1. Startseite
  2. Prozessoren
  3. Einsteiger Prozessoren
  4. Intel Celeron (Gemini Lake)

Intel Celeron (Gemini Lake)

Die Intel Celeron (Gemini Lake) Prozessoren für kostengünstige Einsteiger-Notebooks wurden am am 11. Dezember 2017 vorgestellt. Zu der Serie gehört das Dual-Core-Modell Celeron N4000 und das Quad-Core-Modell Celeron N4100, die beiden einen Basistakt von 1100 MHz haben. Die Prozessoren sind als System-on-a-Chip (SoC) aufgebaut und integrieren neben der CPU auch eine Intel UHD-GPU und einen Speichercontroller. Es handelt sich bei den Gemini-Lake-Prozessoren um sogenannte Low-Power-Cores, die eine sehr niedrige Leistungsaufnahme von nur 6 Watt haben. Diese haben kaum etwas gemeinsam mit Intels „Big Cores“, wie beispielsweise den Core i3/5/7- und Xeon-Prozessoren. Deswegen fehlen ihnen auch Intel-Technologien wie Hyper-Threading und Turbo Boost. Immerhin können sie ihre Taktfrequenz auch ohne Turbo Boost dynamisch erhöhen. Der Celeron N4000 erreicht maximal 2,6 GHz, während der Celeron N4100 immerhin auf 2,4 GHz erhöhen kann. Beide Modelle verfügen über eine integrierte GPU (iGPU) mit der Bezeichnung Intel UHD Graphics 600. Die iGPU verfügt über 12 Execution Units (EUs) und hat einen Basistakt von 200 MHz. Der Speichercontroller, der ebenfalls bei beiden Modellen gleich ist, unterstützt bis zu 8 GB Dual-Channel DDR4-2400 Speicher.

Architektur
Die Intel Celeron (Gemini Lake) Prozessoren basieren auf der Goldmont+ Architektur. Nach Airmont und Goldmont ist Goldmont+ mittlerweile die 3. Generation, die auf Intels 14 nm Prozessknoten basiert. Es handelt sich dabei jedoch um den ursprünglich 2015 eingeführten „normalen“ 14 nm Prozessknoten, nicht die 14 nm+ und 14 nm++ Technologien, die für Kaby Lake und Coffee Lake verwendet werden. Auch an der Mikroarchitektur selbst an Intel kaum etwas verändert. Die Befehlserweiterungen wurden um die Software Guard Extensions (SGX) für aktuelle DRM-Technologien bei der Video-Wiedergabe, die Intels neuen Erweiterungen für den Secure Hash Algorithmus (SHA) zur Beschleunigung von Kryptographie, die UMIO-Sicherheitsfunktion und die RDPID Befehlssatzerweiterungen ergänzt. Goldmont+ sorgt mit doppelt so viel Cache (4 MB) wie Goldmont für leicht erhöhte Leistung in einigen Anwendungen. Die Intel Celeron (Gemini Lake) SoCs benutzen einen neuen Sockel (FCBGA1090) und sind etwas kleiner als ihre Vorgänger und erlauben somit mehr Platz für Akkus. Sie sind daher aber auch nicht Pin-kompatibel mit älteren Designs, weshalb Hersteller ihre Platinen (PCBs) anpassen müssen.

Die iGPU der Intel Celeron (Gemini Lake) SoCs trägt zwar die gleiche UHD-Bezeichnung wie die iGPUs der Big-Core-Prozessoren, basiert jedoch auf der speziellen Gen9 Low-Power-Architektur (Gen9LP), die für geringen Stromverbrauch optimiert ist. Trotzdem hat sie einige Funktionen bekommen, die sonst nur in den Gen9.5-iGPUs zu finden sind, wie zum Beispiel die Unterstützung für einen nativen HDMI 2.0-Ausgang. Die UHD 600 unterstützt die Codecs MPEG-2, MPEG-4 AVC, VC-1, WMV9, HEVC + HEVC 10-bit, VP9 + VP9 10-bit.

Leistung
Bei den Intel Celeron (Gemini Lake) Chips ist die Beschreibung „Low Power“ Programm. Die Leistung vor allem pro CPU-Kern ist deutlich niedriger als bei Intels Big-Core-CPUs. Durch die höheren Taktfrequenzen gegenüber ihren Vorgängern sind die SoCs aber dennoch eine gute Wahl für kostengünstige Einsteiger-Geräte. Denn für Internet-Browsing, Multimedia und Office-Anwendungen reicht die Leistung allemal aus.
Weiterlesen

13 Notebooks mit Intel Celeron (Gemini Lake)

13 Notebooks mit Intel Celeron (Gemini Lake)