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Notebook Prozessoren Kaufberatung: Einfach erklärt mit Intel und AMD

Unsere Kaufberatung für Notebook Prozessoren erklärt einfach und schnell worauf es ankommt. Kaum ein Markt schreitet technisch in solch riesigen Schritten voran wie der für Notebooks und Notebook-Prozessoren. Doch etwas hat sich in all den Jahren nicht verändert: Nach wie vor ist der Prozessor die mit Abstand wichtigste Komponente eines Notebooks. Keine andere Komponente hat einen so großen Einfluss auf die Gesamtleistung und bestimmt letztendlich, wofür sich das Notebook am besten eignet. Grund genug, in unserem Prozessor-Vergleich auf die neuesten Entwicklungen- im Prozessormarkt einzugehen und Ihnen einen Ratgeber an die Hand zu geben, der es Ihnen ermöglicht, den jeweils für Sie am besten passenden Prozessor aus der ungeheuren Auswahl zu wählen.

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Dual-Core, Quad-Core, ULV: Welcher Prozessor ist der richtige für Sie?

Intel-Prozessor der vierten GenerationBildquelle: Intel
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Modernste Technik auf engstem Raum: Ein aktueller Prozessor von Intel. Doch auch AMD hat leistungsfähige Chips im Angebot. Wir erklären welcher Prozessor

Angesichts der riesigen Auswahl an erhältlichen Notebooks und Prozessoren, kommt man als Käufer nicht drum herum, sich bereits vor Erwerb des neuen, mobilen Arbeitsbegleiters Gedanken zu machen, wofür man das Notebook überhaupt einsetzen möchte. Denn die verschiedenen Prozessoren unterscheiden sich nicht nur in ihrer Leistungsfähigkeit und ihrem Preis, sondern auch in Sachen Mobilität und Akkulaufzeit.

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Da besonders die Niedrigspannungsprozessoren (ULV) zurzeit sehr gefragt sind und immer leistungsfähiger werden, lautet eine der wichtigsten Fragen also: Soll das Notebook vor allem an einem festen Ort zum Arbeiten genutzt werden, oder legen Sie hohen Wert auf Mobilität und lange Akkulaufzeiten?. Seit der Einführung des Ultrabook-Formfaktors im Jahr 2011 ist der Marktanteil an klassischen Notebooks mit DVD-Laufwerk stetig gesunken. Es wird mehr wert auf große Akkus und ein flaches Gehäuse gelegt, als auf möglichst viele Anschlussmöglichkeiten. Sofern Sie das Notebook also vor allem zum Arbeiten verwenden möchten, oder aber auch zum Surfen im Internet, für die Wiedergabe von Medien oder gar für das ein oder andere Spiel zwischendurch, so sind Sie mit einem Niedrigspannungsprozessor gut beraten. Zwar sind entsprechende Modelle häufig niedriger getaktet als „normale“ Notebook-Prozessoren, doch sowohl AMD als auch Intel setzen mittlerweile bei vielen Modellen Funktionen wie TurboBoost (Intel) und TurboCore (AMD) ein, welche die Taktfrequenz des Prozessors bei Bedarf temporär erhöhen. In vielen Fällen kann die niedrigere Taktrfrequenz dadurchausgeglichen werden.Seit kurzem bieten AMD und Intel zudem leistungsfähige ULV-Prozessoren mit vier Kernen an, die älteren Vierkern-Prozessoren oft das Wasser reichen können.

Zwar sind Niedrigspannungsprozessoren oftmals kaum günstiger als Notebook-Prozessoren mit höherer Stromaufnahme, doch bringen sie neben dem niedrigen Stromverbrauch weitere Vorteile mit: Durch die geringere Wärmeentwicklung sind Notebooks mit solchen Prozessoren oft kühler und leiser. Da verwundert es kaum, dass längst nicht mehr nur Ultrabooks auf die sparsamen Prozessoren setzen. Oftmals sind auch 17-Zoll-Notebooks mit diesen Niedrigspannungsprozessoren ausgestattet.

