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Der erste Gamer von Acer: Ein guter Start!

Acer Predator G9-791-73EX (Bild 1 von 21)Bildquelle: notebookinfo.de
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Der neue in der Klasse: Mit dem Predator 17 will Acer den Gaming-Markt aufmischen. Mit Erfolg?

Bei einem Preis von knapp 2.400 Euro treffen wir beim Acer Predator 17 (G9-791-73EX) auf ein gut verarbeitetes und sehr stabiles Gehäuse. Der taiwanesische Hersteller verwendet Kunststoff, kombiniert mit leicht gummierten Soft-Touch-Oberflächen. Andere Modelle setzen in diesem Bereich auf Aluminium, doch auch dieser Material-Mix weiß zu gefallen. Mit knapp 4 kg auf den Hüften ist das 17,3 Zoll Gaming Notebook sicher kein Leichtgewicht und auch die Abmessungen sind recht ausladend. In unseren liebgewonnenen Razer Tactical Pro Rucksack passt das Acer Predator 17 zum Beispiel nicht. Für den Transport solltet ihr euch also entsprechend große Taschen zulegen oder aber zum ähnlich leistungsstarken, kleineren Acer Predator 15 greifen.

Design ist bekanntlich Geschmackssache. Uns gefällt die Aufmachung der Predator-Serie – schlicht und aggressiv zugleich. Vor allem die Kombination aus den Farben Rot und Schwarz sowie der markante Luftauslass an der Rückseite lassen das Acer Predator 17 direkt auf den ersten Blick in die Gaming-Kategorie fallen. Auch wenn die Oberflächigen vergleichsweise anfällig für Staub sind. Obwohl es sich rein optisch von anderen Marken unterscheidet, erkennen wir deutliche Parallelen. Vor allem zu den Spiele-Laptops von ASUS. Sich von der Konkurrenz inspirieren zu lassen ist in diesem Fall nicht falsch. Schließlich konnten uns auch die ASUS ROG, Dell Alienware und MSI GT Familien in den letzten Monaten und Jahren durchaus überzeugen.

Acer Predator G9-791-73EX (Bild 11 von 21)Bildquelle: notebookinfo.de

Die Eingabegeräte des Acer Predator 17 sind erstklassig. Ein mittellanger Hub mit knackigem Druckpunkt und gutem Feedback überzeugt uns sowohl beim Zocken, als auch beim Schreiben. Hinzu kommt das großflächige Touchpad mit separierten Maustasten. Makros und Shortcuts können über die fünf Funktionstasten am linken Seitenrand ausgeführt werden und ein zusätzlicher Button sorgt für die Deaktivierung des Touchpads und der Windows-Taste im Gaming-Mode. Einzig und allein die Tastatur-Beleuchtung ist hier zu kritisieren. Zwar können Zonen einzeln deaktiviert werden, mehr Freiheiten hat der Nutzer jedoch nicht. Die Farbkombination aus Rot, Blau und Grün ist von Acer festgelegt. Ebenso könnt ihr nicht über den Helligkeitsgrad der Beleuchtung bestimmen. Eine Personalisierbarkeit wie bei Razer Chroma oder Logitech G910 Keyboards wäre an dieser Stelle wünschenswert gewesen.

In Hinsicht auf die Anschlüsse macht das Acer Predator 17 (G9-791-73EX) alles richtig. Jeder der vier USB-Ports setzt auf den schnellen 3.0 Standard. Ebenso ist eine USB 3.1 Typ-C Schnittstellen samt Thunderbolt 3 Support mit an Bord. Wer sein Notebook als Desktop-Replacement (DTR) nutzen möchte, der wird sich über vollwertige HDMI und DisplayPort Anschlüsse freuen. Externe Bildschirme können also ohne Probleme und vor allem ohne Adapter-Wirrwarr mit dem Notebook verbunden werden. Hierbei unterstützt das Acer Predator 17 auch die Nvidia G-Sync Technologie. Beim internen 17,3 Zoll Display hat Acer auf diese Funktion verzichtet, um Platz für das Nvidia Optimus Feature zu schaffen, welches euch eine längere Akkulaufzeit ermöglicht. Die Kombination aus G-Sync und Optimus ist technisch nämlich noch nicht möglich. Wir begrüßen diese Entscheidung, da auch Gaming-Notebooks einen gewissen Grad an Mobilität bieten sollten.

