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Bilder zum Test: Dell Inspiron 17R - Solide, wandelbar, verlässlich

Dell will sich mit seiner Notebook-Linie Inspiron R-Serie an designbewusste Anwender und Individualisten richten. In Zeiten, in denen die Persönlichkeit immer stärker auch auf mobile Geräte und Gadgets abfärbt, versucht Dell mit einem Gimmick an die Erfolge der alten Inspiron-Modelle anzuknüpfen. Dank „SWITCH“ kann der Displaydeckel gegen insgesamt 25 unterschiedliche Vorlagen ausgetauscht werden. Ein knalliges Blumenmuster oder ein Totenkopf sorgen für den gewissen Wow-Effekt. Die Oberfläche des Gehäuses besteht zum großen Teil aus einfachem Kunststoff, welcher mit einer feinen Linientextur versehen ist und an gebürstetes Aluminium erinnert. Abweichende Spaltmaße waren nicht zu finden, dennoch lässt das Modell kleine Schwächen in der Stabilität erkennen. Vor allem der wackelige Notebookdeckel sorgt hier für Ärger. Die Scharniere halten das Display nicht in Position und der Displaydeckel lässt sich erschreckend einfach durchbiegen.

Dell verbaut eine Tastatur im Chiclet-Design mit integriertem Nummernblock. Diese liegt in einem schwarz glänzenden Tastaturbett, in welchem sich innerhalb kürzester Zeit Schmutz- und Staubpartikel ablagern. Die Tasten bieten einen angenehm kurzen Hub mit einem etwas schwammigen Druckpunkt. Leider geben sie beim Tippen ein lautes Klappern von sich, was billig wirkt und den positiven Eindruck etwas mindert. Besser sieht es beim verbauten Touchpad aus. Dieses ist angenehm groß geraten und bietet bei einer glatten Oberfläche hervorragende Gleiteigenschaften. Die beiden Touchpad-Tasten sind voneinander getrennt angebracht und butterweich zu bedienen. Zoomen, Scrollen und verschieben geht zügig von der Hand.

Das Angebot an Anschlüssen zeigt sich durchdacht und bodenständig. Extras wie einen ExpressCard-Einschub oder einen Firewire-Port sucht man vergebens. Dafür laden ganze vier USB 3.0 Ports ein, zahlreiche Peripherie oder USB-Massenspeicher anzubinden. Externe Bildschirme finden Platz an einer VGA- und HDMI-Schnittstelle und Kopfhörer und Mikrofone bekommen jeweils einen eigenen 3,5-Millimeter Klinke-Port spendiert. Die Kamera im Displayrahmen bietet ein integriertes Mikrofon und eine HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Der SD-Kartenleser nimmt SD, MMC und MS/Pro Speicherkarten auf. Netzwerk-Verbindungen erfolgen wahlweise über die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle oder über WLAN. Bluetooth ist in der Version 4.0 integriert.

Ab Werk wird der 17,3-Zoller mit dem Windows 7 Home Premium Betriebssystem (64-Bit) ausgeliefert, welches neben einem Dell Support Center auch die Möglichkeit bietet, über die Dell DataSafe Local Backup Funktion Sicherungen des Betriebssystems zu erstellen und auch Wiederherstellungen vorzunehmen. Texte und Tabellen erstellt man mit einer kostenfreien Microsoft Office 2010 Starter Edition.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i5 3210M / 2,5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 630M
Festplatte1000 GBRAM:6 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.28 kg
B x H x T:41.68 cm x 3.73 cm x 27.6 cmFarbe:Moon Silver

Auf dem Prüfstand

Dell selbst bewirbt sein Inspiron 17R in verschiedenen Ausstattungsvarianten die bei 499 Euro beginnen. Wir haben die Ausstattungsvariante mit einem Intel Core i5-3210M Prozessor, 6 GB Arbeitsspeicher und einer Nvidia Geforce GT 630M im Test. Diese ist ab einem Preis von 679 Euro zu haben. Büroanwendungen, Multimedia-Inhalte und auch das Surfen im Internet bringen das Gerät kaum ins Schwitzen. In den meisten Fällen reicht hier die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit völlig aus. Für aufwendigere 3D-Anwendungen kann auf die separate Nvidia Geforce GT 630M Mittelklasse-Grafikkarte gewechselt werden. Anspruchsvollen Computerspielern bietet sie aber zu wenig Leistung. Aktuelle Computerspiele sind nur in niedrigen bis mittleren Einstellungen bei einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel zu bestreiten. Ältere oder weniger fordernde Titel sind aber auch mit höheren Details möglich. Mit 1 TB bietet die verbaute Festplatte eine hohe Kapazität um eine ausgedehnte Musik- oder Mediensammlung anzuhäufen. Wir hätten uns hier über eine Möglichkeit gefreut, die Modelle bereits werkseitig mit einer schnellen SSD auszurüsten. Dies hätte die Systemleistung nochmals deutlich anheben können. Über die einfach zu lösende Wartungsklappe an der Unterseite lässt sich jedoch ohne großen Aufwand und Garantieverlust eine mSata-SSD nachrüsten welche die Systemleistung als Bootlaufwerk merklich anhebt.