Liegt der Fokus beim Kauf jedoch vor allem auf Leistungsfähigkeit, ist man mit einem herkömmlichen Notebook-Prozessor mit mehr Stromaufnahme besser beraten. Auch solche Prozessoren setzen auf Turbo-Funktionen, mit denen oftmals temporäre Taktraten von über vier Gigahertz erreicht werden können. Die neuesten High-End Notebook-Prozessoren kommen mit bis zu 6 Rechenkernen. Prinzipiell wird ein Hexa-Core-Prozessor dann besonders interessant, wenn mit dem Notebook auch rechenintensive Aufgaben wie Video-Konvertierung oder Rendering durchgeführt werden. Entsprechende Programme profitieren nämlich stärker von einer Parallelisierung des Rechenaufwands als andere Software. Auch viele Spiele können mittlerweile vier physische Prozessorkerne nutzen, wobei für Games nach wie vor die Grafikkarte die wichtigere Komponente ist. Doch wie unterscheiden sich die Hersteller voneinander, und welche Unterschiede gibt es in den verschiedenen Preisklassen der Prozessoren?

Günstig und gut oder teuer und schnell: In welcher Preisklasse Sie fündig werden

Selten konnte man so günstig ein Notebook erstehen wie heutzutage. Denn AMD und Intel haben für jede Preisklasse zahlreiche Modelle im Angebot, so dass die Frage nur lauten kann: Wie viel sind Sie bereit auszugeben? Denn wer am Prozessor spart, muss mit diversen Einschränkungen rechnen, die sich nicht (nur) an der Taktfrequenz zeigen. Intel beispielsweise bietet neben seinen bekannten Prozessorserien Core i3, Core i5 und Core i7 auch Pentium- und Celeron-Modelle als Einsteiger-Prozessoren an. Doch während Core i5-, Core i7- und einige Core i3-Modelle den bereits erwähnten Turbomodus nutzen können, ist das bei den günstigeren Pentium- und Celeron-Modellen nicht der Fall. Ausnahme sind die Pentium- und Celeron-Prozessoren für sehr günstige Einsteiger-Notebooks und Tablets, die zwar nicht Intels Trademark Turbo Boost-Technologie unterstützen, sehr wohl aber ihre Taktfrequenz dynamisch erhöhen können. Auch die Hyper-Threading-Technologie, welche die Leistung bei parallel laufenden Aufgaben deutlich erhöht, ist lediglich den Core-Modellen vorbehalten.Eine Interessante Entwicklung, die Anfang 2018 auf dem Markt erschienen ist, sind Intels Kaby Lake-G-Prozessoren. Diese Hybrid-Chips vereinen eine Intels Hochleistungs-CPU und eine Vega-GPU aus dem Hause AMD, die sogar noch stärker als die in AMDs eigenen Notebook-Prozessoren ist. Die Prozessoren werden in Notebooks im Ultrabook-Format verbaut und liefern genügend Leistung für eSports-Gaming in FullHD-Auflösung mit 60 FPS.

Alleinstellungsmerkmal bei AMD war schon lange die Integration von Radeon-Grafikkarten auf dem gleichen Chip wie die CPU. Die von AMD als APU (Accelerated Processing Unit) bezeichnete Kombination aus CPU und GPU war jedoch bislang eher eine kostengünstige Alternative als eine echte Konkurrenz zu Intel. Zwar sind die integrierten Radeon-GPUs deutlich leistungsfähiger als die integrierten HD- und UHD-Grafikeinheiten der Intel-Prozessoren, aber die Dual- und Quad-Core-CPUs von AMD hinkten bei Performance und Stromverbrauch weit hinterher. Mit den mobilen Ryzen-Prozessoren hat sich diese Situation jedoch schlagartig verändert. Die neuen Modelle konkurrieren in der Mittelklasse mit den 15 Watt-Modellen von Intel und überzeugen durch ihre Vega-Grafikkarten, die in Modellen wie dem Ryzen 7 2700U sogar genug Leistung für flüssiges eSports-Gaming liefern. Aber nicht nur die GPU sondern auch die neuentwickelte CPU überzeugt mit einer hohen Leistung, die sich vor der Intel-Konkurrenz nicht verstecken muss.

