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  3. Test: HP Envy 13-ah0700ng - Premium-Ultrabook mit HP Sure View

Edles Design trifft auf gute Ausstattung zum fairen Preis

HP ENVY 13-ah0700ng Silber (Bild 1 von 3)Bildquelle: HP
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Schlank, leicht, mit Blickschutz: Das HP Envy 13-ah0700ng ist ein schickes Ultrabook aus HPs aktueller Kollektion mit Intel-Vierkerner, GeForce MX150 Grafik und einem vor unerwünschten Blicken geschützten Display.

Das Envy 13 in der aktuellsten Generation ist ein stylisches, hochwertig verarbeitetes und nur 1,21 Kilogramm wiegendes Ultrabook von HP. Das US-amerikanische Unternehmen nutzt ein stabiles, wie aus einem Guss wirkendes Aluminium-Chassis im eleganten Natursilberton als Fundament für seinen Premium-Laptop. Mit dieser Ästhetik drängt sich zwar unweigerlich der Vergleich zu einem 13-Zoll MacBook Pro von Apple auf, doch durch diverse weitere Designdetails am Envy 13 fallen die Unterschiede zwischen den beiden Geräten schlussendlich doch klar ersichtlich auf.

Unter anderem sind die sehr ordentlich, wenn auch nicht sensationell klingenden Lautsprecher des HP-Ultrabooks unter einem Gitter oberhalb der Tastatur zu finden und das nicht reflektierende 16:9 Mirco-Edge-Display mit IPS-Full-HD-Panel (1920 x 1080 Pixel) bietet an den Seiten sehr schmale Ränder. Anders als es beispielsweise Dell beim XPS 13 macht, verzichtet HP aber darauf, die Webcam im relativ breiten Rand unterhalb des Displays zu integrieren, sondern macht den Rand oberhalb immerhin breit genug, um dort dafür Platz zu finden.

Das von uns getestete HP Envy 13-ah0700ng unterscheidet sich im Besonderen durch HPs Sure-View-Blickschutz von anderen verfügbaren Envy-13-Varianten. Dieses Feature lässt sich auf Wunsch per Knopfdruck an- beziehungsweise abschalten und sorgt durch eine spezielle Display-Beschichtung in Kombination mit angepasster Hintergrundbeleuchtung des Displays dafür, dass der Bildschirminhalt lediglich von dem direkt vor dem Gerät sitzenden Nutzer abgelesen werden kann. Gerade für Geschäftsleute, die viel auf Reisen sind, jedoch mit sensiblen Daten hantieren müssen, könnte Sure View also ein Kaufkriterium darstellen.


Hundertprozentig überzeugt sind wir allerdings nicht von der Technologie. Der gewünschte Blickschutz ist zwar im Großen und Ganzen gegeben, doch die Darstellungsqualität wird zugleich deutlich reduziert und der gesamte Bildschirminhalt selbst für den Hauptnutzer sehr dunkel angezeigt. Sofern Sure View deaktiviert bleibt, zeigt das IPS-Panel eine ordentliche Farbdarstellung. Die maximale Helligkeit und die horizontale Blickwinkelstabilität könnte bei unserem Testgerät zwar einen Tick besser sein, doch für die Preisklasse liefert das Panel zufriedenstellende Werte.

Aufgrund der schmalen Displayränder und insgesamt sehr kompakten Gehäuseabmessungen von 30,7 x 21,2 x 1,49 Zentimeter (BxTxH) beim diesjährigen Envy 13 nutzt HP auch für die hintergrundbeleuchtete Tastatur ein randloses Design. Die Tasten haben dadurch angenehme Standardgröße, sind einfach zu treffen und vermitteln ein angenehmes Tippgefühl. In Relation deutlich kompakter als die Tastatur fällt das Multi-Gesten-Touchpad aus. Ein wenig größer hätte dieses unserem Geschmack nach schon sein dürfen. Positiv ist hingegen, dass das Eingabegerät sehr präzise arbeitet, auch wenn HP weiterhin einen Treiber von Synaptics nutzt und nicht den Precision-Treiber, den Microsoft empfiehlt.


