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Bilder zum Test: Dell Latitude E6420 XFR - Hart im Nehmen

Der Dell Latitude E6420 XFR weckte mit seiner offensichtlichen Robustheit schnell Begeisterung in unserer Redaktion. Er ist hart im Nehmen: Das drücken Gummipuffer an allen Ecken, sichtbare Verschraubungen und ein raues Gehäuse aus einem geheimen Ultrapolymer-Magnesiumgemisch auf den ersten Blick aus. Dells Werbefilme für die XFR Fully-Ruggedized Notebooks zeigen Bauingenieure in prasselndem Regen, Soldaten in der Wüste oder die Feuerwehr vor einem brennenden Gebäude und suggerieren die Einsatztauglichkeit auch in widrigsten Umständen. Jede Ecke soll nach Militärstandard MIL-STD-810G mehrere Stürze aus 1,80 Metern Höhe im ausgeschalteten und aus 90 Zentimetern Höhe im eingeschalteten Zustand überstehen. Dem 5,7 Zentimeter dickem Gehäuse glauben wir das gern und ein paar verhaltene Tests zeigen, dass man dem Dell Latitude E6420 XFR so schnell nichts anhaben kann. Für den ein Zentimeter dicken Displaydeckel ist Verwindungssteifheit kein Maßstab. Er gibt zwar ein paar Millimeter nach, aber an ein Brechen ist nicht zu denken. Einen Einsatz im Freien sollen die Unempfindlichkeit gegenüber Wasserstrahlen, Staub und Temperaturschwankungen sowie ein sehr helles Display explizit ermöglichen. Das Displayscharnier liefert einen starken Widerstand und ermöglicht einen Aufklappwinkel von 180 Grad.

Ein großer Vorteil des Dell Latitude E6420 XFR sind seine Geschwister, das Semi-Ruggedized E6420 ATG und das E6420 – im Verbund erleichtern Sie den Abgleich, die Verwaltung oder die Kommunikation beispielsweise von den Technikern auf einer Ölbohrinsel über die Inspektoren bis hin zu den Projektmanagern im Büro. Der Außendienstler unter den Latitude E6420 mit dem Anhang XFR war von uns mit bloßer Hand nicht kaputtzukriegen – die Verarbeitung ist sehr gut und gern würden wir auch einmal zum Test mit einem Kleinwagen über das Notebook fahren oder es in die Badewanne werfen, um zu sehen ob die Versprechungen in Sachen Robustheit vielleicht auch übererfüllt werden.

Das Tastaturbett federt minimal nach, ansonsten sind die Eingabegeräte sehr hochwertig. Die Tastatur im Standardlayout bietet großzügige Tasten, einen mittellangen Hub und sehr deutlichen Druckpunkt. Mit Handschuhen ist sie allerdings nicht zu bedienen, bietet dafür aber eine in fünf Stufen regelbare Hintergrundbeleuchtung. Das Multitouchpad ist etwas klein geraten, reagiert jedoch flink und hat eine gummierte Oberfläche mit guter Haptik. Die dazugehörigen Tasten aus Gummi haben Materialbedingt einen etwas schwammigeren Druckpunkt, verpassen aber keinen Klick. Optional ist auch ein resistiver Touchscreen mit einem Stylus-Eingabestift konfigurierbar, der in unserer Testkonfiguration allerdings nicht vorhanden ist. Gleiches gilt für eine HD Webcam im Displayrahmen.

Das Dell Latitude E6420 XFR ist genauso anschlussfreudig wie seine weniger robusten Geschwister, teilt allerdings auch den Mangel eines USB 3.0 Ports. Dieser lässt sich nur über ein Modul anstelle des DVD-Brenners nachrüsten. Der modulare Aufbau an sich zählt zu den Stärken, die Festplatte oder das optische Laufwerk lassen sich genauso einfach tauschen wie die Peripherie. Letztere kann über drei USB 2.0 Ports angeschlossen werden, einer dieser Ports ist ein kombinierter USB/eSATA Anschluss. Externe Bildschirme werden per VGA- und HDMI-Ausgang verbunden. Wichtig für die Verwendung in älteren Industrieanlagen oder in Verbindung mit Messgeräten ist die serielle Schnittstelle. Integriert sind auch ein Expresscard- und ein SD-Kartenleser. Die Audiobuchse kombiniert Kopfhörer- und Mikrofonanschluss für Headsets. Das Latitude E6420 XFR ist äußerst kommunikativ, neben Gigabit-Ethernet bietet er WLAN Netzwerkadapter, Bluetooth 3.0 und diverse Option für die Integration von 3G/UMTS, LTE sowie GPS Modulen. Alle Anschlüsse sind durch Schutzklappen sicher vor Regen, Staub und Sand, bei gröberen Stürzen können diese allerdings aufspringen.Unser Testmodell kam ohne den optionalen Fingerabdruckscanner als Zugriffsschutz. Alle Konfigurationen verfügen über einen Docking-Anschluss, welcher gehäusebedingt aber einen zusätzlichen Adapter benötigt, um die Stationen der Latitude E6420 (ATG) zu nutzen. Als Zubehör ist zudem eine optionale Dockingstation für Fahrzeuge erhältlich.

