1. Startseite
  2. Prozessoren
  3. Tablet Prozessoren
  4. Marvell PXA

Marvell PXA

Die Marvell PXA-Serie umfasst mehrere Prozessorgenerationen für Smartphones und Tablets, darunter die PXA-Familie und die ARMADA SoCs. Die Prozessoren der PXA-Familie sind für Smartphones, eingebettete System und Handheld-Geräte wie PDAs und GPS-Empfänger geeignet und haben eine deutlich geringere Leistung als die neueren ARMADA PXA-Prozessoren aus dem Jahr 2014. Diese benutzen entweder Marvells eigenes Dreikern-Design, ein Vierkern-Design oder das gerade weit verbreitete Achtkern-Design mit 8 Cortex-A53-Kernen. Die ARMADA PXA-SoC sind mittlerweile auch in Geräten namhafter Hersteller zu finden, wie beispielsweise der PXA1908 im Galaxy Xcover 3. Sie benutzen dabei die relativ unbekannten Grafikeinheiten des Herstellers Vivante, darunter die GC7000UL und die GC500. Die SoCs der Serie sind kostengünstige Alternativen für die Hersteller auf dem stetig wachsenden Android-Markt und vor allem durch Marvells 5-Mode LTE-Modem für den Massenmarkt geeignet.

Architektur
Seit Marvell im Jahr 2006 die PXA-Reihe von Intel abgekauft hatte, wurde diese stetig weiterentwickelt. Die ersten PXA-SoCs von Marvell waren schwache, aber energieeffiziente Single-Core-Prozessoren, die meist nur mit 2D-Grafikprozessoren ausgestattet waren. Mit der ARMADA PXA-Serie hat Marvell dann 2014 erstmals mit LTE-Modulen ausgestattete SoCs herausgebracht, die mit den Geräten der großen Hersteller wie etwa Qualcomm konkurrieren konnten. Zuerst setzte Marvell auf ein proprietäres Multi-Core-Design mit dem komplizierten Namen „Hybrid-Symmetric-Multi-Processing“-Technologie (hSMP), das einen mit 1200 MHz getakteten Dual-Core-HPM-Cluster mit einem Single-Core-LPM-Cluster mit 624 MHz verbindet. Die Performance-Skalierung und das Power-Management der hSMP-Technologie erlauben eine hohe Leistung bei insgesamt geringem Stromverbrauch. Der PXA2128 basierte noch auf der 32-Bit ARMv7-A-Architektur. Der ARMADA PXA 1908 und PXA1928 verwenden beide eine Quad-Core-CPU mit 4 Cortex-A53-Kernen, die mit maximal 1,5 GHz takten können. Beide SoCs sind mit den Sicherheitsfunktionen Root-Key-Protection und Secure-Boot versehen. Um mit den anderen SoC-Herstellern gleichzuziehen, wurde der PXA1936 mit 8 Cortex-A53-Kernen ausgestattet und bietet zudem bessere Audio-Codecs und einen verbesserten Security-Prozessor. Die ARMADA PXA-SoCs sind hochintegrierte Chips mit einer großen Anzahl an Controllern. Neben dem 5-Mode LTE-Funkmodem für TD-LTE, FDD-LTE, TD-SCDMA, WCDMA und GSM sind auch Module für WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.0, FM Radio und NFC verbaut. Der PXA1928 und der PXA1936 unterstützten Bildschirme mit einer Auflösung von bis zu 1080p. Der PXA1936 hat einen Bildsignalprozessor (ISP) für 16-Megapixel-Kameras.

Die aktuellen Marvell PXA-SoCs verfügen über integrierte Grafikeinheiten des Herstellers Vivante. Im PXA1928 kommt beispielsweise eine Vivante GC500 zum Einsatz, während der PXA1908 über die Vivante GC7000UL verfügt. Die Grafikeinheiten sind für Video-Decoding und –Encoding in 1080p-Auflösung geeignet. Die Leistung dieser GPUs ist vergleichsweise gering, weshalb nur wenige Android-Spiele in nativer Auflösung dargestellt werden können.

Leistung
Die neueren Prozessoren der Marvell PXA-Serie bieten dank der Verwendung der beliebten Cortex-A53-Kerne ausreichend Leistung für die meisten alltäglichen Anwendungsbereiche wie Internet, Multimedia und Gelegenheitsspiele und sind dabei sehr stromsparend. Die Vierkern-Versionen sind mit Qualcomms Snapdragon 410 (MSM8916) vergleichbar, während der Achtkerner in etwa auf dem Niveau des MediaTek MT6753 liegen sollte.
Weiterlesen

1 Smartphone mit Marvell PXA

1 Smartphone mit Marvell PXA