Zur drahtlosen Kommunikation bietet das Envy 13 Unterstützung für Dual-Band-WLAN nach 802.11b/g/n/ac Standard und Bluetooth 4.2 über ein Funkmodul von Intel. Sowohl die Verbindung mit mehreren WLAN-Accesspoints als auch verschiedenen Bluetooth-Peripheriegeräten klappte in unseren Tests reibungslos. An externen Schnittstellen verfügt das Ultrabook über einen USB 3.1 Type-C Gen 1 Anschluss, der Datenübertragungen mit bis zu 5 Gigabit pro Sekunde erlaubt, mit DisplayPort 1.2 kompatibel ist sowie auf Wunsch auch zur Stromversorgung genutzt werden kann. Hinzu kommen zwei USB 3.1 Typ-A Gen 1 Ports, ein kombinierter Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss und ein microSD-Kartenleser. Wir haben in diesem Bereich für ein Gerät dieser Preisklasse also nichts zu beanstanden.

HP ENVY 13-ah0700ng Silber (Bild 2 von 3)Bildquelle: HP

Im schlanken Ultrabook-Chassis steckt in unserem HP Envy 13 -ah0700ng der Intel Core i5-8250U. Dieser Quad-Core-Chip unterstützt Hyper-Threading und kann somit bis zu acht Threads parallel verarbeiten. Die Basisfrequenz der CPU beträgt 1,6 Gigahertz, was auf den ersten Blick gering erscheint, doch der maximale Turbo-Takt bringt den Chip auf 3,4 Gigahertz. In Anwendungen, die alle Kerne stark auslasten, arbeitet der Chip mit durchschnittlich 2,3 Gigahertz. Dem Prozessor stehen 8 Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher zur Seite und von der integrierten Grafikeinheit Intel UHD Graphics 620 kann bei Bedarf auf die dedizierte Nvidia GeForce MX150 Grafiklösung umgeschaltet werden.

Leistungstechnisch bemerkbar macht sich das nicht großartig. Immerhin die Berechnung einiger älterer oder grafisch wenig aufwendiger Spieletitel ist problemlos möglich. Zudem können Videoschnitt- und Bildbearbeitungsprogramme etwas von der Nvidia-GPU profitieren. Eine klare Leistungseinschätzung der in unserem Testgerät verbauten Hardware vermitteln die Benchmarks im unteren Teil dieses Artikels.

HP verbaut im Envy 13 -ah0700ng eine NVMe M.2 SSD von SK Hynix mit einer Kapazität von 256 Gigabyte. Von dieser sind ab Werk rund 15 Gigabyte für eine Recovery-Partition reserviert. Die Geschwindigkeit des Datenträgers entspricht dem gegenwärtigen Durchschnitt. Die Nutzung des vorinstallierten Windows 10 Home fühlt sich flott und verzögerungsfrei an. Programme starten in Windeseile. Exakte Leistungswerte hierzu finden sich ebenfalls weiter unten in unserer Benchmark-Tabelle.

Zur sicheren biometrischen Nutzeridentifizierung bringt das Ultrabook außerdem einen mit Windows Hello kompatiblen Fingerabdrucksensor mit, der sich an der rechten Gehäuseseite befindet. Dieser ließ sich während unseres Tests problemlos einrichten und reagierte sehr schnell. Aufgrund der schmalen Auflagefläche und Positionierung kommt es aber unweigerlich vor, dass der Finger ein- oder zweimal mehr als gewünscht aufgelegt werden muss, bis das System den Abdruck korrekt erkennt.

