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  3. HP Omen 15 im Test - Kompakter Gamer-Refresh für 2016

Gelingt der Gaming-Start eine Nummer kleiner?

HP Omen 15-ax004ng (Bild 1 von 10)Bildquelle: HP
Fotogalerie (10)
Gaming für die Mittelklasse: Die verbauten Komponenten richten sich eher an Casual Gamer.

Im Vergleich zum kürzlich getesteten HP Omen 17-w012ng gibt es in Hinsicht auf das Design kaum Unterschiede zwischen den 17 Zoll und 15 Zoll Varianten des neuen HP Omen 2016. Logischerweise bringt die nun im Mittelpunkt stehende, kleinere Fassung des Gaming-Notebooks eine geringere Abmessung und ein leichteres Gewicht mit sich. Optisch finden wir aber auch hier mattierte und rot-schwarz eingefärbte Kunststoff-Oberflächen wieder. Die Rückseite sowie der Innenraum rund um die Tastatur sind dabei in einem von HP als Mesh-Muster bezeichneten Layout gehalten, welches ansatzweise an die Beschaffenheit von Karbon erinnert. Trotz Plastik ist die Verarbeitung des uns vorliegenden HP Omen 15-ax004ng gelungen und Display und Deckel wirken stabiler als bei der 17 Zoll Version. Gefallen finden wir an der Tastatur und dem Touchpad. Auch wenn HP an dieser Stelle mehr Beleuchtungsstufen und eine bessere Trackpad-Mechanik hätte verbauen können. Vielschreiber und Gamer werden sich schnell an die Eingabegeräte gewöhnen, vielleicht sogar an die nur einzeilige Enter-Taste.

Das HP Omen 15 Notebook zeigt die gleichen Anschlüsse wie sein großer Bruder. Lediglich das optische Laufwerk in Form des DVD-Brenners fällt aufgrund von Platzmangel aus dem Datenblatt. Somit treffen wir also auf drei USB-Ports, von denen lediglich zwei den aktuellen USB 3.0 Standard unterstützen. Weiterhin sind HDMI, WLAN-ac, Bluetooth 4.2 und Gigabit-LAN mit an Bord. Für den stolzen Preis von immerhin knapp 1.500 Euro hätten wir allerdings mehr erwartet. DisplayPort und USB 3.1 Typ-C wurden nicht verbaut. Dafür gibt es gut dimensionierte 16 GB DDR4 Arbeitsspeicher und eine 128 GB SSD im M.2 Format von SanDisk. Bei letzterer handelt es sich allerdings nicht um eine erwartete NVMe Variante, wie wir sie im HP Omen 17 vorgefunden haben. Dementsprechend sind die Lese- und Schreibraten niedriger, aber immer noch deutlich besser als bei einer klassischen Festplatte. Eine solche ist zusätzlich mit einer Kapazität von 2 TB integriert wurden.

HP Omen 15-ax004ng (Bild 4 von 10)HP Omen 15-ax004ng (Bild 6 von 10)Bildquelle: HP
Kompakt: Das HP Omen 15 bringt knapp 2,2 kg auf die Waage bei einer Bauhöhe von 24 mm.

Als Kernkomponenten nimmt sich das HP Omen 15-ax004ng den Skylake-Prozessor Intel Core i7-6700HQ und die Nvidia Geforce GTX 965M zur Brust. Eine Taktrate von bis zu 3,5 GHz und ein 4 GB großer Videospeicher sehen auf dem Datenblatt gut aus. Echte Gamer erkennen jedoch den dezenten Flaschenhals. Filme, Musik, Fotos, Office und Internet – Kein Problem für das Omen 15. Wenn wir uns allerdings mit dem Gaming-Bereich beschäftigen, geht dem 15-Zoller zu schnell die Puste aus. Vor allem in nativer UltraHD (4K) Auflösung hat es das Notebook schwer flüssiges Gameplay zu ermöglichen. Hierfür müssen wir das Display auf die bekannte Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel herunterskalieren, um auch in hohen Qualitätsstufen angenehme FPS-Werte zu erreichen. Für Gelgenheitszocker mag das HP Omen 15 vollkommen ausreichen. Waschechte Spieler sollten aber lieber zu Gaming-Notebooks mit einer Geforce GTX 970M oder gar GTX 980M greifen.

