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Apple A9X

Der Apple A9X ist ein leistungsstarkes 64-Bit Dual-Core-SoC, das erstmals zusammen mit dem iPad Pro am 9. September 2015 vorgestellt wurde. Es handelt sich dabei um eine Abwandlung des A9-Chips, welcher parallel vorgestellt wurde und das iPhone 6s und 6s Plus antreibt. Der Prozessor bietet 2 ARM-basierte Rechenkerne mit einer Taktfrequenz von 2,26 GHz. Dem Prozessor hat Apple großzügige 4 GB LPDDR4-3200 Speicher zur Seite gestellt, damit die versprochene Multitaskingperformance bei der Bild- und Videobearbeitung auch eingehalten werden kann. Auf dem Chip ist eine nicht näher spezifizierte PowerVR Series 7XT-GPU integriert, die in Benchmarks mit herausragenden Leistungen überzeugt.

Architektur
Wie der A9 basiert auch der Apple A9X auf der ARMv8-A-Architektur und stellt die bereits 3. Generation von 64-Bit Apple-Chips dar. Es kommen Apples eigenentwickelte Twister-Kerne zum Einsatz, die auf einem stark optimierten Typhoon-Design basieren und eine sehr hohe Single-Core-Performance bieten. Im Vergleich zum A9 ist die Taktfrequenz mit 2,26 GHz statt 1,85 GHz noch einmal deutlich höher. Der Chip wird entweder von Samsung im 14 nm FinFET-Verfahren oder – was wahrscheinlicher ist – von TSMC im 16 nm FinFET-Verfahren gefertigt. Die Speicherperformance wurde gegenüber dem Vorgänger A8X von 25,6 GB/s auf 51,2 GB/s verdoppelt, was durch eine Verdopplung der Speicherbandbreite erreicht wurde. Durch zahlreiche Verbesserungen, wie der Optimierung der Sprungvorhersage, konnte die Leistung pro MHz außerdem deutlich gesteigert werden. Die ARM-Kerne haben einen L1 Cache mit je 64 KB für Daten und 64 KB für Instruktionen pro Kern. Den 3 MB großen L2 Cache teilen sich die Kerne und der 8 MB große L3 Cache wird vom gesamten SoC genutzt. Der Chip benutzt die ARM AArch64, AArch32 und T32 Instruction Sets.

Es gibt noch keine genauen Informationen über die integrierte Grafiklösung des Apple A9X. Sicher ist, dass eine PowerVR GPU der 7XT-Serie zum Einsatz kommt. Im GFXBench 3.0 Manhattan erreicht die GPU fast die doppelte Leistung der PowerVR GT7600, die im A9 verbaut ist. Diese ist mit 6 Clustern ausgestattet, weshalb eine Konfiguration zwischen 8-12 Clustern wahrscheinlich ist. Im GFXBench OpenGL Test hängt die Grafikeinheit des Apple A9X sogar das 15“ Retina MacBook Pro mit Intel Iris 5200 GPU problemlos ab.

Leistung
Laut Apple wurde die CPU-Performance gegenüber dem Vorgänger-Chip A8X im iPad Air 2 um 80% verbessert. Damit soll der Apple A9X schneller als 80% der im Jahr 2015 verkauften portablen PCs sein. Das ist natürlich eine sehr schwammige Aussage, da viele der verkauften Tablets und Notebooks mittlerweile unter der 300-400€-Grenze liegen. Die Frage ist daher, ob sich dieser Vergleich auf Atom- und Celeron-CPUs oder wesentlich stärkere Core i3 oder i5 bezieht. Apples Aussage, der Apple A9X würde Leistung auf dem Niveau eines Desktop-Prozessors liefern, ist also mit Vorsicht zu genießen. Die Leistung der GPU wurde sogar verdoppelt, weshalb sie von Apple als „console class“ bezeichnet wurde. In Benchmarks wurden bisher erstaunlich gute Ergebnisse festgestellt.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum3. Quartal 2015
Basis-Taktfrequenz2.26 GHz
Anzahl der Kerne2
L2-Cache3 MB
Fertigungstechnologie16 nm
SpeicherunterstützungLPDDR4-3200

39 Tablets mit Apple A9X

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