Acer Predator G9-791-73EX (Bild 5 von 21)Acer Predator G9-791-73EX (Bild 19 von 21)Bildquelle: notebookinfo.de

Weiterhin ermöglicht das Acer Predator 17 Modell die Verbindung über WLAN-ac, Bluetooth 4.0 sowie Gigabit-LAN. Der Kartenleser empfängt SD-Speicherchips und der integrierte Blu-ray-Brenner kann gegen ein drittes Lüfter-Modul ausgetauscht werden. Acer nennt dieses mitgelieferte Zubehör Predator FrostCore. Zwar wird durch das Modul die Lautstärke leicht erhöht, dafür die Komponenten und die Handballenauflage besser gekühlt. Das Wechseln der Module ist dabei denkbar einfach. Ein Schieberegler an der Unterseite lässt das optische Laufwerk ausfahren und der FrostCore kann eingeschoben werden. Nach Plug & Play Manier ohne Neustart des Notebooks und ohne komplizierte Einrichtung.

Neben dem vorinstallierten Microsoft Windows 10 Betriebssystem legt Acer ein paar nützliche Programme zur Konfiguration des Predator 17 bei. Über die Predator Sense Software könnt ihr zum Beispiel die Beleuchtung der Tastatur optimieren, Makro-Tasten zuweisen und Profile erstellen. Der Acer DustDefender sorgt zudem dafür, dass die Drehrichtung der Lüfter alle drei Stunden geändert wird, um Staub aus dem Gehäuse zu entfernen. Über den Killer Network Manger könnt ihr das WLAN und LAN personalisieren und das Acer Care Center hilft euch euer System zu überprüfen, Backups zu erstellen und wichtige Anwendungen zu aktualisieren.

Technik vom Feinsten: Das Gamer-Herz schlägt höher

Unter der Haube wissen Gamer was sie für ihr Geld bekommen. Als Prozessor kommt der Intel Core i7-6700HQ Vierkernen mit bis zu 3,5 GHz zum Einsatz. Ihm zu Seite stehen 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, die dank zwei freien Slots auf bis zu 64 GB erweitert werden können. Neben einer großen 2 TB Festplatte wird das Acer Predator 17 Notebook zudem von einer 512 GB M.2 SSD beschleunigt, die in unseren Tests bis zu 510 MB/s in der Datenübertragung erreicht. Das Herzstück stellt der Nvidia Geforce GTX 980M Grafikchip dar. Die Kombination von CPU und GPU ist somit bereit für Spiele auf sehr hohem Detailniveau. Dazu zählen aktuelle Titel wie Rise of the Tomb Raider, Rainbow Six Siege, The Division, Star Wars Battlefront, Fallout 4 und Call of Duty: Black Ops 3. Auch die so genannten All-Time-Favorites wie FIFA 16, World of Warcraft, League of Legends, Dota 2, Heroes of the Storm und Starcraft 2 zeigen sich im Test mit hohen FPS-Raten bei maximaler Qualität. Lediglich für den 4K-Betrieb ist die GTX 980M noch nicht gänzlich geeignet. Hier hätten die maximal möglichen 8 GB VRAM gut getan, allerdings entschied sich Acer für die 4 GB Variante.

Acer Predator G9-791-73EX (Bild 8 von 21)Acer Predator G9-791-73EX (Bild 21 von 21)Bildquelle: notebookinfo.de

