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  3. Test HP Envy dv7-7200sg Notebook-PC (C1W24EA) - Mäßiges Display aber satter Sound

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Bilder zum Test: HP Envy dv7-7200sg Notebook-PC (C1W24EA) - Mäßiges Display aber satter Sound

Der erste Eindruck zählt bekanntermaßen und das hat der HP ENVY dv7-7200sg sichtlich verstanden. Formsprache, Materialwahl und Verarbeitung des mitternachtsschwarzen Gehäuses gefallen uns auf Anhieb. Die rundlichen Formen des 17-Zoll Multimedia-Notebooks schaffen einen angenehmen Kontrast zum Kachel-Design der Windows 8 Oberfläche. Die Seiten der Basiseinheit und des Displaydeckels sind silbern, der Innenraum wird beherrscht vom schwarzen, gebürsteten Aluminium. Über der Tastatur liegt eine perforierte Lautsprecherleiste, links liegt ein stylischer Netzschalter und rechts prangt das Beats Audio Logo. Das Design kann überzeugen, nur die glänzende Beschichtung des Displays und dessen Rahmen kratzt ein wenig am gelungenen Gesamteindruck. Das Mitternachtsschwarz verleiht dem Entertainer einen klassischen und eleganten Look, hebt aber auch Staub ein wenig hervor. Fingerabdrücke haben nur eine geringe Chance, auf der Handballenablage oder dem Touchpad hängenzubleiben. Die Status-LED sind an der rechten Gehäuseseite verteilt, als besonderer Hingucker dient das beleuchtete HP Logo auf der Rückseite des Displaydeckels.

Nicht nur optisch macht das HP Envy dv7-7200sg eine gute Figur, der 17-Zoller zeigt auch eine sehr gute Verarbeitung. Die Spaltmaße bleiben gleichmäßig und gering, die Basiseinheit lässt sich nicht eindellen und auch der Displaydeckel erweist sich als verwindungssteif. Die Aluminiumrückseite sorgt an dieser Stelle für die nötige Stabilität. Das optische Laufwerk sitzt passgenau, der Akku hat keinerlei Spiel und der Displayrahmen lässt sich nirgends abheben. Die Scharniere sind stabil, bieten aber für unseren Geschmack zu viel Widerstand. Hier ist ein Zuviel immer noch besser als Zuwenig.

Bei den Eingabegeräten setzt sich der positive Eindruck fort. Der Arbeitsraum fasst eine großzügige Chiclet-Tastatur mit knackigen Tasten und einem separaten Ziffernblock. Ein mittellanger Hub und der deutliche Druckpunkt der Tasten lassen hohen Schreibkomfort entstehen. Eine Hintergrundbeleuchtung hätte sehr gut ins Bild gepasst, fehlt jedoch. Besonderes Augenmerk fällt auf das Multitouchpad. Da das HP Envy dv7-7200sg nicht mit einem Touchscreen ausgerüstet ist, erfolgen sehr viele Eingaben über das leicht nach links versetzte Multitouchpad. Dazu zählt die Navigation durch die Modern UI genannte Oberfläche, auch das herein- und herauswischen von Apps und das Zoomen. Das Synaptics Touchpad bietet gute Gleiteigenschaften auf der Glasoberfläche und eine direkte Erkennung so dass keine allzu langen Mauswege oder gar häufiges Nachfassen den Touchspaß trüben. Die Touchpad- oder Mausbedienung fühlt sich jedoch immer ein wenig umständlicher an als jene über berührungsempfindliche Bildschirme. Die Handballenerkennung funktioniert einwandfrei, für längere Texte sollte das Touchpad jedoch über die separate Taste deaktiviert werden.

Das Anschlussportfolio des HP Envy dv7-7200sg ist zeitgemäß aber nicht üppig. Die Aufteilung der Schnittstellen ist nicht ganz optimal was auf das Design des Displaydeckels zu schieben ist. An der rechten Gehäuseseite befinden sich von hinten nach vorn der weit abstehende Netzstecker, der DVD-Brenner, ein USB 2.0- und ein USB 3.0 Port. Die Positionierung des USB 2.0 Ports, welcher oft für Mäuse genutzt wird macht auf dieser Seite durchaus Sinn, nur sollte aufgrund des ausladenden Netzsteckers und der Nähe des USB 2.0 Ports zum Nutzer rechts vom Notebook nochmals Platz auf dem Schreibtisch eingeplant werden. Auf der linken Seite liegen zwei Audiobuchsen für Mikrofon und Kopfhörer in Nutzernähe, danach folgen zwei USB 3.0 Ports, Gigabit-LAN hinter einer Schutzklappe, ein HDMI- und ein VGA-Ausgang für externe Bildschirme und der Lüfterauslass. Links an der Front versteckt sich ein Multikartenleser, rechts unter der Tastatur ein Fingerabdruckscanner und mittig im Bildschirmrahmen eine HD-Webkamera. Drahtlos kommuniziert der 17-Zoller über WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0.

