Test HP Pavilion 15-n213eg - Günstiges Multimedia-Notebook mit satter Ausstattung

In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis macht dem HP Pavilion 15-n213eg so schnell keiner etwas vor. Doch lohnt sich die Anschaffung? Dafür sprechen ein Intel Core i5 Prozessor, die große 1 TB Festplatte und die performante Nvidia Geforce GT 740M. Wir testen das 15,6 Zoll Multimedia-Notebook auf Herz und Nieren und zeigen im Praxis-Check, für welchen Einsatzzweck das neue Modell am besten geeignet ist.

Einleitung: Die „Gut und günstig“-Fraktion wird stärker

HP Pavilion 15-n213eg im TestBildquelle: notebookinfo.de | st
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Schnäppchen? Die technischen Daten sprechen für das Multimedia-Notebook, doch wie sieht es im Alltag aus?

Wer für wenig Geld ein anständiges 15,6 Zoll Notebook sucht, der wird an der neuen Pavilion 15-n Serien von Hewlett Packard nicht vorbeikommen. Die meisten Konfigurationen sind mit aktuellen Intel Core i5 und Core i7 Prozessoren der Haswell-Generation ausgestattet und auch in Sachen Festplatten-Kapazität, Arbeitsspeicher und Grafikkarte-Bestückung wird einiges geboten. Beim Preis kann man meist mit unter 650 Euro oder gar unter 600 Euro rechnen. So viel sollte man mindestens in einen anständigen Allrounder investieren, damit man auch nach 2 Jahren noch gut mit Windows, Browser, Mails und Medien umgehen kann.

Dahingehend müssen natürlich auch die einen oder anderen Abstriche gemacht werden. Denn auch HP kann nicht zaubern und an jeder Stelle Premium-Komponenten verbauen. In diesem Fall zum Beispiel muss man mit einer geringeren Display-Auflösung, dem Gewicht über 2 kg und einem glänzenden Bildschirm leben. Kompromisse die man unserer Meinung nach eingehen kann.

Gehäuse: Klavierlack wohin das Auge reicht

Im asiatischen Raum betritt man ein Elektrofachgeschäft und freut sich über glänzende Oberflächen, Beleuchtung und Spiegelungen. Ein Trend aus China, Taiwan und Japan, der immer wieder gerne nach Deutschland überschwappt. Auch das HP Pavilion 15-n213eg zeigt sich beim Gehäuse von seiner glänzenden Seite. Handballenauflage, Tastatur-Bett, Display und Rahmen – Klavierlack wohin man schaut. Der erste Eindruck ist in diesem Fall sicher nicht schlecht, aber aus praktischer Sicht hat man im täglichen Gebrauch schnell mehr als nur einen Fingerabdruck auf diesen Oberflächen platziert. Auch der silberfarbene Kunststoff-Deckel glänzt, hier fallen Schmutz und Fettschlieren allerdings deutlich weniger auf als bei der Arbeitsumgebung des Multimedia-Notebooks.

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Im Bild: Ober- und Unterseite des HP Pavilion 15-n213eg Notebooks.

Verglichen mit dem Preis empfinden wir die Verarbeitung und Haptik als gut und solide. Die Verwindungssteifheit geht in Ordnung und die Bildschirm-Scharniere lassen das Display nicht allzu sehr nachwippen. Beim Pavilion 15-n213eg setzt Hewlett Packard noch auf ein klassisches, strukturiertes Touchpad mit separierten Maustasten. Die Bedienung geht einfach von der Hand, obwohl uns eine Art Teflon-Oberfläche besser gefallen hätte. Bei der Island-Style Tastatur mit einzeln stehenden Tasten treffen wir auf einen angenehm kurzen Hub und einen knackigen Druckpunkt. Das wird Vielschreiber genauso freuen, wie die Integration des numerischen Tastenfelds am rechten Rand der Tastatur. Die Geräuschkulisse, welche unsere Anschläge hervorruft, gefällt uns allerdings gar nicht. Wer die Tasten etwas härter trifft, fällt in ruhiger Umgebung schnell auf. Das entstehende Geräusch kann mit nachfederndem Plastik oder einer lockeren Metallplatte verglichen werden. Gut möglich aber, dass nur unser Testgerät von diesem Phänomen betroffen ist und Seriengeräte des HP Pavilion 15-n213eg dieses Manko nicht aufweisen.

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Zu harten Anschlag?: Das hört man bei unserem Modell deutlich.

Im Zeitalter von Ultrabooks ist ein Gewicht von 2,28 kg als vergleichsweise schwer einzustufen. Gleiches kann man von der 22,6 Millimeter Bauhöhe behaupten. Dennoch ist das HP Pavilion 15-n213eg ein recht kompaktes und gut transportables 15,6 Zoll Multimedia-Notebook, in Anbetracht der verbauten Komponenten. Schließlich setzt das US-amerikanische Unternehmen hier auf ein DVD-Laufwerk und eine kapazitätsstarke Festplatten-Lösung.

