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  3. Test Apple MacBook Air 13" Core i5 1.8 GHz 128GB (2012) - Nur innere Werte aufgebohrt

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Bilder zum Test: Apple MacBook Air 13" Core i5 1.8 GHz 128GB (2012) - Nur innere Werte aufgebohrt

Dass Apple die 2012er MacBook Air Modelle keinerlei kosmetischen Änderungen unterzogen hat, ist kein allzu großer Nachteil. Nur allmählich hängt das schlanke Unibody-Gehäuse der Ultrabook-Konkurrenz hinterher. Ein etwas schmalerer Displayrahmen wäre mittlerweile wünschenswert. Im Premium Segment der Ultrabooks finden sich auch schon höhere Auflösungen wie etwa FullHD (1.920 x 1.080 Pixel) bei den Asus Zenbooks oder HD+ (1.600 x 900 Pixel) bei Samsungs Serie 9. Im Deckel würde durchaus auch ein 14 Zoll Bildschirm Platz finden. Die Verarbeitung des MacBook Air ist nach wie vor tadellos. Das Unibody Design hat einen Touch von Unverwüstlichkeit. Das Displayscharnier genießt eine sehr gute Balance und bietet keinerlei Spiel. Ein Sog beim Zuklappen verdeutlicht dass der Displaydeckel plan aufliegt und vermittelt die Wertigkeit des Subnotebooks. Passgenauigkeit finden wir auch bei der Bodenplatte wieder. Nirgends kann sich Staub im Gehäuse sammeln. Die Langlebigkeit und Qualität, die sich durch Apples Produktpalette zieht, beschert auch dem MacBook Air einen sehr hohen Wiederverkaufswert und rechtfertigt neben der flotten Hardware den Einstiegspreis von rund 1.250 Euro.

Die Eingabegeräte setzen immer noch Maßstäbe. Die Tasten der hintergrundbeleuchteten Chiclet-Tastatur bieten auch Vielschreibern komfortables Tippen. Ein kurzer Hub, ein sehr deutlicher Druckpunkt und die konfigurierbare Ansprechverzögerung positionieren das Keyboard im Premium Segment. Auch das sensible Trackpad lässt selbst an den äußersten Rändern noch Klicks zu und bietet sehr gute Gleiteigenschaften auf der gläsernen Oberfläche. Mehrfingergesten werden intuitiv umgesetzt und im Einstellungsmenü finden sich bildhafte Erklärungen zur Nutzung. Leichter kann Anfängern der Einstieg in mobiles Arbeiten kaum gemacht werden.

Bei den Anschlüssen hat Apple den zwei USB Ports ein Update auf USB 3.0 spendiert. Nach wie vor finden sich ein Thunderbolt Port als universelle Schnittstelle, ein 3,5mm Kopfhöreranschluss und ein SD-Kartenleser. Für 30 Euro bietet Apple einen USB- oder Thunderbolt-Gigabit-Ethernet Adapter an, ansonsten lässt sich das MacBook Air nur kabellos über WLAN und Bluetooth 4.0 verbinden. Auch auf die HDMI-Schnittstelle gibt es Thunderbolt-Adapter. Erwähnenswert ist das MagSafe 2 getaufte, neue Design für das Ladekabel. Der Stecker ist ein wenig flacher, breiter und führt das Kabel in T-Form seitlich vom Notebook ab. Etwas breitere UMTS-Sticks blockieren die umliegenden Anschlüsse, SD-Karten ragen zur Hälfte über das handliche Gehäuse hinaus. Die integrierte Facetime HD Webkamera verwendet die HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel und bedeutet somit einen größeren Schritt von der VGA-Auflösung des Vorgängers.

