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Test Dell Alienware 15 (2015) - Vom Notebook zum Gaming Desktop dank Graphics Amplifier

Das Alienware 15 mit Graphics Amplifier muss sich im Test beweisen. Eine Neuheit ist das Konzept nicht, aber zum ersten Mal gut umgesetzt: Mit dem Refresh der Gaming-Notebooks dürfen wir nun auch den externen Grafikverstärker testen. Eine zusätzliche, externe Docking-Station mit Netzteil. Geeignet, um auch High End Desktop-Grafikkarten zu beherbergen. Dass auch das vergleichsweise günstige Notebook viel Power besitzt, zeigt unser Testbericht.

Einleitung: Schreibtischtäter

Dell Alienware 15 mit GrafikverstärkerBildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (14)
Alienware 15 mit Grafikverstärker: GTX 980-Power in der Docking Station

Die neue Alienware Gaming Reihe besitzt nicht nur aktuelle Hardware, der Hersteller Dell führt mit der Neuauflage ein weiteres fundamentales Feature ein: Den Alienware Grafikverstärker. Diese Dockingstation in der Größe eines Shuttle-PCs beherbergt zusätzliche Ports und eine über PCIe 4x angebundene Desktop-Grafikkarte. Das Nutzungsszenario ist folgendes: Das edle 15-Zoll Notebook bringt das Arbeits-, Studier- oder Spielzimmer dahin, wo immer man es braucht (sofern man 3,2 Kilogramm mit sich tragen kann). Für den heimischen Schreibtisch addiert der 250 Euro Grafikverstärker dann noch einmal ordentlich Performance je nach verbauter Grafikkarte.

Lohnenswert ist das Ganze aber nur für High End Karten wie die AMD R290X oder die Nvidia Geforce GTX 980. Also dürfen noch einmal 300 bis 500 Euro Aufpreis dazukommen und wir landen für unser gesamtes Testsystem bei knapp 2.400 Euro (1.888 Euro Notebook und 497 Euro MSI GTX 980). Ein Vorteil des Grafikverstärkers ist die Austauschbarkeit der Desktopkarte und damit die Verlängerung der Lebensdauer des gesamten Systems. Will man mit mobilen Grafikkarten im MXM Formfaktor up to date bleiben, steht man vor der Schwierigkeit der Beschaffung und horrenden Kosten von bis zu 800 Euro.

Das Alienware 15 selber ist eines der günstigsten Notebooks mit Nvidia Geforce GTX 970M Grafikkarte, wir empfehlen aber gerade im Hinblick auf die Kaufoption des Grafikverstärkers zumindest die Quadcore Variante mit Intel Core i7-4710HQ Prozessor ab 1.499 Euro. Für eine M.2 (2280 SATA) SSD mit 256 GB können noch einmal 120 Euro eingeplant werden. Genauso viel kostet ein 16 GB Kit DDR3L Speichermodul, Dell selber möchte 140 Euro Aufpreis für die RAM-Verdopplung und 160 Euro für die 256 GB SSD. Insgesamt stehen zwei M.2 Slots und ein 2,5 Zoll Festplattenschacht sowie zwei RAM-Slots zur Verfügung.

Gehäuse: Von der Luftfahrt inspiriert aber zu schwer zum fliegen

Der Displaydeckel besteht aus KarbonfaserBildquelle: notebookinfo.de | rk
Hochwertiger Materialmix: Kohlefaser, Leichtmetall und Softtouch

Dell wird nicht müde, die Materialwahl des Alienware 15 zu betonen. Beim silbergrauen Displaydeckel in gewohnter Designsprache kommt ein Kohlefaserverbund zum Einsatz, unter dem gummierten Innenraum sitzt ein Konstrukt aus eloxiertem Aluminium und Kupfer. Haptisch, optisch und verarbeitungstechnisch erzielt diese Kombination eine sehr hohe Qualität. Dell minimiert die Spaltmaße, der stabile Displaydeckel wirkt geschützt vor Bruch und die Basis lässt sich nur geringfügig eindrücken. Wir haben schon flachere und leichtere 15-Zoll Gaming Notebooks erlebt, mit 3,2 Kilogramm Gewicht und einer Bauhöhe von 34 Millimetern gehört das Alienware 15 zu den wuchtigeren Gamern. Dafür bringt Dell ein vielfältiges Anschlussangebot und eine leistungsfähige Kühlung unter. Letztere schultert auch die aktuell leistungsfähigste mobile Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 980M.

