.

Ab 349,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Ice Storm33089 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme22767 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate3418 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike555 Pkt.Max. 8449 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme252 Pkt.Max. 4399 Pkt.
PCMark 8 Home2671 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Work3481 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)83.2 MB/sMax. 1850 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)69.5 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)86 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)216 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)22.24 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)2138 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)4484 Pkt.Max. 14159 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 13 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 7 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 3 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

13 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,013 kWh x 24,00 Cent = 6,83 EUR

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