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  3. Test Apple MacBook Pro 13,3" Intel Core i5 2.5 GHz (2012) - Ohne Retina nur Durchschnitt?

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Bilder zum Test: Apple MacBook Pro 13,3" Intel Core i5 2.5 GHz (2012) - Ohne Retina nur Durchschnitt?

Aufgrund des hohen Startpreises des Apple Macbook Pro Retina bleiben die kleinen Pro-Varianten noch immer der Bestseller des Mac-Portfolios. Ein Grund mehr uns das beliebte 13,3 Zoll Modell mit einem 2,5 GHz starken Intel Core i5 Prozessor aus der 2012er Generation näher anzusehen. Das Aluminium-Unibody hat sich über die Jahre kaum verändert und gleicht dem Vorgänger von 2011. Daraus resultiert eine ebenso gute Verarbeitungsqualität und Verwindungssteifheit, die im Subnotebook-Segment noch immer ihresgleichen sucht. Selbst bei starkem, punktuellem Druck ist eine Dellenbildung der Metalloberfläche fast ausgeschlossen. Natürlich ziehen auch die starke Apple-Marke und der Fokus auf Understatement Otto Normalverbraucher an. Schließlich konnte sich der Hersteller aus Cupertino den Lifestyle-Faktor seit der Veröffentlichung des Apple iPhones 2007 durch schlichte Formen, Eleganz und mit einer gewissen Alternativität wahren, die den hohen Preis in den Schatten stellen konnten. Und dabei spielt das Apple Macbook Pro 13,3 Zoll (2012) ebenso in der ersten Liga wie seine Hauptkonkurrenten der Dell XPS Serie und das kommende ASUS Zenbook U500.

Angefangen bei der hintergrundbeleuchteten Chiclet-Tastatur, die einen angenehm kurzen Hub und klares Feedback liefert, über das großflächige Trackpad mit Multitouch-Funktionalität bis hin zu der eher spartanischen Anschlussvielfalt am linken Seitenrand. Alles wirkt stimmig, einfach bedienbar und hochwertig. Es rechtfertig allerdings nicht den hohen Preis von über 1.100 Euro. Immerhin hat Apple mit der aktuellen Generation zwei USB 3.0 Anschlüsse nebst dem bekannten Thunderbolt Multifunktions-Port untergebracht. Klassisch wird weiterhin der MagSafe Stromanschluss sowie FireWire, Audio-Kombi-Buchse, Gigabit LAN (Ethernet) und SDXC-Kartenleser geboten. An der rechten Seite des Apple Macbook Pro 13,3 Zoll (2012) befindet sich lediglich das SuperDrive Slot-In Laufwerk und die Kensington Diebstahlsicherung. Eine kabellose Kommunikation erfolgt via WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0. Zur externen Steuerung kann zudem eine optionale Funk-Fernbedienung genutzt werden, die vor allem die Musik- und Videowiedergabe unterstützt.

Ebenso beeindruckend wie das erste „Look & Feel“ ist die Klangfarbe und maximale Lautstärke der integrierten Stereolautsprecher. Trotz fehlendem Subwoofer werden auch Tiefen und somit Bässe gut wiedergegeben. Allerdings bringt die Dell XPS Serie einen noch besseren Sound zum Vorschein und lässt das schon als gut eingestufte Apple Macbook Pro 13,3 Zoll (2012) alt aussehen.

