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  3. Test: Dell XPS 13 2-in-1 Laptop mit hoher Flexibilität

Kompakt, schlank und leicht muss es sein.

Dell XPS 13 9365 (CNX36504) (Bild 1 von 7)Bildquelle: Dell
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Neu im Portfolio: Dell funktioniert das bekannte XPS 13 in ein wandelbares 2-in-1 Produkt um. Mit Erfolg? Wir finden es heraus.

Der US-amerikanische Hersteller knüpft an den Erfolg des XPS 13 an und geht den Weg hin in den hart umkämpften 2-in-1 Markt. Konkurrenten wie Acer, ASUS, Lenovo und HP haben hier bereits seit Jahren ihre Fühler ausgestreckt. Im preisintensiven Premium-Segment der Convertibles soll sich nun das so genannte Dell XPS 13 9365 einordnen. Als Basis zeigt sich das altbekannte Design der Dell Ultrabooks, welches nun um ein markantes 360-Grad-Scharnier erweitert wurde. Dank Aluminium, Kohlefaser und gummierten Soft Touch Oberflächen treffen wir auf ein hochwertiges und vor allem stabiles Gehäuse, das in Hinsicht auf Optik und Haptik überzeugen kann. Die Kombination aus silberner und schwarzer Farbgebung findet in der Redaktion Gefallen und auch die Verwandlung vom klassischen Notebook-Format in den Tablet-Modus funktioniert einwandfrei.

Vor allem aber der schmale Rahmen des 13,3 Zoll InfinityEdge Touchscreens zieht die Blicke auf sich. Als eines der Haupteingabegeräte geht die Steuerung mit dem Finger unter Windows 10 vergleichsweise leicht von der Hand. Doch der nahezu rahmenlose Aufbau des Dell XPS 13 2-in-1 Laptops zeigt auch seine Schattenseite. Beim Halten des Ultrabooks als Tablet wurden im Test oftmals ungewollte Touch-Eingaben ausgeführt, aufgrund der minimalen Display-Auflagefläche für unsere Handballen. Im normalen Notebook-Betrieb hingegen überzeugt die knapp 1.600 Euro teure Konfiguration mit einer guten, beleuchteten Chiclet-Tastatur für Vielschreiber und einem gut dimensionierten sowie präzisen Multitouch-Trackpad.

Dell XPS 13 9365 (CNX36504) (Bild 3 von 7)Bildquelle: Dell

Die Anschlüsse des 1,24 kg leichten und zwischen 8 und 13,7 Millimeter schlanken Convertibles zeigen sich am linken und rechten Seitenrand. Rückseite und Front bleiben von Schnittstellen befreit. Insgesamt stehen zwei USB-C Ports zur Verfügung, einer davon mit Thunderbolt 3 Unterstützung. Über eben diese Anschlüsse werden nicht nur Docks oder Festplatten angeschlossen, sondern auch externe Bildschirme und das mitgelieferte Netzteil zum Aufladen des Akkus. Eine normalgroße USB-Schnittstelle (Typ-A) ist nicht vorhanden, jedoch befindet sich ein passender Adapter im Lieferumfang des Dell XPS 13 2-in-1. Weiterhin sind ein 3,5 Millimeter Klinke-Port sowie ein MicroSD-Kartenleser mit an Bord. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein Fingerabdruck-Scanner auf der Handballenauflage und Funkverbindungen können per WLAN-ac und Bluetooth über ein Intel 8265 Modul aufgebaut werden.

Solide Leistung trotz passiver Kühlung

Der Trend bei 2-in-1 Convertibles geht immer weiter in Richtung eines lüfterlosen Aufbaus. So auch beim neuen Dell XPS 13 9365. Eine gänzlich lautlose Umgebung wird durch die Integration des Intel Core i7-7Y75 Prozessors geschaffen. Der Zweikern-Chip (Dual Core) auf Basis der aktuellen Intel Kaby Lake Architektur arbeitet mit bis zu 3,6 GHz und zeigt seine Schnelligkeit vor allem im Betrieb von Anwendungen mit nur einem Rechenkern. Hier kann er sogar mit seinen schnelleren CPU-Geschwistern, zum Beispiel dem Intel Core i5-7200U, mithalten. In Verbindung mit 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher und einer schnellen 256 GB SSD (ca. 1,2 GB/s im sequentiellen Lesen) eignet sich der 2-in-1 Laptop vorrangig für das Surfen im Internet, den Umgang mit Office-Programmen sowie den konsumierenden Multimedia-Alltag. Komplexe Produktiv-Arbeiten, wie zum Beispiel bei der Foto- und Videobearbeitung, liegen dem 13 Zoll Dell Notebook ebenso wenig wie professionelle 3D-Renderings oder Spiele.