Ausstattung: Essentielle Technik vorhanden

Das Anschluss-Portfolio ist für ein Notebook unter 600 Euro als gut zu betrachten. Zwei der drei verbauten USB-Schnittstellen setzen auf den aktuellen USB-3.0-Standard. Externe Bildschirme können per HDMI angeschlossen werden und der Kartenleser kann mit gängigen SD-Karten umgehen. Ins Internet gelangt man kabellos über WLAN 802.11n und per Kabel über die leicht eingeschränkte Ethernet-Verbindung, die in diesem Gerät nur bis zu 100 Mbit/s schnell ist. Eine Gigabit-LAN mit 1.000 Mbit/s wäre wünschenswert gewesen.

Beim DVD-Laufwerk handelt es sich um einen Brenner, der auch mit älteren CD-Formaten umgehen kann. Die 1 TB (1.000 GB) Festplatte kommt im klassischen HDD-Design. Die Schnelligkeit einer SSD wird also nicht erreicht. Wir sprechen von Lese- und Schreibraten, die um die 100 MB/s liegen. Bemängeln müssen wir die Verteilung der Anschlüsse, vor allem an der linken Gehäuseseite. Bereits ein handelsüblicher USB-Stick kann sowohl den Zugriff auf den HDMI- als auch auf den anderen USB-Port verhindern. Außerdem sind die essentiell wichtigen Schnittstellen sehr weit vorne angeordnet, sodass die Kabel einer externen Maus beidseitig ins Gehege kommen könnten.

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Im Bild: Die ungünstige Verteiler der Anschlüsse, vor allem an der linken Seite.

Als Betriebssystem ist Microsofts Windows 8.1 vorinstalliert. Hinzu kommt ein Cyberlink Software-Paket für die Wiedergabe und Erstellung von Fotos, Videos und Musik. Ähnlich wie Spotify, Simfy oder Ampya bietet auch HP in Kooperation mit Universal Music einen eigenen Musik-Streaming-Dienst namens Connected Music an. Dieser kann 1 Jahr kostenfrei genutzt werden. Auch eine Testversion von Microsoft Office ist bereits auf dem HP Pavilion 15-n213eg mit von der Partie.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 4200U / 1.6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 740M
Festplatte1 TBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.28 kg
B x H x T:38.56 cm x 2.26 cm x 25.8 cmFarbe:schwarz silber

Leistung: Mit Intel und Nvidia auf der Gewinner-Seite

Windows, Intel und am besten noch Nvidia. Wenn man sich am Markt aktuell nach einer solchen Komponenten-Konstellation umsieht, kann man beim Kauf kaum etwas falsch machen. Zumindest aus Sicht der System-Performance. So auch der Fall beim HP Pavilion 15-n213eg. Im Inneren des 15,6 Zoll Multimedia Notebooks arbeitet ein Intel Core i5-4200U Prozessor, der mit seinen zwei Rechenkernen (Dual-Core) maximal 2,6 GHz erreicht. Damit rechnet er zwar etwas langsamer als seine größeren Core-i5-Kollegen der Haswell-Generation, dafür spart er Strom und verlängert somit die Akkulaufzeit. Die maximale TDP liegt lediglich bei 15 Watt. Ihm zur Seite stehen 8 GB Arbeitsspeicher.

Wirklich performant wird das HP Pavilion 15-n213eg durch die Nvidia Geforce GT 740M Grafikkarte, die sich mit Hilfe von Nvidia Optimus mit der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 4400 Einheit je nach Programm-Anforderungen abwechselt. Wer Spiele wie FIFA 14, Battlefield 4, Call of Duty: Ghosts, Dota 2 oder World of Warcraftauch auf mittlerem Detailgrad gerne sieht, der kann dieses HP-Notebook sogar für Gaming-Sessions verwenden. Im unteren Bereich dieses Artikels findet man außerdem umfangreiche Benchmarks, mit denen wir das HP Pavilion 15-n213eg getestet haben. Unterm Strich ist zu sagen, dass sich die Multimedia-Maschine gut für den Alltag mit dem Internet, Filmen, Musik und Spielen macht. Wer viel mit Bild- und vor allem Videobearbeitung zu tun hat, der sollte lieber zu einem Prozessor mit 37 Watt oder gar 47 Watt greifen, zum Beispiel zum Intel Core i5 4200M oder dem Intel Core i7-4700MQ.

