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  3. Acer Swift 7 Notebook im Test - Schlankheitskur ohne Nebenwirkungen?

Mit neuen Marken ins Weihnachtsgeschäft

Acer Swift 7 SF713-51-M8MF Gold (Bild 1 von 5)Bildquelle: Acer
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Gold is best: Derzeit ist das neue Swift 7 nur in einer goldenen Variante erhältlich. Premium-Käufer sollen angesprochen werden.

Auf der zurückliegenden IFA 2016 läutet Acer die Ära der neuen Swift und Spin Notebook-Kategorie ein. Während sich Letztere an Interessenten für so genannte 2-in-1 Convertible Modelle richtet, orientiert sich die Marke Swift an klassischen Clamshell Nutzern. Als Aushängeschild verwendet das taiwanesische Unternehmen sein Acer Swift 7, welches wir in der Variante SF713-51-M8MF (NX.GK6EG.001) genauer unter die Lupe nehmen. Im Vergleich zu anderen Notebooks dieser Serie gehört das Swift 7 mit seiner 9,9 Millimeter Höhe und einem Gewicht von lediglich 1,1 kg zu den besonders schlanken und leichten Vertretern. Haptisch und optisch hinterlässt der 13 Zoller im Test einen guten Eindruck. Außen schwarz, innen gold und aus Aluminium gefertigt. Die Verarbeitung ist solide, obwohl wir bei gröberer Handhabung einige Verwindungen hervorrufen konnten. Platzhirsch Apple hat diese Probleme mit dem MacBook Air nicht. Ebenso wirkt das Scharnier-Design mit seiner vergleichsweise großen Lücke zwischen Basis-Einheit und Display nicht wirklich stimmig. Ein rein subjektiver Eindruck unsererseits, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Gute Eingabegeräte, allerdings ohne Beleuchtung

Trotz der geringen Bauhöhe überzeugt das Acer Swift 7 mit einer Chiclet-Tastatur ohne großartigen Hub-Verlust und einem guten Druckpunkt. Vielschreiber müssen sich also nicht erst umgewöhnen, wie es zum Beispiel bei den neuen MacBook und MacBook Pro Modellen der Fall ist. Auch Acer hat die Zeichen der Zeit erkannt und verbaut ein deutlich größeres Touchpad. Multitouch-Gesten und längere Navigationswege unter Windows 10 lassen sich somit einfach und präzise bewältigen. Die Leichtgängigkeit des Mausersatzes sorgte im Test jedoch mindestens einmal zu oft dafür, dass wir einen Klick ungewollt ausgelöst haben. Zudem vermissen wir jegliche Beleuchtung der Eingabegeräte, die wohl aufgrund der dünnen Bauweise des Notebooks weichen mussten.

Acer Swift 7 SF713-51-M8MF Gold (Bild 2 von 5)Bildquelle: Acer

USB-C und Adapter dominieren im Swift 7

Ähnlich wie beim HP Spectre 13-v, dem 12 Zoll Apple MacBook und den neuen MacBook Pro Geräten setzt auch das Acer Swift 7 einzig und allein auf zwei USB 3.0 Anschlüsse mit aktuellem Typ-C Port. Ein Adapter von USB-C auf klassisches USB-A liegt dem Lieferumfang bei. Über beide Schnittstellen kann das 13 Zoll Notebook aufgeladen und mit Zubehör verbunden werden. Günstige Universal-Adapter gibt es bereits zwischen 20-50 Euro zu kaufen. Wer der Marke Acer treu bleiben möchte, kann zur USB Typ-C Dockingstation greifen, die derzeit für circa 175 Euro angeboten wird. Im stationären Betrieb zu Hause oder im Büro hat man somit Zugriff auf Anschlüsse wie DisplayPort, HDMI, Gigabit-Ethernet (LAN) und zwei normalgroße USB 3.0. Gefunkt wird über WLAN-ac und Bluetooth 4.0. Die Entscheidung zur Adapterfreundlichkeit überlassen wir hierbei euch. Es werden jedoch noch einige Monate, wenn nicht Jahre ins Land ziehen, ehe sich der Typ-C Standard so weit verbreitet hat, dass wir ohne zusätzliche Kabel oder Docks auskommen können.

Genug Leistung für den üblichen Office-Alltag

Ein großer Vorteil des Acer Swift 7 sind die passiv gekühlten Komponenten im Inneren des Notebooks. Während Ultrabooks der Konkurrenz meist mit nervigen, hochfrequenten Lüftern auftreten, fällt dieses Manko hier komplett weg. Die angenehm lautlose Umgebung wird durch den Einsatz des Intel Core i5-7Y54 Prozessors ermöglicht. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung der letztjährigen Core m5 Chips, die nun mit Intels Kaby Lake Technik und der Intel HD Graphics 615 Grafikeinheit ausgestattet sind. Aufgrund des geringen Stromverbrauchs sollte die Leistung mit einer Taktratenspanne von 1,2 bis 3,2 GHz jedoch nicht mit herkömmlichen Core i5 Prozessoren gleichgesetzt werden.

