Intel UHD Graphics 630

Intel UHD Graphics 630

1 Notebooks mit Intel UHD Graphics 630 im Vergleich

Beschreibung

Die Intel UHD Graphics 630 ist eine integrierte Grafikeinheit, die am 5. Oktober 2017 eingeführt wurde. Der integrierte Grafikprozessor (IGP) ist in den Coffee Lake Desktop-Prozessoren zu finden, die zur 8. Generation Intel Core gehören. Wie auch bei der bereits etwas früher vorgestellten UHD Graphics 620 hat Intel auch dieses Mal lediglich eine bereits vorhandene GPU, in diesem Fall die HD Graphics 630, genommen und ihr einen neuen Namen verpasst. Sowohl Grafikarchitektur als auch Konfiguration sind daher identisch. Die Intel UHD Graphics 630 hat weiterhin 24 Execution Units (EUs), auf denen insgesamt 192 Arithmetic-Logic-Units (ALUs) zu finden sind. Der IGP hat unabhängig davon, in welchem Prozessor er verbaut ist, einen Basistakt von 350 MHz. Die maximale Turbotaktfrequenz hingegen ist je nach Prozessor unterschiedlich und variiert von 1050 MHz im i5-8400 bis 1200 MHz im i7-8700 und i7-8700K. Da der IGP nicht über eigenen VRAM verfügt, kann sie auf bis zu 64 GB des Systemspeichers zugreifen.

Architektur
Die Intel UHD Graphics 630 basiert auf der Gen9.5-Grafikarchitektur, die bereits aus der 7. Generation Intel Core-Prozessoren namens Kaby Lake bekannt ist. Die Gen9.5-Grafikarchitektur selbst ist ein leichtes Upgrade zur Gen9-Grafikarchitektur, die schon im September 2015 in den Skylake-Prozessoren zum Einsatz kam. Gen9.5 bietet gegenüber Gen9 eine Reihe von kleineren Verbesserungen, die vor allem den Codec-Support und die Energieeffizienz betreffen. Der Gen9.5-IGP setzt sich aus 2 Hauptkomponenten, einem Display-Controller und dem Graphics-Technology-Interface, das den IGP mit dem Rest des Prozessors verbindet, zusammen. Die Hauptkomponenten werden von Intel als Unslice und Slice bezeichnet und haben sich gegenseitig komplementierende Funktionen. Auf dem Unslice sind Fixed-Function Pipelines zu finden, die u.a. für Geometrie, Tessellation und Vertex zuständig sind. Er ist mit dem Media Fixed-Function Multi-Format Codec (MFX) ausgestattet, der für HEVC-Decoding in Hardware genutzt wird. Der Unslice bildet zudem das Interface zum Systemspeicher. Anders als noch in der Gen9-Architektur hat der Unslice ein eigenes Strom- und Takt-Domain erhalten, wodurch er mit einer vom Slice unabhängigen Taktfrequenz arbeiten kann. Somit muss z.B. die Taktfrequenz des Slice nicht erhöht werden, wenn nur Geometrie oder Speicher gebraucht werden, die ja auf dem Unslice zu finden sind. Wenn nur Fixed-Function Media für die Videowiedergabe verwendet wird, kann der Slice zudem komplett abgeschaltet werden. Auf dem Slice sitzen alle Shadereinheiten des IGP, die auf mehrere Subslices verteilt sind. Die programmierbaren Shadereinheiten werden von Intel als Execution Units bezeichnet und werden von dem Global-Thread-Dispatcher (GTD) gleichmäßig mit Aufgaben gefüttert. Sie können für 3D-Shading, Media-Decoding und General-Purpose-Computing (GPGPU) genutzt werden.

Funktionen
Die Gen9.5-Architektur kommt mit aktualisiertem Codec-Support für HEVC mit 10-Bit Farbtiefe und VP9 und kann die mit den DRM-Standards Microsoft PlayReady 3.0 und HDCP 2.2 geschützte Inhalte wiedergeben. Die Architektur ist kompatibel mit Embedded-Display-Port (eDP) 1.4 und unterstützt die APIs DirectX 12, OpenGL 4.5, OpenCL 2.1 und Vulkan 1.0.

Leistung
Bei gleicher Taktfrequenz bietet die Intel UHD Graphics 630 keine höhere Leistung als die HD Graphics 630, da es sich um die exakt gleich GPU handelt. Allerdings hat die HD Graphics 630 eine maximale Burstfrequenz bis 1150 MHz, während die Intel UHD Graphics 630 in den High-End-Prozessoren i7-8700 und i7-8700K auf 1200 MHz kommt. Trotzdem reicht die Leistung für moderne und aufwendige PC-Spiele wie Ghost Recon Wildlands und Mass Effect Andromeda nicht aus.

Technische Daten

DirectX-Version12
Chip-Takt300 MHz
Chip-Takt Boost1150 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypLPDDR3 / DDR4
Speicheranbindung64 Bit
Pipelines24
Speicherbandbreite41.8 GB/s
Fertigungsprozess14 nm

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