Im Gegensatz zu anderen, teureren Versionen des Predator 17 setzt unser Modell auf ein 17,3 Zoll Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Der Bildschirm bietet mit einer Helligkeit von 308 cd/m² im Schnitt gute Werte, die in Verbindung mit der matten Beschichtung auch für den Einsatz im Freien ausreicht. Der von uns gemessene Kontrast liegt bei maximal 780:1 und ist somit verbesserungswürdig, aber in Ordnung. Gefallen finden wir an der blinkwinkelstabilen IPS-Technik, die uns Acer im Predator 17 bietet. Somit macht das Gaming Notebook auch als Fernseher-Ersatz beim Filmabend mit Freunden und Familie eine gute Figur. Ebenso gut zeigt sich unser Testgerät in Hinsicht auf die Hitzeentwicklung und Lautstärke. Trotz einzelner, punktueller Temperatur-Hochs von bis zu 45 Grad Celsius liegt die Werte im Schnitt bei 30-34 Grad, je nach Beanspruchung der Komponenten. Gleiches gilt bei der Lautstärke des Predator. Im Gaming-Betrieb messen wir zwischen 37 dB(A) und 44 dB(A). Das Notebook ist somit zwar deutlich hörbar, durch die tiefen Frequenzen der Lüfter allerdings nicht nervend.

Zu guter Letzt sprechen wir über die Akkulaufzeit des Acer Predator 17 (G9-791-73EX). Im Leerlauf erreichen wir bei deaktivierten Funkverbindungen und mit Intel HD Grafik eine Laufzeit von knapp 10 Stunden. Im leistungshungrigen Benchmark-Betrieb hingegen ist bereits nach 1,5 Stunden Schluss. In der Praxis bedeutet das, dass Gamer mit circa 2-3 Stunden Laufzeit abseits der Steckdose rechnen können. Nutzt ihr im Office- oder Multimedia-Betrieb die Nvidia Optimus Funktion, um z.B. E-Mails zu checken, im Internet zu surfen oder einen Film anzusehen, kommt ihr auf etwa 4-6 Stunden. Letzteres können wir euch auch wärmstens ans Herz legen, denn die Lautsprecher inklusive Subwoofer hinterlassen einen guten Eindruck im Vergleich zu anderen Notebooks. Einem separaten Surround-System oder einem hochwertigen Gaming-Headset können die Audio-Features des Acer Predator 17 allerdings nicht das Wasser reichen.

Fazit

Für sein erstes, waschechtes Gaming-Notebook können wir Acer gratulieren. Das Predator 17 leistet sich nur wenige Schnitzer und liefert ein gutes Gesamtbild ab. Ein stylisches, gut verarbeitetes Gehäuse trifft auf leistungsstarke Hardware. Die Kombination aus Intel Core i7 Prozessor, schneller SSD, erweiterbarem DDR4-Arbeitsspeicher und einer Nvidia Geforce GTX 980M entfaltet in aktuellen Spielen sein volles Potenzial. Ebenso zufrieden sind wir mit dem gut ausgeleuchteten 17,3 Zoll Full-HD-Display, der Entscheidung hin zur Nvidia Optimus Technologie und dem vielfältigen Anschluss-Portfolio. Das einzige Manko ist die verbesserungswürdige Beleuchtungs-Personalisierung der sonst erstklassigen Tastatur. Doch das sollte für ein Unternehmen wie Acer kein großes Problem darstellen und wird hoffentlich im Nachfolger ausgebügelt.

Wer jetzt auf der Suche nach einem guten 17,3 Zoll Gaming-Notebook ist, dem können wir das Acer Predator 17 wärmstens empfehlen. Das Spitzenmodell mit Geforce GTX 980M ist in der Preisspanne von 2.162 Euro bis 3.499 Euro erhältlich. Dabei spielen im hohen Preisbereich auch ein 4K-Display und satte 64 GB RAM eine große Rolle. Wer es kompakter mag, dem empfehlen wir einen Blick auf das kleinere Acer Predator 15, welches einen ebenso guten Eindruck hinterlassen konnte.

Ab 1749,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark1111082 Pkt.Max. 12363 Pkt.
3DMark Ice Storm88658 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Cloud Gate22912 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike8355 Pkt.Max. 8449 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)510 MB/sMax. 1850 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)492 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit51.26 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit7.35 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.57 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)147 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)668 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)65.2 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)3612 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)13341 Pkt.Max. 14159 Pkt.
Unigine Valley Basic84.2 fpsMax. 100.3 fps
Unigine Valley Basic Score3524 Pkt.Max. 4198 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD49.5 fpsMax. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD2070 Pkt.Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 27 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 56 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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