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Test Apple MacBook Air 13" Core i5 1.4 GHz 256GB (Mid 2014) - Jetzt fehlt nur noch das Retina Display

Noch vor dem lang ersehnten Retina-Update geht das Apple Macbook Air in die Runde Mid 2014. Viele Veränderungen im Vergleich zum 2013-Modell gibt es nicht, dafür wurde der Prozessor verbessert. Nun arbeitet im Inneren der Intel Core i5 4260U mit 1,4 GHz neben 4 GB Arbeitsspeicher und einer schnellen 256 GB SSD. Wir fühlen dem Macbook Air 13 MD761D/B im Test auf den Zahn.

Einleitung: Noch immer das beste Subnotebook ohne Ultrabook-Stempel?

Apple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (12)
Letztes Update vor Retina: Der Mid 2014er Variante des Macbook Air sollte die mit hochauflösendem Bildschirm folgen.

Obwohl die Intel-Kriterien nahezu erfüllt werden, will sich Apple nicht mit der Marke Ultrabook brüsten. Das liegt vor allem auch daran, dass das Unternehmen mit dem Macbook Air bereits vor der Eingliederung von schlanken Subnotebooks in die Ultrabook-Kategorie am Markt vertreten war. Und obwohl keine genauen Verkaufsstatistiken vorliegen, rechnen Insider und Analysten sogar oft damit, dass sich das Macbook Air besser verkauft als alle anderen Ultrabooks dieser Preisklasse zusammen. Nun spekuliert man auf eine Variante des Air mit hochauflösendem Retina-Display. Das würde den Verkauf noch einmal anheizen und selbst Macbook-Besitzer zum Neukauf motivieren. Doch bis es soweit ist, müssen wir uns mit der Mid 2014 Fassung des Apple Macbook Air vergnügen, das bis auf den Prozessor an sich nur wenig Neuerungen mit sich bringt. Wer allerdings jetzt sofort ein Macbook Air kaufen möchte, der sollte sich diesen Test genauer durchlesen.

Gehäuse: Alt bewährt und immer noch spitze!

Wenn es um Wertigkeit, Haptik und Verarbeitung geht, fällt im gleichen Atemzug das Wort Apple. Zumindest wenn es um mobile Hardware in der höheren Preisklasse geht. Das gebürstete Aluminium-Gehäuse in Unibody-Form des Macbook Air macht auch nach Jahren und nur geringfügigen Facelifts noch immer eine sehr gute Figur. Zudem ist es mit 1,35 kg immer noch extrem leicht und mit 0,3 bis 1,7 cm sehr schlank. Trotz dieser Kompaktheit zeigt das Macbook Air 13 MD761D/B eine sehr gute Verwindungssteifheit und Stabilität.

Apple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestApple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Wertig und schlank: Wie vor Jahren schon überzeugt das Unibody-Design mit guter Verarbeitung.

Dabei kommt das Subnotebook mit einem normalgroßen Chiclet-Keyboard samt Tastaturbeleuchtung und Funktionstasten. Konkurrenten orientieren sich auch immer wieder am Apple Macbook Air, wenn es um das großflächige Touchpad - bei Apple Trackpad genannt - geht, das auch häufig als Clickpad bezeichnet wird. Das liegt daran, dass die komplette Fläche berührungsempfindlich ist und sich keine separaten Maustasten darunter positionieren. Stattdessen kann das komplette Touchpad als Eingabetaste heruntergedrückt werden. Seit einigen Jahren verwenden so gut wie alle Hersteller, von Acer bis Toshiba, diese Technik. Sowohl Tastatur, als auch Touchpad überzeugen mit einem guten Druckpunkt, einem kurzen Hub und gutem Feedback.

Ausstattung: Überschaubare Anschlüsse, umso mehr Innenleben

Aufgrund der geringen Bauhöhe ist die Unterbringung von Schnittstellen natürlich eingeschränkt. Das Apple Macbook Air 13 Mid 2014 bietet dabei zwei USB 3.0 Anschlüsse, einen SDXC-Kartenleser, den Audio-Kombiport und Thunderbolt. Letzterer ist multifunktional und kann neben Festplatten auch Anschluss-Verteiler (Hubs), Bildschirme, Adapter und Co. tragen. Mit einer externen Docking-Station könnte man somit alle wichtigen, fehlenden Anschlüsse ergänzen. Dabei ist zu erwähnen, dass so gut wie alle Ultrabooks mit einer solch begrenzten Auswahl an Schnittstellen zu kämpfen haben. Ansonsten wären sie nicht mehr mobil genug.

Apple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestApple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Links nach rechts: Kartenleser, USB 3.0, Thunderbolt, MagSafe 2 Anschluss, USB 3.0 und Audio-Port.