HP ENVY 13-ah0700ng Silber (Bild 3 von 3)Bildquelle: HP

Als Stromspeicher findet sich im getesteten Envy 13 ein Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 53,2 Wh, der mit Hilfe des beiliegenden 65-Watt-Netzteils schnell aufgeladen werden kann (rund 50 Prozent in 45 Minuten). Das Ultrabook erreicht damit Laufzeiten von knapp 8 Stunden im normalen Arbeitseinsatz. Bei reiner Videowiedergabe sind über 10 Stunden möglich. Sofern die Hardware im Envy 13 so gut wie gar nicht belastet und die Display-Helligkeit auf Minimalstufe gestellt wird, hält der Akku sogar über 15 Stunden durch.

Die Temperaturentwicklung auf Ober- und Unterseite des Geräts fällt selbst unter Volllast unbedenklich aus und bleibt an fast allen Messpunkten deutlich unter 40 Grad. Im ganz normalen Office-Alltag wird das Aluminium-Chassis im Schnitt keine 35 Grad warm. Erkauft werden diese angenehmen Temperaturen allerdings durch ein für unseren Geschmack etwas zu aggressiv konfiguriertes Lüfterverhalten sowie die deutliche Drosselung der CPU-Frequenz sogar auf Werte unterhalb des Basistakts nach einigen Minuten permanenter Volllast. Glücklicherweise stören beide Auffälligkeiten im Alltagseinsatz nicht.

Mit einer maximalen Geräuschentwicklung von 45 dB ist das Ultrabook unter Volllast zwar klar und deutlich wahrnehmbar, aber nicht störend laut und der Lüfter erzeugt ein gleichmäßiges Rauschen. Die CPU taktet unter praxisnahen Bedingungen zuverlässig jenseits der 2-Gigahertz-Schwelle bis hinauf zur maximalen Turbo-Frequenz. Vielleicht auch erwähnenswert ist, dass zum Kühlprinzip des Envy 13 ein spezielles Display-Scharnier gehört, welches die Basiseinheit des Geräts bei Öffnung des Display-Deckels leicht an der Rückseite anhebt. Dies sorgt für eine bessere Luftzirkulation.

Fazit

HP liefert mit dem aktuellen Envy 13 ein grundsolides Ultrabook ab, das dank seiner Ausstattung und Verarbeitung auf jedem Schreibtisch, aber auch einfach als alltäglicher Begleiter eine gute Figur macht. Das Envy 13-ah0700ng im Speziellen bringt mit dem HP Sure View Blickschutz ein Extra mit, das der ein oder andere Geschäftsreisende interessant finden dürfte. Das Feature tut was es verspricht, nicht mehr, nicht weniger.

Kritikpunkte an dem Testgerät sind rar gesät. Der etwas zu häufig anspringende Lüfter beim gewöhnlichen Arbeiten ist diesbezüglich wohl an erster Stelle zu nennen. Darüber hinaus ist das Display nicht auf Topniveau, was aber nicht bedeutet, dass es schlecht ist, und angesichts des Preises stellt dies ohnehin keinen Beinbruch dar. Wer also ein Premium-Ultrabook sein eigenen nennen, dafür aber nicht deutlich mehr als 1000 Euro ausgeben möchte, der kann HPs aktuelles Envy 13 bedenkenlos in die engere Wahl nehmen.

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von HP.de | Händlerangabe: 20.09.18 08:32

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Cloud Gate10560 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike2594 Pkt.Max. 13743 Pkt.
PCMark 8 Home3739 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity4717 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work4838 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1724 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)428.2 MB/sMax. 1872 MB/s
AS SSD (HDD Read)2232.82 MB/sMax. 2232.82 MB/s
AS SSD (HDD Write)533.37 MB/sMax. 533.37 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)144 Pkt.Max. 159 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)522 Pkt.Max. 741 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)84.8 fpsMax. 120.64 fps
Geekbench 4 (Single)4225 Pkt.Max. 4681 Pkt.
Geekbench 4 (Multi)14144 Pkt.Max. 14207 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 52 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal15 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 45 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

25 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,025 kWh x 24,00 Cent = 13,14 EUR