Ausgeliefert wird das Apple MacBook Air mit dem Mac OS X 10.7 Lion Betriebssystem. Im Sinne der Benutzerfreundlichkeit bietet es eine flüssige und intuitive Navigation, angelehnt an das mobile Betriebssystem iOS. Konfiguration, Organisation und alltägliche Aufgaben werden vom Betriebssystem so einfach gestaltet, dass auch Computer-Neulinge schnell Zugang finden. Vorinstalliert ist das iLife Paket mit iMovie, GarageBand und iPhoto – mit der Software wird auch das Anwendungsgebiet grob umrissen.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1440 x 900
Prozessor:Intel Core i5 3427U / 1,8 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:externPlattform:Mac OS X 10.7 Lion
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.35 kg
B x H x T:32.5 cm x 1.7 cm x 22.7 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Mit stromsparenden Intel Core Prozessoren, angefangen bei dem Intel Core i5-3427U bis zum Intel Core i7-3667U in der schnelleren Ausstattung, wird das Apple MacBook Air auf den Stand der Technik gebracht. Beiden Modellen steht 4 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, die Topausstattung bietet 256 GB statt 128 GB SSD-Speicherplatz. Optional lassen sich auch 512 GB Flashspeicher konfigurieren. Die Intel HD Graphics 4000 Prozessorgrafik bietet bis zu 60 Prozent mehr Grafikleistung als die Vorgängergeneration. Das macht die MacBook Airs zwar nicht zu Spielenotebooks, sie zeigen sich gegenüber Mainstreamspielen ohne allzu fordernde Grafikpracht, wie beispielsweise Diablo 3, durchaus gewachsen. Die Bootzeit ist dank der SSD auf schnelle 12 Sekunden geschrumpft, weckt man das Gerät via Aufklappen aus dem Schlafzustand ist es nahezu sofort einsatzbereit.

Der Arbeitsraum der 13,3 Zoll Displays ist mit der Auflösung von 1.440 x 900 Pixel relativ großzügig und erlaubt beispielsweise die Bearbeitung von Fotos unterwegs. Mittels Mehrfingergesten kann man bequem in den anliegenden Desktop wischen, um da Textverarbeitungen, Browser oder ein Email-Programm laufen zu lassen. Eine durchschnittliche Helligkeit von 287 Candela pro Quadratmeter erlaubt dem spiegelnden Display auch die Verwendung im Freien, allzu starke Lichtquellen sollten aber gemieden werden. Die Blickwinkelstabilität ist gemäß der IPS-Technologie gegeben und das maximale Kontrastverhältnis von 792:1 kann überzeugen. Ähnlich multimediatauglich präsentieren sich die kleinen Lautsprecher. Im Vergleich zu anderen Subnotebooks kommt beim MacBook Air deutlich mehr Filmvergnügen auf. Der satte Sound kommt auch bei der hohen maximalen Lautstärke ohne Verzerrungen aus den versteckten Lautsprechern.

Der Akku wurde von Apple aufgestockt. Gegenüber dem Vorgängermodell kann mit 7 Stunden rund eine Stunde länger über WLAN gesurft werden. Die maximale Laufzeit hat sich auf 11 Stunden und 33 Minuten gesteigert. Dafür müssen jedoch alle Funkverbindungen abgeschaltet werden und das Gerät läuft bei niedrigster Helligkeitsstufe im Leerlauf (Idle). In diesem Szenario kommt das 13 Zoll MacBook Air mit gerade einmal 6,5 Watt aus. Unter Last kann der Verbrauch bis auf 36,8 Watt ansteigen. Die Durchschnittstemperatur der Aluminiumoberflächen wird von dem Lüfter auf akzeptablen 31 Grad Celsius gehalten. Knapp unterhalb des Displays messen wir bis zu 45 Grad, im Alltag kommt man jedoch seltener mit diesen Bereichen in Berührung. Der Lüfter dreht unter hoher Last bis auf 52 Dezibel (A) und ist damit deutlich wahrnehmbar, unter realistischeren Bedingungen bleibt die Kühllösung mit 25 Dezibel (A) im Leerlauf und bis zu 30 Dezibel (A) in der Praxis angenehm leise.

Zusammenfassung

Das erfolgreiche MacBook Air Konzept wurde in Bezug auf Leistung und Anschlussgeschwindigkeiten verfeinert und kann noch immer überzeugen. Mittlerweile liefern aber nicht mehr die aktuelle Intel Hardware, die schnelle SSD oder das zeitlose Design die Kaufargumente. Die Integration in Apples Ökosystem, die benutzerfreundliche Software und das Zusammenspiel mit anderen mobilen Geräten von Apple bieten den wirklichen Mehrwert. Es gibt durchaus schlankere und ausdauerndere Subnotebooks im selben Preissegment. Das Apple MacBook Air kann auf jeden Fall mithalten, greift es doch auf die gleichen Komponenten zurück.


959,00 EUR*zzgl. 4,99€ Versand
von Redcoon.de | Händlerangabe: 06.12.16 11:32

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 13 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal11 Std. 33 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 53 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

14 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,014 kWh x 24,00 Cent = 7,36 EUR

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