Doch was dem Macbook Air eventuell an Anschlüssen fehlt, wird im Innenraum ausgeglichen. Zum einen setzt Apple auf die Facetime-HD-Kamera mit 720p Auflösung, die eine gute Qualität beim Videochat abliefert. Außerdem ist WLAN im schnellen 802.11ac Standard und den beiden Frequenzbändern 2,4 GHz und 5,0 GHz vertreten. Ebenso ist Bluetooth 4.0 mit von der Partie. Als Betriebssystem ist das aktuelle Mac OS X Mavericks vorinstalliert. Die Kompatibilität mit dem kommenden Mac OS X Yosemite wird aller Wahrscheinlichkeit gegeben sein. Beim Kauf des Macbook Air 13 MD761D/B gibt es außerdem das iWork-Paket bestehend aus Pages, Numbers und Keynote gratis dazu. Gleiches gilt für das iLife-Set mit iMovie, iPhoto und GarageBand.

Insgesamt ist die Ausstattung des Macbook Air 13 Mid 2014 also als gut anzusehen, vor allem im Vergleich zu anderen Ultrabooks. Der Thunderbolt-Anschluss macht hier das Quäntchen mehr aus, das für Flexibilität sorgt.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1440 x 900
Prozessor:Intel Core i5 4260U / 1.4 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 5000
Festplatte256 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Mac OS X 10.9 Mavericks
Akkulaufzeit:12 Std.Gewicht:1.35 kg
B x H x T:32.5 cm x 1.7 cm x 22.7 cmFarbe:weiß silber

Leistung: 100 MHz mehr ohne Aufpreis

Apple nimmt nach bekannter Manier die so genannten „speed bumps“ der Intel Haswell-Prozessoren mit. Ohne die Architektur zu verändern, wird nach einer gewissen Zeit eine neue Charge Prozessoren geliefert, mit knapp 100 MHz mehr. Der nun verwendete Intel Core i5 4260U taktet also mit 1,4 GHz anstelle des 1,3 GHz schnellen Vorgängers. Gleich bleibt allerdings, dass es sich um einen Dual-Core Prozessor mit einer TDP von 15 Watt handelt. Mit Hilfe der Turbo Boost Funktion kann er in kritischen Fällen auf bis zu 2,7 GHz übertaktet werden, ohne dass der Nutzer eingreifen muss. Außerdem ermöglicht ihm die Hyper Threading Technik zwei weitere Kerne zu simulieren, um Rechenaufgaben auf vier statt nur zwei Threads aufzuteilen.

In den synthetischen Benchmarks hat das nur wenig Auswirkungen auf das Endergebnis. Wenn überhaupt ist das neue Apple Macbook Air 13 Mid 2014 maximal 5 Prozent schneller als der Vorgänger. Doch das auch nur in den seltensten Fällen. Gleiches gilt für die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 5000 (GT3) Grafikeinheit. Sie gehört noch immer zu den stärkeren Onboard Grafiklösungen für Subnotebooks und Ultrabooks. Dabei unterstützt sie jedoch mehr die Umsetzung von Videos im Internet-Browser, als eine spieletaugliche Lösung zu sein. So will Apple das Macbook Air auch nicht platzieren.

Kurz und knapp können wir sagen, dass sich das Apple Macbook Air 13 Mid 2014 ebenso wie der Vorgänger für den Alltag im Internet eignet und seine Vorteile auch bei der Multimedia-Wiedergabe und -Produktion ausspielt. Es ist schnell, schlank, leicht und zusätzlich auch leistungsstark. Wer höhere Anforderungen hat, zum Beispiel für 3D-Renderings und Co., der sollte direkt zum Macbook Pro greifen.

Display: Einmal Retina, immer Retina?

Wer täglich einen 24-Zoll FullHD-Monitor benutzt, der wird sich über die Auflösung von 1.440 x 900 Pixel auf dem 13,3 Zoll Display des Apple Macbook Air 13 Mid 2014 freuen. Schließlich kommen viele 15,6-Zoll Notebooks noch mit viel weniger Pixeln daher. Wer allerdings bereits mit einem neuen iMac oder den Macbook Pro Retina Modellen gearbeitet hat, der wird nicht mehr zurück wollen zu dieser vergleichsweise geringen Auflösung. Das Apple in diesem Bereich reagieren will, pfeifen die Spatzen schon seit längerer Zeit von den Dächern. Doch der Konzern aus Cupertino will sich natürlich nicht in die Karten sehen lassen.

Apple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Günstiger ohne Retina: Die 256 GB Variante des Macbook Air gibt es schon für 1.047 Euro.