Das Windows 8 Betriebssystem wurde von HP mit umfangreicher Software angereichert. Über eine versteckte Recovery Partition lassen sich der Werkszustand und zwischenzeitliche Backups bequem wiederherstellen. Windows 8 wird in kurzen Video-Anleitungen erklärt, für das Multimedia-Aufgabengebiet gibt es Cyberlinks Power DVD, Windows Live Essentials und Amazon Kindle Software. Sehr praktisch ist die Möglichkeit der Passwortverwaltung mittels HP SimplePass, ein Fingerabdruck genügt dem Notebook.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i5 3210M / 2,5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 630M
Festplatte500 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:3.14 kg
B x H x T:41.6 cm x 3.52 cm x 27.4 cmFarbe:Midnight Black

Auf dem Prüfstand

Das HP Envy dv7-7200sg ist mit einem Intel Core i5-3210M Zweikernprozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und einer dedizierten Nvidia Geforce GT 630M Grafikkarte ausgerüstet. Damit positioniert es sich hinsichtlich der Leistungsfähigkeit im Mittelfeld, Gaming Notebooks sind immer noch deutlich potenter aber gerade bei der Grafikleistung werden handlich und mobile Ultrabooks locker abgehängt. Der 17-Zoller wiegt etwas mehr als 3 Kilogramm und dient deswegen vorrangig als Desktop-Ersatz. Der Intel Core i5-3210M taktet mit 2,5 bis 3,1 GHz und rechnet sich flott durch unsere Tests aus Videokonvertierung, Websurfen und die synthetischen Benchmarks. In den meisten modernen Spielen können mit der Nvidia Geforce GT 630M mittlere bis hohe Detailstufen angewählt werden. Für weniger fordernde Aufgaben wie Büroanwendungen kommt die im Prozessor integrierte, sparsame Intel HD Graphics 4000 zum Einsatz. Dank der Nvidia Optimus Technologie wird der Grafikadapter je nach Leistungsbedarf gewechselt.

Zur Basisausstattung gehört eine 500 GB Festplatte welche sich in Sachen Geschwindigkeit mit einer Leserate von 85,7 MB/s und einer Schreibrate von 71,1 MB/s nicht gerade hervortut. Die Wartungsklappe an der Unterseite ist mit nur einer Schraube befestigt so dass eine zweite Festplatte oder eine SSD relativ unkompliziert eingebaut werden könnte. Für eine Konfiguration aus zwei SATA-Laufwerken müssen jedoch ein zweiter Einbaurahmen und ein Sata-Kabel im HP Shop bestellt werden. Ansonsten ist das Platzangebot von 500 GB für die meisten Anwender sich üppig und erlaubt eine große Mediensammlung.

Das 17,3 Zoll Display löst mit 1.600 x 900 Pixel auf und kann außerhalb der Wohnung mit 202 Candela pro Quadratmeter Helligkeit nicht wirklich gut bestehen. Die glänzende Beschichtung verursacht dann zu viele Reflektionen. Auch der Kontrastwert von maximal 207:1 liegt eher unter dem Durchschnitt, der Schwarzwert des Displays ist sehr hoch. Die Blickwinkel bleiben nicht sehr lang stabil, schnell ändern sich Helligkeits- und Farbwerte weswegen stets auf eine mittige Position vor dem Bildschirm zu achten ist. Insgesamt bietet das Display sehr viele Kritikpunkte. Auf Filmvergnügen muss trotzdem nicht verzichtet werden denn der Sound des Envy dv7 holt einiges wieder raus. Ganze vier Lautsprecher und ein HP Triple Bass Reflex Subwoofer bieten einen runden und satten Klang bei sehr guter maximaler Lautstärke.

Im Gegenzug hält sich das HP Envy dv7 bei den Geräusch- und Temperaturemissionen angenehm zurück. Im Leerlauf sind bei einem Gesamtverbrauch von gerade einmal 11 Watt nur 32 Dezibel (A) zu ermitteln. Surfen über WLAN verlangt rund 30 Watt und erfolgt ebenso lautlos. Das DVD-Laufwerk ist angenehm laufruhig bei 37 Dezibel (A), nur unter Last dreht der Lüfter auf immer noch akzeptable 45 Dezibel (A) hoch. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei Grad Celsius, vor allem der kritische Bereich um die Handballenauflage bleibt angenehm kühl. Die maximale Batterielaufzeit ist mit 6 Stunden und 20 Minuten nur durchschnittlich. Bei ausgewogener Nutzung hält derAkku etwas mehr als 4 Stunden.

Zusammenfassung

HP hat mit dem Envy dv7-7200sg ein gelungenes Multimedia-Paket geschnürt. Einziger Kritikpunkt ist das spiegelnde Display. Leuchtdichte und Kontrastverhältnis des 17 Zoll Panels hätten besser ausfallen können. Dafür überzeugt das Notebook in den Bereichen Design und Verarbeitung, bietet hochwertige Eingabegeräte und den für Desktop-Ersatzsysteme nicht unerheblichen satten Sound. Die Hardware-Komponenten bewältigen das Multimedia-Aufgabengebiet ohne Einschränkung und mit 5 Stunden Akkulaufzeit übersteht man auch kurz ohne Steckdose. Wir haben Gefallen gefunden und sprechen eine Kaufempfehlung für das rund 700 Euro teure HP Envy dv7-7200sg. Wer aufgrund von Ersatzlösungen auf den satten HP Beats Audio Sound verzichten kann, findet in der Dell Inspiron 17R Serie eine ähnliche Ausstattung für mehr als 100 Euro weniger.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,0 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark069869 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111274 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage5628 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72402 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01553.6 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)85.7 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)71.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read16643 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write24183 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz44 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read70.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11614 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5585 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10866 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5629 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4265 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8930 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5756 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung82 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 33 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 20 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 57 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

76 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,076 kWh x 24,00 Cent = 39,95 EUR

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