1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Medion Akoya E1232T (MD 99410) - Das neue ALDI Touch-Notebook für 299 Euro im Praxis-Check

Test Medion Akoya E1232T (MD 99410) - Das neue ALDI Touch-Notebook für 299 Euro im Praxis-Check

Für nur 299 Euro steht das Medion Akoya E1232T ab sofort in den Filialen des ALDI Nord Discounters. Wir haben uns das Schnäppchen-Angebot aus dem Prospekt zugelegt und verraten, ob sich der Kauf wirklich lohnt und für welchen Einsatzzweck das 10,1 Zoll Notebook mit Touch-Bildschirm, Intel Celeron N2807 Prozessor und Windows 8.1 gedacht ist. Das alles erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Einleitung: Die Netbook-Brigade kehrt zurück

ALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (12)
Schnäppchen-Jäger aufgepasst: Das Medion Akoya E1232T steht ab sofort für 299 Euro im ALDI Nord Lebensmittelmarkt.

Totgesagte leben länger. Das könnte man von Netbooks ebenfalls behaupten, die fast schon komplett vom deutschen Markt verschwunden sind. Tablets haben die kleinen Notebooks bis dato fast komplett ersetzt. Doch mit Touch-Display, neuen Komponenten von Intel und zeitgemäßen, technischen Funktionen bedient Medion erneut den Markt der 10,1 Zoll Notebooks. Für 299 Euro aus dem ALDI Nord Discounter - da kann man eigentlich nichts falsch machen. Auch die 500 GB Festplatte, 4 GB Arbeitsspeicher und das kostenlose Microsoft Office-Paket sieht man sonst nur in weitaus teureren Modellen. Dabei ist das Medion Akoya E1232T mit 1,1 kg auch noch vergleichsweise leicht und bei einer Bauhöhe von 23 Millimeter schon fast im Ultrabook-Segment angekommen. Etwas skeptisch blicken wir allerdings auf den Akku mit nur zwei Zellen und den Intel Celeron N2807 Prozessor. Letzterer gehört der neuen Bay Trail-M Generation von Intel an, was die Hoffnung etwas steigert.

Gehäuse

Das wir an dieser Stelle auf Kunststoff treffen ist klar, für 299 Euro können wir einfach kein Aluminium bei einem solchen Notebook erwarten. Dafür sind wir von der matten Aufmachung sehr angetan. Die Rückseite hat zusätzlich eine metallische Struktur und die Unterseite ist ebenfalls fein strukturiert. Dadurch entsteht eine gewisse Rutschfestigkeit. Beim schnellen Transport oder beim „Aus der Tasche ziehen“ muss man sich somit keine Gedanken machen.

ALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Immer sauber: Auf dem matten Kunststoff bleiben so gut wie keine Fettschlieren zurück.

An der Verarbeitung können wir ebenfalls nicht meckern. Im Bereich des Scharniers gibt das Gehäuse zwar leicht nach, doch wirkt sich das nicht negativ auf die Nutzung aus. Den größten Vorteil zeigt der kleine 10,1 Zoller vor allem darin, dass nervige Fingerabdrücke auf dem matten Gehäuse nicht haften bleiben. Mal abgesehen vom kapazitiven Touch-Display. Ebenso glücklich sind wir über das bereits erwähnte Gewicht und die Abmessung des Medion Akoya E1232T.

ALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Training ist angesagt: An der verkleinerten Tastatur mussten wir uns erst einspielen.

Gewöhnungsbedürftig ist die kleine Tastatur. Vor allem große Hände werden ein paar Tage länger brauchen, eh sich das flüssige Tippen eingestellt hat. Der kurze Hub des Keyboards weiß auf jeden Fall zu gefallen. Unserer Meinung nach ist das Feedback der Tasten allerdings etwas schwammig. Am Touchpad hingegen haben wir nichts auszusetzen. Vor allem durch die Nutzung der Click-Pad-Technik (keine separaten Maustasten) und dem dadurch entstandenen Platzgewinn, ist die Navigation einfach und problemlos.

Ausstattung

Trotz dem geringen Preis von 299 Euro hat das Medion Akoya E1232T einiges zu bieten. Am linken und rechten Seitenrand des Touch-Notebooks befinden sich drei USB-Anschlüsse, davon einer mit dem aktuellen USB 3.0 Standard. Monitore oder Fernseher können problemlos über den normalgroßen HDMI-Port verbunden werden. Immer seltener treffen wir in diesem Formfaktor auf eine Gigabit-LAN-Schnittstelle zur kabelgebundenen Integration ins Netzwerk und Internet. Kabellos kommuniziert das Notebook übrigens via WLAN, sogar im schnellen 802.11ac. Zum Anschließen von externem Zubehör ist außerdem Bluetooth 4.0 an Bord.

ALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Viele Anschlüsse: Das gefällt! Aber die Verteilung am Gehäuse könnte besser sein.