Display: Für den Outdoor-Betrieb zu dunkel

Auf 15,6 Zoll liefert das HP Pavilion 15-n213eg eine Display-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. In dieser Preisklasse ist das als Standard anzusehen. Die Ausleuchtung liegt bei 210 cd/m² im Schnitt, was für Innenräumen und Büros ausreicht. Sind die Lichtverhältnisse ungünstig oder direkte Sonneneinstrahlung vorhanden, zeigt das glänzende TN-Panel schnell seine Nachteile. Auch überwiegen zum Großteil die Reflektionen im Bildschirm selbst und am Rahmen. Auf der schattigen Terrasse oder der Couch macht das Multimedia-Notebook aber eine gute Figur. In unseren Tests liegen der Kontrastwert bei 617:1 und der Schwarzwert bei annehmbaren 0,35 cd/m².

Emissionen: Temperatur, Lautstärke und Akkulaufzeit

Im Leerlauf (Idle) messen wir beim HP Pavilion 15-n213eg eine Durchschnittstemperatur von 24,5 Grad Celsius, bei einer Lautstärke von hörbaren aber nicht negativ auffälligen 30 dB(A). Unter normalen Arbeitsbedingungen erhöhen sich die Temperatur und die Lautstärke auf 29 Grad Celsius und 33 dB(A). Unter voller Auslastung kommen wir auf 33,2 Grad und 36 dB(A). In allen Szenarien ist die Lüfter-Aktivität also mal weniger, mal deutlich zu vernehmen. Drastische Temperaturanstiege gibt es aber nur im praxisfernen Benchmark-Szenario zu verzeichnen, wo wir punktuell über 40 Grad Celsius messen. In Hinsicht auf die Akkulaufzeit können wir maximal 9 Stunden erreichen, die sich unter normalen Verhältnissen auf 4-5 Stunden in der Praxis reduzieren.

In der Praxis: Virensystem austauschen, SSD rein, glücklich sein!

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Bester Freund und Feind: Wem die Aufmachung gefällt, hat ein Schnäppchen geschossen.

Design ist Geschmackssache, so auch beim HP Pavilion 15-n213eg. Die häufige Pflege der Klavierlack-Oberfläche gehört nicht zu unseren Plus-Punkten des Notebooks, dafür aber die inneren Werte. Prozessor und Grafikkarte geben viel Performance. Die muss man allerdings erst einmal richtig aktivieren. Das vorinstallierten McAfee Anti-Viren-Programm macht sich direkt als Leistungsbremse bemerkbar und musste deinstalliert werden. Und obwohl die Festplatte mit 100 MB/s anständige Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zeigt, sollte man unbedingt eine SSD nachrüsten oder wenigstens über eine Hybrid-Lösung in Form einer SSHD nachdenken. Somit kann die Leistung enorm gesteigert werden und das HP Pavilion 15-n213eg ist auch für die nächsten Jahre fit. Gewöhnungsbedürftig ist auch die Anschlussverteilung an der linken Seite. Ein breiter USB-Stick versperrt hier schnell die benachbarten Ports. Dafür haben wir alles was wir brauchen: Schnelles WLAN, HDMI, USB 3.0. Wäre das Display noch etwas heller, wäre das Notebook also ein guter Begleiter. So aber eher der Kompagnon für Büro, Uni und schattige Gartenplätze.

Fazit

Für einen Preis von unter 600 Euro kann sich das HP Pavilion 15-n213eg wirklich sehen lassen. Schneller Intel Core i5 Prozessor, leistungsstarke Nvidia Geforce GT 740 Grafikkarte und eine große 1 TB Festplatte sowie genug Arbeitsspeicher. Außerdem besitzt das 15,6 Zoll Multimedia-Notebook gute Eingabegeräte und eine vergleichsweise solide Verarbeitung. Einzig und allein das Hochglanz-Design könnte sich zur Putzfalle entwickeln, schließlich sind alle Fingerabdrücke oder Fettschlieren sofort sichtbar. Wer sich damit allerdings anfreunden kann und das Gerät an einigen Stellen optimiert und aufrüstet, hat ein günstiges Notebook für die nächsten Jahre erstanden.

Ab 578,50 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 2,0 (Gut)
  2. Display 3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark11 948 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 41656 Pkt. Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate 5087 Pkt. Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike 1048 Pkt. Max. 8087 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme 510 Pkt. Max. 4209 Pkt.
PCMark 8 Home 3253 Pkt. Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity 3180 Pkt. Max. 5775 Pkt.
PCMark 8 Work 4966 Pkt. Max. 4966 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1519 Pkt. Max. 19706 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read) 107.4 MB/s Max. 1315 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write) 98.62 MB/s Max. 1053 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit 36.66 fps Max. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit 2.48 Pkt. Max. 7.49 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit 1.13 Pkt. Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single) 95 Pkt. Max. 136 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi) 228 Pkt. Max. 656 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL) 51.97 fps Max. 103.35 fps
Geekbench 3 (Single) 2644 Pkt. Max. 3518 Pkt.
Geekbench 3 (Multi) 4997 Pkt. Max. 12991 Pkt.
Unigine Valley Basic 18 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 753 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 8.8 fps Max. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD 368 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 0 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 8 Std. 45 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 4 Std. 55 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
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