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AMD A4-7210

Der AMD A4-7210 ist eine Vierkern-APU, die am 5. Juli 2015 zusammen mit den anderen APUs der 7000er-Serie von AMD angekündigt wurde. Er ist der Nachfolger des AMD A4-6210 und integriert eine energieeffiziente CPU, eine DirectX 12 Grafikkarte, einen Single-Channel DDR3L-1600-Controller und eine Southbridge mit Input- und Output-Ports auf einem stromsparenden Chip, der lange Akkulaufzeiten z.B. für Video-Playback ermöglicht. Außerdem ist ein AMD Secure Processor mit verbaut, der im Zusammenspiel mit ARM TrustZone den Schutz der Privatsphäre und empfindlicher Daten gewährleisten soll. Dazu werden empfindliche von den normalen Tasks getrennt und separat von dem Secure Processor in einer sicheren Umgebung bearbeitet. Dieses hardware-basierte Verfahren soll auch vor Viren schützen, die durch Antiviren-Software nicht erkannt werden.

Die CPU hat eine Basistaktung von 1.800 MHz und kann im Bedarfsfall auf bis zu 2.200 MHz Turbo takten. Es ist ein L1-Cache mit 256 KB und ein L2-Cache mit 2048 KB vorhanden. Als ULV-Chip ausgelegt, kann die TDP zwischen 12 und 25 W konfiguriert werden. Als Sockel kommt das neue FP4 zum Einsatz.

Architektur
Carrizo-L ist der Chip-Codename der neuen 7000er-Serie von AMD. Der Chip basiert auf der Puma+ Architektur, die eine Weiterentwicklung der Puma Architektur darstellt und ist somit der Nachfolger der Jaguar Architektur. Die baulichen Unterschiede zu den Vorgänger-Chips der Puma Architektur, Beema für Notebooks und Mullins für Tablets und Subnotebooks, sind daher minimal. Der AMD A4-7210 bietet gegenüber dem Vorgänger AMD A4-6210 einen Turbotakt von 2.200 GHz, die Basistaktung ist mit 1.800 MHz jedoch gleichgeblieben und die Leistung pro MHz ist auch unverändert. An der Feature-Liste wurden auch keine Änderung vorgenommen, SSE bis zu 4.2, AES, AVX, MMX, BMI1, F16C und AMD64 waren auch schon beim Vorgänger mit an Bord. Allerdings konnte AMD im Feintuning den Leckstrom reduzieren, was zu einer besseren Ansprechempfindlichkeit und Performance des Systems insgesamt führen sollte. Ein Level 1 Cache mit 256 KB, der sich aus 4 Instruction Caches und 4 Data Caches mit je 32 KB zusammensetzt und ein Level 2 Cache mit 2048 KB sind vorhanden, ein Level 3 Cache fehlt jedoch. Der Prozessor unterstützt 64-Bit und das neue FP4-Package und ist damit mit den Mainstream Carrizo-CPUs kompatibel.

Die auf dem Chip verbaute Grafikeinheit Radeon R3 ist etwas leistungsschwächer als die in den Schwestermodellen verbauten Radeon R4 (A6-7310) und Radeon R5 (A8-7410), da sie statt 800 MHz nur einen Basistakt von 350 MHz hat, der aber immerhin auf einen Turbo von bis zu 600 MHz erhöht werden kann. Sie verfügt über 128 Shadereinheiten, 8 TMUs und 4 ROPs und unterstützt DirectX 12. Spiele aus dem Jahr 2014 sind meist selbst auf niedrigen Einstellungen kaum spielbar, nur ältere und anspruchslose Spiele sollten problemlos laufen.

Leistung
Die Performance sollte in etwa auf demselben Niveau wie die eines Haswell-basierten Intel Pentium 3560Y oder ULV Intel Core i3 4010Y liegen. Durch die leicht erhöhte Turbotaktrate ist der AMD A4-7210 bei einer maximal TDP von 25 W im direkten Vergleich etwas leistungsstärker als sein Vorgänger AMD A4-6210. Für Büroarbeiten, Internet-Surfen und Multimedia sollte die Leistung durchaus ausreichen. Im Zusammenspiel mit der integrierten Radeon R3 sind Spiele aus dem Jahr 2014 höchstens auf niedrigen Einstellungen spielbar. Der Prozessor wird hauptsächlich in Einsteigergeräten und kleinen Notebooksunter 14“ verbaut.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum05.07.2015
Basis-Taktfrequenz1.8 GHz
Boost-Taktfrequenz2.2 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache256 MB
L3-Cache / SmartCache2 MB
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikRadeon R3 (Carrizo-L)
GPU Frequenz350 MHz
TDP25 Watt
SpeicherunterstützungDDR3L-1600

2 Notebooks mit AMD A4-7210

2 Notebooks mit AMD A4-7210