© Copyright by HP. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (5)
Bilder zum Test: HP Envy 15-j003sg TouchSmart - Volle Haswell Power unter dem FullHD-Touchscreen

Beschreibung

Zwei Trends bestimmen die Notebookwelt: Selbst leistungsstarke Multimedia-Notebooks kommen heutzutage in einem flachen und trendigen Design ohne ein optisches Laufwerk. Die zweite Entwicklung, der sich HP noch vehementer verschrieben hat, ist ein berührungsempfindliches Display. Im Portfolio vieler Hersteller sind vor allem in der Klasse der Multimedia- und Performanceklasse immer mehr Touchscreens vertreten. Entgegen den Geräten der ASUS VivoBook Reihe verbaut HP jedoch keine Stromsparprozessoren, sondern leistungsfähigere Quadcores, mit 1000 GB die doppelte Menge an Festplattenspeicher und ein FullHD-Display. Optisch und haptisch macht der Materialmix des HP Envy 15-j003sg TouchSmart Einiges her. Das verchromte HP Logo bildet einen tollen Kontrast zur mattsilbernen Oberfläche des Displaydeckels. Noch stärker wirken das flächige Displayglas, die schwarze Umrandung sowie die Tastatur gegenüber der Innenraumauskleidung aus dezent gebürstetem Aluminium. Das Tastaturbett der Chiclet-Tastatur ist leicht eingelassen, der senkrechte Rand ist rot eingefärbt, ansonsten setzt noch das Beats Audio Logo Farbakzente. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut: Der Displaydeckel widersteht Verwindungen und auch die Basiseinheit darf sich steif nennen. Geringe Spaltmaße liegen zwischen Metallverkleidung und Kunststoffunterseite, das Scharnier ist angenehm dumpf im Widerstand. Nachwippen registrieren wir jedoch beim Öffnen und auch bei Touch-Eingaben. Auf einer holprigen Bahnfahrt kann das Probleme geben.

Generell müssen wir trotz Touchscreen ein wenig mäkeln an den Eingabegeräten. Das Tastaturbett federt hier und da ein wenig nach, die Tasten im Chiclet-Layout liegen sehr eng beieinander. So können je nach Gewöhnung in der Anfangszeit ein paar Fehleingaben passieren. Der Druckpunkt ist deutlich, ein separater Ziffernblock sowie die einstufige Hintergrundbeleuchtung sind willkommene Features. Das Multitouchpad ist sehr ausladend und erlaubt neben entsprechend großräumigen Gesten auch beide Mausklicks auf der gesamten Fläche. Für einen Linksklick muss man einfach zwei Finger nehmen. Die Navigation erfolgt präzise, noch mehr Spaß macht allerdings der Touchscreen. Der Widerstand könnte noch einen Tick eher einsetzen, besonders bei Berührungen der oberen Bildschirmhälfte tanzen die Reflexionen. Das liegt auch daran, dass der HP Envy 15-j003sg TouchSmart besonders stark spiegelt. Gerade das verlangt nach einem unnachgiebigeren Scharnier. So muss auch beim Heimeinsatz immer auf eine korrekte Ausrichtung zum Bildschirm, nicht zu kraftvolle Touch-Eingaben und einen möglichst dunklen, gleichmäßigen Hintergrund geachtet werden. Wesentlich besser macht das jedoch kein Touchnotebook derzeit.

Bei der Konnektivität vermissen wir das eingangs erwähnte, optische Laufwerk. Wir empfinden das HP Envy 15-j003sg TouchSmart als Multimedia-Notebook, welches durchaus einen Desktop ersetzen kann – ab und an nutzt man ja dann doch eine DVD. Ansonsten ist das Angebot mit vier USB 3.0 Ports, HDMI, Gigabit-LAN, WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0 durchaus sehr üppig. Ein SD-Kartenleser darf natürlich nicht fehlen, genauso wie die 1,3 Megapixel Webkamera. Um die Passwortverwaltung zu vereinfachen, hat HP einen Fingerabdruckleser integriert. In Kombination mit dem Passwortmanager HP SimplePass lässt sich so nicht nur die Windows Anmeldung schneller und sicherer bewerkstelligen, sämtliche Kennwörter für Webseiten können auch hinterlegt werden.