Dell XPS 13 9365 (CNX36504) (Bild 5 von 7)Bildquelle: Dell

Beim Display setzt unser Testgerät des Dell XPS 13 2-in-1 Laptops auf eine klassische Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Alternativ wird das neue Dell Convertible Notebook auch mit einer QHD+ Auflösung angeboten. Wie eingangs erwähnt, zeigt der schmale Rahmen des von Corning Gorilla Glass geschützten InfinityEdge Touch-Displays seine Vorteile im Notebook-Modus und seine Nachteile bei der Nutzung als Tablet. Die durchschnittliche Helligkeit von circa 300 cd/m² lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Bei einem aufgerufenen Preis von über 1.500 Euro hätten wir hier mit mindestens 400 cd/m² gerechnet, vor allem aufgrund der starken Orientierung hin zur Mobilität und Outdoor-Nutzung. Der Kontrast hingegen präsentiert sich mit über 1600:1 ebenso gut wie die Blickwinkelstabilität des IPS-Panels.

Durch den Verzicht auf eine aktive Kühlung (keine Lüfter) verhält sich das Dell XPS 13 9365 2-in-1 stets lautlos. Dabei zeigt sich im Schnitt eine normale Temperatur-Entwicklung auf Handwärme-Niveau. Nur bei sehr starker Auslastung der verbauten Komponenten kommt es zu sehr hohen, punktuellen Temperaturen von über 40 Grad Celsius im oberen Bereich der Tastatur. Im normalen Office- und Multimedia-Betrieb liegen die Spitzenwerte jedoch selten über 35 Grad. Unseren Test der Akkulaufzeit schließen wir mit einem praxisnahen Wert von 9-10 Stunden abseits der Steckdose ab. Im batterieschonenden Leerlauf erreichen wir maximal 16,5 Stunden, unter voller Belastung etwas über 3 Stunden. Einen klassischen Büro-Arbeitstag von 8 Stunden überlebt das Dell XPS 13 2-in-1 also problemlos mit einer Ladung.

Dell XPS 13 9365 (CNX36504) (Bild 7 von 7)Bildquelle: Dell
Die wichtige Frage: Solltet ihr euch das neue Modell aus dem Hause Dell anschaffen?

Fazit

Unsere hohen Ansprüche an ein knapp 1.600 Euro teures Premium-Notebook konnte das neue Dell XPS 13 2-in-1 nicht vollständig erfüllen. Vom Design, der Verarbeitung und Haptik sind wir ebenso überzeugt wie von der Akkulaufzeit und den Eingabegeräten samt Touchscreen. Der schmale Display-Rahmen ist dabei eines der größten Aushängeschilder des XPS 13, welches sich bei der Handhabung als Tablet jedoch schnell auch als Nachteil entpuppen kann. Zudem müssen wir im Vergleich zum herkömmlichen Ultrabook des Herstellers auf Leistung, eine höhere Display-Ausleuchtung und normalgroße USB-Anschlüsse verzichten. All das zu Gunsten des flexiblen 360-Grad-Scharniers und einem lüfterlosen Aufbau. Wer zwischen dem XPS 13 Ultrabook und seinem 2-in-1 Pendant entscheiden muss, dem empfehlen wir eher den Griff zum klassischen Notebook. Solltet ihr euch jedoch nach einem lüfterlosen Convertible umsehen, könnt ihr entweder zu unserem getesteten Dell Modell greifen oder ein paar hundert Euro sparen bei der Wahl eines ähnlichen 2-in-1 von Acer, Lenovo oder ASUS.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Ice Storm56820 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Cloud Gate5795 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike819 Pkt.Max. 13743 Pkt.
PCMark 8 Home3098 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity4281 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work4622 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1255 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)631 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)124 Pkt.Max. 159 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)252 Pkt.Max. 741 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)37.21 fpsMax. 120.64 fps
Geekbench 4 (Multi)5805 Pkt.Max. 14207 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal16 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis9 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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