Als Betriebssysteme sind Windows 7 Professional oder Ultimate Versionen konfigurierbar. Zusätzlich erleichtern Dell Tools die Bedienung und ermöglichen auch eine softwareseitige Anpassung an die Anwendungsbereiche. So lassen sich zum Beispiel alle Benachrichtigungen und Alarme mit einem Klick ausschalten, um bei einem Einsatzbriefing oder einer Präsentation nicht dazwischen zu funken.

Technische Daten

Display:14"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Core i5 2520M / 2.5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte256 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.99 kg
B x H x T:38.93 cm x 5.68 cm x 30.83 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Mit dem Intel Core i5-2520M werkelt ein performanter Dual-Core Prozessor unter der wasser- und staubdichten Abschirmung in Begleitung von 4 GB (bis zu 8GB ausbaufähig) Arbeitsspeicher. Büroanwendungen, Browsing, Multimedia und auch anspruchsvollere Programme stellen kein Problem für die Hardware dar. Wer kompromisslos konfigurieren möchte, hat auch die Option auf einen Intel Core i7-2670QM Vierkern-Prozessor und eine dedizierte Nvidia Quadro NVS 4200M Grafikkarte. Damit dürften Architekten, Rettungskräfte, Ingenieure oder auch Soldaten nicht so schnell ein ähnlich leistungsfähiges Konkurrenz-Notebook in der Fully-Ruggedized Klasse finden und auch anspruchsvolle Anwendungen wie CAD- oder Grafikprogramm sind möglich. Mit 173 MB/s zählt die 256 GB große SSD nicht zu den Schnellsten, lässt sich aber einfach austauschen und ermöglicht auch so einen flinken Bootvorgang und sofortiges Aufwachen aus dem Energiesparmodus.

Das durch stoßfestes, entspiegeltes Glas geschützte 14-Zoll Display mit der Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist dank einer durchschnittlichen Helligkeit von 686 Candela pro Quadratmeter sehr gut für den Außeneinsatz geeignet. Der Kontrast von 663:1 und überdurchschnittlich stabile Blickwinkel zählen zu den Stärken des Panels, das auch mal einen Hagelschauer übersteht. Die an der Vorderseite versteckten Lautsprecher bieten ein ausgewogenes Klangbild, könnten allerdings in lauten Maschinenräumen, auf Start- und Landebahnen oder in Gefechtssituationen Kopfhörer erforderlich machen.

Die QuadCool genannte Kühllösung schirmt die sensible Elektronik im Innenraum ab und leitet nur die Abwärme nach außen. Für ein herkömmliches 14-Zoll Notebook wäre die durchschnittliche Temperatur von 32,6 Grad Celsius etwas zu hoch. Das Dell Latitude E6420 XFR gehört jedoch nicht in diese Kategorie und angesichts äußerer Einflüsse wird die geringfügig erhöhte Wärmeentwicklung nicht ausschlaggebend sein. Die Lautstärke bleibt mit maximalen 40 dB(A) unter Volllast sowie im praktischen Betrieb im Rahmen. Im Leerlauf ist die Kühllösung mit rund 29 dB (A) angenehm leise. Der 60 Wh 6-Zellen Akku hält bei einem Stromverbrauch zwischen 20,8 und 72 Wattin der Praxis 5 Stunden und 41 Minuten. Im Leerlauf verbraucht der Dell Latitude E6420 XFR nur 16,3 Watt und läuft somit knapp über 10 Stunden. Die Laufzeit lässt sich per 30 Wh Akkumodul und 84 Wh 12-Zellen Zusatzakku noch deutlich steigern.

Zusammenfassung

Das Dell Latitude E6420 XFR eignet sich hervorragend für widrige Witterungsverhältnisse, widersteht auch gröberem Umgang und bietet eine in der Fully-Ruggedized Klasse vergleichsweise hohe konfigurierbare Leistung. Die Anschlussfreude, das gute Display und das robuste Chassis haben bei Dell allerdings auch ihren Preis. Für Bergsteiger, Ingenieure, Rettungskräfte, Architekten, Bauleiter, Laboranten oder auch Soldaten dürfte die Datensicherheit, die Mobilität und Laufzeit sowie die Leistung aber zu den unschlagbaren Kaufargumenten zählen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063651 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1033 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73663 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage11952 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01349.2 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)172.5 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)173.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read10108 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10159 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read173.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20749 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5077 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10623 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5051 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4031 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8851 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4991 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung86 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 14 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 8 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 41 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

46 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,046 kWh x 24,00 Cent = 24,18 EUR

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