Das typische Alienware LogoSpieler finden hochwertige Eingabegeräte beim Alienware 15, nur das Keyboard-Layout ist gewöhnungsbedürftigBildquelle: notebookinfo.de | rk
AlienFX: Beleuchtung auf dem kompletten Notebook konfigurierbar

Druckpunkt, Tippgefühl und Geräuschentwicklung der klassischen Tastatur sind vorbildlich, das Layout ohne separaten Ziffernblock und mit einer rechts angefügten Leiste für Sondertasten fordert allerdings seine Lernkurve. Das Touchpad bietet sehr gute Gleiteigenschaften und komplettiert mit den zwei hochwertigen Maustasten das komfortable Gesamtbild der Eingabegeräte.

Mit der AlienFX Software erlaubt Dell die individuelle Ansteuerung von vier Beleuchtungszonen auf dem Keyboard, dem Touchpad, Displaydeckel und dem Alienware Logo auf der Front des Grafikverstärkers. Das sieht nicht nur sehr cool aus sondern erwächst mit entsprechendem Spielprofil auch zu einer atmosphärischen Unterstützung im Sinne von Philips Ambilight Fernsehern. Im Zombi-Survival Shooter Dying Light, den wir in diesem Test noch ausführlicher behandeln werden, sorgen hautnahe Begegnungen mit Zombies beispielsweise für eine bedrohlich rote Beleuchtung von Keyboard und Touchpad.

Ausstattung: Außer optischem Laufwerk keine Wünsche offen

Am Heck befinden sich Monitorausgänge und der proprietäre Port für den GrafikverstärkerDie Anschlüsse sind sinnvoll positioniertEin optisches Laufwerk sucht man vergeblichBildquelle: notebookinfo.de | rk
Anschlüsse: Vielfältig und sinnvoll positioniert

Dell baut mit dem Alienware 15 schon eine kleine Workstation zusammen. Bis auf einen HDMI-Eingang, der bei den Alienware 17 Gamern vorhanden war, finden sich alle erdenklichen Ports und diese sind zudem sinnvoll positioniert. Links sitzen Netzstecker, 2x USB 3.0 (1x Power Share) und zwei Audio Ports. Einer davon empfängt Headsets mit integriertem Mikrofon, der zweite Port (eigentlich für Mikrofone gedacht) lässt sich auch als 5.1 Audio out konfigurieren. Das ebenfalls linkseitig angebrachte Noble-Lock soll vor Diebstahl schützen. Rechts am Notebook finden wir Gigabit-LAN von Killer Networks, 2x USB 3.0 und einen SD-Kartenleser. Die Ausgänge für miniDisplayPort, HDMI Out und den proprietären Grafikverstärker-Anschluss verfrachtet Dell an die Rückseite. Der Grafikverstärker ergänzt noch einmal vier USB 3.0 Ports und die Monitor-Ausgänge der jeweiligen Grafikkarte. So kann die Schreibtisch-Peripherie wie ein Monitor-Setup, Backup-Festplatten und Gaming-Eingabegeräte oder auch ein Hi-Fi-System bequem über den Grafikverstärker-Port angebunden werden.

Das Killer 1525 2x2 WiFi Modul bietet Dualband WLAN mit Unterstützung des schnellen WLAN-ac Standards und Bluetooth 4.1. Der 2 Megapixel Webkamera, welche eine gute Bildqualität liefert, sind zwei Mikrofone zur Seite gestellt.
Auch softwareseitig fährt Dell ein rundes Paket auf: Vorinstalliert ist Microsoft Windows 8.1 mit einer eigenen AlienRespawn Softwarelösung für Backups und Wiederherstellung. Im Alien Command Center können die AlienFX Beleuchtung konfiguriert, Systemparameter überwacht (AlienAdrenalin), Energieoptionen eingestellt (AlienFusion) und die 5 Makro-Tasten belegt werden (AlienTactX). Eine derart konsistente und umfangreiche Begleitsoftware liefert kein anderer Hersteller von Gaming Notebooks.

Traditionalisten könnten ein optisches Laufwerk vermissen, dieses hätte per Slot-In Lösung durchaus auch im Grafikverstärker noch Platz gefunden und muss nun bei Bedarf als externe Lösung dazugekauft werden.