Beim verbauten Display hat der Kunde keine verschiedenen Auswahlmöglichkeiten, und genau hier leistet sich Dell einige Patzer. Der Hersteller verbaut ein 17,3-Zoll WLED-Display mit einer HD+ Auflösung von 1.600 x 900 Pixeln, welches mit einem glänzenden Finish versehen ist (Glare Type). Entspiegelte Bildschirme sind nur in den Notebooks der Inspiron 17R SE Serie möglich. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von mageren 228 Candela pro Quadratmeter ist das Modell nicht für den mobilen Betrieb im Freien gerüstet und sollte lieber in Innenräumen bleiben. Die Farben wirken kräftig, aber das maximale Kontrastverhältnis beträgt nur 180:1. Durch die auftretenden Spiegelungen sind Inhalte bei hoher Umgebungshelligkeit schwer zu erkennen.

Dell spendiert dem Modell einen Subwoofer und zwei Lautsprecher, die sich auf dem Gehäuseboden verstecken. Im Dell Audio Center kann für eine Klangverbesserung die Waves MaxxAudio Technologie genutzt werden. Sie sorgt für einen deutlich volleren Raumklang und bietet verschiedene Voreinstellungen für Musik, Filme, Sprache oder Spielen. Für Filme und Youtube Videos sind sie durchaus zu gebrauchen, Musikliebhabern legen wir dennoch eine externe Lösung ans Herz, da der Subwoofer kaum Bass liefert.

Die verbaute Kühllösung leistete gute Arbeit und befördert die Abwärme gezielt aus dem Gehäuse. Im Windows-Betrieb bleibt es mit 31,2 Dezibel (A) nahezu lautlos und dreht hin und wieder mal kurz auf. Ungewöhnlich laut war das Modell aber bei der Wiedergabe eines eingelegten DVD-Films. Auch nach 10 Minuten messen wir noch eine Lautstärke von 48,5 Dezibel (A). Diese übertönt auch Filme, wenn man sie nicht auf voller Lautstärke hört. Es lief dabei nur der Film, es wurden keinerlei andere Zugriffe auf das Laufwerk vorgenommen, dennoch brummte das Laufwerk munter vor sich hin. Bei Spielen und bei häufiger Nutzung pendeln sich die Temperaturen in der Praxis auf rund 36,8 Dezibel (A) ein.

Vorbildlich gestaltet sich die Temperaturentwicklung, vor allem im Windows Betrieb. Wichtige Komponenten wie die Handballenauflage und die Tastaturfläche bleiben dabei stets in einem angenehmen Bereich. Im Durchschnitt liegt die Temperatur auf der Oberseite bei 33,1 Grad Celsius und auf der Unterseite bei 31,9 Grad Celsius. Wer trotz den großen Abmessungen von 17,3 Zoll eine gehobene Akkulaufzeit erwartet, der irrt. Der austauschbare 6-Zellen Lithium Ionen Akku ist mit 48 Wh eher schwach auf der Brust und das macht sich auch in den Laufzeiten bemerkbar. Trotz Nvidia Optimus Technologie, welche die dedizierte Nvidia Grafikkarte deaktiviert, hält es nur maximal 4 Stunden 45 Minuten abseits der Steckdose durch - und das mit abgedunkeltem Display und ohne Internetverbindung. Drahtloses Internetvergnügen mit maximaler Helligkeit und dem ein oder anderen Film ziehen den Akku in rund 2 Stunden 51 Minuten leer. Ein Betrieb unterwegs ist damit möglich.

Zusammenfassung

Das Dell Inspiron 17R präsentiert sich im Test als gut ausgestattetes, solides Multimedia-Notebook. Die Eingabegeräte sind ordentlich und durch den Wechsel des Displaydeckels (Switch) lässt sich das Gerät individuell anpassen. Auch die verbauten Lautsprecher liefern im Vergleich zur Konkurrenz einen guten Raumklang. Minuspunkte sammelt das Modell aber beim leuchtschwachen Display, dessen spiegelnde Beschichtung einen Einsatz im Freien erschwert. In der von uns getesteten Konfiguration mit 6 GB Arbeitsspeicher ist es ab 645 Euro zu haben und durchaus einen Blick wert, da es sowohl zu Hause als auch im Büro sinnvoll einsetzbar ist.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0610254 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111203 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage5180 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72172 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7497 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01669.3 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)106.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)106.8 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read13672 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15817 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz45.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read86.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11664 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4106 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8987 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6194 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4196 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8928 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6184 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung80 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 56 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 2 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 51 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

60 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,060 kWh x 24,00 Cent = 31,54 EUR

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