Das glänzende TN-Display wurde so gut wie nicht verändert. Es bietet immer noch eine Ausleuchtung von circa 310 Candela pro Quadratmeter und einen Kontrast von 700:1 bis 800:1. Das reicht gerade so aus, um auch außerhalb des Büros, der Uni oder der eigenen vier Wände den Bildschirminhalt erkennen zu können. Vor allem bei stärkerer Sonneneinstrahlung hat der Bildschirm zu kämpfen. Eine noch höhere Helligkeit würde allerdings bedeuten, dass sich die Akkulaufzeit rapide senken würde. Der Bildschirm gilt als Hauptverzehrer der Batterie.

Emissionen: Ganz oder gar nicht

Im Leerlauf ist das neue Apple Macbook Air 13 MD761D/B kaum zu hören, obwohl die Lüfter stets aktiv sind. Gleiches gilt bei leichten Office-Arbeiten und beim Surfen im Internet. Bei fordernden FullHD- oder 4K-Videos fängt das Subnotebook allerdings an zu arbeiten und kann Höchstwerte von bis zu 45 dB(A) erreichen, die schon deutlich hörbar sind. Allerdings kann man das Macbook Air in der Praxis eher als Leisetreter beschreiben. Bei der Entwicklung der Temperatur verhält sich unser Testgerät ähnlich. Bei niedriger Last liegen die Werte bei unter 30 Grad Celsius, bei hoher Leistung steigen diese aber auf bis zu 45 Grad Celsius am oberen Tastaturrand an. Positiv ist zu erwähnen, dass die Handballenauflage so gut wie nie die 32 Grad Grenze übersteigt.

In Hinsicht auf die Akkulaufzeit steht das neue Modell dem Vorgänger in nichts nach, was zu erwarten war. Bei deaktivierten Funkverbindungen und gedrosselter Display-Helligkeit hält das Macbook Air nahezu 24 Stunden aus, bevor es wieder an den Strom muss. Im Schnitt bleiben davon bei aktiver Nutzung noch 12 bis 13 Stunden übrig. Sehr gut! Wer dem Subnotebook extrem viel Leistung abverlangt (z.B. dauerhafter Filmschnitt / Renderings), der wird am Ende bei 4-8 Stunden landen.

In der Praxis

Apple Macbook Air 13,3 Zoll Mid 2014 im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
Wieder einmal: Im Alltag hat uns das neue Apple Macbook Air überzeugt.

So gerne wir uns auch das Retina-Display im Macbook Air wünschen, das Subnotebook bleibt auch in alt bekannter Form immer noch ein Must-Have für alle Mobilisten. Auch wenn das Gewicht nur ein paar hundert Gramm unter dem Macbook Pro 13 liegt, ist der Unterschied deutlich spürbar. Die Mehrleistung des Prozessors nehmen wir gerne mit. Viel wichtiger ist allerdings, dass wir ein Notebook in den Händen halten, was stylisch, schlank und leicht zu verstauen ist und gleichzeitig die Performance bietet die wir im Alltag brauchen. Dafür sorgt natürlich auch die schnelle SSD mit bis zu 700 MB/s beim Lesen und Schreiben. Während des Tests haben wir das Apple Macbook Air 13 Mid 2014 zum Surfen im Internet, Bearbeiten von Fotos, Erstellen von Dokumenten und für die Wiedergabe von HD-Filmen aus dem iTunes Store genutzt. Alle Bereiche absolvierte das Air mit Bravour. Und das mit einer Ausdauer, die wir sonst nur von Tablets gewohnt sind.

Fazit

Nur ein Prozessor-Update mit 100 MHz mehr unter der Haube? Natürlich werden Macbook Air Besitzer nun nicht gleich zum Update Modell Mid 2014 greifen. Doch Neukunden, die sich gerade jetzt zum Kauf des Subnotebooks durchringen wollen, wird die Entscheidung leichter gemacht. Apple steht somit für stets aktuelle Prozessoren. Damit kann man rechnen, egal wann man sich ein Macbook zulegt. Zudem liegen die Vorteile des Macbook Air auf der Hand: Ein extrem schlankes Design, geringes Gewicht und hochwertige Verarbeitung. Außerdem eine Akkulaufzeit, die alle bisherigen Notebooks mit Ultrabook-Label in den Schatten stellt, gepaart mit schnelle Komponenten und sehr guten Funkverbindungen. Einzig und allein der Bildschirm mit TN-Panel macht uns Retina-verwöhnten Nutzern einen Strich durch die Rechnung - das sollte Apple schnellstmöglich ändern.

Unterm Strich können wir bedenkenlos eine Kaufempfehlung für das neue Apple Macbook Air 13 MD761D/B aussprechen, welches Leistung, Mobilität und Energiemanagement miteinander verbindet wie kein anderes Notebook am Markt.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)730 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)520 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit16.91 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit2.64 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)110 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)241 Pkt.Max. 725 Pkt.
Geekbench 3 (Single)2703 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)5299 Pkt.Max. 14159 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 57 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal23 Std. 40 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis12 Std. 46 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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