Technische Daten

Display:15.6" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 4710HQ / 2.5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 970M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB SSD
1 TB
RAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:3.22 kg
B x H x T:38.6 cm x 3.4 cm x 27 cmFarbe:schwarz silber

Leistung: Keine Kompromisse mehr

Entschied sich ein Gamer für den Kauf eines Notebooks, konnte er sein System zwar bisher auch in der Uni, Kaserne oder am Arbeitsplatz einsetzen – musste aber zuhause immer etwas neidisch auf die Frameraten von Spiele-PCs blicken. Ähnlich teure High-End Desktops bringen einfach noch mehr Power auf den Bildschirm. Mit dem Grafikverstärker hat dieser Kompromiss ein Ende und nun darf auch zuhause in voller Detailstufe mit Kantenglättung und in höheren Auflösungen gezockt werden.

Unser Alienware 15 ist an sich schon sehr gut bestückt: Der Intel Core i7-4710HQ Quadcore Prozessor der Haswell Generation erarbeitet sich mit 2,5 GHz Basis- und bis zu 3,5 GHz Turbotakt nur einen rund 10 prozentigen Rückstand auf den Ivy Bridge Desktop Prozessor Intel Core i7-3770K. Eine Übertaktungsfunktion (bei angebundenem Grafikverstärker) im Bios verkürzt den Abstand dank maximalem Turbo von 3,7 GHz für einen Kern nochmals. Das thermische Budget der abgeschalteten Nvidia Geforce GTX 970M im Notebook wird auf die CPU umverteilt. Auf alle Fälle liefert die CPU eine satte Performance und wird nicht den Flaschenhals im Setup markieren. Unser Testsystem ist mit 8 GB RAM ausreichend bestückt, wer viel rendert oder hier generell etwas Puffer hat, optiert für 16 GB.

In unserem Testsystem sitzt eine Kombination aus Samsung PM851 M.2 2280 SSD und 1TB Festplatte von Seagate. Die Samsung SSD zeigt eine vergleichsweise geringe Schreibrate mit 137 MB/s (Lesen 519 MB/s), die Seagate Platte liegt mit 113 (Lesen) und 110 MB/s (Schreiben) auf einem guten Niveau. Bootvorgänge, Programmstarts und auch die Wiederherstellung des Betriebssystems profitieren stark von der SSD und gehen schnell vonstatten.

Die Nvidia Geforce GTX 970M mit leicht beschnittenem Maxwell GM204 Chip (1280 CUDA Cores, 924 bis 1038 MHz) gehört zu den High End Notebook-Grafikkarten und erreicht mit unserem Alienware Treiber 344.75 gute 6.500 Punkte im 3DMark Fire Strike. Sämtliche aktuellen Toptitel von Far Cry 4 über Assassins Creed Unity bis Dying Light sind in hohen Einstellungen und der FullHD Auflösung von 1.920x1.080 Pixel flüssig spielbar. Dying Light erlaubt auch Ultra Details und Nvidias Umgebungsverdeckung HBAO+, wenn man es mit der Sichtweite nicht übertreibt. Die Entwickler haben die Distanz per „Patch“ schon eingeschränkt, für unsere Tests mit dem Grafikverstärker und Nvidia GTX 980 haben wir das allerdings zugunsten voller Sichtweite behoben.

Display: Guter Kontrast und satte Farben

Der Grafikverstärker verhilft dem Alienware 15 zu einer Desktop PerformanceBildquelle: notebookinfo.de | rk
FullHD ist ausreichend: Mehr als 1.920x1.080 Pixel bewältigt auch die GTX 980 im Grafikverstärker nicht.

Dell verbaut im Alienware 15 entweder ein mattes IPS-Panel mit FullHD-Auflösung (1.920x1.080 Pixel) oder aber einen 4K IPS-Touchscreen mit 3.860x.2.146 Bildpunkten. Unser Testgerät hat das matte Display mit völlig ausreichender FullHD-Auflösung, mehr Pixel können auch von der Geforce GTX 980 im Grafikverstärker in vielen Spielen nicht ohne reduzierte Details gefüttert werden. Da sind 4 GB Videospeicher in der Regel einfach zu wenig.

Mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 290 Candela pro Quadratmeter besteht das Alienware 15 auch Außeneinsätze, sofern man ein schattiges Plätzchen raussucht, und liegt nah an dem von Dell angegebenen 300 cd/m2. Dank IPS-Technologie kann das Display sehr gute Blickwinkelstabilität vorweisen. Die Farben wirken satt und das maximale Kontrastverhältnis von 868:1 stellt auch Film- und Multimediafans zufrieden.

Die Stereolautsprecher von Klipsch hätten etwas mehr maximale Lautstärke vertragen können, liefern aber einen sehr gut austarierten Klang ab. Satte Bässe und Mitten findet man in der Regel in den wenigsten 15-Zoll Notebooks und viele Geräte erreichen auch mit Subwoofer kein so rundes Klangbild.