Zu einem Touchnotebook wie dem HP Envy 15-j003sg TouchSmart gehört natürlich das Windows 8 Betriebssystem. HP hat ein etwas aufdringliche Norton Sicherheitssoftware beigefügt aber auch Software für die Foto- und Videobearbeitung sowie 12 Monate kostenfreien Zugang zum hauseigenen Musikstreamingdienst Connected Music. Der Vorteil gegenüber Spotify: Man kann Parties ohne Werbeeinblendungen mit dem kompletten Angebot der Universal Music Group beschallen.

Display:15.6" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 4700MQ / 2.4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 740M
Festplatte1000 GBRAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.56 kg
B x H x T:37.95 cm x 2.79 cm x 25.07 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Es gibt nicht sehr viele 15,6 Zoll Multimedia-Notebooks mit FullHD-Touchscreen, die Modelle kann man derzeit noch an beiden Händen abzählen. Unter diesen ist das HP Envy 15-j003sg TouchSmart mit einem Intel Core i7-4700MQ Vierkernprozessor allein auf weiter Flur. Der Rest verbaut Stromsparprozessoren, welche mit 15 Watt Verlustleistung gegenüber 47 Watt auch dementsprechend weniger Rechenkraft mitbringen. Mit der Quadcore Power und 8 GB Arbeitsspeicher beißt sich das HP Envy 15-j003sg TouchSmartauch durch fordernde Anwendungen wie Video-Rendering, Konvertierungen oder sehr viele parallele Programme. Für 3D-Programme oder Spiele wechselt das Notebook mittels Nvidia Optimus von der integrierten Intel HD Graphics 4600 Grafikeinheit auf die separate Nvidia Geforce GT 740M Multimediagrafikkarte. Die Grafikkarte erlaubt mindestens die niedrige Detailstufe in aktuellen Spielen, oft auch mittlere Grafikdetails. Spielen die Kinder zuhause regelmäßig am Familien-Notebook, dann sollte man auch die Alternativen mit Nvidia Geforce GT 750M Grafikkarte in Erwägung ziehen. Dort wird zwar deutlich weniger Prozessorleistung geboten, moderne Games profitieren aber deutlich von einem Plus an Grafikpower. Bei der Festplatte setzt HP auf eine herkömmliche Platte mit 1000 GB. Diese bietet viel Platz, bei Lese- und Schreibraten von rund 96 MB/s agiert die HDD jedoch öfter als Bremse für die Systemleistung und wir hätten eine SSD sehr begrüßt.

Der 15,6 Zoll FullHD Touchscreen ist mit 250 Candela pro Quadratmeter ausreichend ausgeleuchtet, einen Einsatz im Freien verhindern die Reflexionen auf dem Displayglas jedoch. Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel sorgt für eine scharfe Darstellung und einen großzügigen Arbeitsraum. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gering: Weicht man von einer optimalen Ausrichtung ab zum Bildschirm ab, so kommt es schnell zu Farbumkehrungen. Bei einem gemeinsamen Filmabend müssen die Betrachter ausreichend Abstand wahren. Das maximale Kontrastverhältnis von 167:1 lässt sehr zu wünschen übrig, schuldig ist der hohe Schwarzwert von 1,7, welcher eigentlich schwarze Flächen mit einem Grauschleier überzieht. Dafür verspricht das Beats Audio Label nicht zu viel. Insgesamt vier Lautsprecher und ein Subwoofer kümmern sich um einen ausgewogenen und satten Klang. Mit einem externen System kann das HP Envy 15-j003sg TouchSmart nicht mithalten, unter den Notebooks ordnet sich das Klangbild aber im oberen Drittel ein.