Erwähnenswert ist zudem die 500 GB große Festplatte mit 7.200 U/min. Somit werden Schreib- und Lesegeschwindigkeiten über 100 MB/s ermöglicht. Die meisten, günstigen Notebooks setzen an dieser Stelle auf Festplatten mit nur 5.400 U/min. Der verbaute Kartenleser für SD- und MMC-Speicherkarten, ein 3,5mm Klinke-Anschluss und das vorinstallierte Windows 8.1 sehen wir als Selbstverständlichkeit. Das kostenlose Microsoft Office Home & Student 2013 Paket allerdings ist ein nettes Schmankerl. Schließlich handelt es sich hierbei um die Lifetime-Vollversion von Word, Excel, PowerPoint und Co. In absehbarer Zeit will Microsoft solche Notebooks nur noch mit einer 1-Jahres-Lizenz von Office 365 bestücken. Wer sich also das Medion Akoya E1232T kauft, bekommt das sonst knapp 100 Euro teure Software-Paket mit dazu und kann es prinzipiell ein Leben lang nutzen.

Wir empfehlen euch zusätzlich an ein externes DVD-Laufwerk zu denken, das es für circa 10 Euro bei bekannten Internet-Händlern zu kaufen gibt. Grund dafür ist, dass alle Wiederherstellungsprogramme auf einer DVD mitgeliefert werden. Sollte euch also mal etwas passieren und sogar die Festplatte samt Recovery-Partition abrauchen, ist das die einzige Lösung das System neu aufzusetzen.

Technische Daten

Display:10.1" IPS TouchAuflösung:1280 x 800
Prozessor:Intel Celeron N2807 / 1.58 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics (Bay Trail)
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:1.1 kg
B x H x T:26.5 cm x 2.3 cm x 19.5 cmFarbe:schwarz Anthrazit

Leistung

Im Inneren des Medion Akoya E1232T arbeitet der Intel Celeron N2807. Ein 22nm Prozessor mit einem maximalen Verbrauch von 4,3 Watt. Das macht ihn besonders energiesparend und perfekt für den Einsatz in kleineren Notebooks. Der Chip setzt auf zwei Rechenkerne (Dual Core) und eine Taktrate von bis zu 2,16 GHz. Integriert ist die Intel HD Graphics für Bay Trail Prozessoren als Grafikeinheit. In Verbindung mit 4 GB Arbeitsspeicher lässt sich die Kombination vor allem im Office-Bereich, also zum Surfen im Internet und den Umgang mit Dokumenten und Präsentationen, nutzen. Aber auch Musik, Filme oder YouTube-Videos sind für das 10,1 Zoll Notebook kein Problem.

Natürlich ist die Rechenkraft nicht so stark wie bei einem 15,6 Zoll Notebook mit Intel Core i3 oder Intel Core i5 Prozessor, doch für die essentiellen Aufgaben im Alltag ist das neue ALDI Netbook gut zu gebrauchen. Das Spielen auf dem Gerät würden wir gänzlich ausschließen, außer es handelt sich um Spiele die im Internet-Browser gespielt werden. Auch müsst ihr bei leistungshungrigen Anwendungen oder großen Datenmengen etwas Geduld bewahren, bis der Prozessor die Aufgaben abgearbeitet hat. An der ein oder anderen Stelle mussten wir länger warten, doch das war uns bei einem Verkaufspreis von 299 Euro schon vorher bewusst.

Wer darüber nachdenkt das Medion Akoya E1232T aufzurüsten, der kann nur bei der Festplatte Hand anlegen und zum Beispiel eine SSD nachrüsten. Das steigert die Systemleistung enorm, ist aber auch mit hohen, zusätzlichen Kosten verbunden. Der Arbeitsspeicher kann hingegen nicht weiter ausgebaut werden, 4 GB stellt das Maximum dar.

Display

Auf 10,1 Zoll gibt es eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixel. Das ist dem Preis angemessen und sieht auf dem glänzenden Touch-Display sogar richtig gut aus. Wer sich für ein Notebook wie das Medion Akoya E1232T mit berührungsempfindlichem Bildschirm entscheidet, der muss natürlich mit ein paar Spiegelungen und Fingerabdrücken auf dem Display rechnen. Praktisch das Medion direkt das passende Mikrofaser-Putztuch dem Lieferumfang beilegt. Generell kann man sagen, dass glänzende Displays Farben brillanter wiedergeben, dafür den Nachteil der Spiegelungen mit sich bringen. Das Fenster solltet ihr also nicht unbedingt im Rücken haben, außer die Sonne ist schon vom Himmel verschwunden.

ALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Das Display könnte heller sein: Im Innenraum völlig ausreichen, im Sonnenlicht eher mau.