Emissionen: Ausdauernd, kühl aber nicht gerade leise

Mit 52 Dezibel (A) maximaler Lautstärke powert die Kühlung des Alienware schon deutlich wahrnehmbar die Abwärme aus dem Gehäuse. Dessen Dicke ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß, heutzutage kommen Dual-Lüfter-Kühlungen mit den 160 Watt Verlustleistung des Gesamtsystems auch in deutlich schlankeren Chassis zurecht. Warum das Alienware 15 nicht ein paar Dezibel(A) leiser agiert oder aber flacher daherkommt, wissen nur die Ingenieure. Dass das Notebook im Leerlauf bei 12 Watt Verbrauch mit 30 dB(A) fast nicht zu hören ist und je nach Auslastung zwischen 36 und 45 Dezibel(A) bleibt, ist für ein Gaming Notebook nicht ungewöhnlich.

Speicher, HDD und M.2 SSD können getauscht werden, CPU und GPU sind fest verlötetBildquelle: notebookinfo.de | rk
Kein einfacher Zugriff auf den Akku mehr: Unter Wartungsklappe finden wir Speicher-, SSD- und Festplattenslots.

Der Grafikverstärker macht diese Betrachtung sowieso zur Makulatur. Auf dem Schreibtisch dröhnt er permanent mit völlig unnötigen 48 Dezibel(A). Vier Lüfter fasst das Gerät: Ein richtiger Übeltäter ist der 92mm Lüfter, welcher an der Front die Luft in den Grafikverstärker saugt, ein weiterer 92mm Lüfter im 460 Watt Netzteil beteiligt sich noch an der unangenehmen Geräuschkulisse. Die zwei kleineren Lüfter der PNY GTX 980 sind fast unhörbar und besitzen auch eine Steuerung. Warum die beiden Lüfter des Grafikverstärkers nicht auch temperaturabhängig rotieren und vor allem warum es so laute Lüfter sein mussten… Das fragen wir uns natürlich, denn hier verorten wir für einige geräuschempfindliche Käufer einen Dealbreaker. Da die Seitenwand des Grafikverstärkers offen ist, könnte bei hohen Frameraten und bestimmten Grafikkarten zudem noch ein Spulenfiepen dazukommen. Zum Glück ist das proprietäre Verbindungskabel lang genug für eine Verbannung unter den Schreibtisch. Vielleicht probieren wir noch mal, den Verstärker ein bisschen zu tunen hinsichtlich der Lautstärke und veröffentlichen an dieser Stelle unsere Herangehensweise.

Die 92mm Lüfter im Grafikverstärker sind konstant auf höchster Drehstufe bei 48 dB(A)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Lautstark: Den 92mm Frontlüfter im Grafikverstärker kann man nicht überhören.

Bei den Temperaturen sieht es da besser aus, im Schnitt ermitteln wir unter 31 Grad Celsius. Ein Betrieb auf dem Schoß ist jedoch nicht angeraten, die hintere Gehäusehälfte kann unter Last bis zu 48 Grad Celsius erreichen. Der Hotspot befindet sich genau zwischen den beiden Lüftern an der Unterseite.

Im Leerlauf hält der 92 Wh Akku ganze 10 Stunden und 46 Minuten. Dafür mussten wir allerdings auch die Displayhelligkeit auf die niedrigste Stufe stellen und die Funkverbindungen kappen. Setzen wir den 15-Zoll Gamer unter Volllast, geht ihm nach etwas mehr als einer Stunde die Puste aus. Das ist für ein Notebook dieser Performanceklasse ganz normal. Bei der Alltagsnutzung erreicht das Alienware eine gute Akkulaufzeit von knapp 6 Stunden.

In der Praxis: Das Alienware 15 polarisiert mit Stärken und Schwächen

Die Bauhöhe von 34mm sieht man dem Alienware 15 nicht anBildquelle: notebookinfo.de | rk
Stärken und Schwächen: Notebook oder Desktop oder Alienware 15 mit Grafikverstärker?

