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Gaming- und Highend-Prozessoren

Sie suchen kompromisslose hohe Leistung unter allen Umständen? Dann sollte es schon ein Prozessor aus der Gaming- und Highend-Kategorie sein. Diese Prozessoren sind durch fast nichts ins Schwitzen zu bringen. Sei es die Bearbeitung von Videos, das Verschlüsseln von Daten oder das Anwenden komplexer Filter auf Fotos, oder eben Gaming: Gaming- und Highend-Prozessoren sind hier die beste Wahl. Während bei den Multimedia-Prozessoren Zweikern- und Vierkern-Prozessoren am weitesten verbreitet sind, finden sich in der Premiumklasse mittlerweile Prozessoren mit bis zu sechs Rechenkernen. In Verbindung mit einer schnellen Grafikkarte stellen sie selbst aufwendige Spiele in hohen Auflösungsstufen ruckelfrei dar.

Klar, dass bei Gaming- und Highend-Prozessoren die Rechenleistung im Vordergrund steht. Das erreichen die Prozessorhersteller, indem sie den Prozessoren neben einer hohen Taktfrequenz auch einen großzügig dimensionierten Cache spendieren. Je größer L2- und L3-Cache sind, desto mehr Daten kann der Prozessor darin ablegen und später schneller darauf zugreifen. Intel erhöht bei vielen seiner Gaming- und Highend-Prozessoren die Taktfrequenz bei Bedarf auch über die eigentliche Basisfrequenz hinaus. Sowohl Intel als auch AMD statten ihre Prozessoren mit Technologien aus, die es ihnen erlauben, die Taktfrequenz bei Bedarf gezielt zu erhöhen, wenn die Kühlung es erlaubt. Bei Intel heißt diese Technologie Turbo Boost 2.0, während AMD seit Kurzem die sogenannte Precision Boost-Technologie benutzt. AMD legt zudem noch einen drauf: bei optimaler Kühlung greift die Extended Frequency Range (XFR) ein, wodurch die Taktfrequenz weiter erhöht werden kann. Dadurch steht das Plus an Leistung genau dann zur Verfügung, wenn es gerade benötigt wird. Sowohl Intel als auch AMD statten ihre Premiummodelle mit Multi-Threading-Technologien aus, die effektiv dazu führen, dass die Zahl der Rechenkerne verdoppelt wird. Was bei Intel Hyper-Threading und bei AMD Simultanes Multi-Threading heißt, erlaubt jedem Prozessorkern, jeweils 2 sogenannte Threads auszuführen, wodurch noch mehr Prozesse parallel ausgeführt werden können. Die höhere Leistung der Gaming- und Highend-Prozessoren hat ihre Kosten. Von allen Leistungskategorien haben die Prozessoren den höchsten Stromverbrauch und zudem einen höheren Wärmeausstoß. Zwar verringern auch diese Modelle ihren Takt, wenn die volle Leistung gerade nicht benötigt wird, aber sehr lange Akkulaufzeiten sind nicht zu erwarten. Zwar bieten mittlerweile Gaming-Notebooks im Einsteigerbereich mit bis zu 7 Stunden im Office-Betrieb solide Laufzeiten, aber die Spitzenmodelle mit der höchsten Leistung erreichen selten mehr als 3 Stunden.

Der größte Unterschied zwischen Highend- und Mittelklasse-Prozessoren liegt darin, dass die Highend-Modelle viel mehr Strom aufnehmen können, um Leistung zu erzeugen. Die Prozessoren verfügen über eine sogenannte Thermal-Design-Power (TDP), die in Watt angegeben wird. Je mehr Watt die TDP erlaubt, desto mehr Strom kann der Prozessor in Leistung umwandeln. Das Problem von Mitteklasse-Prozessoren ist daher meistens nicht, dass die Taktfrequenz nicht hoch genug ist oder zu wenig Cache vorhanden ist, sondern viel mehr, dass der Chip einfach nicht mehr Strom aufnehmen kann. Gaming- und Highend-Prozessoren hingegen können viel mehr Strom aufnehmen, was sich aber auch in höheren Temperaturen niederschlägt. Eine hohe Wärmeentwicklung macht große und teilweise laute Kühlkonstruktionen notwendig, damit der Prozessor nicht einen frühen Hitzetod stirbt. Es sind vor allem diese platzhungrigen Kühlvorrichtungen, die die Hersteller dazu zwingen, kleinere Akkus einzubauen. Auch der Preis hat es in sich: Gaming- und Highend-Prozessoren sind wesentlich teurer als Mittelklasse-Prozessoren, sind ihr Geld aber vor allem dann wert, wenn es um Gaming und Produktivität geht.

Bei Intel erkennt man einen Hochleistungsprozessor in erster Linie an Anfangsbezeichnung, zwar sind auch ein paar i5-Prozessoren durchaus für Gaming und Produktivität geeignet, wer aber rohe Leistung braucht, sollte auf einen i7 setzen. Doch die Bezeichnung i7 allein reicht nicht aus, um einen Premiumprozessor auszumachen. Sie sollten die Finger von den Prozessormodellen lassen, die ein „U“ am Ende der Bezeichnung haben und nur auf i7-Chips setzen, die ein „H“ im Namen haben, also z.B. „HK“ oder „HQ“. AMD hat bislang keine Modelle, die im oberen Leistungsende platziert sind. Die höchste Leistung, die sie von Team Red auf dem Laptop-Markt bekommen können, bieten die mobilen Ryzen 7-Prozessoren, die aber auch hervorragend für Gaming und vor allem Produktivität geeignet sind.
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