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  3. HP Spectre x360 15-ap002ng im Test - Convertible Notebook mit 4K UHD Display

Die Spectre-Familie wächst: Überzeugt die neue Generation?

HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 1 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de
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Kein leichtes Spiel: Bisher konnten nur wenige 15 Zoll Convertible-Notebooks überzeugen. Hat das neue HP Spectre Potenzial?

Wie auch sein kleiner 13 Zoll Bruder ist das HP Spectre x360 15-ap002ng komplett aus Aluminium gefertigt. Das Design erinnert dabei stark an eine Mischung aus Apple MacBook Air und MacBook Pro. Vor allem der keilförmige Aufbau und die prägnant positionierten Bang & Olufsen Lautsprecher links und rechts der Tastatur lassen diesen Vergleich zu. Die Verarbeitung und Stabilität des Convertible-Notebooks ist dabei erstklassig und die haptische Wertigkeit findet in der notebookinfo.de Redaktion großen Gefallen. Für unseren Geschmack ist das HP Spectre 15 x360 allerdings etwas zu groß und mit 1,82 kg zu schwer, um als 2-in-1 Notebook mit 360-Grad-Scharnier im mobilen Alltag einen Ersatz zum kompakten Tablet darzustellen. Das hat der US-amerikanische Konzern Hewlett-Packard mit seinen Spectre 13 x360 Notebooks besser umgesetzt. Als stationäres Grafiker-Tablet oder als Präsentations-Ersatz zum Fernseher und Beamer ist unser 15 Zoll Testgerät allerdings sehr gut zu gebrauchen. Otto Normalverbraucher wird aber wohl selten die Hybrid-Funktionen nutzten und das HP Spectre eher als klassisches Notebook verwenden.

In Hinsicht auf die Eingabegeräte sticht vor allem das großflächige Touchpad mit integrierten Maustasten (Clickpad) hervor. Das Pad reagiert präzise auf unsere Eingaben und lässt aufgrund der Größe auch ausladende Multitouch-Gesten zu. Vielschreiber werden sich über die Vollformat-Tastatur freuen, die im bekannten Chiclet-Layout einen angenehm kurzen Hub und einen guten Druckpunkt bietet. Aufgrund der bereits erwähnten, seitlich positionierten Lautsprecher wurde auf ein separates Nummernfeld verzichtet.

HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 8 von 16)HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 9 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de

Gewöhnungsbedürftig zeigt sich die einzeilige Enter-Taste, die wir eher in einem US-Tastatur-Design erwartet hätten. Ebenso stellen wir Schwächen bei der integrierten Beleuchtung fest. Die silberne Farbgebung der Tasten samt weißer Beleuchtung lässt Buchstaben nur schwer ausmachen. Hier hätte man sich ein Beispiel an den Apple MacBooks nehmen können, die mit einem schwarzen Layout einen stärkeren Kontrast zwischen Buchstaben und Tastenfarbe schaffen. Gleichzeitig ist zu erwähnen, dass sich die Beleuchtung nicht stufenlos anpassen lässt.

Anschlusstechnisch müssen beim HP Spectre x360 15-ap002ng keine Kompromisse gemacht werden. Externe Bildschirme werden wahlweise über HDMI oder Mini-DisplayPort mit dem Convertible Notebook verbunden. Neben drei USB 3.0 Anschlüssen steht zudem ein USB 3.0 Typ-C Port zur Verfügung, der auch für Adapter und Docking-Stationen zukünftig eine große Rolle spielen wird. Allerdings ohne Thunderbolt 3 Funktion. Aufgrund der geringen Bauhöhe von 16 Millimeter wird auf einen Ethernet-Anschluss (LAN) und natürlich auch auf ein optisches Laufwerk verzichtet. Beides kann jedoch extern nachgerüstet werden. Ein Adapter für USB-Ethernet liegt dem Paket bereits bei. Kabellos funkt das HP Spectre 15 x360 Notebook via WLAN-ac sowie Bluetooth 4.0 und ein SD-Kartenleser platziert sich samt Audio-Kombi-Schnittstelle an der linken Anschlussseite.

HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 16 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de

Microsoft Windows 10 Home in der 64-Bit Version ist ab Werk vorinstalliert. Zusätzlich liefert HP eine Testversion der Anti-Virus-Software McAfee LiveSafe mit und packt euch Apps für Evernote, Netflix und die HP Lounge auf den Desktop. Die Menge an Bloatware hält sich also in Grenzen. Ungewünschte Software kann zudem einfach deinstalliert werden.

Starke Hardware: Mehr Office als Multimedia

Das Herzstück des HP Spectre x360 15-ap002ng ist der Intel Core i7-6500U Prozessor. Ein stromsparender Chip mit bis zu 3,1 GHz, der auf zwei Rechenkerne (Dual Core) zurückgreift. Ihm zur Seite stehen 16 GB DDR3 Arbeitsspeicher (RAM) und eine 512 GB große SSD im kompakten M.2 Format. Der schnelle Flash-Speicher sorgt für Übertragungsraten von bis zu 500 MB/s und beschleunigt das Windows 10 System zusätzlich zum Prozessor enorm. Das Convertible Notebook wacht somit extrem schnell aus dem Stand-by auf, fährt in wenigen Sekunden hoch und Programmstarts sind fix ausgeführt.

