1. Startseite
  2. Prozessoren
  3. Gaming- und Highend-Prozessoren
  4. AMD Ryzen
  5. AMD Ryzen 7 1700

AMD Ryzen 7 1700

Der AMD Ryzen 7 1700 ist ein High-End Octa-Core Gaming-Prozessor, der am 2. März 2017 vorgestellt wurde. Er ist einer der ersten Prozessoren, die auf AMDs neuer Zen-Mikroarchitektur basieren. Obwohl der Chip eigentlich für Desktop-PCs konzipiert ist, kann er unter Verwendung eines adäquaten Kühlsystems auch in Gaming-Notebooks wie dem ASUS ROG Strix GL702ZC verwendet werden. Zum Zeitpunkt der Einführung ist der Prozessor das kleinste Modell der Ryzen 7-Reihe mit einem Basistakt von 3 GHz und einer Turbotaktfrequenz von bis zu 3,7 GHz. Mit AMDs Extended-Frequency-Boost-Technologie (XFR) kann die Boost-Frequenz um weitere 50 MHz auf maximal 3,75 GHz erhöht werden. Der Prozessor unterstützt simultanes Multithreading, wodurch wie mit Intels Hyper-Threading-Technologie jeder CPU-Kern 2 Threads ausführen kann. Direkt mit auf dem Chip ist ein Speichercontroller integriert, der Dual-Channel DDR4-Speicher mit einer Frequenz von bis zu 2667 MHz unterstützt. Die CPU-Kerne des Prozessors teilen sich einen 16 MB großen L3 Cache.

Architektur
Nachdem AMD mit der Bulldozer-Architektur von 2011 den Anschluss an Intel verloren hatte, hat das Unternehmen 2012 mit der Entwicklung einer von Grund auf neuentwickelten Mikroarchitektur begonnen. Anstatt wie mit Bulldozer auf Clustered Multithreading (CMT) zu setzen, bei dem sich mehrere Kerne Ressourcen teilen, hat AMD die Zen-Architektur mit simultanem Multithreading ausgestattet, bei dem jeder CPU-Kern über seinen eigenen L1 Cache und L2 Cache verfügt und 2 Threads simultan ausführen kann. Doch das allein reicht natürlich nicht aus, um wieder in Konkurrenz mit Intels High-End-Prozessoren zu treten, die seit Jahren mit Hyper-Threading ausgestattet sind. Deshalb hat AMD den gewaltigen Sprung von dem 28 nm HKMG-Prozessknoten von TSMC auf den 14 nm FinFET-Knoten von GlobalFoundries gewagt. Damit wurde nicht nur die Energieeffizienz erheblich erhöht, sondern auch Spielraum für höhere Leistung geschaffen. Sowieso ist höhere Leistung vor allem im Single-Threaded-Bereich zentral für die Zen-Architektur. AMD hat sein Ziel, die Instructions-per-Clock-Leistung (IPC), also Anzahl der Instruktionen, die pro Taktzyklus ausgeführt werden können, um 40% gegenüber Bulldozer-basierten CPUs zu erhöhen sogar weiter übertroffen. Im Vergleich zu den bisher stärksten AMD-CPUs, die auf der 3. Generation Bulldozer namens Piledriver basierten, wurde die IPC-Leistung um 52% erhöht. Gegenüber den jüngeren Excavator-CPUs ist die Leistung sogar um 64% gestiegen. Jeder Ryzen-Prozessor besteht aus 2 AMD Core-Complexes (CCXs). Ein CCX integriert 4 CPU-Kerne mit allen dazugehörigen Caches. Während für die Vierkern- und Sechskern-CPUs Kerne deaktiviert werden, sind beim AMD Ryzen 7 1700 alle 8 Kerne aktiviert.

Leistung
Als Achtkernprozessor ist der AMD Ryzen 7 1700 ziemlich allein unterwegs auf dem Notebook-Markt. Zum Zeitpunkt der Einführung des ASUS ROG Strix GL702ZC gibt es kein vergleichbares Modell der Intel-Konkurrenz. Bislang ist der stärkste für Notebooks verwendete Intel-Prozessor der i7-7700K – eine Quad-Core-CPU. Zwar liefert dieser eine höhere Single-Core-Leistung und damit mehr FPS in Videospielen, bei Video-Rendering z.B. mit Adobe Premiere und Blender lässt der AMD Ryzen 7 1700 den i7-7700K jedoch im Regen stehen. Und für Gaming in 1080p und höheren Auflösungen sowie Virtual-Reality liefert der Prozessor mehr als genug Leistung.
Weiterlesen und technische Daten anzeigen

Technische Daten
Erscheinungsdatum1. Quartal 2017
Basis-Taktfrequenz3 GHz
Boost-Taktfrequenz3.75 GHz
Anzahl der Kerne8
L2-Cache4 MB
L3-Cache / SmartCache16 MB
Fertigungstechnologie14 nm
TDP65 Watt
SpeicherunterstützungDDR4

6 Notebooks mit AMD Ryzen 7 1700

6 Notebooks mit AMD Ryzen 7 1700