Acer Swift 7 SF713-51-M8MF Gold (Bild 3 von 5)Bildquelle: Acer

Als Office-Notebook für Schreibarbeiten, das Surfen im Netz oder das Abspielen von Filmen, Fotos und Musik ist das Acer Swift 7 SF713-51-M8MF (NX.GK6EG.001) sehr gut zu gebrauchen. Dafür sprechen auch die integrierten Stereo-Lautsprecher, die mit einem stabilen, aber gewohnt bassarmen Klang selbst bei hohen Lautstärke-Einstellungen überzeugen. Geht es aber in den produzierenden Alltag, zum Beispiel bei einer umfangreichen Bildbearbeitung oder beim Filmschnitt, zeigen sich schnell Grenzen auf. Als kleines Trostpflaster bietet euch der kompakte 13 Zoll Laptop gut dimensionierte 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher und eine 256 GB große SSD. In Anbetracht aktueller PCIe NVMe Solid State Drives zeigen sich die Lese- und Schreibraten mit 550 MB/s und 205 MB/s allerdings auf Zweitliga-Niveau.

Auch dank FullHD-Display mit langer Akkulaufzeit

Das 13,3 Zoll Display des Acer Swift 7 zeigt eine klassische FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Wir empfehlen die Skalierung unter Windows 10 (ab Werk 150%) auf 100 Prozent zu setzen, damit der Platz auf dem Desktop und in Programmen voll ausgenutzt wird. Im Vergleich zu höheren QHD oder 4K UHD Auflösungen profitiert unser Testgerät von einer vollen Unterstützung sämtlicher Software, ohne mit Skalierungsproblemen kämpfen zu müssen. Die Ausleuchtung und der Kontrast des blickwinkelstabilen IPS-Bildschirms gehen mit leicht über 330 cd/m² im Schnitt und 1100:1 in Ordnung. Aufgrund der spiegelnden, subjektiv brillanten und nicht touchbaren Oberfläche sehen wir uns in hell ausgeleuchteten Räumen und an sonnigen Plätzen jedoch stets mit Reflektionen konfrontiert. Eine Helligkeit von 450 cd/m² oder mehr hätte dem Acer Swift 7 sicher nicht geschadet.

Acer Swift 7 SF713-51-M8MF Gold (Bild 5 von 5)Bildquelle: Acer

Doch dieser Schritt würde die Akkulaufzeit der 2.770 mAh Batterie (42,66 Wh, 4 Zellen) mindern. So ermöglicht Acer dem Swift 7 ein Durchhaltevermögen von fast 9,5 Stunden unter praxisnahen Bedingungen. Im Leerlauf, mit deaktivierten Funkverbindungen und gedimmter Display-Beleuchtung, erreichen wir maximal 15,5 Stunden und bei maximaler Prozessor-Auslastung immerhin noch gute 3 Stunden. Die entstehenden Temperaturen halten sich trotz lüfterlosem Aufbau in Grenzen. Im Durchschnitt (30 °C) wird das 13 Zoll Notebook gerade einmal handwarm. Die Umsetzung der passiven Kühlung ist Acer somit gut gelungen.

Fazit

Acer arbeitet sich Jahr für Jahr immer weiter in Richtung Perfektion und kann sich langsam aber sicher auf der Zielgeraden einreihen. Das neue Swift 7 Notebook nimmt dabei einen signifikanten Platz ein. Ein hochwertiges Gehäuse trifft auf gute Eingabegeräte, einen soliden Intel Prozessor mit aktueller Kaby Lake Technik und einen passiv gekühlten Aufbau. Die Schlankheitskur überzeugt dabei mit einem geringen Gewicht und einem kompakten Design. Hinzu kommen ein farblich brillantes Display mit tauglicher FullHD-Auflösung und eine lange Akkulaufzeit von nahezu 10 Stunden.

Doch was fehlt dem Acer Swift 7, um das perfekte Notebook für ultramobile Nutzer zu sein? Hierfür müssten die klassischen Merkmale eines Subnotebooks nur leicht aufgebohrt werden. Ein helleres Display, eventuell sogar eine Option mit matter Beschichtung, wäre eine Lösung die vorhandenen Bildschirm-Reflektionen zu minimieren. Außerdem erwarten Interessenten von Premium-Notebooks eine beleuchtete Tastatur, umfangreichere USB-C Technik (Stichwort Thunderbolt 3) und eine deutlich schnellere SSD. Dafür würden wir sogar ein paar mehr Millimeter Gehäusehöhe in Kauf nehmen, die zudem für eine noch bessere Stabilität sorgen könnten.

Wer nicht wie wir auf sehr hohem Niveau meckert und wem das Gesamtpaket des Acer Swift 7 gefällt, dem können wir das 13 Zoll Notebook auf jeden Fall ans Herz legen.

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von Cyberport.de | Händlerangabe: 26.07.17 02:23

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,0 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark Ice Storm Extreme29389 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate4070 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike539 Pkt.Max. 13743 Pkt.
3DMark Time Spy254 Pkt.Max. 5789 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)550 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)205 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)90 Pkt.Max. 159 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)205 Pkt.Max. 741 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)25.95 fpsMax. 120.64 fps
Geekbench 3 (Single)3045 Pkt.Max. 4027 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)5351 Pkt.Max. 14534 Pkt.
Geekbench 4 (Single)3666 Pkt.Max. 4681 Pkt.
Geekbench 4 (Multi)5679 Pkt.Max. 14207 Pkt.
GFXBench Manhatten Onscreen32.72 fpsMax. 119.52 fps
GFXBench Manhatten Offscreen36.36 fpsMax. 432.6 fps
GFXBench T-Rex Onscreen64.25 fpsMax. 119.82 fps
GFXBench T-Rex Offscreen78.51 fpsMax. 1448 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 5 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal15 Std. 41 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis9 Std. 23 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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