Besser hätte nur eine neue NVMe SSD abgeschnitten, die weit über 1.000 MB/s erreichen kann. Enttäuscht sind wir über die verwendete Grafiklösung des HP Spectre 15 x360. Anstelle einer leistungsstarken, dedizierten Grafik von Nvidia oder AMD entschied sich Hewlett-Packard für die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 520. So genannte Office-Arbeiten wie das Lesen von Mails, Surfen im Netz und die klassische Textverarbeitung via Microsoft Word, Excel und Co. bewältigt der 15 Zoller problemlos. Die Prozessor-Leistung ermöglicht auch gute Ergebnisse beim Schneiden und Bearbeiten von Filmen und Fotos. Wenn es jedoch in Richtung Spiele und Multimedia geht, wird das System schnell ausgebremst. Im großen Gehäuse wäre sicherlich noch Platz für einen dedizierten Grafikchip gewesen. Das beweist auch das erst kürzlich von uns getestete Microsoft Surface Book, das sogar im 13,5 Zoll Format eine Nvidia GeForce 940M beherbergen kann.

HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 10 von 16)HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 14 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de

Ein Grund für unseren Wunsch nach mehr Grafikleistung ist unter anderem das verbaute 4K UHD (UltraHD) Display mit einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel. Videomaterial und YouTube Clips in dieser hohen Auflösung wären von einer Nvidia Grafik deutlich effizienter bewältigt wurden. Das soll allerdings nicht heißen, dass Filme schlechter aussehen, denn die Qualität des hier verwendeten IPS-Bildschirms mit der Möglichkeit der Fingereingabe (Touch) ist subjektiv gesehen gut. Die Ausleuchtung ist hingegen mit 284 cd/m² im Schnitt nur mäßig gut für den Außenbereich geeignet und auch der Kontrast von 392:1 ist verbesserungswürdig. Vor allem aber die hohe Pixeldichte ermöglicht ein viel feineres Bild als wir es von bekannten FullHD-Displays gewohnt sind. Allerdings müsst ihr euch im Klaren sein, dass noch nicht alle Programme für Windows 10 im 4K UHD Format optimiert wurden sind. Erkundigt euch also vorher, ob eure oft genutzt Software bereits für eine solch hohe Auflösung ausgelegt ist. Somit vermeidet ihr bereits vor dem Kauf die Frustration über zu kleine Menüs oder Symbole.

Durch die stromsparende Hardware und der vergleichsweise schwachbrüstigen Intel-Grafik bleibt unser HP Spectre x360 15-ap002ng stets kühl und leise. Im Durchschnitt wird das Gehäuse an oft berührten Stellen wie der Handballenablage nicht einmal handwarm, bei einer Lautstärke von 30 bis 33 dB(A). Somit ist das Convertible Notebook zwar leicht hörbar, durch die tieffrequenten Lüfter tritt es allerdings nie nervig in Erscheinung. Die Akkulaufzeit liegt im Leerlauf bei 12,5 Stunden, im Stresstest mit voller Auslastung bei 2 Stunden. In der Praxis erreicht unser Testgerät so eine Dauer von circa 6-7 Stunden mit einer Ladung.

HP Spectre x360 15-ap002ng(Bild 6 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de

Fazit

Das neue HP Spectre x360 15-ap002ng überzeugt vor allem in zwei Bereichen - Design und Prozessor-Leistung. Sein 15,6 Zoll Aluminium-Gehäuse ist gut verarbeitet und strotzt nur so vor Wertigkeit. Mit leichten Abstrichen wissen auch die Eingabegeräte zu gefallen, vor allem das großflächige Touchpad. Auch wenn dem Anschluss-Portfolio ein Thunderbolt 3 tauglicher USB 3.1 Typ-C Port fehlt, sind wir mit der Ausstattung und dem Umfang der Schnittstellen zufrieden. Doch für über 1.500 Euro erwarten wir ein nahezu perfektes Produkt. Die Systemleistung ist für den Office- und leichten Multimedia-Bereich ausgelegt und kann sich vorrangig durch den Intel Core i7 Chip und der 512 GB SSD sehen lassen.

Im 15 Zoll Bereich erwarten wir allerdings eine noch stärkere Leistung, auch in Hinsicht auf schnellere NVMe SSDs und eine dedizierte Grafikkarte. Beides kann das Spectre 15 x360 in unserem Fall nicht bieten. Mit dem 4K UHD Bildschirm wird das Datenblatt ordentlich aufpoliert. Otto Normalverbraucher liebt hohe Auflösungen. Doch die Helligkeit ist unter unserem Mindestmaß von 350 cd/m² und auch der Kontrast konnte nicht überzeugen. Somit fehlen die Argumente für ein 4K-Display, dass unter Windows 10 immer noch mit Skalierungsproblemen zu kämpfen hat. Hinzu kommt das zu hohe Gewicht von über 1,8 kg, das die Tablet-Nutzung enorm einschränkt.

Wer auf der Suche nach einem stylischen 15 Zoll Notebook für Mails, Internet, Fotos, Videos und Texte ist, der wird sich mit dem HP Spectre x360 15-ap002ng anfreunden können. Auch für Präsentationen und als stationäres Grafiker-Tablet eignet sich der Convertible Laptop. Könnt ihr allerdings auf den 360-Grad-Mechanismus verzichten, findet ihr im HP ENVY Portfolio deutlich günstigere und leistungsstärkere Notebooks für weniger als 1.500 Euro.

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von HP.de | Händlerangabe: 30.05.16 04:53

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark111547 Pkt.Max. 12363 Pkt.
3DMark Ice Storm44698 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Cloud Gate5412 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike882 Pkt.Max. 8449 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme379 Pkt.Max. 4399 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)489 MB/sMax. 1850 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)433 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit3.52 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.49 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)129 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)321 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)37.1 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)2897 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)6411 Pkt.Max. 14159 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 3 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal12 Std. 27 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Kommentare (2)
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