Dagegen kann auch leider die Ausleuchtung von 232 cd/m2 nichts anhaben. Wer außerhalb der Wohnung, des Büros oder der Universität auch bei direktem Sonnenlicht ein Notebook nutzen möchte, der muss zu einem Modell mit mindestens 350 cd/m2 greifen. Doch die sind nicht günstig. Man will das Display des Akoya E1232T aber auch nicht schlecht reden. In den meisten Situationen und beim Surfen auf der Couch oder im Café hat es die Ansprüche an ein solch günstiges Gerät schon erfüllt. Außerdem bietet die IPS-Technik des Panels eine gute Blickwinkelstabilität und der Kontrast von maximal 1.656:1 ist überdurchschnittlich gut.

Emissionen

Ein großer Vorteile der energiesparenden Komponenten ist der lüfterlose Aufbau des Medion Akoya E1232T. Das einzige Geräusch welches man ab und an wahrnimmt, ist das Rotieren der Festplatte. Und das liegt in den meisten Fällen bei unter 20 Dezibel. Auch die Temperaturen unter praxisnahen Bedingungen können sich sehen lassen. Mit durchschnittlich 32 Grad Celsius wird unser Testgerät nicht einmal handwarm, selbst in hitzigen Benchmark-Situationen. Wo man dem 10,1 Zoller also attestieren kann, dass eventuell ein Müh an Leistung vermisst wird, kann man hier mit einem Notebook ohne Lüfter und guter Wärmeentwicklung punkten. Die Akkulaufzeit ist mit etwas über 4 Stunden unter realistischen Verhältnissen im Mittelfeld der Notebook-Laufzeiten gelandet. Das reicht für zwei Spielfilme, zum täglichen Surfen zwischendurch oder für eine längere Word-Sitzung.

In der Praxis

ALDI Discounter Schnäppchen Medion Akoya E1232T im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Keine schlechte Wahl: Grundsätzlich können Sparfüchse zum neuen ALDI Notebook greifen.

Wir sehen das Medion Akoya E1232T in zwei Szenarien. Im ersten nutzen wir das 10,1 Zoll Touch-Notebook vom ALDI auf der Couch anstelle eines Tablets. Schließlich bietet die Tastatur dann doch den großen Vorteil deutlich produktiver arbeiten zu können als auf einem Google Android oder Apple iOS Gerät. Im gleichen Atemzug ist Windows 8.1 zu nennen, dass uns mit Microsoft Office und anderen Programmen eine bekannte Oberfläche bietet und wir nicht extra nach speziellen Apps suchen müssen. Man nutzt einfach die vom PC bekannten Programme auch auf dem ALDI Netbook.

Das zweite Szenario ist der Einsatz als Zweit- oder Drittgerät für den Urlaub oder unterwegs. Selbst 13,3 oder 15,6 Zoll Notebooks können für die ein oder andere Handtasche schon zu schwer werden. Da ist das Medion Akoya E1232T mit 1,1 kg und seiner kompakten Abmessung schon besser in der Handhabung. Vor allem wenn es nur darum geht ein paar Texte, Mails oder Tweets zu schreiben, Urlaubsbilder anzugucken oder im Flugzeug einen Film zu schauen. Ein klassischer Mobilist also, der mehr gegen die Tablet-Konkurrenz kämpft, als gegen seine leistungsfähigeren Notebook-Brüder.

Fazit

Für 299 Euro kann man nichts falsch machen. Das haben wir am Anfang unseres Testberichts gesagt und wiederholen es an dieser Stelle gerne noch einmal. Mit dem Medion Akoya E1232T bekommt man sogar noch mehr Hardware als man für das Geld erwarten kann. WLAN-ac, Bluetooth 4.0, 4 GB Arbeitsspeicher, 500 GB Festplatte, IPS-HD-Display und kostenlose Microsoft Office Vollversion. Da gibt es derzeit kein vergleichbares Angebot. Natürlich ist die Leistung durch den Intel Celeron Prozessor etwas eingeschränkt, doch das gleicht das Komplettpaket unterm Strich mit Zusatzfunktionen wieder aus. Wer also nach einem Notebook unter 12 Zoll sucht und keine leistungshungrigen Programme wie Adobe Photoshop nutzt, der sollte sich das Medion Akoya E1232T bei ALDI Nord für 299 Euro besorgen.

Alternativ könnte man zum Lenovo IdeaPad Flex 10 greifen, dass für 10 Euro mehr eine ähnlich Leistung bietet. Allerdings ohne IPS-Display, ohne WLAN-ac und auch das Office-Paket ist dort nicht enthalten. Wer auf 11,6 Zoll setzen möchte, der könnte sich zusätzlich die ASUS X200 Serie ansehen, die auch vergleichsweise günstig daherkommt. Auf die Extra-Schmankerl muss man aber immer verzichten.

Andere Notebooks von Medion - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Ice Storm7514 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme5003 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate601 Pkt.Max. 29123 Pkt.
PCMark 8 Home834 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Work1180 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)120 MB/sMax. 1987 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)110 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)25 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)45 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)5.16 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)797 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)1187 Pkt.Max. 14159 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 4 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Kommentare (1)
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.