Im Highend-Bereich gibt hingegen Intel weiterhin den Ton an. Da überrascht es nicht, dass man unter den Gaming-Notebooks kaum noch solche mit AMD-Prozessor findet. Sofern es denn ein Hexa-Core-Prozessor sein soll, findet man in diesem Bereich vor allem mit den Intel Core i7-Prozessoren geeignete Modelle. Während die Intel-Boliden bei rechenintensiven Aufgaben eine tolle Figur machenund für Videobearbeitung und Grafikdesign geeignet sind, sollten Hobby-Gamer unbedingt auf eine dedizierte Grafikkarte im Notebook achten. Denn obwohl die Rechenleistung der High-End Intel-Prozessoren höher ist als bei der AMD-Konkurrenz, so ist die integrierte Grafiklösung nicht leistungsfähig genug, um aktuelle Spiele bei vernünftiger Bildqualität flüssig darstellen zu können – denn was nutzt der schnellste Prozessor, wenn die Computergegner im Ego-Shooter nur in Diashow-Geschwindigkeit über den Bildschirm ruckeln?

Den richtigen Prozessor erkennen: So behalten Sie den Durchblick

Nur allzu oft halten sich Versandhändler und Elektronik-Märkte mit technischen Details zurück, sodass Sie häufig wenig mehr über den verwendeten Prozessor wissen als eine kryptische Modellnummer, Taktfrequenz und vielleicht noch die Anzahl der Rechenkerne. Doch daraus lässt sich zumeist schon relativ viel ablesen. Ein Beispiel: Der Intel Core i7 8550U Prozessor gehört zur höchsten Leistungsklasse von Intel, der i7-Serie, besitzt vier Kerne und gehört zu den Niedrigspannungsprozessoren, worauf das „U“ in der Modellbezeichnung hindeutet. Noch sparsamer sind Prozessoren mit einem „Y“ in der Modellbezeichnung, man findet sie oft in Convertibles oder Tablets.

AMD hat mit seinen neuen Notebook-Prozessoren auch ein deutlich vereinfachtes Namensschema eingeführt. Wie bei den Ryzen-Prozessoren für den Desktop wird zwischen den drei Leistungskategorien Ryzen 3, Ryzen 5 und Ryzen 7 unterschieden. Da es sich bei diesen Prozessoren fast ausschließlich um Quad-Cores handelt, liegt der Unterschied vor allem in der Taktfrequenz und der integrierten Grafikeinheit. Einige Modelle haben zudem den „Pro“-Zusatz und sind daher vor allem an Unternehmen gerichtet, die besonders verlässliche und sichere Hardware brauchen. Vor Einführung der Ryzen-Prozessoren unterschied AMD bei seinen Notebook-Prozessoren zwischen der A-Serie und der FX-Serie. Normalerweise besteht eine Modellbezeichnung bei den älteren AMD-CPUs aus vier Ziffern, wobei die erste Ziffer die CPU-Generation angibt und die 2. Ziffer die Leistungsklasse. Beispiel: der A12-9730P ist ein Prozessor der 7. Generation, was durch die „9“ angegeben wird und gehört zur oberen Leistungsklasse, gekennzeichnet durch die „7“.