Genauso kraftvoll klingt der Lüfter des HP Envy 15-j003sg TouchSmart. Schon im Leerlauf bei einem minimalen Stromverbrauch von 9 Watt ist er mit 35 dB (A) wahrnehmbar. Beim Surfen verbraucht das HP Envy 35 Watt, das ist noch kein Grund für den Lüfter, die Drehzahl anzuheben. Erst beim Gaming ab 46 Watt Verbrauch dreht die Kühlung auf 38 dB (A). Unter Volllast (114 Watt) übertrifft die Lautstärke mit 53 dB (A) so manches Gaming Notebook. Ganz in den Griff bekommt die Kühllösung die Abwärme dann aber nicht. Im Schnitt ermitteln wir 32,9 Grad Celsius – das ist auch nicht weiter schlimm. Unter hoher Last jedoch sollte das HP Envy 15-j003sgTouchSmart nicht auf dem Schoß betrieben werden. Wir ermitteln Spitzen bis zu 47 Grad Celsius, aufgrund der Lautsprecher mussten die Wärmeintensiven Komponenten zudem unter die Tastatur rutschen. Bei der Akkulaufzeit schneidet das Multimedia-Notebook trotz leistungsfähiger und damit stromhungriger Komponenten gut ab. Im Leerlaufbetrieb (Funkmodule deaktiviert, niedrigste Helligkeit) kann der Verbrauch wie erwähnt auf 8 Watt gesenkt werden, so hält das Gerät 8 Stunden und 13 Minuten durch. Im Alltag darf man bei einer ausgewogenen Nutzung mit mehr als 4,5 Stunden rechnen.

Zusammenfassung

Das HP Envy 15-j003sg TouchSmarthinterlässt ein durchwachsenes Bild. Haptik und Design sind wirklich top, auch die Verarbeitungsqualität erfüllt die Erwartungen an ein Notebook in der 1000 Euro Preisklasse. Mit der Tastatur muss man sich erst anfreunden, das FullHD Touchpanel dient hingegen sofort intuitiv als Eingabemethode. Auch zu den positiven Aspekten gehören die gute Akkulaufzeit von 4,5 Stunden im Alltag und ein satter Sound mit Beats Audio Unterstützung. Nur noch mittelmäßig sieht es bei den Emissionen aus, der Lüfter dreht verhältnismäßig laut und die Oberflächen erhitzen sich unter Last. Ob ein optisches Laufwerk weiterhin zur Standardausrüstung eines 15,6 Zollers gehören sollte, hinterfragen auch andere Hersteller bereits. Einen wirklichen Patzer leistet sich das HP Envy 15-j003sg TouchSmart nur beim Kontrastverhältnis für das Display. Ein Multimedia-Notebook sollte das besser können.


Andere Notebooks von HP - Jetzt anzeigen
Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 10403 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 2015 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 7057 Pkt. Max. 47497 Pkt.
3DMark Ice Storm 53330 Pkt. Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 15450 Pkt. Max. 106211 Pkt.
3DMark Cloud Gate 6993 Pkt. Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike 1025 Pkt. Max. 4135 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme 501 Pkt. Max. 1981 Pkt.
PCMark7 3511 Pkt. Max. 6666 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read) 95.8 MB/s Max. 733 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write) 96.1 MB/s Max. 710 MB/s
Cinebench R10 64 Bit (Single) 6469 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 24691 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6847 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 4949 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 19165 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6835 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit 42.02 fps Max. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit 6.97 Pkt. Max. 7.49 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit 1.5 Pkt. Max. 138 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 32 Bit 42.17 fps Max. 74.4 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 32 Bit 6.42 Pkt. Max. 6.95 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 32 Bit 1.36 Pkt. Max. 1.56 Pkt.
Unigine Valley Basic 15.5 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 647 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 5.1 fps Max. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD 213 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 4 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 8 Std. 13 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 4 Std. 39 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

80 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,080 kWh x 24,00 Cent = 42,05 EUR

Kommentare (2)
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.