Dafür findet man sich schnell im vorinstallierten Apple Mac OS X 10.7 Lion Betriebssystem zurecht, das vor allem bei voller Tuchfühlung mit Apple-Funktionen wie der iCloud, iTunes und der App Store Anbindung einen extremen Mehrwert bietet. Während man unter Windows 7 ein ausgefeiltes Ökosystem vermisst, geht der Plan bei Apple wunderbar auf. Bekannt vom iPhone und iPad sind nun seit einer gewissen Zeit auch Apps für den Mac verfügbar, die meist unter 2 Euro angeboten werden. Preisbewusste Nutzer finden jedoch auch online gleichwertige Programme kostenlos (Freeware). Wer jedoch das nötige Kleingeld mitbringt und den Weg des geringsten Widerstandes gehen möchte, kann sich im Mac App Store entfalten. Ein Update auf das neue Apple Mac OS X 10.8 Mountain Lion steht hier ebenfalls zur Verfügung.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1280 x 800
Prozessor:Intel Core i5-3210M / 2.5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Mac OS X 10.10 Yosemite
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:2.06 kg
B x H x T:32.5 cm x 2.41 cm x 22.7 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Auch unter der Haube bietet das 2012er Macbook Pro leistungsfähige Hardware. Apple setzt auf einen Intel Core i5-3210M Prozessor mit einem Basistakt von 2,5 GHz und einen maximalen Turbo Boost von 3,2 GHz. Die von uns getestete Grundausstattung verfügt des Weiteren über 4 GB Arbeitsspeicher und eine klassisch 500 GB Festplatte. Letztere liest mit 85 MB/s Daten aus und lässt sich mit maximal 65 MB/s beschreiben. Ein nachträglicher Leistungsschub kann mit einem optionalen Solid State Drive (SSD) ermöglicht werden. Aufgrund der utopischen Upgrade-Preise im Apple Store empfehlen wir einen separaten Zukauf bei namhaften Online-Shops oder im Einzelhandel. Hier können kleinere SSDs bereits für unter 100 Euro erstanden werden. Größere Daten müssten dann allerdings auf eine externe Festplatte oder in einem Online-Speicher (Cloud) ausgelagert werden. Für alltägliche Aufgaben, wie dem Surfen im Internet, Bearbeiten von Dokumenten und für die Wiedergabe von Musik und Videos reicht die Leistung des aktuellen Apple Macbook Pro 13,3 Zoll (2012) vollkommen aus. Erst bei grafisch anspruchsvollen Anwendungen und Spielen geht die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 Einheit in die Knie und bildet den leistungstechnischen Flaschenhals des Systems. Spieler die ein Macbook bevorzugen, müssten auf die 15,4-Zoll Varianten oder das Retina Macbook ausweichen, die immerhin eine Nvidia Geforce GT 650M Grafikkarte bieten.

Der Bildschirm bleibt, wie bei seinen Vorgängern, im 16:10 Format bei einer Größe von 13,3 Zoll. Die Auflösung von 1.280 x 800 Pixel ist in Zeiten von FullHD-Ultrabooks stark verbesserungswürdig. Gleiches gilt für die durchschnittliche Ausleuchtung von 261 Candela pro Quadratmeter. Die glänzende Oberfläche des TN-Displays sorgt zwar für einen knackigen Kontrast von maximal 625:1, doch im Außeneinsatz macht das Apple Macbook Pro 13,3 Zoll (2012) dank Umgebungsspiegelungen keine gute Figur. Hersteller wie Samsung und ASUS setzen an dieser Stelle bereits auf entspiegelte Bildschirme, die unsere Anforderungen an ein mobiles Gerät eher erfüllen.

Ebenso wie beim Display ruht sich Apple im Bereich der Emissionen auf seinen Lorbeeren aus den Jahren 2008 und 2009 aus. Mit Temperaturspitzen von 50 Grad Celsius wird das Aluminium-Unibody des Subnotebooks deutlich zu warm und der Lüfter mit maximal 45 Dezibel (A) zu laut. Gefallen finden wir dafür an der Akkulaufzeit. Im Leerlauf unter Mac OS X 10.7 Lion erreicht der 13,3-Zoller über 10 Stunden. In der Praxis reduziert sich dieser Wert auf immer noch sehr gute 6 Stunden, bei einem maximalen Stromverbrauch von 54 Watt (Last) beziehungsweise 25 Watt (Praxis).

Zusammenfassung

Noch kann sich das Apple Macbook Pro 13,3 Zoll (2012) mit seinem edlem Aluminium-Unibody am Markt halten. Subnotebooks und Ultrabooks von den Hauptkonkurrenten Dell, ASUS und Samsung machen dem Portfolio des iPod-Erfinders jedoch zu schaffen. Um weiter an der Erstliga-Spitze mitspielen zu können, benötigt Apple mehr als ein Update auf USB 3.0 Anschlüsse und Thunderbolt. Vor allem im Bereich der Temperatur- und Lautstärkenentwicklung muss stark nachgebessert werden. Zudem kann die Display-Ausleuchtung bei direkter Sonneneinstrahlung im Außenbereich entstehenden Reflektionen nichts entgegensetzen. Unangefochten bleiben jedoch die Stabilität und Wertigkeit des Gehäuses sowie die Bestückung mit aktuellen Intel Core Prozessoren der 3. Generation. Ob das jedoch den hohen Anschaffungspreis von über 1.100 Euro rechtfertig, muss jeder Käufer selbst entscheiden.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur4,0 (Ausreichend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
PassMark Performance Test (HDD Read)85 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)65 MB/sMax. 781 MB/s
Cinebench R10 32 Bit (Single)4507 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)9746 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6774 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 23 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 5 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 52 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

25 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,025 kWh x 24,00 Cent = 13,14 EUR

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