Film-Enthusiasten werden sich über die hohe Auflösung des 15,6 Zoll UltraHD-Displays freuen. Satte 3.820 x 2.160 Pixel bietet der hier verbaute IPS-Bildschirm mit guter Blickwinkelstabilität. Streaming-Programme wie Netflix und Amazon Prime Video liefern bereits erste Serien und Filme in 4K UHD und sogar in HDR Qualität aus. Dafür zeigt das Panel des HP Omen 15-ax004ng eine gute Ausleuchtung von bis zu 325 cd/m². Allerdings liegt der Kontrast bei unterdurchschnittlichen 570:1. Die Freude wird zudem von Skalierungsproblemen unter Windows 10 getrübt. Vor allem bei Drittanbieter-Software zeigen sich immer noch Konfrontationen mit der hohen Auflösung. Ihr solltet euch vor dem Kauf erkundigen, ob die von euch häufig genutzten Programme bereits das 4K-Format unterstützen. Alternativ könnt ihr euch die Omen Notebooks auch mit klassischem Full-HD-Display zulegen und so die Probleme umgehen.

Weitere Schwierigkeiten zeigen sich bei den Emissionen des Gaming Laptops. In belastenden Szenarien – zum Beispiel in Spielen oder Benchmarks – erhitzt sich das Gehäuse auf über 50 Grad Celsius. Selbst im Mischbetrieb liegen immer noch zwischen 35 und 44 Grad an. Hinzu kommt eine deutlich hörbare und teils nervige Geräuschkulisse von bis zu 50 dB(A). In diesem Testfeld arbeitet das 17 Zoll Omen-Pendant besser als die 15 Zoll Fassung. Und das obwohl der Prozessor in hitzigen Gefechten von möglichen 3,5 GHz auf 0,8 GHz (800 MHz) drosselt. An dieser Stelle sollte HP auf jeden Fall mit einem Feintuning beginnen. Angefangen bei einem zeitnahen BIOS-Update.

Dank Nvidia Optimus Technologie kommt das HP Omen 15-ax004ng auf eine Akkulaufzeit von 9,5 Stunden im Leerlauf (Idle). Im Gaming-Betrieb und bei starker Belastung sind es lediglich 1,5 Stunden. Rechnet man den Mittelwert als Mischbetrieb oder Multimedia-Einsatz, landet ihr bei 5,5 Stunden. Mehr Laufzeit kann herausgekitzelt werden, wenn ihr die Bildschirmhelligkeit reduziert, die Tastatur-Beleuchtung abschaltet und in der Nvidia Systemsteuerung die Intel HD Graphics 530 (Integrierte Grafik) forciert. In diesem Szenario verzichtet ihr zwar auf Spieleleistung, könnt dafür aber länger im Office-Betrieb arbeiten.

HP Omen 15-ax004ng (Bild 5 von 10)Bildquelle: HP
Mehr Multimedia als Gaming: HP hat einen guten Ansatz aber High End Grafik gehört nicht dazu.

Fazit

Die Gaming-Welt ist ein hartes Pflaster. HP nimmt den Mut zusammen, aktualisiert die Omen 15 Notebooks und schickt einen guten Mittelklasse-Gamer für das Jahr 2016 ins Rennen. Vor allem der starke Intel Core i7 Prozessor und der zeitgemäße DDR4-Arbeitsspeicher hinterlassen einen guten Eindruck. Gleiches gilt für die Nvidia Geforce GTX 965M Grafikkarte, die High-End-Liebhabern allerdings zu wenig Dampf unter der Haube haben dürfte.

Über eine SSD freuen wir uns immer, auch wenn 128 GB und die fehlende NVMe Version bei einem Gesamtpreis von 1.500 Euro dürftig ausfallen. Zudem solltet ihr euch die Frage stellen, ob ein UltraHD-Display (4K) für euch wirklich Sinn macht. Für UHD-Gaming ist das HP Omen 15-ax004ng zu schwach und unter Windows 10 herrschen noch immer Skalierungsprobleme. Hinzu kommt, dass ihr mit einer Omen-Konfiguration samt FullHD-Bildschirm satte 200 Euro sparen könnt. Manchmal ist weniger einfach mehr.

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von HP.de | Händlerangabe: 08.12.16 20:42

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark117821 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMark Ice Storm83128 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Cloud Gate18155 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Sky Diver15845 Pkt.Max. 22117 Pkt.
3DMark Fire Strike5102 Pkt.Max. 12744 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme2452 Pkt.Max. 7126 Pkt.
PCMark 8 Home3812 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity4950 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work4918 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)496.1 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)182.3 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit61.23 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit7.35 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.57 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)140 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)596 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)96.32 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3740 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)13344 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic78 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score3295 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD21.5 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD872 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 34 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 22 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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