Bei Smartphone und Tablets hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mittlerweile bieten fast alle Hersteller in diesem Produktbereich Chips für High-End-, Mittelklasse- und Einsteiger-Geräte an. Die Ausnahme stellt Apple dar, das natürlich nur Hochleistungs-Prozessoren für seine Premium-Produkte herstellt. Konkurrenten im High-End-Segment sind momentan Apple, Qualcomm, Samsung und HiSilicon. Abgesehen davon ist der Markt recht unübersichtlich. Qualcomm unterscheidet zwar zwischen den Snapdragon 400-Chips für Einsteiger-Geräte und Snapdragon 600-Chips für Mittelklasse-Geräte, jedoch sind die Übergänge hier manchmal fließend. MediaTek bietet eine Reihe von Einsteiger-Chips an, die meist als MediaTek MT bezeichnet werden. Mittelklasse-Chips hingegen heißen wie die High-End-Chips MediaTek Helio, so z.B. der Helio X23.

Schnellere Prozessorgrafik, geringerer Verbrauch: Ein Ausblick

Der Tablet- und Smartphone-Markt macht es vor: Langfristig wird der Trend immer stärker in Richtung kombinierter Recheneinheiten gehen, Prozessoren also, die auf einem Chip auch einen Grafikchip und andere Komponenten wie beispielsweise den Speichercontroller unterbringen.. Dem Notebook-Markt kommt dabei eine Art Pionierrolle zu, hier schließlich zählen Energieeffizienz und kompakte Bauweisen besonders stark, während es dem Desktop-Rechner weitgehend egal ist, ob der Prozessor nun 80 oder 85 Watt aus der Steckdose zieht.

Das wird auch zu einer anderen Entwicklung führen: Dedizierte Grafikkarten werden bei Notebooks in Zukunft vermutlich immer seltener zu sehen sein. Denn dank moderner Prozessorarchitekturen, welche die Grafiklösung perfekt in den Chip integrieren und auch auf Prozessor-Komponenten wie den Cache zugreifen lassen, wird die dadurch gebotene Grafikleistung für das Gros der Kunden ausreichend sein, während dedizierte Grafikkarten ironischerweise durch die Prozessorentwicklung nach und nach in ein Nischendasein gedrängt werden. Denn: Wozu Geld und Platz in einen externen Grafikchip investieren, wenn es die Prozessorgrafik häufig (fast) genauso gut macht? Sowohl Intel als auch AMD zeigen mit ihren neuesten CPUs bereits, dass dedizierte Mittelklasse-Grafikkarten schon heute durch integrierte Grafikchips ersetzt werden können.

Auch der Energieverbrauch wird vermutlich in Zukunft noch weiter sinken. Doch während alle Hersteller die Energieeffizienz und die Entwicklung der Grafikleistung vor Augen haben, hat sich die Leistungsfähigkeit der Prozessoren über die letzten Jahre nicht in gleichem Maße weiterentwickelt. Die Leistung pro MHz steigt mit jeder neuen Prozessorgeneration lediglich 10-15%, wobei die neuen AMD Ryzen-Prozessoren mit über 50% Steigerung eine absolute Ausnahme bilden. Leistungssteigerung wird daher vor allem durch die Erhöhung der Rechenkernanzahl von vier auf sechs Kerne erreicht. Dies wird durch die hohe Energieeffizienz möglich, dank derer moderne Quad-Core-Prozessoren nicht mehr Strom verbrauchen als ein zwei Jahre alter Dual-Core-Prozessor.

Apropos Energieeffizienz: Ende 2017 hat der Chip-Gigant Qualcomm angekündigt, Prozessoren für Notebooks herzustellen. Das amerikanische Unternehmen, das bislang eher für seine Dominanz im Smartphone- und Tablet-Markt bekannt ist, will jetzt auch Fuß bei traditionellen Notebooks fassen und wird im Laufe des Jahres 2018 in mehreren Notebooks zu finden sein. Die Qualcomm-Chips benutzen eine andere Architektur als die Prozessoren von Intel und AMD und sind daher zwar nicht ganz so leistungsstark, bieten jedoch deutlich längere Akkulaufzeiten.