High End Produkte haben für Erstkäufer leider meist eine sehr kurze Einsatzspanne und verlieren stark an Wert in relativ kurzer Zeit. Der Sweetspot von Gaming Hardware lässt sich sehr einfach über die Rechnung FPS und Systemperformance pro eingesetztem Euro errechnen. Dann gelangt man oft zu Intel Core i5 Prozessoren für Desktops oder Core i7 für Notebooks, AMD R9 280 oder Nvidia GTX 960 Grafik im Desktopbereich – für Notebook-Gamer kann die GTX 970M ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Enthusiasten müssen eigentlich sehr viel mehr Geld in die Hand nehmen, um immer aktuell zu bleiben. Sie bezahlen den Mehrpreis von High End Hardware gegenüber dem Sweet Spot in viel kürzeren Abständen.

Die AlienFX Beleuchtung lässt umfangreiche Einstellungen zuDas Alienware 15 ist das günstigste 15-Zoll Notebook mit Nvidia Geforce GTX 970MBildquelle: notebookinfo.de | rk
Kein schlechter Deal: Mobiles und stationäres Komplettsystem für 2.400 Euro.

Das Alienware 15 durchbricht diesen Teufelskreis der Luxushardware. Erstens ist das Notebook, wie wir in einer separaten Kaufberatung aufführen, im Vergleich mit gleichwertigen Alternativen sehr günstig. Zweitens sichert es sich mit dem Grafikverstärker und Wartungsmöglichkeiten für Speicher und SSDs einen längeren Produktlebenszyklus weil eben nicht das ganze Notebook nach 1,5 Jahren schon wieder verkauft werden muss. Wenn die Performance nicht mehr genügt, kommt einfach eine neue Grafikkarte in den Verstärker. Die sollte zwar der Luxusklasse entstammen und ist dementsprechend teuer, lässt sich aber auch gut weiterverkaufen, sofern man nicht kettenrauchender Katzenmessie ist.

Die Käuferschicht kann sich in einigen Fällen auch ein Gerät sparen, nicht wenige werden Notebook und Desktop besitzen. Kommt man mit der Geräuschentwicklung des Grafikverstärkers klar, so hat man tatsächlich ein vollwertiges Desktop-Replacement. Für 17-Zoll Notebooks mit Nvidia Geforce GTX 980M zahlt man 1.800 Euro, ist aber auf die Hardware festgenagelt. Für 2.385 Euro (Alienware 15+Grafikverstärker+GTX 980) bekommt man jetzt noch einmal 35 Prozent mehr Performance und kann einfacher mitrüsten.

Dass CPU und GPU nicht mehr ausgetauscht werden können, trifft in unseren Augen nur hart gesottene Fans der Serie, wir halten das aber nicht mehr für nötig. Bei der reinen CPU-Performance erreicht Intel Steigerungen von 5 Prozent pro Generation und MXM Grafikkarten für Notebooks sind irre teuer, schwer beschaffbar und angesichts der Desktop-Grafik im Verstärker obsolet.

Fazit: Ernstzunehmende Alternative

Das Alienware 15 ist etwas wuchtig und trägt kein optisches Laufwerk. Den satten Klang der Stereolautsprecher hätten wir gern noch etwas lauter gehabt, der Grafikverstärker und das Notebook unter Last waren dafür viel zu laut. Trotz der Kritikpunkte und dem Mangel bei der Geräuschentwicklung lohnt sich ein Blick auf das Alienware 15, denn der Gamer zeigt auch gute Seiten.

Die Verarbeitung und Materialwahl sind tadellos. Im Innern arbeiten performante Komponenten und das Display sowie die Eingabegeräte liegen auf hohem Niveau. Der Grafikverstärker macht in Verbindung mit High End Karten wirklich Spaß und liefert ein sattes Plus bei den Frameraten. Unterwegs zeigt das Alienware 15 eine ausdauernde Akkulaufzeit und zu guter Letzt überzeugt auch die Begleitsoftware. Besonders gut gefällt uns immer noch die AlienFX Beleuchtung und preislich ordnet sich das attraktive Gesamtpaket zudem am unteren Ende der Luxusklasse ein.

Die Kaufentscheidung, zumal auch Alternativen bestehend aus Desktop und Notebook oder im 17-Zoll Bereich einbezogen werden müssen, ist trotzdem keine leichte.

Ab 1627,55 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark118511 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme79844 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate20135 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike6517 Pkt.Max. 12744 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme3363 Pkt.Max. 7126 Pkt.
PCMark 8 Home3803 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity4712 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work4823 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)519 MB/sMax. 1987 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)137.2 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit59.54 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit7.17 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.56 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)135 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)661 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)102.33 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3297 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)10978 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic85 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score3556 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD35.9 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD1502 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 8 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 46 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 57 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

87 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,087 kWh x 24,00 Cent = 45,73 EUR

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